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Montag, 16. September 2013

Kein Gold für Deutschland

Die öffentlich rechtlichen Sender haben ihr Vorhaben, ein eigenes Video On Demand-Angebot aufzusetzen, für beendet erklärt. Dies gehrt aus einer aktuellen Pressemitteilung der WDR Mediagroup hervor. Unter dem Arbeitstitel "Germany's Gold" hatten ARD, ZDF und eine Reihe von Produktionsfirmen deutsche Filme und Serien kostenpflichtig oder werbefinanziert online verfügbar machen wollen. Das Projekt war im April 2011 vom damaligen ZDF-Intendanten Markus Schächter bekannt gegeben worden.

Grund für das Scheitern des Vorhabens sind Einschränkungen seitens des Bundeskartellamtes. Dort hatte man im März die Sorge zum Ausdruck gebracht, dass das Angebot zu  bestehenden Services in Konkurrenz stehe und Inhalte mit Gebühren der Rundfunk-Beitragszahler produziere.

Die Bedenken, die der jetzige ZDF-Intendant Thomas Bellut bereits vor ein paar Tagen auf der IFA geäußert hatte, wurden nun offenbar zu groß und eine wirtschaftlich vernünftige Grundlage ist zu ungewiss geworden. Dabei hat man bereits einiges in "Germany's Gold" investiert. Das erklärte, hehre Ziel der Unternehmung war es, die Filmemacher und Künstler an den Umsätzen in höherem Maße zu beteiligen, als es bei rein kommerziell ausgerichteten Anbietern zu erwarten ist.
[Foto: ZDF und ARD erklären VoD-Pläne für gescheitert | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Freitag, 24. August 2012

Internetnutzung nimmt weiter zu

Die seit 1997 jährlich durchgeführte Onlinestudie von ARD und ZDF verzeichnet auch in diesem Jahr ein Wachstum bei der Internetnutzung in Deutschland. Auf bereits hohem Niveau befindlich legte die prozentuale Nutzung der Gesamtbevölkerung verglichen mit dem Vorjahr nochmal um 4 Prozent zu und kommt damit auf 75,9%, was 53,4 Millionen Personen entspricht, die mindestens gelegentlich surfen.

Wie schon in den Vorjahren stellt ist die demographische Verteilung der Internetnutzer sehr inhomogen. Während in der Gruppe der 14-19 jährigen 100% zumindest gelegentlich online sind, begeben sich in der Gruppe der über 60jährigen nur rund 40 Prozent hin und wieder ins World Wide Web. Gleichwohl holen die Semester 50+ auf und verzeichnen die höchsten Zuwachsraten aller Altersgruppen.

Neben der Fortschreibung der Zuwachsraten der letzten Jahre bestätigt die Studie auch den Trend zur mobilen Internetnutzung. Sie hat sich den Statistikern zufolge in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Dabei ersetzen die portablen Endgeräte keineswegs stationäre Internetzugänge, sondern ergänzen diese und schaffen neue Nutzungssituationen. Zu den bereits etablierten Smartphones treten in jüngster Zeit auch Tablets wie das iPad, die Ihren Anteil bei allen genutzten Internetzugängen im Vergleich zu 2011 auf 4 Prozent verdoppeln konnten.

Während klassische Onlineaktivitäten wie der Gebrauch von  Suchmaschinen (83%), das Versenden und Empfangen von Emails (79%), das ziellose Surfen (43%) oder die Begegnungen in Communities (36%) die Internetnutzung ungebrochen dominieren, verstärkt sich der Trend zum Abruf audiovisueller Inhalte von Radio und Fernsehen über das Internet, sei es zeitversetzt oder parallel zur Nutzung anderer Medien.

21% aller Befragten gaben an, zeitversetzt Fernsehinhalte über das Internet zu konsumieren oder Radio zu hören. Laut ZDF Intendant Thomas Bellut ein nicht zuletzt im technischen Fortschirtt induzierter Trend, wie er gegenüber der WELT bemerkte: "Tablets und Smartphones haben für eine deutliche Zunahme bei der zeitversetzten Nutzung von Fernsehsendungen gesorgt." Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dürften die zunehmende Relevanz Ihrer Inhalte im Netz als willkommenes Argument für die umstrittene Ausweitung Ihrer virtuellen Aktivitäten werten.
[Foto: ARD & ZDF präsentieren Webstudie | (logos)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 19. Juli 2012

Donnerstag, 24. November 2011

ZDF-Intendant greift Google & Apple an

In einem Interview mit dem Handelsblatt hat ZDF-Intendant Markus Schächter seinen Unmut über die Praktiken von Google und Apple im Umgang mit den Medien-Inhalten der TV-Sender geäußert. Durch die Suchfunktionen der TV-Boxen der IT-Riesen würden die Produkte der Fernsehanbieter zum "Gegenstand fremder Geschäftsmodelle".

Der 62-jährige erklärte im selben Interview, er sei nicht wie von den Privaten gefordert zu Einschränkungen bei der Werbeausstrahlung bereit. Nach seiner Ansicht zeigen Erfahrungswerte aus Frankreich, wo die Reklamezeiten der öffentlichen Rundfunkanstalten neu reglementiert und beschnitten wurden, dass die Werbetreibenden nicht zu den anderen Sendern abwandern. Als Erklärung führte er an, dass die Zielgruppen der Öffentlich Rechtlichen bei den Privaten nicht zu finden seien.

Schächter fordert dennoch ein Bündnis aller Medienanstalten im Kampf gegen Apple und Google. Die derzeit verhärteten Fronten erinnerten ihn, so wörtlich an den "Stellungskrieg von Verdun". Angesichts über 300.000 Gefallener bei der erwähnten Schlacht im ersten Weltkrieg ein ebenso geschmackloser wie unpassender Vergleich. Er taugt wohl bestenfalls dazu aufzuzeigen, wie wenig das Denken des Intendanten im digitalen Zeitalters angekommen ist.
[Foto: ZDF-Intendant Schächter | cc-by-sa 3.0 Kandschwar]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 4. März 2010

ZDF schreibt Werbe-Etat aus.

Das ZDF sucht turnusgemäß eine Agentur für ""Marketing- und Werbeberatung einschließlich Planung, Gestaltung und Durchführung von Werbemaßnahmen für das ZDF in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland", wie es im Ausschreibungstext heißt. Nur Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern und einem Gross Income von mindestens 5 Millionen Euro in den letzten beiden Jahren werden akzeptiert. Zudem soll der Dienstleister die Bereiche Print, Film- und Funk, Neue Medien und Design abdecken und in den letzten Jahren einen bekannten Werbepreis wie ADC, Cannes Lions, NY festival oder Eyes and Ears Award gewonnen haben. Derzeit betreut Kolle Rebbe das Zweite. Die Hamburger Agentur wird sich auch wieder bewerben, wie Horizont.net zu berichten weiß. Noch bis zum 15. März können sich Interessenten bei der TV-Anstalt melden.

Montag, 25. Januar 2010

Ken Folletts Eisfieber im TV

Wenn heute abend der erste Teil des ZDF-Zweiteilers "Eisfieber" nach Ken Follett zu sehen sein wird, könnte dies der Anfang einer ganzen Reihe von Roman-Verfilmungen des Besteller-Autors sein.  Erfolgsabhängig plant der öffentlich rechtliche Sender weitere Fernsehproduktionen nach Follett-Werken. Der Autor steht dem offen gegenüber, beim Dreh zu "Eisfieber" war der britische Autor anwesend, im ZDF-Interview zeigte er sich vom Ergebnis positiv angetan. Die Handlung des Thrillers mit Heiner Lauterbach ist leider nicht sonderlich innovativ, ein Ebola-Virus gelangt aus einem Forschungslabor in die Hände von Terroristen.

Link:
Ken Follett-Romane im agent media-Shop
[Foto: amazon.de]

Dienstag, 30. Juni 2009

Klassik-Echos stehen fest

Gestern hat die deutsche Phono-Akademie die diesjährigen Preisträger des ECHO Klassik bekanntgegeben. Insgesamt wird der ECHO Klassik an 59 Musikschaffende verliehen. Zu den bekannteren Persönlichkeiten unter den Preisträgern gehören Anna Netrebko und Placido Domingo. Für ihre Sangeskunst werden Christian Gerhaher und Elina Garanca ausgezeichnet. Als Instrumentalisten erhalten Emmanuel Pahud (Flöte), David Fray (Klavier) , Anne-Sophie Mutter (Geige) Xavier De Maistre (Harfe) und Wolfgang Bauer (Trompete) die begehrte Trophäe. Die ECHO-Verleihung findet am 18. Oktober in der Semperoper zu Dresden statt. Unter dem Titel "ECHO der Stars" wird die Gala ab 22:00 vom ZDF übertragen. [Foto: musikindustrie.de]

Links
Meldung des Echo Klassik

Dienstag, 2. September 2008

IFA - Panasonic beklagt mangelndes HD-Engagement

Der europäische Chef von Panasonic, Joachim Reinhard, hält laut Zeitschrift "PC Welt" Blu-ray erst in 2 Jahren für massentauglich. Er beschuldigt die großen deutschen Fernsehanstalten, nur zögerlich ins HD-Geschäft einzusteigen, und dies obwohl 120 Mio Euro für die Umrüstung bewilligt worden seien. Reinhard hat sicher Recht damit, dass durch das Fehlen von HDTV-Inhalten auch kaum Serien auf Blu-ray Discs landen. Ebenso gibt es nicht den großen Anreiz zur Investition in neue Bildschirme, welche die feine Auflösungspracht auch darstellen können. Immerhin werden ARD und ZDF ab 2010 HD-Material ausstrahlen. [Foto: amazon.de]