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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Beyoncé-Boykott auf Amazon

Beyoncé Knowles hat ihr neues Album "Beyoncé" am 13. Dezember ausschließlich auf iTunes veröffentlicht. Sehr zum Ärger vieler anderer Vertriebspartner, denen das lukrative Release-Geschäft somit durch die Lappen gegangen ist und die großenteils erst am vergangenen Freitag mit CDs respektive Download-Material versorgt wurden.

Amazon zeigt sich sichtlich erbost und verkauft das neue Werk der R&B-Diva derzeit nicht direkt. Lediglich über Drittanbieter kann man den musikalisch wenig aufregenden Longplayer bei dem großen Online-Händler erhalten. Auch die US-Handelskette Target bietet ihren Kunden das Musikwerk aus Protest über den ziemlich sinnfreien Exklusiv-Deal der Sängerin nicht an.

Das Album wurde in den ersten drei Tagen auf iTunes 820.000 mal heruntergeladen. Ein gewinnbringender Rekord für Apples Online-Medienshop. Ob die hübsche Afroamerikanerin und ihr Label Columbia Records, eine Sony BMG-Tochter, auf diesen Top-Wert im Sinne einer Marketing-Kampagne spekuliert haben, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass die Gegenreaktionen der Händler den finanziellen Erfolg von "Beyoncé" kaum mindern werden - eher im Gegenteil.
[Foto: Beyoncé erntet Zorn der Plattenhändler | cc-by 2.0 Beelover9481]

Artikel von agent-media.de

Montag, 2. Dezember 2013

Amazon will Drohnen einsetzen

Der Online-Versandhandel Amazon plant eine Logistik-Revolution. Künftig sollen Waren nicht mehr nur über den Postweg, sondern auch mit Flugrobotern zum Kunden gelangen. In der CBS-Sendung 60 Minutes präsentierte Amazon-Chef Jeff Bezos das neuartige Liefersystem, das in den USA in vier bis fünf Jahren einsatzfähig sein könnte.

Neben der Hardware-Bestückung mit den pilotlosen Mini-Helikoptern vom Typ "Octocopter" fehlt es noch an einer Zulassung vom US-Luftfahrtamt. Der futuristisch anmutende, "Amazon Prime Air" getaufte Dienst könnte manchen Amazon-Nutzern in der Nähe der Warenlager Bestellungen innerhalb einer halben Stunde nach Hause bringen. Allerdings passen offenbar nur recht kleine Pakete in die Greifarme des Flugautomaten.

Noch unklar sind einige Sicherheitsaspekte. Gar tödliche Probleme könnte es geben, sollten die Drohnen in dichtbesiedeltem Gebiet eingesetzt werden und dort abstürzen. Auch die Auswirkungen auf vorschnelle Kinderhänden, die in eine der acht Rotoren greifen, mag sich keiner ausmalen. Andererseits sind natürlich auch die derzeit zum Einsatz kommenden LKWs nicht unbedingt sicherer. Daher wird es im Genehmigungsverfahren wichtig sein zu einer realistischen Risiko-Nutzen-Einschätzung zu kommen. Die Umweltbilanz im Vergleich zu den vorhandenen Versandmethoden hält Bezos für besser. Eine Aussage, die sicher noch zu prüfen ist.
[Foto: Octocopter mit Wasserflasche | cc-by-sa 3.0 HCI2]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 6. August 2013

Bezos kauft Washington Post

Das in die finanzielle Krise geratene Traditionsblatt Washington Post hat einen neuen Eigentümer. Niemand geringerer als Amazon-Boss Jeff Bezos hat die Tageszeitung für 250 Millionen Dollar übernommen. Bislang lag die Washington Post in den Händen der Verlegerdynastie Graham.

Es handelt sich um einen persönlichen Kauf des Internet-Unternehmers, dessen Vermögen auf 28 Mrd. Dollar geschätzt wird. Die Washington Post wird also nicht zu einem Teil des gerne genutzten Internetkaufhauses Amazon. Der 49jährige wird voraussichtlich kaum ins Tagesgeschäft eingreifen. Dennoch könnte die Washington Post von seinem Wissen im Bereich neuer Medien profitieren und neue Einnahmequellen mit webbasierten Services erschließen.

Das Blatt ist spätestens seit der Aufdeckung des Watergate-Skandals in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in den gesamten USA und weltweit ein Begriff. Seitdem gilt die "Post" als Speerspitze des investigativen Qualitätsjournalismus. Der eigene Anspruch als Teil der "vierten Instanz" über Fehltritte der jeweiligen Regierung zu berichten, hat aber offenbar seinen Preis. Im ersten Quartal stand man mit 49 Millionen Dollar in der Verlustzone.
[Foto: Amazon-Boss Bezos | cc-by 2.0 James Duncan Davidson]

Artikel von agent-media.de

Montag, 8. April 2013

Amazon kauft Goodreads

Amazon wird das Buchfan-Portal Goodreads.com erwerben. Auf der Community können sich Nutzer über Ihre Erfahrungen mit Büchern austauschen. Etwas Ähnliches gibt es (in kleinerem Rahmen) im deutschsprachigen Raum mit dem Portal MyCrits.de, das seinen Usern allerdings auch Bewertungen zu Filmen und CDs ermöglicht.

In den USA haben Diskussionsclubs für Bücher eine lange  Tradition. Gerade Frauen partizipieren oft an Buch-Clubs in ihrer Nähe. Man trifft sich um über die neuesten Literatur-Entdeckungen und den aktuellen Tratsch auszutauschen.

So verwundert es nicht, dass auch Goodreads über eine große Mitgliedschaft verfügt. 14 Millionen Nutzer, darunter auch Autoren, sollen sich derzeit aktiv an dem Portal beteiligen, das dadurch für andere Internetuser als sehr vertrauenswürdig gilt. Mitgründer Otis Chandler verspricht in einem Blog-Eintrag zur Amazon-Übernahme, dass dies aich so bleiben wird.
[Foto: Goodreads kommt zur Amazon-Familie | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 12. März 2013

Kritik gegen Amazons .book-Domain

Amazon ist derzeit bemüht sich die Rechte an den Domain-Endungen .book, .read und .author zu sichern. Damit erntet der Online-Händler erwartungsgemäß neue Kritik.

So kam bereits eine Breitseite vom US-Buchverlagsverband Association of American Publishers (AAP). In einer aktuellen Pressemitteilung befindet die AAP, dass die Vergabe einer solchen Top-Level-Domain (TLD) an eine einzige Firma dem öffentlichen Interesse widerspreche. Die zuständige Internet Coorporation for Assigned Names (ICANN) wird daher dazu aufgefordert Amazon keine Exklusiv-TLDs zu überlassen.

Der IT-Riese ist hierzulande aufgrund von Medienberichten wegen Billiglöhnen, Mitarbeiter-Überwachungen und schlechten Arbeitsverhältnissen in die Schusslinie geraten. Verlage und Autoren werfen Amazon überdies vor, die Preisbindung für Bücher aushebeln zu wollen. Das fordernde Auftreten Amazons gegenüber der ICANN wird dem Unternehmen kaum neue Freunde bescheren, ist aber für eine erfolgreiche US-Firma sicher nicht untypisch.
[Foto: Amazon möchte TLDs für sich allein | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Samstag, 9. März 2013

Schmuddel-Lektüre in E-Book-Stores

Presseberichten zufolge haben führende E-Book-Stores wie Amazon oder Barnes & Noble vermehrt mit pornographischer Lektüre zu kämpfen, die auf Ihren Plattformen veröffentlicht wird. Möglich wird dies durch relativ lasch Qualitätskontrollen, denen Self-Publishing-Bücher allen anderslautenden Beteuerungen der Betreiber zum Trotz  unterliegen.

So klagen User seit 2011 über eine wachsende Zahl pornographischer und qualitativ minderwertiger Literatur. Sie gelangt scheinbar mühelos und ohne das wachsame Auge eines Lektorates in die virtuellen Verkaufsregale.

Ob sich Amazon & Co. mit ihrer liberalen Veröffentlichungspraxis einen Gefallen tun ist fraglich. Die wesentlich restriktiveren Vorgaben Apples sind zwar auch nicht nach Jedermanns Geschmack und passen auch nicht recht in die offene Gesellschaft, derer sich Europa gerne rühmt. Andererseits hilft eine gewisse Zangsprüderie, dem Medium E-Book nicht schon vor seinem wirtschaftlichen Durchbruch ein verheerendes Schmuddel-Image zu verpassen.
[Foto: E-Books sind im (und helfen zu) Kommen | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 29. Januar 2013

Neue Services zum mobilen Musik-Konsum

Die Nutzung von Musik auf Mobilgeräten wie Smartphones wird beim Endverbraucher immer beliebter. Da überrascht es nicht, dass dies immer neue Anbieter auf den Plan ruft. Während der stark expandierende Markt derzeit vor allem von Apples iTunes und Streaming-Diensten wie Spotify beherrscht wird, stellen sich nun auch mit Amazon und Samsung weitere ernst zu nehmende Akteure mit eigenen Angeboten dem Wettbewerb.

Amazon bietet seinen Kunden seit Januar eine innovative Autorip Lösung an, mit der Kunden bei Amazob erworbenen Alben zusätzlich zum physischen Medium eine digitale Kopie in der Cloud abrufen kann. Damit kann der User die erworbene Musik nicht nur auf der heimischen Stereoanlage anhören, sondern auch über Smartphone oder  am stationären PC.

Handy-Hersteller Samsung kündigte indes die Ausweitung eines Musik-Hubs an. Damit kann die Musik-Bibliothek des jeweiligen Nutzers mit Angeboten von Streaming-Diensten, Cloud-Anbietern oder Internet-Radios kombiniert werden. Der Service ist zunächst auf die hauseigenen Handys beschränkt. Er soll später für Endgeräte anderer Hersteller freigeschaltet werden.

Laut Bundesverband der Musikindustrie wurden 2012 in Deutschland 115 Millionen Songs offiziell heruntergeladen. Im Gegensatz zum in Deutschland stagnierenden, weltweit sogar stark rückläufigen Geschäft mit physischen Medien trägt die positive Entwicklung im Digitalbereich mit vielfältigen Angeboten zum aktuellen Aufschwung der Musikindustrie bei.
[Foto: Musik mobil: Auch Samsung will mitspielen | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 3. Januar 2013

Apple & Amazon im App Store-Sreit

Apple ist derzeit bemüht, sich die Begriffe "app store" oder "appstore" als Marke schützen zu lassen. Zur Zeit laufen zu diesem Thema Verfahren in den USA und Europa, bei denen Konkurrenten wie Microsoft den Konterpart übernehmen.

Nun hat sich Apple auch mit Amazon angelegt. Der Web-Händler soll seinen Shop für mobile Anwendungen nicht mehr "Appstore for Android" nennen soll. Vor einem US-Bundesgericht unter Vorsitz von Phyllis Hamilton fährt der IT-Konzern aus Cupertino eine Doppelstrategie. Neben dem Missbrauch des markenähnlichen Begriffs "Appstore" wirft der High-Tech-Riese Amazon auch irreführende Werbung vor, da man dort Apple-Werbung imitiere. Dies berichtet das Technik-Portal arstechnica.

Zumindest zu dem zweiten Punkt stößt Apple bei der Richterin bislang auf taube Ohren. Apple habe keinen Beleg für Webseiten oder Werbemaßnahmen Amazons vorgelegt, welche Apple-Inhalten nachahmen, sagte Hamilton. Auch habe Amazon weder explizit noch implizit kommuniziert, sein "Appstore for Android" habe die Charakteristiken oder Qualitäten des Apple App Stores oder von Apple-Produkten. Der Trademark-Vorwurf wird im August vor einer Jury weiterverhandelt.
[Foto: Amazons "Appstore" missfällt Apple | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 6. November 2012

Apple-Anteil am Tablet-Markt sinkt

Im dritten Quartal 2012 hat Apple einen Anteil von 50,4 Prozent am weltweiten Tablet-Absatz erzielt. Im Zeitraum Juli-September 2011 hatte der Prozentsatz noch bei 59,7 gelegen. Dies berichtet  die International Data Corporation (IDC). Da der Markt der Handhelds zwischen diesen Perioden von 18,6 Mio. auf 27,8 Mio. verkaufte Geräte angewachsen ist, konnte man trotzdem 14 Mio. iPads absetzen. Das sind fast drei Millionen mehr als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor.

Besonders Samsung konnte dank einer großen Produktpalette seine zweite Position hinter Apple ausbauen und verkaufte im vergangenen Kalenderviertel 5,1 Mio. mobile Flachrechner. Dies bedeutet einen Marktanteil von 18,4%. Im vorletzten Quartal 2011 hatten die Koreaner lediglich 1,1 Mio. Geräte veräußern können.

Erst seit Kurzem mischt Amazon mit seinem Kindle Fire im Tablet-Markt mit. Dies allerdings mit bemerkenswerten Erfolg. Hinter den beiden Erzrivalen belegt das Online-Warenhaus bereits Platz drei mit 2,5 Mio. verkauften Einheiten (Marktanteil: 9,0%). Dicht dahinter folgt laut IDC-Studie der taiwanesische Hersteller Asus, der mit 2,4 Mio. Tablets (Marktanteil: 8,6%) seinen Absatz mehr als verdreifachen konnte. Von Lenovo wanderten zuletzt 0,4 Mio. mobile Touchscreen-Apparate ohne Tastatur über reale und virtuelle Ladentheken. Trotz der Verdopplung der Verkaufszahlen spielen die Chinesen damit weiter nur eine untergeordnete Rolle im globalen Tabletmarkt.

Den übrigen Anteil von 12,2 Prozent teilen sich neben einer Reihe kleinerer Hersteller auch Schwergewichte wie Google, Sony, LG und Motorola. In Zukunft wird die Szene dank Windows 8 und Windows RT mit neuen Rechnern belebt, welche die Grenze zwischen Tablets und Notebooks verschwimmen lassen.
[Foto: iPad-Rivale: Samsung Galaxy Tab | (c) samsung]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Google Play Music mit kostenloser Match-Funktion

Der Cloud-Service Google Play Music wird am 13. November in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und im Vereinigten Königreich starten. Der Dienst steht in Konkurrenz zu dem seit September hierzulande nutzbaren Amazon Cloud Player und Apples iTunes/iCloud-Lösung.

Wie bei den Mitbewerbern lassen sich Songs auf den eigenen Cloud-Speicherplatz hochladen oder abgleichen. Bei diesem als "Scan & Match" bezeicheten Verfahren werden auf dem Rechner des Anwenders befindlichen Musikdateien analysiert. Sind die Tracks im Repertoire Googles, wandern sie ohne Upload in die eigene, virtuellen Bibliothek bei Google. Seit Kurzem ist mit Warner Music auch der letzte Plattenmajor mit an Bord, was die Erkennungsrate deutlich erhöhen sollte. Bis zu 20.000 Musikdateien lassen sich so in die Cloud verlagern.

Apple und Amazon bieten ebenfalls eine "Matching"-Funktion. Bei den Mitstreitern wird dafür eine jährliche Gebühr von rund 25 EUR fällig. Bei Google Play Music wird dieser Service dagegen kostenlos nutzbar sein. Die Dienste der Konkurrenz sind von der GEMA ein Jahr auf Probe erlaubt worden, um zu sehen welche Gesamtvergütung sich für Künstler und Plattenlabels ergibt. Wie agent media auf Nachfrage bei den deutschen Musik-Verwertern erfahren hat, ist der Google-Service ebenfalls ordnungsgemäß bei der GEMA lizensiert. Offenbar pusht der Internetgigant sein Engagement im Musik-Business mit seinen Werbeeinnahmen aus anderen Quellen.
[Foto: Google Play Music kommt nach Deutschland | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 25. Oktober 2012

E-Book-Steuervorteil soll fallen

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, dürfen E-Books künftig nicht mehr von einer verminderten Mehrwertsteuer profitieren. In Frankreich und Luxemburg gelten seit Januar Steuersätze von 7 bzw. 3% für digitale Schmöker. Die für gedruckte Exemplare geduldete Regelung darf nach Ansicht der Kommission nicht auf digitale Schmöker ausgeweitet werden.

die EU-Behörde begründet ihre Sichtweise damit, dass E-Books eher als Service zu betrachten sind. Für Dienstleistungen dürfen aber laut EU-Richtlinie keine reduzierten Umsatzsteuersätze Anwendung finden. Innerhalb von vier Wochen sollen die beiden westeuropäischen Nationen nun ihr Steuerrecht abändern, ansonsten wird der Europäische Gerichtshof eingeschaltet.

Nutznießer des Steuervorteils sind derzeit Amazon, Barnes & Noble und Kobo, die allesamt von Luxemburg aus operieren. Spätestens 2015 soll allerdings ohnehin nicht mehr das Steuerrecht im Land des Anbieters, sondern in dem des Käufers gelten. Der Standortvorteil des Großherzogtums würde sich dadurch verringern.
[Foto: E-Books werden voraussichtlich teurer | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 7. August 2012

E-Books auf dem Vormarsch

Laut Pressemitteilung von amazon.uk verkauft der Onlinehändler im Vereinigten Königreich mittlerweile mehr E-Books als gedruckte Literatur. Dabei wurden Hardcover und Taschenbücher sogar summiert betrachtet.

Bereits 2011 vermeldete die US-amerikanische Dependance von amazon diesen Meilenstein für das dortige Geschäft. In Deutschland kommt der Handel mit den elektronisch formatierten Schriftstücken für Kindle, iPad & Co. dagegen nur langsam auf Touren.

Immerhin sollen laut  Studie der Universität Hamburg mittlerweile 23 Prozent aller Deutschen zumindest gelegentliche E-Book-Konsumenten sein. Insgesamt prognostiziert der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels E-Books einen Anteil am Gesamtumsatz von 3,5 Prozent bis zum Jahr 2015.
[Foto: UK: E-Books überholen Druck-Ausgaben | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Online-Handel bilanziert gutes Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft sorgt bei den meisten Online-Händlern für strahlende Gesichter. Der Bundesverband des deutschen Versandhandels (BVH) bilanziert für das zurückliegende Weihnachtsgeschäft 2011 einen Umsatz von 4,2 Mrd. EUR bei den deutschen Web-Händlern. Das sind 0,6 Mrd. EUR mehr als im letzjährigen Christmas-Verkauf. Der Organisation gehören derzeit über 320 Unternehmen an.

Das derzeit größte Internet-Warenhaus Amazon konnte an seinem "Cyber Monday" am 12. Dezember über seine .de-Domain 2,8 Mio. Artikel absetzen. Das hauseigene Lesegerät Kindle, das seit Erscheinen des Amazon Tablets namens "Fire" nur noch 99 EUR kostet, war das meistgeorderte Amazon-Produkt.

Nie zuvor wurden an einem einzigen Tag so viele Produkte bei der deutschen Präsenz des international agierenden Web-Kaufhauses bestellt. Kostenlose E-Books und MP3-Downloads wurden dabei nicht einmal mit eingerechnet.
[Foto: Schöne Bescherung für amazon.de | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 2. November 2011

Tablet-PC von Weltbild & Hugendubel

In einer gemeinsamen Aktion bieten die deutschen Online-Medienhändler Weltbild und Hugendubel einen eigenen Tablet-PC an. Ähnlich dem "Kindle Fire" von Amazon läuft das Gerät mit dem Google-Betriebssystem Android und soll vor allem den eigenen Umsatz fördern. Immerhin gewährt das "Cat" genannte Gerät ohne Umwege vollen Zugang zum Android-Market und somit zu über 100.000 Programmen.

Leider werkelt die bereits leicht veraltete Android-Version 2.3 auf dem Gerät, die laut Google nicht speziell für vollwertige Handheld-Computer, sondern eher für Smartphones ausgelegt ist. Das Cat hat eine 2 Megapixel-Kamera für Schnapschüsse auf der Hinterseite, auf der Vorderseite befindet sich eine zweite Linse für Video-Fernsprechverbindungen. Leider wurden keine Empfangsstandards für mobile Telefonie integriert. So lassen sich neue Inhalte lediglich über USB oder per WLAN auf das Gadget aufspielen. Immerhin ist ein GPS-Modul enthalten, so dass das Tablet mit entsprechender Software auch ein passables Navigationsgerät abgibt.

Die Hardware ist mit einem 8 Zoll großen Bildschirm, der es auf eine Auflösung von 800x600 Pixeln bringt, 4 GB internem Speicher und einem 1,2 GHz Prozessor eher Mittelklasse. Der moderate Preis von knapp 160 EUR mag manchen Interessenten über die eine oder andere Schwäche hinwegtrösten.
[Foto: Neuer iPad-Konkurrent | (c) Weltbild]

Artikel von agent-media.de

Montag, 17. Oktober 2011

Google plant MP3-Service

Google soll an einem eigenen MP3-Service arbeiten. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Quellen aus der Musikbranche. Vor fünf Monaten hatte Google seine Music Cloud-Lösung eingeführt. Bislang können Nutzer dieses noch im Beta-Stadium befindlichen Dienstes nur anderweitig erworbene Musik im Online-Speicher des Suchmaschinenbetreibers ablegen. Der erwartete MP3-Store würde sich künftig dazugesellen. Ein offizielles Statement gab es bislang allerdings weder von Google noch von einem der Major-Musiklabels.

Der Internet-Riese würde sich mit dem geplanten MP3-Verkauf in direkter Konkurrenz zu Apple positionieren. Die Firma aus Cuppertino betreibt die ebenfalls unfertige Cloud-Solution iTunes Match. Auch Amazon bietet mit seinem "Cloud Service" eine Web-Festplatte für Medieninhalte an.

Ein Label-Mitarbeiter betonte die Vorbehalte der Musikindustrie gegenüber Google und sagte, man möchte sichergehen, dass der Speicher keine Piratenbastion werde. Viele Branchen-Insider misstrauen dem Suchmaschinenbetreiber, der nach ihrer Ansicht in der Vergangenheit zu wenig gegen Online-Piraterie getan hat. Bereits vor Veröffentlichung seines Musikdienstes war es Google nicht gelungen, eine Einigung mit den Major-Labels zu erzielen. Der Web-Gigant hatte daraufhin damals die Plattenfirmen öffentlich kritisiert und damit weiter an Vertrauen eingebüßt.
[Foto: Google Music - noch immer "Beta" | (c) Google]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. September 2011

Amazon Tablet "Kindle Fire" vorgestellt

Der Gründer des Online-Händlers Amazon, Jeff Bezos, hat in New York einen firmeneigenen Tablet-PC vorgestellt. Das "Kindle Fire" genannte Gerät steht naturgemäß in Konkurrenz zu Apples iPad, fällt mit sieben Zoll Bildschirm-Diagonale jedoch deutlich kleiner aus. Dafür soll es bei seiner Markteinführung am 15. November mit einem geringen Preis von 199 Dollar punkten. Apples Referenz-Tablet wird in den USA ab 499 Dollar angeboten.

Leider kopiert das Internet-Warenhaus die ebenso zugeknöpfte wie umsatzfördernde Verkaufspolitik von Apple. In der Voreinstellung kann man Apps, MP3s, E-Books und Filmstreams am leichtesten von Amazon erwerben. Obwohl das Kindle Fire auf Googles Android-Technik beruht, ist der Google App Store nicht ab Werk eingebunden. Es spricht Einiges dafür, dass so manche Anwendungen aus dem virtuellen Programmladen des Suchmaschinenbetreibers auf dem neuen Gadget nicht funktionieren werden, denn das Betriebssystem wurde von Amazon stark angepasst.

Das Gerät verfügt über W-LAN, Mobilfunkstandards wie UMTS hat Amazon ausgespart. Gekaufte Inhalte landen in der Amazon Cloud. Die digitalen Waren werden also nicht auf das Tablet kopiert, sondern liegen auf den Servern des Web-Kaufhauses, wo sie lediglich mit dem Konto des Käufers verknüpft sind. Der Konsument kann dadurch Bücher und Musik auch von anderen Internet-Geräten wie dem Laptop nutzen.
[Foto: Kindle Fire: klein & günstig | (c) Amazon.com]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 17. August 2011

Amazon tauscht Bücher ein

Amazon nimmt benutzte Bücher in Zahlung. Leseratten können ein Gebrauchtexemplar mit Hilfe eines ausgedruckten Versandetiketts kostenlos einschicken. Eine Preisliste gibt Auskunft über den Warenwert. Der Betrag kann als Einkaufsgutschein beim Online-Händler eingelöst werden.

Amazon nimmt allerdings stark abgenutzte Schmöker ebensowenig an wie Bücher mit persönlichen Notizen. Scheint ein eingesandtes Werk Amazon nicht gut genug für den Wiederverkauf, wird das Exemplar kostenlos zurückgeschickt. Alternativ kann Amazon den Titel auch entsorgen.

Der Preis für gebrauchte Titel errechnet das Internet-Kaufhaus aus dem Neupreis und seiner aktuellen Beliebtheit, die aus den Verkaufscharts ermittelt wird. In den USA ist dieser Service bereits seit einiger Zeit nutzbar.
[Foto: Amazon nimmt Gebraucht-Literatur | cc-by-sa 3.0 Dr. Marcus Gossler]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 20. Juli 2011

Amazon verleiht E-Books

Wissenschaftliche Lektüre ist kostspielig und in den Universitätsbuchhandlungen oft vergriffen. Dies will sich der Internethändler Amazon zunutze machen und bietet Besitzern des hauseigenen Lesegerätes Kindle nun die Möglichkeit, wissenschaftliche Werke für 30 bis 360 Tage auszuleihen. Dies verkündete das Online-Kaufhaus in einer Pressemitteilung.

Es muss nur die tatsächliche Nutzungsdauer bezahlt werden. Anschließend kann der jeweilige Titel gekauft oder der Verleihzeitraum um je einen weiteren Tag verlängert werden. Notizen, die ja gerade bei wissenschaftlichem Lesefutter gerne gemacht und vom Kindle unterstützt werden, bleiben dem Leser auch nach der Verleihperiode erhalten.
 
Derzeit ist der Digital-Verleih nur in den USA verfügbar und kann auf dem Kindle selbst und mit entsprechenden Kindle-Apps auf PCs, Macs, Tablets und Smartphones genutzt werden.
[Foto: Kindle App auf dem iPad | (c) Amazon.com]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 5. Mai 2011

Amazon Tablet wird immer wahrscheinlicher

Der Internethändler Amazon soll an einem eigenen Tablet PC arbeiten. Dies berichtet das Nachrichtenportal Digitimes unter Berufung auf Herstellerkreise. Der Produktionsauftrag soll bereits an Quanta Computer gegangen sein.

Das taiwanesische Unternehmen schraubt auch fast ein Drittel aller weltweit verkauften Notebooks zusammen. In Spitzenzeiten könnten dort 700.000 bis 800.000 Amazon-Geräte pro Monat vom Band laufen. Bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres sollen die ersten Tablets für den Online-Händler ausgeliefert werden. Laut Informationen der von Digitimes nicht näher genannten Quellen würde dies 3,5 Milliarden Dollar Mehreinnahmen pro Jahr in die Kassen von Quanta Computer spülen.

 Das Display des neuen Handhelds soll von der ebenfalls in Taiwan beheimateten E Ink Holding kommen. Dabei wird wohl die Fringe Field Switching Technologie genutzt, die einen gute Unabhängigkeit der Farbanzeige vom Blickwinkel verspricht. E Ink produziert bereits den elektrophoretischen Bildschirm für Amazons derzeitiges Lesegerät Kindle.

Sowohl Quanta als auch die E-Ink Holding wollten sich zu den vermuteten Plänen nicht äußern und berufen sich auf Diskretion im Umgang mit ihren Kunden. Vieles spricht jedoch aus strategischen Gründen dafür, dass Amazon in den Tablet-Markt eindringen wird. Die Internationalisierung des Amazon-Marktplatzes für E-Books und digitale Zeitschriten schreitet voran und verlangt über kurz oder lang nach neuer Hardware, die mehr als Grauskalen darstellen kann.
[Foto: So könnte das Amazon Tablet aussehen | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 21. April 2011

Kindle-Store wird endlich deutsch

Amazon bietet ab sofort seinen Kindle-Store mit E-Books für das hauseigene Lesegerät auch mit attraktiven, aktuellen Titeln auf deutsch an. Der Online-Händler konnte offenbar mit hiesigen Verlagen Einigung erzielen und hat ab sofort über 25.000 deutschsprachige E-Book-Titel im Programm.

Amazon bietet seinen E-Reader zwar bereits seit Ende 2009 auch in Deutschland an. Das Repertoire beschränkte sich aber bislang vorwiegend auf englischsprachige Literatur und Bücher mit abgelaufenem Urheberrecht. Anfang 2010 hatte Amazon bereits eine international ausgelegte Plattform eingerichtet, auf dem Autoren ihre Werke selbst digital vertreiben können.

Der neue Shop ist auch auf Zeitschriften und Zeitungen ausgelegt. Amazon-Kunden können derzeit die FAZ, die Zeit und das Handelsblatt in Digitalform beziehen.
[Foto: Deutscher Lesestoff fürs Kindle | cc-by-sa 3.0 Kai Kowalewski]

Artikel von agent-media.de