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Mittwoch, 13. November 2013

UltraViolet kommt nach Deutschland

Der Film-DRM-Dienst UltraViolet wird in den kommenden Wochen in Deutschland gestartet. Dies berichtet der IT-Branchenverband BITKOM. Die Lösung ermöglicht es Käufern von DVDs und Blu-rays, die erworbenen Filme auch auf internetfähige Geräte wie Handys und Tablets zu streamen.

UltraViolet ist bereits vor zwei Jahren in den USA und etwas später in Großbritannien gestartet. Seitdem wurden 12 Millionen UltraViolet-Accounts angelegt. Pro Haushalt sind dabei sechs Benutzerkonten erlaubt, die Anzahl der Endgeräte ist pro User auf 12 beschränkt.

Auf den entsprechenden Disc-Verpackungen ist das UV-Logo zu finden. Es ist ein Code enthalten, mit dem man den Film für UV-Streams freischalten kann. Die Streifen lassen sich bei zertifizierten Streaming-Diensten beziehen. In Deutschland stellen unter anderem Flixster und ab dem 3. Dezember auch Sony Pictures einen entsprechenden Webservice bereit.
[Foto: UV-Logo garantiert mobilen Filmspaß | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 5. November 2013

Internet: Nachholbedarf bei Senioren & Frauen


Eine aktuelle Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM hat die Demografie der Internet-Nutzer in Deutschland kartografiert. Demnach sind "nur" rund 75 Prozent aller Deutschen im Internet aktiv.

Besonders in der Altersgruppe ab 65 Jahren ist das bereits 20 Jahre alte Medium noch nicht wirklich angekommen und nicht einmal jeder Dritte (32%) geht ins Netz. Bei den 50-64jährigen ist die entsprechende Rate mit 72% mehr als dreimal so hoch. Bei den 30-49jährigen (92%) und 18-29jährigen (98%) gehört ein Internetanschluss dagegen zum Standard.

Doch nicht nur Senioren benötigen offenbar noch Schützenhilfe um sich endlich ins Web zu wagen. Auch bei den Frauen ist die Quote mit 71 Prozent Internetnutzern erstaunlich gering. Männer sind zu 78 Prozent in irgendeiner Form mit dem WWW konnektiert.

Die Online-Dichte sinkt nicht nur mit dem Alter, sondern auch mit dem Bildungsgrad. So sind bei Menschen mit Abitur oder Fachhochschulreife 84 Prozent online. Bürger mit mittlerer Reife (77%) gehen bereits deutlich weniger ins Netz. Unter den Deutschen mit weniger qualifiziertem Schulbschluss wie Volks- oder Hauptschule gehen nicht einmal zwei Drittel (65%) ins Internet, was zum Teil sicher auch finanzielle Gründe hat.
[Foto: Historisches WWW-Logo von Robert Cailliau | public domain]

Artikel von agent-media.de

Montag, 4. November 2013

Anzeigengeschäft verliert an Bedeutung

Für Zeitungsverlage wird der Verkauf Ihrer Produkte immer wichtiger, während die Einkünfte aus Anzeigen sinken. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Artikel des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

2002 wurde im Anzeigengeschäft mit 5,2 Mrd EUR noch weit mehr Umsatz erzielt als durch den Vertrieb, der damals Einnahmen von 4,1 Mrd EUR generieren konnte. Seit 2008 dominiert der Verkauf. 2012 wurden 4,7 Mrd. EUR im Vertrieb umgesetzt, Anzeigen konnten nur 3,4 Mrd. EUR beisteuern. Die erfreulichen Vertriebszahlen können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zeitungsumsätze in Deutschland 2012 verglichen mit dem Vorjahr um 3,3% auf 8,23 Mrd. EUR gefallen sind. Das Subsegment der Tageszeitungen zeigt einen ebenso starken Abwärtstrend, hier wurden im vergangenen Jahr 7,7 Mrd. EUR Umsatz ermittelt.

Das schwindende Vertrauen der Werbebranche in die Zeitungsangebote ist angesichts recht hoher Reichweiten nur teilweise nachzuvollziehen. Die gedruckte Presse erreicht pro Ausgabe 71 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren. Tageszeitungen werden von einem knappen Drittel (64,7%) gelesen. Allerdings lesen relativ wenige Teenager die Print-Titel. In der Altersgruppe von 14 bis 19 Jahren liegt der entsprechende Anteil bei nur rund einem Drittel (34,5%).
[Foto: Frisch gedruckte Zeitungen | cc-by-sa 3.0 Daniel R. Blume]

Artikel von agent-media.de

Montag, 21. Oktober 2013

Werbemarkt Deutschland legt zu

Im dritten Quartal 2013 sind die Werbespendings in Deutschland verglichen mit dem Vorjahreszeitraum  um 2,3 Prozent auf 5,9 Mrd EUR gestiegen. Kumuliert über die ersten drei Kalenderviertel ergibt haben die Reklame betreibenden Unternehmen 18,4 Mrd. EUR investiert, ein Plus von 0,8 Prozent. Dies berichten die Marktforscher von Nielsen.

Weiterhin streichen die Fernsehsender einen Großteil der Werbeumsätze für sich ein. Insgesamt flossen zwischen Januar und September etwa 8 Milliarden EUR in TV-Commercials, das sind 4,7 Prozent mehr als 2012.

Freuen dürfen sich auch die zuletzt etwas gebeutelten Publikumszeitrschriften. Für Anzeigen in den bunten Magazinen gaben die Firmen im zurückliegenden Quartal 1,8 Prozent mehr Geld aus als ein Jahr zuvor. Wegen der schlechter verlaufenen ersten Jahreshälfte bedeutet dies für die ersten neun Monate einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent bei Brutto-Werbeeinnahmen von insgesamt 2,5 Mrd EUR.

Zuwächse gab es in den ersten drei Quartalen auch für Kinospots (63 Mio. EUR, +11,2 Prozent) und Außenwerbung (1,1 Mrd. EUR, +10,0 Prozent). Die Online-Werbung erreicht bei einem Plus von 2,2 Prozent (gesamt 2,1 Mrd. EUR) mittlerweile eine Sättigung. Dafür boomt Reklame für mobile Geräte, die noch Zugewinne von 70 Prozent erzielen konnte.
[Foto: TV-Reklame: Oft nervig, aber nicht wegzudenken | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Tabletnachfrage boomt weiter

In diesem Jahr werden die deutschen Verbraucher rund acht Millionen Tablets kaufen. Das sind 59 Prozent mehr als noch 2012. Diese Entwicklung prognostiziert der IT-Branchenverband BITKOM, der sich dafür auf aktuelle Erhebungen vom European Information Technology Observatory (EITO) stützt.

Trotz etwas günstiger werdender Hardware wird auch der Umsatz mit den tastaturlosen Rechnern kräftig anziehen. Die Einnahmen werden voraussichtlich um eine Milliarde auf 2,8 Milliarden EUR anwachsen. Der im Mittel pro Tablet-PC zu zahlende Betrag sinkt damit um 2,6 Prozent auf 345 EUR. Verantwortlich dafür ist der Trend zu kleineren Geräte bis acht Zoll, die auch von namhaften Herstellern wie Asus (Google Nexus 7, ab etwa 150 EUR) und Apple (iPad Mini, ab etwa 300 EUR) zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

Die flachen Computer werden von der Mehrzahl ihrer Eigentümer zum Surfen im Netz (60% aller Tablet-Besitzer) und zum checken von E-Mails (64%) genutzt. Auch für Spiele (56%) und zum Online-Einkauf (53%) setzen Tablet-Fans ihr Multimediagerät gerne ein. 48 Prozent schauen sich Fotos auf iPad & Co. an und 43 Prozent begeben sich damit in soziale Netze wie Facebook und Twitter.
[Foto: High Tech-Preisbrecher: Google Nexus 7 | cc-by 2.5 Developers.android.com]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 11. September 2013

Webradios laufen meistens am Heim-PC

Eine aktuelle Studie der Gruppe "Audio Digital" im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat das Verhalten von Nutzern digitaler Radio und Streaming-Angebote analysiert. Zwei Drittel der 2.284 Teilnehmer an einer nicht represäntativen Online-Umfrage nutzen entsprechende Webangebote täglich, mehr als die Hälfte sogar über zwei Stunden lang. Ein weiteres Viertel konsumiert mehrere Tage pro Woche Hits über einen der Online-Musikdienste. Der Markt für digitale Songs ohne Download ist dabei noch in starkem Wachstum. 38 Prozent der Befragten hören erst seit maximal 12 Monaten Musik per Webradio oder Streaming-Service.

Weniger wichtig als man vielleicht vermuten könnte ist dabei die mobile Nutzung. 92 Prozent lauschen den Songs aus dem Internet häufig oder sehr häufig in der eigenen Wohnung. 98 Prozent schalten dafür den eigenen Laptop oder PC ein.  Rund 20 Prozent wählen auch bei Bekannten und Verwandten die Musik aus dem Web. 17 Prozent lassen sich unterwegs, 16 Prozent in der Schule oder im Büro von den Klängen aus dem Netz berieseln. 55 Prozent greifen auf Plattformen wie Spotify, Rdio oder last.fm zumindest hin und wieder mit dem Smartphone zurück.

Fast drei Viertel der Befragten hören zwischen 17 und 21 Uhr Lieder aus dem Internet. Auch in den Nacht- und Morgenstunden zwischen 21 und 6 Uhr ist der entsprechende Anteil mit 36 Prozent recht hoch.
[Foto: Wachsender Zuspruch für Spotify & Co. | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 22. August 2013

Markt für Unterhaltungselektronik im Minus

Der Handel mit Elektronik für den Home-Entertainmentbereich hat in Deutschland im ersten Halbjahr drei Umsatzprozente weniger erwirtschaftet als in den ersten sechs Monaten 2012. Insgesamt wurden 12,505 Millarden EUR Einnahmen erzielt. Dies berichtet die GfK in einer aktuellen Pressemitteilung.

Verantwortlich für den Rückgang sind vor allem klassische Geräteklassen wie Fernseher. Aufgrund fehlender sportlicher Großereignisse wurden nur 2,3 Mrd. EUR für TV-Geräte ausgegeben, mehr als ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Bei Set-Top-Boxen halbierten sich die Umsätze sogar auf zuletzt 199 Mio. EUR. Spielkonsolen spülten 25,2 weniger Geld in die Kassen als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres.

Weiter in einer Wachstumsphase befinden sich die modernen IT-Gadgets. So stiegen die Umsätze auf dem Smartphone-Markt um 26,7 Prozent. Mit Tablet-PCs wurde ein Einnahmenplus von 57,7 Prozent erreicht. Dabei konnte der Absatz der modernen Touchscreen-PCs sogar mehr als verdoppelt werden.
[Foto: Der TV-Absatz ist geschrumpft | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Montag, 19. August 2013

Deutscher Musikmarkt im Plus

Nach mehr als zehnjähriger Durststrecke hat die deutsche Musikindustrie im ersten Halbjahr 2013 wieder ein Umsatzplus erzielt. Dies berichtet der Bundesverband Musikindustrie. Zwar ist der Zugewinn von 1,5 Prozent (verglichen mit den ersten Monaten 2012) nicht allzu groß, markiert aber dennoch die lang ersehnte Trendwende nach einer Ära des auch durch Online-Piraterie bedingten Niedergangs.

660 Mio. EUR wurden hierzulande zwischen Januar und Juni mit der Klangkunst eingenommen. Mehr als drei Viertel dieser Umsätze entfielen auf den Verkauf physischer Tonträger. CDs, Schallplatten und andere anfassbare Formate wiesen nur noch einen geringen Umsatzrückgang von 2,5% auf.

Mit Downloads erwirtschaftete man ein Fünftel des Umsatzkuchens, ein Plus von 5,3% gegenüber dem Vorjahr. Streaming-Services erzielten in der ersten Jahreshälfte 4,6 Prozent aller Einnahmen. In diesem noch jungen Segment konnten die Einnahmen mehr als verdoppelt werden.
[Foto: Über 30 Prozent Umsatzplus für Vinyl | cc-by-sa 3.0 Eddie Codel]

Artikel von agent-media.de

Montag, 8. Juli 2013

Studie zur Buchnutzung

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat eine Studie zu Interesse und Nutzung von Medien herausgebracht. Der AWA 2013 genannte Report zeigt auch auf, wie es um die Lesegewohnheiten der Deutschen bestellt ist.

So haben sich 59,7% der Deutschen in den vergangenen 12 Monaten ein Buch zugelegt. Rund ein Sechstel (16,3%) der Deutschen haben sich innerhalb des Jahres 1-2 Bücher gekauft, bei etwa ebensovielen (16,4%) waren es 3-4 Bücher (16,3%). 5-9 Schmöker besorgten sich innerhalb dieses Zeitraums 14,2%. Echte Vielkäufer mit 10-19 erstandenen Bücher (7,5%) oder noch mehr (4,7%) sind dagegen eher selten. 25,7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie generell niemals Bücher kaufen.

Besonders die oft günstigen Taschenbücher haben es den Deutschen angetan. Diese wenig robuste Editionsform wird von 28,6 Prozent hauptsächlich erworben. Nur 8,5 Prozent greifen lieber zu gebundenen Ausgaben. Allerdings meinen 37,2 Prozent auch, sie hätten keine Präferenz bezüglich der Editionsvariante.

Die nicht mehr ganz junge E-Book-Szene bleibt in Deutschland weiter in den Kinderschuhen stecken. Nur 5,2 Prozent der Umfrageteilnehmer haben einen E-Reader, mit dem sie digitale Leseware komfortabel konsumieren könnten. Weitere 3,5 Prozent planen den baldigen Erwerb eines solchen Geräts. Offensichtlich werden die Digitaleditionen jedoch auch auf anderen Zielplattformen gelesen, denn immerhin sechs Prozent haben in den letzten 12 Monaten ein E-Book gekauft. Auch Hörbücher erfreuen sich eher bescheidener Beliebtheit und wurden nur von 7,4 Prozent der Befragten innerhalb der 365 Tage vor dem Studieninterview als Hörbuch oder in CD-Form erworben.
[Foto: Nur jeder 19te Deutsche hat einen E-Reader | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 26. Juni 2013

Opt-In für Google News

Google hat auf die Einführung des Leistungsschutrechtes für Presseerzeugnisse reagiert. Im wegen der Verwendung fremder Inhalte umstrittenen Angebot Google News sollen künftig nur noch Artikel von Redaktionen erscheinen, die dieser Nutzungsart explizit zustimmen. Dies kündigte der IT-Riese in einem seiner Unternehmensblogs an. Der Suchmaschinenbetreiber entgeht mit diesem Verfahren möglichen Zahlungsforderungen der Verlage.

Die Branchenverbände VDZ und BDZV reagierten positiv auf diese Form des Selbstschutzes. Sie begrüßten, dass Google damit den neuen Schutz geistiger Inhalte offenbar akzeptiere. Einige News-Anbieter wie Spiegel Online oder die Süddeutsche prüfen nun, ob sie sich für Google News einschreiben möchten. Gänzlich missen will man die von dem beliebten Web-Dienst generierten Besucherströme offenbar nicht.

In anderen Ländern bleibt der bisherige Lösungsansatz bestehen. Den Nachrichtenproduzenten wird dort das Recht eingeräumt, sich aus Google News auszutragen.
[Foto: Redaktionen müssen sich für Google News einschreiben | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 23. Mai 2013

Werbemarkt Deutschland im Minus

Die um Rabatte und Mittlergebühren bereinighten Nettoeinnahmen der Werbeindustrie sind im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 18,42 Mrd. EUR gesunken. Dies berichtet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).

Besonders die gedruckte Werbung war weniger gefragt als noch 2011. So verloren Tageszeitungen 9,1% ihrer Erlöse und nahmen zuletzt 3,23 Mrd. EUR. ein. Auch Post-Werbung entwickelte sich rückläufig und erzielte Netto-Einnahmen von zuletzt 2,86 Mrd. EUR (-4,1%). für Anzeigenblätter (2,00 Mrd. EUR, -2,9%) und vor allem Publikumszeitschrifen (1,28 Mrd. EUR, -11,1%) lief das Jahr ebenfalls enttäuschend. Außenwerbung auf Plakaten und anderen öffentlichen Reklameplätzen verlor 3,2 Prozent und erreichte 868 Mio. EUR. Bei den Fachzeitschriften liegen die Einnahmen mit 858 Mio. EUR (-1,9 Prozent) auf ähnlichem Niveau. Wochenzeitungen erwirtschafteten mit 199 Mio. EUR (-6,7%) ebenfalls ein Minus.

Mit einem Netto-Volumnen von 1,08 Mrd. EUR ist der Bereich Online erstmals über die Millardengrenze gerutscht. Doch auch hier zeigt sich nur ein gehemmtes Wachstum. Im Gegensatz zu den Vorjahren fiel das Plus mit 9% "nur" einstellig aus.

Ebenfalls im Plus liegt der vom Umsatz her wichtigste Sektor TV, für den 4,05 Mrd. EUR zusammenkamen (+1,8%). Reklameformen im Hörfunk (720 Mio. EUR, +1,5%) und im Kino (88 Mio. EUR, +4,3%) konnten ebenfalls zulegen.
[Foto: TV-Werbung entgegen dem Trend im Plus | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 23. April 2013

Hohes Unrechtsbewusstsein bei Copyright-Verletzungen

Die GfK hat auch in diesem Jahr seine repräsentative Studie "Digitale Content Nutzung" (DCN) fertiggestellt. Der Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), die Gesellschaft zut Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels geben den Bericht jährlich in Auftrag. Beim DCN-Report werden rund 10.000 Deutsche ab 10 Jahren über den Themenkreis "Digitale Kreativinhalte" befragt.

Es zeigt sich eine insgesamt hohe Sensibilität für das Thema Piraterie. Zwei Drittel der Befragten nannte das Verhalten derjenigen, die illegal kostenlos Filme, Musik und andere Inhalte herunterladen, als unfair. 61 Prozent befürchten, dass die widerrechtlichen Angebote im Internet zu einer Preissteigerung bei den legalen Produkten führt. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer halten einen volkswirtschaftlichen Schaden durch Urheberrechtsverletzungen im Netz für wahrscheinlich. Auch die von den Content-Verbänden oft geforderten Maßnahmen gegen aktive Web-Piraten finden in der Bevölkerung mehr Zuspruch als man erwarten könnte. So sprechen sich über 60 Prozent für ein Warnhinweis-Modell aus, wie es etwa in Frankreich praktiziert wird.

Auch der Kenntnisstand darüber, was überhaupt eine Urheberrechtsverletzung darstellt, ist als gut zu bezeichnen. 84 Prozent wissen, dass sie beim Filesharen rechtliche Probleme bekommen können. 96 Prozent wissen, dass sie aus Peer-To-Peer-Netzen keine urheberrechtlich geschützten Inhalte downloaden dürfen. Sogar zu 98 Prozent der Befragten ist durchgedrungen, dass man selbst in diesen Netzwerken keine Filme, Songs oder Literatur zur Verfügung stellen sollte.

Laut DCN-Studie gibt es eine allgemein hohen Zufriedenheit mit den vorhandenen legalen Websites, über die man Videos, Songs oder E-Books beziehen kann. Doch fällt es den Web-Usern oft schwer, rechtlich saubere Anbieter von Piraterieseiten zu unterscheiden. Verwirrend sind in diesem Zusammenhang neben der oft professionellen Gestaltung vor allem die Werbebanner seriöser Firmen, die sich auch auf den unrechtmäßigen Seiten tummeln. Hier sieht GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy  einen guten Handlungsansatz zur Piraterie-Bekämpfung, wenn die Wirtschaft darüber überein käme ihre Anzeigen auf den unrechtmäßigen Portalen nicht einzublenden. "Damit würde zum einen die Verwirrung der Nutzer eingeschränkt. Zum anderen würden dadurch die illegalen Profite der digitalen Hehler erheblich reduziert", so Leonardy.
[Foto: Ehemalige Film-Piraterieseite: kino.to | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 27. März 2013

Deutscher Musikmarkt 2012 im Minus

Nach der stabilen Entwicklung 2011 musste der Musikmarkt in Deutschland 2012 wieder einen spürbaren Umsatzrückgang von 3,2 Prozent hinnehmen. Die Branche erwirtschaftete im letzten Jahr 1,44 Milliarden EUR. Dies berichtet der Bundesverband Musikindustrie (BVMI). Grund für die Einbußen war eine unerwartete Konsumzurückhaltung im finalen Quartal des zurückliegenden Jahres.

Wieder verloren physische Datenträgern an Bedeutung. Die Einnahmen in diesem Segment gingen um 7,7 Prozent zurück. Dennoch spielte das Geschäft mit CDs allein mehr als eine Milliarde EUR und somit über 70 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Alle physischen Datenträger zusammen zeichnen für fast 80 Prozent aller Umsätze verantwortlich, wobei das Nischenprodukte Schallplatte sogar zum wiederholten Male zulegen konnte.

Digitale Services sind jedoch auf dem Vormarsch und generierten im letzten Jahr 20,5 Prozent aller Einnahmen, das entspricht 294 Millionen EUR. Vor allem Downloads waren mit knapp einer Viertel Millionen EUR (+24,4% verglichen mit dem Vorjahr) Umsatz ein wichtiger Stützpfeiler im Musik-Business. Streaming-Dienste, von denen  inzwwischen 19 hierzulande legal nutzbar sind, legten 2012 sogar um fast 40 Prozent zu und erzielten Einnahmen von 36 Mio. EUR.
[Foto: Download-Anbieter wie iTunes legen weiter zu | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 14. Februar 2013

Deutscher ESC-Vorentscheid 2013

Heute abend wird in einer ARD-Show zur Prime-Time über den deutschen Beitrag zum diesjährigen Eurovision Song Contest entschieden. "Unser Song für Malmö" wird aus Hannover übertragen und von Anke Engelke moderiert. Die sprachbegabte Comedy-Frau hatte im letzten Jahr die deutsche Punktevergabe zum Grand Prix verlesen und 2011 den ESC aus Düsseldorf mitmoderiert. "Das Erste" stemmt das Event in diesem Jahr wieder alleine. Stefan Raab und ProSieben sind nicht mehr mit von der Partie.

Unter den zwölf Kandidaten finden sich die Söhne Mannheims (ohne Xavier Naidoo) und die Tanzband Cascada. Als weitere Künstler stellen sich Ben Ivory, Betty Dittrich, Blitzkids mvt., Finn Martin und LaBrassBanda dem nationalen Votum. Mia Diekow, Mobilée, Nica & Joe, Die Prieser & Mojca Erdmann sowie Saint Lu komplettieren das Teilnehmerfeld.

Neben der Fachjury unter dem Vorsitz von Mary Roos entscheidet das Publikum diesmal zu einem Drittel per Internetvoting. Auf den Webseiten von insgesamt zehn Radiosender der ARD können die Bundesbürger über ihren Lieblingstitel noch bis 15 Minuten vor Beginn der Show abstimmen.
[Foto: Cascada-Sängerin Natalie Horler | cc-by-sa 3.0 Dirk Hilger - www.dirkhilger.com]

Artikel von agent-media.de

Montag, 7. Januar 2013

"Ballast der Republik" erfolgreichstes Album 2012

Die Toten Hosen belegen in Deutschland Rang 1 der Albencharts 2012. Auch auf Rang 2 der Longplayer landet mit Unheilig und "Lichter der Stadt" eine deutsche Produktion. Insgesamt reihen sich sieben einheimische Acts in die Top Ten ein, wie Media Control berichtet.

Den dritten Platz erreicht Adele mit ihrem bereits 2011 erschienenen Werk "21". In den USA schaffte es die Britin sogar zum zweiten Mal in Folge auf den Thron der Jahrescharts. "21" ist die erste Musikproduktion, mit der dieses Kunststück geglückt ist. Lana Del Rey gelingt mit dem großenteils schwermütig angelegten "Born To Die" ein hervorragender vierter Platz. Auf Rang fünf schafft es Xavier Naidoo mit "Danke fürs Zuhören - Best of".

In den Single-Charts ist "Ai Se Eu Te Pego" von Michel Teló der Jahres-Topseller. Der Tanzhit fand über den Zuspruch von Profi-Fußballern den Weg in die Herzen der deutschen Hörer. Auf Position zwei folgt der ebenfalls in den Stadien beliebte "Hosen"-Hit "Tage wie diese". "Somebody That I Used To Know" von Gotye feat. Kimbra auf der Vier und der "One Day/Reckoning Song" im Wankelmut Remix von Asaf Avidan & The Mojos auf der Fünf komplettieren die Single Top Five des letzten Jahres.
[Foto: Top-Single 2012 stammt von Michel Teló | cc-by-sa 2.0 Igor Duarte]

Artikel von agent-media.de

Sonntag, 23. Dezember 2012

Paywalls bei immer mehr Zeitungswebsites

Zum Ende des ausklingenden Jahres zählt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) 31 deutsche Zeitungen mit teilweise kostenpflichtigen Websites. Als eines der prominentesten Beispiele hat "Die Welt" im Dezember eine Paywall errichtet. Nicht vom BDZV erfasst sind freiwillige Zahlungsmodelle, wie sie etwa die Berliner Tageszeitung "taz" einsetzt.

Fünf der Nachrichtenportale setzen auf das sogenannte Metered-Modell. Dabei dürfen Gelegenheitssurfer eine gewisse Anzahl von Artikeln unbehelligt einsehen. Erst danach erscheint die Zahlungsaufforderung. Diese Methode ist bereits seit März 2011 bei der New York Times im Einsatz. Die übrigen 26 News-Seiten setzen auf eine harte Bezahlschranke oder teilen ihre Inhalte in kostenpflichtige und frei verfügbare Artikel auf.

Für viele Verlage sind die Einnahmen aus Werbeeinblendungen nicht kostendeckend. Zudem leidet der Absatz der Druck- und Mobilvarianten durch die kostenlose Verfügbarkeit der journalistischen Beiträge im Netz. Dies gilt offenbar vor allem für Regionalblätter. Außer "Die Welt" hat unter den 31 Bezahlservices nur noch das "Wall Street Journal" keine regionale Prägung.
[Foto: Auch "Die Welt" setzt auf Paywall | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 4. Dezember 2012

VOD-Markt wächst weiter

In den ersten drei Quartalen 2012 sind im legalen Video-on-Demand-Geschäft hierzulande 69 Mio. EUR umgesetzt worden. In den ersten neun Monaten 2011 hatten die Einnahmen aus dem Online-Verkauf und -Verleih von Filmen noch lediglich 45 Mio. EUR betragen. Der erfolgreichste VOD-Titel in dieser Periode war der Sci-Fi-Thriller "In Time - Deine Zeit läuft ab". Das berichtet der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) auf Grundlage einer GfK-Studie.

Ein permanentes Nutzungsrecht wurde im betrachteten Zeitraum für 3,2 Mio. Videos erworben. Dabei konnte ein Umsatz von 31 Mio. EUR erzielt werden. Das bedeutet für den Kauf-Sektor ein Plus von 39%.

Auf den Verleihmarkt entfallen die übrigen 38 Mio. EUR Umsatz. Er ist bezogen auf die Einnahmen überproportional um 69% angewachsen. Im Miet-Sektor wurden 10,1 Mio. Transaktionen verzeichnet.
[Foto: In Time - VOD-Topseller 2012 | (c) Twentieth Century Fox Home Entert.]

Artikel von agent-media.de

Montag, 3. Dezember 2012

Hörbücher werden stiefmütterlich behandelt

Laut Branchen-Insider René Wagner werden Hörbücher hierzulande in nur etwa 300 stationären Buchhandlungen angeboten. Wagner ist IT-Journalist und anerkannter Kenner der Hörbuchszene im deutschsprachigen Raum. Er hat bereits zahlreiche Hörbuch-Diskussionen auf der Frankfurter und Leipziger Buchmesse moderiert.

Hörbücher waren in den letzten Jahren das Medium das wachstumsstärkste Segment im Literaturmarkt. Allein in NRW gab es 2011 laut Börsenverein 1300 Buchhandlungen. Angesichts dieser Fakten sind die wenigen Hundert Audiobook-Anbieter ein sehr bescheidener Wert, so der Lobbyist der vertonten Sprachkunst.

Insbesondere auf Hörbücher spezialisierte Geschäfte sind sehr selten. Dies liegt auch an der Online-Konkurrenz etwa durch Audible oder Amazon. Da für die auf CD gebannte Literatur keine Buchpreisbindung gilt, ist es für den stationären Handel sehr schwer mit den Internet-Preisbrechern mitzuhalten.
[Foto: Mangelware im Buchladen: Vertonte Literatur | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. November 2012

Deutsche Digitale Bibliothek eröffnet

Am gestrigen Mittwoch wurde im Alten Museum Berlin die deutsche digitale Bibliothek (DDB) symbolisch per Knopfdruck eröffnet. Das Angebot soll deutsche Kulturerzeugnisse und in deutschen Museen zu findende Exponate online verfügbar machen. Ziel der DDB ist es laut Vorstandssprecher Hermann Parzinger, jedermann über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen. Parzinger ist auch Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und konnte auch mittels dieser Position einiges zum Gelingen des Projekts beitragen. Wichtig ist den Initiatoren auch die weitgehende Zusammenarbeit und Verlinkung mit der ähnlich angelegten europäischen Wissensdatenbank Europeana.

Bei der DDB sind bereits 1.842 Institutionen aus Kultur und Forschung registriert. Davon haben 90 Einrichtungen schon mehr als 5,6 Millionen Texte, Bilder, Videos und Audio-Schnipsel zusammengetragen. Das Portal bezeichnet seinen derzeitigen Status trotz einer insgesamt gelungenen Suchfunktion noch als "Beta".

In erster Linie gibt es Bildmaterial und Texte zu sehen. Doch auch einige alte cineastische Schätze sind zu finden. Eine Hamlet-Verfilmung oder etwa der Kurz-Spielfilm "Die große Liebe einer kleinen Tänzerin" aus den 1920er Jahren zählen dazu. In Zukunft sollen auch 3D-Modelle, etwa von Kunstskulpturen, hinzukommen.
[Foto: DDB erleichtert Zugang zu Kultur & Wissenschaft | (c) Deutsche Digitale Bibliothek]

Artikel von agent-media.de

Montag, 26. November 2012

Kein Casting mehr für Eurovision Song Contest

Der kommende deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest wird Abschied nehmen vom Casting-Konzept. Die erfolgreiche Kooperation mit Stefan Raab wird ebenfalls beendet. Der Musikproduzent und Entertainer hatte 2010 die Sängerin Lena mit ihrem Hit "Satellite" an die Spitze des europäischen Songwettbewerbs gebracht. Zuvor war dies nur Nicole 1982 mit "Ein bisschen Frieden" gelungen. Bei Lenas versuchter Titelverteidigung 2011 ("Taken By A Stranger", Platz 10)  und Roman Lobs "Standing Still" in diesem Jahr (Platz 8) hatte Raab noch als Jurymitglied mitgewirkt.

Statt weiterhin unbekannten Künstlern die Chance zu geben das Millionenpublikum an den Bildschirmen für sich zu überzeugen, sollen 2013 bekannte Acts um die Gunst des Publikums buhlen. Wie ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber erklärte, wird der Sieger dieses Prozederes durch ein gemischtes Voting ermittelt. Je zu einem Drittel sollen Internetuser, eine Fachjury und das Fernsehpublikum über den deutschen Beitrag in Malmö entscheiden.

Die Show wird in der ARD ausgestrahlt. Neben dem NDR ist auch Brainpool an der Produktion beteiligt. Die Kölner Entertainmentfirma ist seit Stefan Raabs Engagement in den Entstehungsprozess der TV-Sendungen zur deutschen ESC-Vorauswahl involviert.
[Foto: ESC-Vorentscheid wieder Raab-Frei | (Logo)]

Artikel von agent-media.de