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Freitag, 29. November 2013

Werbewirtschaft: Zart positive Signale

2012 sind die Investitionen in Werbung um 0,9 Prozent auf 29,74 Milliarden EUR verglichen mit 2011 gefallen. Auch in diesem Jahr geht der Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft e.V, (ZAW) laut Pressemitteilung von einem Rückgang der deutschen Werbeetats aus. Anlässlich der Herbstumfrage prognostiziert der ZAW für 2013 ein Minus von 0,5 Prozent auf dann 29,59 Milliarden EUR. Eingerechnet sind Honorare sowie Kosten für Medien und die Werbemittelproduktion.

Für 2014 wird allerdings wieder ein leichter Aufschwung erwartet. Bei der Befragung der ZAW-Mitglieder gingen 32 Prozent davon aus, dass die Umsätze in der nächsten Zeit ansteigen. 47 Prozent erwarten gleichbleibende, 18 Prozent sinkende Einnahmen.

Nennenswerte Personalaufstockungen möchten die meisten Unternehmen kurzfristig nicht vornehmen. Nur neun Prozent planen mehr Leute zu beschäftigen, ebenso groß ist aber der Anteil derjenigen, die von einem Stellenabbau im eigenen Betrieb ausgehen. Eine große Mehrheit von 82% möchte die Größe der Belegschaft nicht ändern.
[Foto: ZAW-Mitglieder sind verhalten optimistisch | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 21. Oktober 2013

Werbemarkt Deutschland legt zu

Im dritten Quartal 2013 sind die Werbespendings in Deutschland verglichen mit dem Vorjahreszeitraum  um 2,3 Prozent auf 5,9 Mrd EUR gestiegen. Kumuliert über die ersten drei Kalenderviertel ergibt haben die Reklame betreibenden Unternehmen 18,4 Mrd. EUR investiert, ein Plus von 0,8 Prozent. Dies berichten die Marktforscher von Nielsen.

Weiterhin streichen die Fernsehsender einen Großteil der Werbeumsätze für sich ein. Insgesamt flossen zwischen Januar und September etwa 8 Milliarden EUR in TV-Commercials, das sind 4,7 Prozent mehr als 2012.

Freuen dürfen sich auch die zuletzt etwas gebeutelten Publikumszeitrschriften. Für Anzeigen in den bunten Magazinen gaben die Firmen im zurückliegenden Quartal 1,8 Prozent mehr Geld aus als ein Jahr zuvor. Wegen der schlechter verlaufenen ersten Jahreshälfte bedeutet dies für die ersten neun Monate einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent bei Brutto-Werbeeinnahmen von insgesamt 2,5 Mrd EUR.

Zuwächse gab es in den ersten drei Quartalen auch für Kinospots (63 Mio. EUR, +11,2 Prozent) und Außenwerbung (1,1 Mrd. EUR, +10,0 Prozent). Die Online-Werbung erreicht bei einem Plus von 2,2 Prozent (gesamt 2,1 Mrd. EUR) mittlerweile eine Sättigung. Dafür boomt Reklame für mobile Geräte, die noch Zugewinne von 70 Prozent erzielen konnte.
[Foto: TV-Reklame: Oft nervig, aber nicht wegzudenken | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 24. September 2013

BVV & OpSec graben Sharehostern das Wasser ab

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung hat der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) über derzeitige Erfolge im Kampf gegen Online-Piraterie informiert. Seit Oktober 2012 arbeitet man mit OpSec Security beim sogenannten "Portalschließungsprojekt" zusammen. Seitdem wurden 1,5 Millionen illegal verfügbar gemachte Videodateien aus dem Internet entfernt. Weitere 20,5 Mio. Links zu derlei geraubten Inhalten konnten gelöscht werden. Für sich genommen sagen diese Zahlen natürlich nicht viel aus und man fragt sich, ob sie mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sind.

Im Kern zielt das Projekt aber eher auf die finanzielle Austrocknung der dubiosen Sharehoster-Portale. Zu diesem Zweck wurden in den letzten 11 Monaten rund 400 Firmen schriftlich darauf hingewiesen, dass ihre Reklame auf Seiten zu sehen sind, auf denen das Copyright verletzt wird. Über 90 Prozent der so informierten Werbetreibenden sorgten dafür, dass ihre Banner nicht länger auf den rechtlich heiklen Seiten eingeblendet werden. Die im Mai bekannt gewordenen Massenentlassungen bei Rapidshare sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen.
[Foto: Projekt Portalschließung: BVV legt Zahlen vor | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 29. Juli 2013

Facebook kommt in die Gewinnzone

Am Mittwoch hat das soziale Netzwerk Facebook seine wirtschaftlichen Kennzahlen für das zweite Geschäftsquartal präsentiert. Die Finanzmeldung war durchweg erfreulich für die Aktionäre und die Angestellten des Internet-Unternehmens.

So ist der Umsatz verglichen mit dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr von 1,37 auf über 1,81 Milliarden US-Dollar gestiegen. Auch das operative Ergebnis konnte um mehr als die Hälfte auf 630 Mio. USD erhöht werden. Der Nettogewinn betrug 333 Mio. Dollar, nachdem 2012 noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar zu Buche gestanden hatte.

Verantwortlich für den positiven Trend ist das immer besser anlaufende Geschäft mit Werbung. Über eine Millionen Unternehmen treiben inzwischen Werbung auf der Plattform. 1,6 Milliarden Dollar Einnahmen erlangte Facebook durch Banner und ähnliches. 41 Prozent davon entfallen auf Reklameformen für den Mobilbereich. Wie viele der Einnahmen auf die ebenso endlosen wie nervtötenden Verbraucherhinweise von Partner- und Dating-Angeboten entfallen, gab die Webfirma um Gründer Mark Zuckerberg nicht bekannt.
[Foto: Zuckerberg hat wieder gut Lachen | cc-by 3.0 Guillaume Paumier]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 13. Juni 2013

Ungeliebte Online-Werbung

Produkt-Promotion im Internet gehört zu einer vernünftigen Marketingstrategie unabdingbar dazu. So bekommen es die verantwortlichen Marketing-Entscheider seit Jahren von den Profiteuren zu hören. Was die Effektivität und Akzeptanz angeht, bleibt die Web-Reklame aber weit hinter klassischen Werbeformen zurück. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die Adobe kostenlos ins Netz gestellt hat.

Global halten 32% der Befragten Konsumenten Online-Werbung für ineffektiv, bei den Werbetreibenden tun dies 21%. Vor allem die oft als aufdringlich empfundenen Banner sind in Ungnade gefallen. Sie funktionieren nicht, gaben 49% der weltweit befragten Endkunden an und diese Ansicht wird von 36% der Marketingentscheider geteilt. In den drei großen EU-Märkten Großbritannien, Frankreich und Deutschland ist die Ablehnung der bebilderten Web-Anzeigen unter den potentiellen Kunden mit 55% sogar noch größer.

Ihren schlechten Ruf verdankt die Internetwerbung auch den intransparenten Tracking-Methoden, mit denen Google  & Co. das Surfverhalten analysieren. So empfinden es weltweit 68% aller Befragten als gruselig ("creepy"), wenn Werbeeinblendungen aufpoppen, die zu vorher aufgerufenen Seiten passen. In den genannten EU-Ländern (71%) und den USA (74%) befällt dieses Unbehagen noch mehr Menschen.

Die asiatisch-pazifische Region steht den "neuen" Reklamemmöglichkeiten generell etwas aufgeschlossener gegenüber. In den dort untersuchten Ländern Japan, Südkorea und Australien gaben 42 Prozent an, sie würden das Lesen oder Anschauen von Werbung im Internet genießen. In den USA (31%) und den drei von der Studie abgedeckten europäischen Ländern (38%) sind die entsprechenden Prozentsätze deutlich niedriger.
[Foto: Textwerbung wird am ehesten akzeptiert | (Screenshot)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 23. Mai 2013

Werbemarkt Deutschland im Minus

Die um Rabatte und Mittlergebühren bereinighten Nettoeinnahmen der Werbeindustrie sind im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 18,42 Mrd. EUR gesunken. Dies berichtet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).

Besonders die gedruckte Werbung war weniger gefragt als noch 2011. So verloren Tageszeitungen 9,1% ihrer Erlöse und nahmen zuletzt 3,23 Mrd. EUR. ein. Auch Post-Werbung entwickelte sich rückläufig und erzielte Netto-Einnahmen von zuletzt 2,86 Mrd. EUR (-4,1%). für Anzeigenblätter (2,00 Mrd. EUR, -2,9%) und vor allem Publikumszeitschrifen (1,28 Mrd. EUR, -11,1%) lief das Jahr ebenfalls enttäuschend. Außenwerbung auf Plakaten und anderen öffentlichen Reklameplätzen verlor 3,2 Prozent und erreichte 868 Mio. EUR. Bei den Fachzeitschriften liegen die Einnahmen mit 858 Mio. EUR (-1,9 Prozent) auf ähnlichem Niveau. Wochenzeitungen erwirtschafteten mit 199 Mio. EUR (-6,7%) ebenfalls ein Minus.

Mit einem Netto-Volumnen von 1,08 Mrd. EUR ist der Bereich Online erstmals über die Millardengrenze gerutscht. Doch auch hier zeigt sich nur ein gehemmtes Wachstum. Im Gegensatz zu den Vorjahren fiel das Plus mit 9% "nur" einstellig aus.

Ebenfalls im Plus liegt der vom Umsatz her wichtigste Sektor TV, für den 4,05 Mrd. EUR zusammenkamen (+1,8%). Reklameformen im Hörfunk (720 Mio. EUR, +1,5%) und im Kino (88 Mio. EUR, +4,3%) konnten ebenfalls zulegen.
[Foto: TV-Werbung entgegen dem Trend im Plus | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. November 2012

USA: Zeitungswerbemarkt weiter im Minus

Die Ausgaben, welche die US-amerikanische Werbeindustrie in Print- und Onlineangebote ihre heimischen Presse investiert, stabilisieren sich nur langsam. Die Verlage mussten im dritten Quartal verglichen mit dem entsprechenden Kalenderviertel des Vorjahres einen Umsatzrück von 5,1 Prozent auf 5,27 Mrd. Dollar hinnehnmen. Immerhin liegt das Minus erstmals seit fast zwei Jahren unter der 6-Prozent-Marke. Dies geht aus aktuellen Zahlen hervor, welche die Newspaper Association Of America veröffentlicht hat

Im Reklamebereich der klassischen Druckerzeugnisse betrug das Minus 6,4 Prozent. Dennoch erwirtschaften die Zeitungen in den Vereinigten Staaten im Printbereich mit 4,51 Mrd. Dollar noch immer weit mehr als mit ihren Webportalen.

Im Online-Segment verzeichneten die Verlage knapp 759 Mio. Dollar Werbeeinnahmen, ein Plus von 3,6% zu den Monaten Juni, August und September 2011. Die Umsätze mit Internet-Reklame sind seit dem ersten Quartal 2010 kontinuierlich gestiegen. Dieser Trend verflacht allerdings schon wieder. Die Wachstumsraten lagen 2010 noch in drei aufeinanderfolgenden Kalendervierteln bei über 10 Prozent. In diesem Jahr sind nach +1,0% (Quartal 1) und +2,9% (Quartal 2) die jüngst gemessenen +3,6% bislang schon das Höchste der Gefühle.
[Foto: Für den "Nashville Banner" war 1998 Schluss | cc-by-sa 3.0 Nashville Banner (newspaper)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. November 2012

Google: Werbeeinnahmen sprudeln weiter

Den aufgrund der konjunkturellen Delle weltweit rückläufigen Werbeeinnahmen zum Trotz sprudeln die Reklameerlöse des Internetkonzerns Google weiterhin kräftig. Dem Onlineportal für Statistik STATISTA zufolge verbuchte Google im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von annähernd 21 Milliarden Dollar. Das ist mehr, als die US-Printbranche (Zeitungen und Zeitschriften) zusammen erzielen konnte.

Der dynamische, anhaltende Trend hin zur Online-Werbung beim Internet-Riesen ist beeindruckend. STATISTA hat die Entwicklung in einer besonders aussagekräftigen Infografik aufbereitet.

Die Firma um Larry Page und Sergei Brin verdankt über 90 Prozent ihrer immensen Einnahmen der Werbung mit Adwords, den kleinen Werbeeinblendungen neben und über den kostenlosen Suchtreffern der Suchmaschine. Die Umsätze aus den zahlreichen anderen Geschäftsfeldern des Unternehmens verblassen dagegen. Google ist unter anderem im Mobilfunkmarkt, Downloadhandel und im Social Media-Bereich aktiv.
[Foto: Umsatzmaschine Adwords | (google screenshot)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 22. Oktober 2012

Zeitungen weiter stark im Netz

Während die Auflagen gedruckter Zeitungen sich auf einem langsamen Rückzug befinden, erfreuen sich die Internetauftritte der Tagesblätter weiter großer Beliebtheit. Dies hat die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) laut Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger ermittelt.

Zeitungen erreichten im Zeitraum Juni bis August über das Web 39,5 Prozent oder aller Deutschen. Das entspricht 27,7 Mio. eindeutigen Besuchern. Die regionalen Abo-Ausgaben allein konnten 20,2 Mio. regelmäßige Leser auf ihren Webseiten verzeichnen.

Bei den Usern im Alter zwischen 14 und 29 Jahren surfen fast zwei von drei Befragten (62,7%) auf Verlags-Websites. In der nächsten Altersgruppe (30-49 Jahre) bewegen sich noch etwa die Hälfte der Nutzer (49,9%) auf den professionell aktuell gehaltenen News-Seiten. Für die Werbeindustrie entscheidend: Ein starker Prozentsatz von 45,8% alle Menschen, deren Haushalt über ein monatliches Einkommen von mehr als 2.500 EUR verfügen, finden regelmäßig den Weg zu Online-Angeboten von Zeitungen.
[Foto: BDZV vermeldet gute Webreichweiten | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 9. Oktober 2012

Facebook knackt Milliarden-Marke

Der Mitgliederzuwachs bei Facebook hält weiter an. Am 4. Oktober verkündete Gründer Mark Zuckerberg auf seinem Facebook-Profil stolz, man habe die Marke von einer Milliarde Mitgliedern geknackt. Damit baut die amerikanische Social Media-Seite ihren Vorsprung vor Google+ weiter aus.

Der jüngere Konkurrent aus dem Hause des Suchmaschinenbetreibers kommt auf immerhin 400 Millionen registrierte Mitglieder. Davon nutzen allerdings nur gut ein Viertel das Angebot regelmäßig, wie Google+ Chef Vic Gundotra im September verriet.

Trotz der überwältigenden Marktvorrherschaft tut sich die Werbewirtschaft schwer damit, Facebook erfolgreich zur Kundengewinnung zu nutzen. Die Plattform selbst hat Problene, dem seit dem Börsengang im Mai gestiegenen Erwartungsdruck hinsichtlich Rentabilität gerecht zu werden. Die unbedingte Gewinnmaximierung entspricht allerdings auch erklärtermaßen nicht der Unternehmensphilosophie Zuckerbergs.
[Foto: Facebook feiert Nutzer-Meilenstein | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Schwierige Werbeplattform Facebook

Trotz teilweise legendärer Nutzerbindung erweisen sich soziale Netzwerke wie Facebook für Werbetreibende als komplexes Terrain. Wie pressetext auf Grundlage eines Berichts der Marktforscher von Forrester berichtet, verleitet Reklame auf Social Media-Websites nur ein Prozent der User zum direkten Shopping-Vorgang. Die Leiterin der Studie, Sucharita Mulpuru, zieht ein vernichtendes Fazit. Man wisse bereits seit einiger Zeit, dass Facebook für Firmen nicht der optimale Werbekanal sei und auch nie sein werde, resümiert Mulpuru.

Für solche abschließende Urteile ist das Feld des Networking-Advertising wohl noch zu jung. Die Skepsis wird jedoch auch durch Erfahrungen einiger Unternehmen genährt. Im Mai hatte Joel Ewanick, damals Marketing-Chef bei General Motors, den Stopp kostenpflichtiger Facebook-Werbung angekündigt.

Ewanick wurde zwar inzwischen geschasst und der US-Autobauer trat den Rücktritt vom Rückzug an. Geblieben ist dennoch eine tiefe Verunsicherung der Marketing-Branche über den Erfolg ihrer Maßnahmen in sozialen Netzwerken. Der unlängst aufgekommene Verdacht auf Klickbetrug bei Facebook trug sicher ein Übriges zum mauen Reklame-Geschäft und zur entsprechenden Aktienentwicklung des Internet-Riesen um Mark Zuckerberg bei.

Auch die Werbeakzeptanz ist auf Webseiten, in denen man mit seinen Freunden interagiert, offenbar geringer als andernorts. So ergab eine österreichische Studie, dass sich nur neun Prozent der User auf personalisierte Werbung einlassen wollen. Auf Facebook werden solche Angebote als besonders irritierend empfunden. Der Schlüssel zu ebenso effektiver wie ansprechender Social Network-Werbung ist offenbar noch nicht gefunden.
[Foto: Facebook-Werberelevanz angezweifelt | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 19. September 2012

Online-Werbemarkt wächst weiter

Der Online-Vermarkterkreis (OVK), der dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) angehört, hat aktuelle Prognosen zum Werbemarkt Internet veröffentlicht. Die Bruttospendings für verkaufsfördernde Verbraucherinformationen im Netz werden 2012 voraussichtlich auf über 6,4 Mrd. EUR steigen. Dies entspräche einem Wachstum von zwölf Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Damit würde mehr als jeder fünfte Werbe-Euro (22%) in Internet-Banner und Reklame auf mobilen Endgeräten fließen. Online lag bereits im vergangenen Jahr nach dem Fernsehen auf dem zweiten Rang im Umsatzvergleich der Werbemedien. Diese Position wird sich im laufenden Jahr wohl weiter festigen.

Für den klassische Markt der Banner und Textanzeigen sagt die OVK den größten Anteil am Werbekuchen mit einem Volumen von 3,74 Mrd. EUR voraus (+14%). Für Keyword-Vermartung wird die Industrie etwa 2,28 Mrd. Dollar (+10%) ausgeben. Affiliate-Netzwerke bilden mit prognostizierten 411 Mio. EUR (+10%) Werbeeinnahmen die drittwichtigste Werbeform im Internet.
[Foto: Keyword-Marketing bei Google | (google screenshot)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 13. September 2012

USA: Zeitungswerbemarkt schrumpft weiter

Zeitungen in den USA verdienen mit dem wichtigen Anzeigengeschäft immer weniger Geld. Im zweiten Quartal beliefen sich die Werbeeinnahmen der Nachrichtenblätter auf 5,608 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr waren im gleichen Zeitraum  noch 5,992 Mrd. Dollar umgesetzt worden. Diese Zahlen hat die Newspaper Association Of America (NAA) veröffentlicht. Die Spendings befinden sich seit Mitte 2006 auf Talfahrt. Damals verdienten die Zeitungen noch etwa das doppelte mit Werbeanzeigen.

Die US-Verlage können auch vom Positiv-Trend der Online-Werbung nur wenig profitieren. Mit Web-Bannern nahme die Zeitungen knapp 827 Mio. Dollar ein. Das ist nur ein kleines Plus von 2,9 Prozent verglichen mit dem zweiten Kalenderviertel des Vorjahres.

Mit gedruckter Werbung wurden zwischen April und Juni 4,781 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Vor einem Jahr standen Einnahmen von 5,189 Mrd. Dollar durch Print-Anzeigen zu Buche.
[Foto: US-Zeitungen leiden weiter | cc-by-sa 2.0 Daniel R. Blume]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 29. August 2012

Studie: Newsletter nützlichste Werbeform

In einer aktuellen Studie hat das Magazin New Business Akzeptanz und Nutzen verschiedene Werbeformen ermittelt. In einer Skala von 0 bis 100 durften die Umfrageteilnehmer den persönlichen Nutzen verschiedener Werbeformen bewerten. Der Prozentsatz der Nennungen über 0 wurde als Wert für die "Akzeptanz" interpretiert. Die Zahl für den "Nutzen" wurde als Durchschnitt der angegebenen Nutzen-Punkte berechnet.

Persönlich adressierte Werbepost von Anbietern, bei denen man bereits Kunde ist und Werbung in Zeitschriften und Zeitungen erzielten die höchste Akzeptanz von jeweils 87 Prozent. Der Nutzwert lag bei den Reklame-Briefen mit 52 Punkten noch etwas höher als bei den Druck-Anzeigen und Werbebeilagen (51). Werbesendungen und Info-Post aus dem Briefkasten ohne Adressierung kamen deutlich schlechter weg (Akzeptanz 71%, Nutzwert 41 Punkte). Noch mehr in Ungnade fielen Briefe mit persönlicher Adressierung von Unternehmen, mit denen man noch kein Geschäftsverhältnis hat (67%/36).

Gut angenommen werden auch andere klassische Kanäle der Warenanpreisung wie TV-Werbung (82%/45), Werbebeilagen bei Bestell-Zusendungen (82%/47), Radio-Spots (77%/42) und Außenwerbung (77%/39). Als nützlichste aller Werbeformen geht aus der Studie aber überraschenderweise der selbstständig abonnierte Newsletter hervor. Er erreicht bei einer verbesserungsfähigen Akzeptanz von 71% den Höchstwert von 56 Nutzen-Punkten. Werbe-Mails von einem Anbieter, bei dem man registriert ist, mit Empfehlungen von Drittanbietern (64%/45) schneiden deutlich schlechter ab.

Internet-Banner (56%/35) und Werbe-SMS (36%/30) bilden die Schlusslichter der zwölf in der Studie erfassten Werbeformen. Die Zahlen für die Web-Anzeigen verdeutlichen, dass die Umfrage nichts über die Effektivität der Werbekanäle aussagt. Grund für den anhaltenden Boom der Online-Werbeindustrie sind  vergleichsweise hohe Konversionsraten. Sie werden oft durch auffällige Einblendungen erzielt, die von vielen Usern als störend empfunden werden.
[Foto: Print-Werbung erreicht hohe Akzeptanz | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Montag, 6. August 2012

Klickbetrug auf Facebook?!

Zwei aktuelle Meldungen lassen neues Ungemach für das Social Network Facebook vermuten. Wie das Internetportal t3n meldet, will sich das amerikanische Unternehmen Limited Run vom Weltmarktführer unter den sozialen Netzen zurückziehen und seine dortige Fanpage löschen. Das Start-Up meint herausgefunden zu haben, dass 80 Prozent der Klicks auf seine Werbeeinblendungen auf betrügerische "Bots" zurückzuführen sind. Diese Programme aktivieren Reklame-Banner im Web automatisch und führen damit zu massiv erhöhten Werbekosten.

Dass Facebook keine ausreichenden Maßnahmen gegen widerrechtlich eingesetzte Bots trifft, legt auch ein Experiment der Advertising Research Foundation (ARF) nahe. Wie das US-Magazin Forbes kürzlich berichtete, schaltete die ARF bei dem Test gänzlich leere Anzeigen auf Facebook. Obgleich für menschliche Nutzer kaum von Interesse, verzeichneten die Werbeeinblendungen eine für Facebook-Ads relativ hohe Klickrate von 0,8 Prozent.

Bislang tut sich Facebook ohnehin schwer, die über 900 Millionen Nutzer in angemessenem Maße zu monetarisieren. Die massiven Kursverluste des jüngst an die Börse gegangenen Unternehmens sind ein Resulat dieses Problems. Das Netzwerk sollte rasch Mechanismen zur Vermeidung von Klick-Betrug nachreichen um das Vertrauen seiner Werbekunden zurück zu gewinnen.
[Foto: Facebook muss technisch nachlegen | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 2. August 2012

Autoindustrie treibt Online-Werbeboom an

Die Automobilindustrie spielt in Deutschland beim Wachstum des Online-Reklamemarkts eine entscheidende Rolle. Wie die Marktforscher von Nielsen herausgefunden haben, investierten Kraftfahrzeughersteller im ersten Drittel dieses Jahres 48,1 Mio. EUR in Web-Anzeigen. Das sind 21,4 Mio. EUR mehr als im selben Zeitraum 2011. Die Erzeugnisse der Branche sind hierzulande die viertwichtigste Einnahmequelle im Werbemarkt Internet, verglichen mit anderen Produktgruppen.

Die Spendings der Fahrzeug-Produzenten über alle Werbeformen schnellten zwischen Januar und April um 60,2 Mio. EUR nach oben. Das Gesamtwerbevolumen im Land der Dichter und Denker stieg auch dadurch um 143,6 Mio.  auf 9,4 Mrd. EUR an.

Der noch junge Markt der mobilen Werbung profitiert überdurchschnittlich von der Spendierlaune des KFZ-Sektors. Auf niedrigerem Niveau als bei der "klassischen" Online-Reklame investierte die Branche 117% mehr in Anzeigen in Apps und auf Webseiten, die für Smartphones und Tables optimiert sind. Insgesamt konnte der Bereich "Mobil" in den ersten vier Monaten 2012 um 76% zulegen.
[Foto: Audi A1: beliebtes Werbe-Objekt | cc-by-sa 3.0 Nozilla]

Artikel von agent-media.de

Montag, 16. Juli 2012

Internet-Werbemarkt wächst global zweistellig

Laut einer aktuellen Studie der Marktforscher von Nielsen kann der weltweite Online-Werbemarkt im ersten Quartal 2012 ein imponierendes Wachstum von 12,1 Prozent verzeichnen. Insgesamt gingen die Spendings der Kanäle Internet, Fernsehen, Radio, Kino, Magazine, Zeitungen, Kino und Außenwerbung um 3,1% nach oben.

Regional stellt sich die Entwicklung höchst unterschiedlich dar. In Afrika inklusive dem mittleren Osten sowie in Lateinamerika konnten mit Online-Werbeformen jeweils Zuwächse von über 30 Prozent erzielt werden. Lediglich in Asien ist im Online-Bereich mit einem Wachstum von 4,4% eine gewisse Sättigung festzustellen.

Der Reklamemarkt für Fernseh-Spots stagniert in Nordamerika (+2,6%) und Europa (-1,2%). In Afrika/Mittlerer Osten (+33,8%) ist hier jedoch noch ein echter Boom zu verzeichnen. Weltweit wuchs der TV-Werbemarkt nur um mäßige 2,8%.

Das Radio bleibt auch im digitalen Zeitalter ein zugkräftiger Werbeträger und verzeichnet weltweit Gewinne, die sich global auf 7,9% belaufen. Besonders ausgeprägt sind die Zuwächse in den Gebieten Afrika/Mittlerer Osten (+21,1%), Lateinamerika (+18%) und Asien/Pazifik (+6,7%). Kino-Reklame (+4,1 weltweit) und Außenwerbung (+6,4%) profitierten ebenfalls überdurchschnittlich von dem allgemein positiven Geschäftsklima.

Verlierer der Entwicklung sind vor allem Zeitschriften. Weltweit wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 1,4% weniger Reklamegelder in Magazin-Anzeigen investiert als ein Jahr zuvor. Zeitungen verzeichneten moderate Zugewinne von 3,1%. Die Nachrichtenblätter konnten allerdings nur in Lateinamerika (+10,3%) und Asien/Pazifik (+5,4%) mehr Werbespendings für sich verbuchen als vor Jahresfrist.
[Foto: Magazine: Verlierer am Werbemarkt | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 4. Juli 2012

Webradio-Studie 2012

Eine aktuelle Studie des Unternehmens Radio Marketing Service (RMS) zeigt Details zur Nutzung von Webradios in Deutschland. Es nahmen über 1.000 Menschen via Internetbefragung auf 61 Webradio-Plattformen teil.

56 Prozent gaben an, Internetsender über PC und Computer zu konsumieren. Rang zwei belegen Laptops und Netbooks mit zusammen 46%. Smartphones werden bereits von mehr als einem Drittel (35%) für den Empfang von Webradio benutzt. In der Gruppe der 20-39jährigen ist der Anteil noch höher. Aur Rang vier folgen stationäre Internetradios (17%), die von Menschen ab 40 überdurchschnittlich stark genutzt werden. Tablets (7%) werden eher selten zum Radiohören über das Internet verwendet.

Für die Werbevermarkter von RMS stand natürlich auch die Demografie der Konsumenten im Hinblick auf ihre Reklamerelevanz im Fokus. Mehr als ein Viertel aller Nutzer sind bereits 30 Jahre und älter. Der Anteil der Berufstätigen ist mit über 60% immerhin höher als in der gesamten deutschen Bevölkerung. Über die Hälfte der Befragten weist ein abgeschlossenes Studium oder Abitur auf. Werbetreibende treffen also auf eine relativ solvente und gebildete Zielgruppe. Die Akzeptanz von Audio-Spots ist zudem, verglichen etwa mit Bannerwerbung, recht hoch.

Interessant für Reklamemacher ist auch die Geschlechterauswertung. Männer bevorzugen Spartensender, die sich zum Beispiel auf Rock/Metal, Electro/Techno oder Fußball spezialisiert haben. Frauen konsumieren dagegen eher von klassischen Medien gewohnte Hitmixe aus den Bereichen Top40/R'n'B, Schlager/Volksmusik oder Oldies/Country.
[Foto: Radio erobert das Web | gemeinfrei]

Artikel von agent-media.de

Montag, 11. Juni 2012

Mittwoch, 6. Juni 2012

Ranking der Werbekanäle 2011

Bereits Ende Mai hat der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) Umsatzzahlen der deutschen Werbeindustrie für 2011 vorgestellt. Laut ZAW-Studie wurden hierzulande im vergangenen Jahr fast 19 Mrd. EUR brutto mit Reklame erwirtschaftet, ein Plus von einem Prozent.

Die Fernsehsender hatten mit 3,98 Mrd. EUR den größten Umsatz aller erfassten Werbekanäle. Davon heimsten die Privat-Anstalten 3,7 Mrd. EUR ein. "Nur" 283 Mio. EUR verdienten ARD und ZDF mit ihren Spots.

An Position zwei der umsatzstärksten Reklameträger folgen die Tageszeitungen. Mit Werbeanzeigen verdienten die Verlage 3,56 Mrd. EUR. Nimmt man Wochen- und Sonntagszeitungen hinzu, kamen die Blätter auf 3,85 Mrd. EUR Bruttoeinnahmen. Die Post erhielt etwa drei Milliarden EUR der Spendings und rangiert somit auf Platz drei. Bei den Druckmedien sind auch Anzeigenblätter (ca. 2 Mrd. EUR Umsatz) sowie die auf eine breite Leserschaft ausgerichteten Publikumszeitschriften (1,44 Mrd. EUR) von Bedeutung.

Online-Werbung boomte weniger stark als zuletzt und erzielte mit 990 Mio. EUR rund 15% mehr Einnahmen als 2010. Bei Kinowerbung war das relative Wachstum mit +14% ähnlich hoch. Allerdings ist dieser Markt mit 85 Mio. EUR Umsatz weiterhin eher eine Nische für die Werbetreibenden.
[Foto: TV bleibt umsatzstärkster Werbe-Channel | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de