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Donnerstag, 26. September 2013

Jeder Vierte ist Pirat

Auch wenn die Piratenpartei bei der Bundestagswahl weit unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde geblieben ist, wird in den Industrienationen jeder vierte Online-User zum Freibeuter im Internet. Wie eine Studie von Netnames zeigt, haben in den Bereichen Europa, Nordamerika und im asiatisch pazifischen Raum 25,9 Prozent der dort ansässigen 1,26 Milliarden Websurfer illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte konsumiert. 23,8 Prozent des ausgetauschten Datenvolumens in diesen Regionen entfallen auf die Bereitstellung solch dubioser Angebote.

Dabei gehen die Online-Sauger durchaus mit der Zeit. So ist in den erwähnten drei Weltbereichen die für direkte Downloads genutze Bandbreite im Jahre 2012 verglichen mit 2010 um 54,7 Prozent gesunken. Dagegen schnellte im selben Zeitraum die Größe der bewegten Datenmengen für das Streamen illegaler Videoinhalte um 471 Prozent nach oben.
[Foto: MegaUpload ist tot - Es lebe Mega! | cc-by-sa 2.5 André Karwath aka Aka (remix: agent media)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 5. September 2013

OVK-Studie zur Wirksamkeit von Online-Kampagnen

Zwar werden zur Zeit immer höhere Etats in Werbeformen im Internet und auf Mobilplattformen investiert, nicht immer aber ist es den Reklametreibenden klar, ob dieses Geld sinnvoll angelegt ist. Um dies herauszufinden hat der Online-Vermarkterkreis (OVK) eine Studie auf der Basis von 193 Markenkampagnen von sieben Vermarktern erstellt. Der OVK ist Teile des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). Wie nicht anders zu erwarten, unterstützt Online-Reklame die Markenbekanntheit nicht unerheblich. Der OVK macht dies an relevanten Kennzahlen fest.

Die gestützte Markenbekantheit, dies entspricht dem Anteil positiver Antworten auf die Frage "Kennen Sie die Marke XY", stieg um acht Prozent bei Befragten, die der Online-Werbung ausgesetzt waren. Diese "Brand Awareness" gilt unter Marktforschern als entscheidendes Kriterium bei der Messung der Wirksamkeit von Markenwerbung.

Der Wert für Die Erinnerung an die Werbung einer Marke (Recall) konnte durch die Internetmaßnahmen um 35 Prozent verbessert werden. Die Messgröße "gestützten Kampagnenerinneung" (Recognition) wuchs  sogar um 53 Prozent.
[Foto: BDZV-Suborganisation OVK studiert Effizienz von Online-Reklame | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 13. Juni 2013

Ungeliebte Online-Werbung

Produkt-Promotion im Internet gehört zu einer vernünftigen Marketingstrategie unabdingbar dazu. So bekommen es die verantwortlichen Marketing-Entscheider seit Jahren von den Profiteuren zu hören. Was die Effektivität und Akzeptanz angeht, bleibt die Web-Reklame aber weit hinter klassischen Werbeformen zurück. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die Adobe kostenlos ins Netz gestellt hat.

Global halten 32% der Befragten Konsumenten Online-Werbung für ineffektiv, bei den Werbetreibenden tun dies 21%. Vor allem die oft als aufdringlich empfundenen Banner sind in Ungnade gefallen. Sie funktionieren nicht, gaben 49% der weltweit befragten Endkunden an und diese Ansicht wird von 36% der Marketingentscheider geteilt. In den drei großen EU-Märkten Großbritannien, Frankreich und Deutschland ist die Ablehnung der bebilderten Web-Anzeigen unter den potentiellen Kunden mit 55% sogar noch größer.

Ihren schlechten Ruf verdankt die Internetwerbung auch den intransparenten Tracking-Methoden, mit denen Google  & Co. das Surfverhalten analysieren. So empfinden es weltweit 68% aller Befragten als gruselig ("creepy"), wenn Werbeeinblendungen aufpoppen, die zu vorher aufgerufenen Seiten passen. In den genannten EU-Ländern (71%) und den USA (74%) befällt dieses Unbehagen noch mehr Menschen.

Die asiatisch-pazifische Region steht den "neuen" Reklamemmöglichkeiten generell etwas aufgeschlossener gegenüber. In den dort untersuchten Ländern Japan, Südkorea und Australien gaben 42 Prozent an, sie würden das Lesen oder Anschauen von Werbung im Internet genießen. In den USA (31%) und den drei von der Studie abgedeckten europäischen Ländern (38%) sind die entsprechenden Prozentsätze deutlich niedriger.
[Foto: Textwerbung wird am ehesten akzeptiert | (Screenshot)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 3. Juni 2013

Medienfest.NRW 2013 steht an

Auch in diesem Jahr bietet das Medienfest.NRW wieder die Gelegenheit, in Berufsbilder der Media-Branche hineinzuschnuppern. Vom 21. bis zum 23 Juni  stehen im Mediapark  Köln Profis aus den verschiedensten Bereichen wie TV, Radio und Zeitung den Fragen neugieriger Berufsanfänger Rede und Antwort.

Los geht es mit einem Barcamp am Freitag abend. Dies ist eine Form der Mitmach-Konferenz. Es können noch online Themenvorschläge für die offene Diskussion eingereicht werden.

Samstag und Sonntag gibt es neben den umfangreichen Info-Programm auch drei 2-Tages-Workshops. Die anmeldepflichtigen Angebote vermitteln Basiswissen für Journalisten, die Online, im Radio oder für Zeitungen arbeiten möchten.
[Foto: Für alle, die was mit Medien machen wollen | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 23. Mai 2013

Werbemarkt Deutschland im Minus

Die um Rabatte und Mittlergebühren bereinighten Nettoeinnahmen der Werbeindustrie sind im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 18,42 Mrd. EUR gesunken. Dies berichtet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).

Besonders die gedruckte Werbung war weniger gefragt als noch 2011. So verloren Tageszeitungen 9,1% ihrer Erlöse und nahmen zuletzt 3,23 Mrd. EUR. ein. Auch Post-Werbung entwickelte sich rückläufig und erzielte Netto-Einnahmen von zuletzt 2,86 Mrd. EUR (-4,1%). für Anzeigenblätter (2,00 Mrd. EUR, -2,9%) und vor allem Publikumszeitschrifen (1,28 Mrd. EUR, -11,1%) lief das Jahr ebenfalls enttäuschend. Außenwerbung auf Plakaten und anderen öffentlichen Reklameplätzen verlor 3,2 Prozent und erreichte 868 Mio. EUR. Bei den Fachzeitschriften liegen die Einnahmen mit 858 Mio. EUR (-1,9 Prozent) auf ähnlichem Niveau. Wochenzeitungen erwirtschafteten mit 199 Mio. EUR (-6,7%) ebenfalls ein Minus.

Mit einem Netto-Volumnen von 1,08 Mrd. EUR ist der Bereich Online erstmals über die Millardengrenze gerutscht. Doch auch hier zeigt sich nur ein gehemmtes Wachstum. Im Gegensatz zu den Vorjahren fiel das Plus mit 9% "nur" einstellig aus.

Ebenfalls im Plus liegt der vom Umsatz her wichtigste Sektor TV, für den 4,05 Mrd. EUR zusammenkamen (+1,8%). Reklameformen im Hörfunk (720 Mio. EUR, +1,5%) und im Kino (88 Mio. EUR, +4,3%) konnten ebenfalls zulegen.
[Foto: TV-Werbung entgegen dem Trend im Plus | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 10. Mai 2013

GEMA-Einnahmen fast konstant hoch

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) hat 2012 etwas weniger Einnahmen erzielt als ein Jahr zuvor. Das Minus fällt mit 0,6 Prozent aber nur klein aus. Die GEMA bilanziert in einer entsprechenden Pressemitteilung aber ein immer noch hohes Umsatzniveau:  im vergangenen Jahr wurde ein Gesamtertrag von 820,2 Mio. EUR erzielt. Der Anteil der Inkassomandate daran betrug 175 Mio EUR. der Kostensatz stieg von 14,9 auf 15,6 Prozent, so dass für die Künstler und Labels etwas weniger Verteilungsmasse übrig blieb.

Im Tonträgerbereich setzt sich der Schrumpfkurs der vergangenen Jahre fort. In diesem Segment wurden 2012 noch 117 Mio. EUR eingenomen. 2008 waren noch Gebühren im Gesamtwert von 171,6 Mio. EUR aus dem Verkauf von CDs, Schallplatten & Co. zusammengekommen.

Im Online-Geschäft nahm die GEMA trotz florierender Download- und Streaming-Dienste 4,3 Mio. EUR weniger ein als 2011 und kommt auf 16,9 Mio. EUR. Der Grund liegt in bereits eingezogenen Lizenzen für Music-On-Demand, die nach einem Spruch aus einem Schiedsverfahren mit dem BITKOM zurückgezahlt werden mussten.

Unter anderem wegen höherer Werbeinvestitionen seitens der Industrie sind die Einnahmen aus Rundfunk und Fernsehen um 3,4 Mio. EUR auf 260,8 Mio. EUR gestiegen. Die für die Abrechnung von Musik-Events verantwortlichen Bezirksdirektionen stellen mit 323,4 Mio. EUR weiter die wichtigste Ertragssäule der GEMA und unterstreichen ihre Bedeutung mit einem Einnahmenplus von 11,4 Mio. EUR.
[Foto: GEMA hält Einnahmen hoch | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 8. Januar 2013

UK-Videomarkt wird immer digitaler

Der britische Videomarkt verschiebt sich deutlich zu Online-Services. Nach Schätzung der Marktforscher von IHS Screen Digest, die in einem aktuellen Artikel des Fachportals DVD Intelligence zitiert wird, wurden 2012 im Vereinigten Königreich rund 500 Mio. Pfund mit Internet-Filmen erwirtschaftet. Dies bedeutet einen dramatische Anstieg der Umsätze im digitalen Filmmarkt um 49% verglichen mit 2011.

Als Triebfeder dieser Entwicklung haben Analysten die zunehmende Verbreitung von Tablet-PCs ausgemacht. 60 Prozent der britischen Tablet-Besitzer haben 2012 auf ihrem Gadget auch Filme betrachtet. Dies geht aus einer Studie der British Video Alliance hervor. In Großbritannien buhlen auf diesem Wachstumsmarkt mittlerweile mehr als 40 Online-Videoanbieter um die Gunst der Kunden.

Insgesamt wurden 2,317 Mrd. Pfund für den Filmgenuss zu Hause ausgegeben. DVDs & Blu-rays zeichneten somit 2012 für 78%, digitale Formate für 22% der Einnahmen verantwortlich. Die Umsätze aus dem Blu-ray-Geschäft sind wie in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Unter den Top 10-Titeln 2012 zeichneten die Scheiben für hochaufgelöstes Filmmaterial für 29 Prozent der Einnahmen verantwortlich. 2011 lag der Anteil noch bei lediglich 24%.
[Foto: Britischer VOD-Anbieter: blinkbox | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. November 2012

USA: Zeitungswerbemarkt weiter im Minus

Die Ausgaben, welche die US-amerikanische Werbeindustrie in Print- und Onlineangebote ihre heimischen Presse investiert, stabilisieren sich nur langsam. Die Verlage mussten im dritten Quartal verglichen mit dem entsprechenden Kalenderviertel des Vorjahres einen Umsatzrück von 5,1 Prozent auf 5,27 Mrd. Dollar hinnehnmen. Immerhin liegt das Minus erstmals seit fast zwei Jahren unter der 6-Prozent-Marke. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, welche die Newspaper Association Of America veröffentlicht hat

Im Reklamebereich der klassischen Druckerzeugnisse betrug das Minus 6,4 Prozent. Dennoch erwirtschaften die Zeitungen in den Vereinigten Staaten im Printbereich mit 4,51 Mrd. Dollar noch immer weit mehr als mit ihren Webportalen.

Im Online-Segment verzeichneten die Verlage knapp 759 Mio. Dollar Werbeeinnahmen, ein Plus von 3,6% zu den Monaten Juni, August und September 2011. Die Umsätze mit Internet-Reklame sind seit dem ersten Quartal 2010 kontinuierlich gestiegen. Dieser Trend verflacht allerdings schon wieder. Die Wachstumsraten lagen 2010 noch in drei aufeinanderfolgenden Kalendervierteln bei über 10 Prozent. In diesem Jahr sind nach +1,0% (Quartal 1) und +2,9% (Quartal 2) die jüngst gemessenen +3,6% bislang schon das Höchste der Gefühle.
[Foto: Für den "Nashville Banner" war 1998 Schluss | cc-by-sa 3.0 Nashville Banner (newspaper)]

Artikel von agent-media.de

Deutsche Digitale Bibliothek eröffnet

Am gestrigen Mittwoch wurde im Alten Museum Berlin die deutsche digitale Bibliothek (DDB) symbolisch per Knopfdruck eröffnet. Das Angebot soll deutsche Kulturerzeugnisse und in deutschen Museen zu findende Exponate online verfügbar machen. Ziel der DDB ist es laut Vorstandssprecher Hermann Parzinger, jedermann über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen. Parzinger ist auch Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und konnte auch mittels dieser Position einiges zum Gelingen des Projekts beitragen. Wichtig ist den Initiatoren auch die weitgehende Zusammenarbeit und Verlinkung mit der ähnlich angelegten europäischen Wissensdatenbank Europeana.

Bei der DDB sind bereits 1.842 Institutionen aus Kultur und Forschung registriert. Davon haben 90 Einrichtungen schon mehr als 5,6 Millionen Texte, Bilder, Videos und Audio-Schnipsel zusammengetragen. Das Portal bezeichnet seinen derzeitigen Status trotz einer insgesamt gelungenen Suchfunktion noch als "Beta".

In erster Linie gibt es Bildmaterial und Texte zu sehen. Doch auch einige alte cineastische Schätze sind zu finden. Eine Hamlet-Verfilmung oder etwa der Kurz-Spielfilm "Die große Liebe einer kleinen Tänzerin" aus den 1920er Jahren zählen dazu. In Zukunft sollen auch 3D-Modelle, etwa von Kunstskulpturen, hinzukommen.
[Foto: DDB erleichtert Zugang zu Kultur & Wissenschaft | (c) Deutsche Digitale Bibliothek]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 24. August 2012

Internetnutzung nimmt weiter zu

Die seit 1997 jährlich durchgeführte Onlinestudie von ARD und ZDF verzeichnet auch in diesem Jahr ein Wachstum bei der Internetnutzung in Deutschland. Auf bereits hohem Niveau befindlich legte die prozentuale Nutzung der Gesamtbevölkerung verglichen mit dem Vorjahr nochmal um 4 Prozent zu und kommt damit auf 75,9%, was 53,4 Millionen Personen entspricht, die mindestens gelegentlich surfen.

Wie schon in den Vorjahren stellt ist die demographische Verteilung der Internetnutzer sehr inhomogen. Während in der Gruppe der 14-19 jährigen 100% zumindest gelegentlich online sind, begeben sich in der Gruppe der über 60jährigen nur rund 40 Prozent hin und wieder ins World Wide Web. Gleichwohl holen die Semester 50+ auf und verzeichnen die höchsten Zuwachsraten aller Altersgruppen.

Neben der Fortschreibung der Zuwachsraten der letzten Jahre bestätigt die Studie auch den Trend zur mobilen Internetnutzung. Sie hat sich den Statistikern zufolge in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Dabei ersetzen die portablen Endgeräte keineswegs stationäre Internetzugänge, sondern ergänzen diese und schaffen neue Nutzungssituationen. Zu den bereits etablierten Smartphones treten in jüngster Zeit auch Tablets wie das iPad, die Ihren Anteil bei allen genutzten Internetzugängen im Vergleich zu 2011 auf 4 Prozent verdoppeln konnten.

Während klassische Onlineaktivitäten wie der Gebrauch von  Suchmaschinen (83%), das Versenden und Empfangen von Emails (79%), das ziellose Surfen (43%) oder die Begegnungen in Communities (36%) die Internetnutzung ungebrochen dominieren, verstärkt sich der Trend zum Abruf audiovisueller Inhalte von Radio und Fernsehen über das Internet, sei es zeitversetzt oder parallel zur Nutzung anderer Medien.

21% aller Befragten gaben an, zeitversetzt Fernsehinhalte über das Internet zu konsumieren oder Radio zu hören. Laut ZDF Intendant Thomas Bellut ein nicht zuletzt im technischen Fortschirtt induzierter Trend, wie er gegenüber der WELT bemerkte: "Tablets und Smartphones haben für eine deutliche Zunahme bei der zeitversetzten Nutzung von Fernsehsendungen gesorgt." Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dürften die zunehmende Relevanz Ihrer Inhalte im Netz als willkommenes Argument für die umstrittene Ausweitung Ihrer virtuellen Aktivitäten werten.
[Foto: ARD & ZDF präsentieren Webstudie | (logos)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 2. August 2012

Autoindustrie treibt Online-Werbeboom an

Die Automobilindustrie spielt in Deutschland beim Wachstum des Online-Reklamemarkts eine entscheidende Rolle. Wie die Marktforscher von Nielsen herausgefunden haben, investierten Kraftfahrzeughersteller im ersten Drittel dieses Jahres 48,1 Mio. EUR in Web-Anzeigen. Das sind 21,4 Mio. EUR mehr als im selben Zeitraum 2011. Die Erzeugnisse der Branche sind hierzulande die viertwichtigste Einnahmequelle im Werbemarkt Internet, verglichen mit anderen Produktgruppen.

Die Spendings der Fahrzeug-Produzenten über alle Werbeformen schnellten zwischen Januar und April um 60,2 Mio. EUR nach oben. Das Gesamtwerbevolumen im Land der Dichter und Denker stieg auch dadurch um 143,6 Mio.  auf 9,4 Mrd. EUR an.

Der noch junge Markt der mobilen Werbung profitiert überdurchschnittlich von der Spendierlaune des KFZ-Sektors. Auf niedrigerem Niveau als bei der "klassischen" Online-Reklame investierte die Branche 117% mehr in Anzeigen in Apps und auf Webseiten, die für Smartphones und Tables optimiert sind. Insgesamt konnte der Bereich "Mobil" in den ersten vier Monaten 2012 um 76% zulegen.
[Foto: Audi A1: beliebtes Werbe-Objekt | cc-by-sa 3.0 Nozilla]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 16. Mai 2012

Online-Videonutzung in Deutschland nimmt zu

Laut jüngst veröffentlichter Zahlen des Marktforschungsunternehmens Comscore
verzeichnet der Onlinekonsum von Videos in Deutschland weiter Zuwächse. Im März dieses Jahres schauten 49,9 Millionen Internet-User in Deutschland mindestens ein Online-Video, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Im 12-Monatsvergleich nahm die durchschnittliche Nutzungszeit je Besucher sogarum 33,7 Prozent auf etwa 27 Stunden zu.

Antreiber der Entwicklung sind Smartphones, auf denen quer durch alle Altersgruppen hohe zwei- und zum Teil dreistellige Zuwachsraten bei der Nutzung von Internetvideos zu verzeichnen sind. Insgesamt nutzen 3,2 Millionen Deutsche ihr internetfähiges Mobiltelefon um Videos anzuschauen. Das entspricht einem Zuwachs von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Plattformen hat mit über 35 Millionen Unique Viewers weiterhin Googletochter Youtube unangefochten die Nase vorn. Zweiter im Videoranking sind die Angebote von Pro7Sat1, darunter MyVideo und Maxdome. Der Verbund kommt auf rund 14 Millionen Nutzer.

Die Möglichkeit, eine Plattform wie Youtube für Werbezwecke zu nutzen, findet bei den Unternehmen immer breiteren Anklang. So darf sich die Firma Bigpoint in Ihrem Channel auf Youtube über mehr als 5 Millionen Besucher und damit einem Zuwachs gegenüber 2011 von über 80 Prozent freuen. Die Beliebtheit der Onlinevideos und ihre Attraktivität für Marketingzwecke dürfte weiter fortschreiten und klassischen Medien wie dem Fernsehen zunehmend Werbeetats streitig machen. Ein Blick in die USA zeigt, dass die Möglichkeiten dieses Marketinginstrumentes hierzulande bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind.
[Foto: Auch YouTube wird noch immer beliebter | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 28. März 2012

Online-Videomarkt überflügelt DVD & Blu-ray

Zum ersten Mal werden 2012 in den USA mehr Filme kostenpflichtig und legal online angesehen als auf physischen Medien. Zu diesem Ergebnis kommt der IHS Screen Digest's Broadband Media Market Insight Report laut einer Pressemittelung des Branchenportals DVD Intelligence.

Dabei haben die Marktforscher für den Internetbereich Video-on-demand Abrufe und bezahlte Downloads zusammengenommen. Zum Bereich der physischen Medien zählt IHS sowohl Videoverkäufe als auch Verleih-Vorgänge. Der Onlinemarkt kommt bei dieser Rechung auf 3,4 Milliarden Einheiten, dies entspricht einem Wachstum von 130% verglichen mit 2011. Hauptursache für den rasanten Aufwärtstrend im Web sind günstige VoD-Flatrates wie die von Netflix und Amazon. Sie bieten unbegrenzten Zugang zum kompletten Filmkatalog des jeweiligen Anbieters im Abonnement. Transaktionen in diesem Bereich machen mittlerweile 94 % des Gesamtumsatzes im Onlinegeschäft aus.

Der physische Markt mag hinsichtlich der betrachteten Filme in diesem Jahr seine dominierende Rolle einbüßen, bleibt aber im Bezug auf die erzielten Einnahmen wichtigste Säule der Filmwirtschaft. Während für das DVD- und Blu-ray-Geschäft 2012 ein Umsatz von 11,1 Milliarden US-Dollar erwartet wird, schätzt man diesen im Onlinemarkt lediglich auf 1,7 Milliarden Dollar. Ein Umstand, der nach Meinung der Branchenexperten noch einige Zeit anhalten dürfte.

Der Verbraucher scheint also die Onlinedistribution von Filmen auch dank schneller Breitbandzugänge zu akzeptieren, allerdings um den Preis drastisch reduzierter Margen für die Anbieter. Inwiefern diese Rechnung dauerhaft aufgeht und angesichts reduzierter Kosten in Herstellung und Vertrieb lukrativ sein kann bleibt abzuwarten. Ein allzu kräftiges Nachjustieren der Preisschraube könnte die Kunden jedenfalls wieder abschrecken.
[Foto: Netflix: Erfolgreich dank VoD-Aboverkauf | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. März 2012

GEMA präsentiert Bilanz 2011

Die GEMA hat in einer online abgehaltenen Bilanz-Pressekonferenz die Geschäftszahlen für das Kalenderjahr 2011 präsentiert. Demnach erreichte der Umsatz mit  825,5 Millionen Euro ein Fünfjahrestief. Im Jahr zuvor waren noch 37,5 Mio. EUR mehr Erträge erzielt wordem. Der Kostensatz der Verwertungsgesellschaft stieg gleichzeitig leicht von 14,7 auf 14,9 Prozent.

Als Hauptursache für den Einnahmerückgang identifizierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Hecker das deutliche Minus im Bereich der physischen Medien. Hier gingen die Erlöse der Verwertungsgesellschaft von 170,5 auf 136,7 Millionen EUR zurück.

Im Online-Sektor hingegen verzeichnete das Unternehmen einen erfreulichen Zuwachs von 13,3 auf 21,2 Millionen EUR. Dieses Ergebnis sowie die jüngst veröffentlichten Tarife für Music on Demand-Dienste wie Spotify stimmten Hecker zuversichtlich für die weitere geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft.

Die Haupteinnahmequellen der GEMA blieben stabil oder verzeichneten sogar leichte Zuwächse. Im Bereich TV und Radio sprudelten 262 Millionen EUR in die Kassen. Die Bezirksdirektionen trugen durch ihr Inkasso z.B. im Livebetrieb 312 Millionen EUR zum Gesamtergebnis bei.

Für das laufende Jahr kündigte der Vorstandsvorsitzende auch Änderungsvorschläge im sogenannten PRO-Verfahren an, die bei der nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt werden sollen. Die neue Methode zur Tarifberechnung ist in der Mitgliedschaft der GEMA höchst umstritten. Das PRO-Verfahre errechnet per Hochrechnung die Anteile einzelner Urheber an der zu verteilenden Gesamtsumme. Kritikern zufolge begünstigt dies etablierte Künstler zu Lasten weniger populärer Musikschaffender.
[Foto: GEMA-Vorstandsvorsitzender Harald Heker | (c) GEMA]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 8. März 2012

Internet-Werbemarkt wächst weiter

Der Trend zur Online-Werbung bleibt weiterhin ungebrochen. Für das laufende Jahr erwarten die Experten der Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) 11% mehr Bruttoinvestitionen als 2011. Dabei beziehen sie sich auf Erhebungen des Marktforschungsinsitituts Nielsen.

Im vergangenen Jahr lagen die Werbespendings im Internet in Deutschland bereits bei 5,736 Mrd. EUR. Für 2012 werden Ausgaben von mehr als 6,3 Mrd. EUR erwartet. Online ist und bleibt damit nach Fernsehen der zweitwichtigste Reklamekanal.

Die Marktforscher teilen den Internet-Werbemarkt in drei Sektoren auf. Im Bereich "Affiliate-Netzwerke" wurden im vergangenen Jahr 374 Mio. EUR umgesetzt. In "Suchwortvermarktung" flossen mit 2,076 Mrd. EUR wesentlich mehr Werbegelder. Die übrigen Werbeaktivitäten im Web subsummieren die Experten unter dem Begriff "Klassischen Online-Werbung". Dieses Segment konnte mit 3,286 Mrd EUR Bruttospendings 2011 den größten Teil der Reklameeinnahmen für sich verbuchen. Für die prozentuale Verteilung der Gelder auf die drei genannten Felder werden in diesem Jahr keine großen Verschiebungen erwartet.
[Foto: Suchwort-Marketing à la Google | (google)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 1. Februar 2012

Positive Entwicklung im Werbemarkt 2011

Der Werbemarkt in Deutschland ist 2011 brutto um 3,5% auf 25,8 Mrd. EUR gewachsen. Dabei wies das erste Halbjahr eine deutlichere Steigerung um 5,0% auf, während sich die Werbetreibenden in der zweiten Jahreshälfte mit Mehraufwänden von 2,1% beschieden. Dies weiß das Marktforschungsinstitut Nielsen zu berichten.

Tageszeitungen konnten von der allgemeinen Reklamefreude nicht profitieren. Ihre Einnahmen aus dem Anzeigenmarkt gingen um 2,1% auf 5,2 Mrd. EUR zurück. Dafür ist nicht zuletzt Aldi verantwortlich. Der Discounter allein zog 135 Mio. EUR aus diesem Werbesegment ab. Dass Presseerzeugnisse ein wichtiges Medium der Marketing-Kommunikation bleiben, zeigt der positive Trend bei Publikumszeitschriften. In die Blätter für den Massenmarkt wurden 3,6 Mrd. Werbemillionen gepumpt, ein Plus von 1,4%. Auch das Geschäft mit Anzeigen in Fachzeitschriften generierte mit 408 Mio. EUR satte 2,9 Prozent mehr Brutto-Umsatz als 2010.

In TV-Spots wurden 1,8% mehr Geld investiert. Mit 11,1 Mrd. EUR brutto war das Fernsehen weiterhin das umsatzstärkste Werbemedium. Im Radio liefen Verbraucherinformationen im Wert von 1,4 Mrd. EUR, ein Plus von 3,9% verglichen mit 2010.

Den höchsten Zuwachs gab es erwartungsgemäß bei der Online-Werbung. Hier stieg der Werbedruck um 22,5 Prozent auf 2,9 Mrd. EUR.

Neben dem Web-Bereich konnten auch zwei klassische  Medien die Werbeumsätze um zweistellige Prozentsätze verbessern. Das Plakat legte um 11,5 auf zuletzt 1,1 Mrd zu. Kinowerbung lag ebenfalls erneut stark im Trend und ergatterte 96 Mio EUR der Werbespendings (+17,6%).
[Foto: TV-Reklame bleibt bestbezahlte Werbeform | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Online-Handel bilanziert gutes Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft sorgt bei den meisten Online-Händlern für strahlende Gesichter. Der Bundesverband des deutschen Versandhandels (BVH) bilanziert für das zurückliegende Weihnachtsgeschäft 2011 einen Umsatz von 4,2 Mrd. EUR bei den deutschen Web-Händlern. Das sind 0,6 Mrd. EUR mehr als im letzjährigen Christmas-Verkauf. Der Organisation gehören derzeit über 320 Unternehmen an.

Das derzeit größte Internet-Warenhaus Amazon konnte an seinem "Cyber Monday" am 12. Dezember über seine .de-Domain 2,8 Mio. Artikel absetzen. Das hauseigene Lesegerät Kindle, das seit Erscheinen des Amazon Tablets namens "Fire" nur noch 99 EUR kostet, war das meistgeorderte Amazon-Produkt.

Nie zuvor wurden an einem einzigen Tag so viele Produkte bei der deutschen Präsenz des international agierenden Web-Kaufhauses bestellt. Kostenlose E-Books und MP3-Downloads wurden dabei nicht einmal mit eingerechnet.
[Foto: Schöne Bescherung für amazon.de | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 27. September 2011

Leitfaden zur Musiker-Selbstvermarktung

Wer sich und seine Musik als junger Künstler selbst im Internet vermarkten möchte, steht nach der ersten, oft euphorischen Schaffensphase des Internetauftritts und der Registrierung in sozialen Netzwerken und Musik-Communities schnell vor einigen großen Fragezeichen. Wie mache ich meine Webseite bekannt? Wie nutze ich meinen Facebook-Account umsatzfördernd? Welche rechtlichen Fallstricke gilt es zu beachten?

Auf diese und weitere Fragen geht die Buchreihe "Leitfaden Künstler-Selbstvermarktung" ein, die von der Popakademie Baden-Württemberg und das Musiker-Portal audiomagnet.com herausgegeben wird. Nun ist der zweite Band unter dem Titel "Online Künstler Promotion" erschienen.

Unterstützt wird der Wissenstransfer durch den Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen. Der VUT empfiehlt die Lektüre auch seinen Mitgliedern, den kleineren Independent Labels.

Bereits bei der Verteilung der Broschüre demonstriert audiomagnet sein Know-How im Bereich des viralen Marketings. Der Download des Leitfadens lässt sich mit einem Tweet bei Twitter oder einer "Like"-Empfehlung bei Facebook bezahlen.
[Foto: Anleitung zur Web-Vermarktung | (c) popakademie bw, audiomagnet.com]

Artikel von agent-media.de

Montag, 6. Juni 2011

Smartphones steigern Musikkonsum

Laut einer aktuellen Studie der NPD Gruppe gab es in den USA 2010 fast neun Millionne Menschen, die unterwegs digital Musik hörten. Damit stieg der Anteil der Mobilmusik-Konsumentenn unter den Web-Nutzern ab einem Alter von 13 Jahren von 12 Prozent im Jahr 2009 auf zuletzt 17 Prozent.

Neben der relativ konstanten Nutzung von iPod und anderen MP3-Playern zeichnet für diese Entwicklung der Smartphone-Boom verantwortlich. Dabei sind es nicht mehr hauptsächlich junge Männer, die diese Art der Sound-Berieselung frönen. Auch immer mehr Frauen und ältere Menschen hören unterwegs auf ihrem Handy Musik.

Den meisten reicht es dabei aus, ihre bereits am PC oder als CD erworbenen Lieblingsstücke auch mobil zu genießen. Etwas weniger User hören Online-Radios wie das im Land der letzten verbliebenen Weltmacht empfangbare Pandora. Ingesamt empfinden acht von zehn Nutzern kostenlose und werbefinanzierte Dienste als gut genug.

Es ist also eine große aktuelle Herausforderung für die Plattenindustrie, das gestiegene Interesse daran, Musik außerhalb der eigenen vier Wände zu genießen, auch in bare Münze umzusetzen.
[Foto: Smartphones als Musik-Player beliebt | cc-by-sa 3.0 Milkmooney]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 30. November 2010

Adidas-Werbung: Facebook statt Kicker

Adidas will seine Werbeausgaben zugunsten von Online-Werbung neu verteilen. In TV-Spots und Printanzeigen möchte der Sportartikel-Hersteller in Zukunft weniger investieren. Dies gab Firmenvorstand Erich Stamminger gegenüber dem Handelsblatt bekannt. "Das Gros unserer Kommunikation läuft über digitale Kanäle. Die klassischen Medien hingegen sind lange nicht mehr so wichtig wie früher", äußerte sich Stamminger. Dabei zielt das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach in erster Linie auf soziale Netzwerke wie Youtube und Facebook.

Der Konzern gibt pro Jahr 13 Prozent des Umsatzes für Werbemittel aus. In diesem Jahr wird der Etat für Reklamemaßnahmen rund 1,5 Milliarden Euro betragen.

Grund für die Umstrukturierung der Werbespendings ist das veränderte Medien-Nutzungsverhalten der 14- bis 19-Jährigen. Sie bilden erfahrungsgemäß die Kernzielgruppe der Firma. Unter Teenagern ist die tägliche Nutzung sozialer Netzwerke im Internet gang und gäbe, während TV und Print bei ihnen an Bedeutung eingebüßt haben.

Adidas ist nicht das einzige Unternehmen, das seine Werbemittel künftig "moderner" aufteilen möchte. Neben Kodak und Allianz hatte auch Konkurrent Puma kürzlich ein ähnliches Vorgehen angekündigt.
[Foto: Adidas investiert in Online-Kampagnen | (c) adidas]

Artikel von agent-media.de