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Donnerstag, 28. Juni 2012

GVL: Drastischer Einnahmenrückgang

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) beklagt in einer aktuellen Pressemitteilung den dramatischen Rückgang ihrer Erträge. Erlöse in Höhe von 128,3 Mio. EUR erwirtschaftete die GVL im zurückliegenden Kalenderjahr, das sind 54,6 Mio. EUR weniger als 2010.

Geschäftsführer Tilo Gerlach erklärt den schwindenden Geldfluss mit dem massiven Einbruch im Bereich der Privatkopien. Durch die neue Gesetzeslage ist man gezwungen, mit den Hardware-Herstellern die Abgaben für Leermedien selbst auszuhandeln. Im Gegensatz zu 2010 existiert kein Gesamtvertrag mehr zwischen GVL und den Medien-Herstellern. Durch die Verweigerungshandlung der Industrie führt der Weg zurzeit nur über langwierige Gerichtsverhandlungen. In der Folge sind die Erlöse aus der Vergütung von Vervielfältigungsrechten von 56,5 auf nur 2,4 Mio. EUR zusammengeschrumpft. Gezahlt wurden davon bislang sogar nur bescheidene 0,4 Mio. EUR.

Andere Einnahmequellen sind hingegen stabil geblieben. Im Bereich Sendevergütung etwa erwirtschaftete man 79,1 Mio. EUR, ein Rückgang von lediglich 1,3%. Aus Vermietung und Verleih kamen 3,4 Mio EUR zusammen, das sind 0,6 Mio. EUR mehr als im Jahr zuvor. Die Erlöse aus der Kabelweitersendungen künstlerischer Darbietungen ohne Bezug zu Tonträgern oder Videoclips betrugen 2,1 Mio. EUR (2010: 1,8 Mio. EUR).
[Foto: GVL: Geldquelle "Leermedien" bricht weg | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 6. Juni 2012

Ranking der Werbekanäle 2011

Bereits Ende Mai hat der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) Umsatzzahlen der deutschen Werbeindustrie für 2011 vorgestellt. Laut ZAW-Studie wurden hierzulande im vergangenen Jahr fast 19 Mrd. EUR brutto mit Reklame erwirtschaftet, ein Plus von einem Prozent.

Die Fernsehsender hatten mit 3,98 Mrd. EUR den größten Umsatz aller erfassten Werbekanäle. Davon heimsten die Privat-Anstalten 3,7 Mrd. EUR ein. "Nur" 283 Mio. EUR verdienten ARD und ZDF mit ihren Spots.

An Position zwei der umsatzstärksten Reklameträger folgen die Tageszeitungen. Mit Werbeanzeigen verdienten die Verlage 3,56 Mrd. EUR. Nimmt man Wochen- und Sonntagszeitungen hinzu, kamen die Blätter auf 3,85 Mrd. EUR Bruttoeinnahmen. Die Post erhielt etwa drei Milliarden EUR der Spendings und rangiert somit auf Platz drei. Bei den Druckmedien sind auch Anzeigenblätter (ca. 2 Mrd. EUR Umsatz) sowie die auf eine breite Leserschaft ausgerichteten Publikumszeitschriften (1,44 Mrd. EUR) von Bedeutung.

Online-Werbung boomte weniger stark als zuletzt und erzielte mit 990 Mio. EUR rund 15% mehr Einnahmen als 2010. Bei Kinowerbung war das relative Wachstum mit +14% ähnlich hoch. Allerdings ist dieser Markt mit 85 Mio. EUR Umsatz weiterhin eher eine Nische für die Werbetreibenden.
[Foto: TV bleibt umsatzstärkster Werbe-Channel | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 10. Mai 2012

Sony Music erzielt Gewinne

Die Musik-Sparte des japanischen Unternehmens Sony vermeldet einen operativen Gewinn von 358 Mio. EUR für das Ende März zuende gegangene Geschäftsjahr. Das Ergebnis ist damit verglichen mit dem Vorjahr um knapp 20 Mio. EUR zurückgegangen. Der Absatz von Musikprodukten ist dabei um 5,9% gesunken.

Auch die Vergleichszahlen das vierten Business-Quartals mit dem Vorjahr zeugen mit einem Minus von fast sechs Mio. EUR im operativen Ergebnis vom Abwärtstrend.

Immerhin schreibt man im Musikgeschäft noch schwarze Zahlen. In der Gewinnzone und damit wirtschaftlich gesund sind neben dem Musik-Segment auch die Bereiche "Finanzdienstleistungen", "Mobile Kommunikation" und Sony Pictures.

Die Sony AG durchfährt dennoch gerade schweres Fahrwasser. So musste man ein herbes Minus von 4,4 Mrd. EUR im Jahresergebnis hinnehmen. Schwer tut man sich mit den Elektronik-Produkten für Endkunden, bei denen die Margen in den letzten Jahren immer mehr sanken. Auch der Service-Sektor arbeitet defizitär. Im miserabel verlaufenden Fernseh-Geschäft will man stark umstrukturieren und dadurch im nächsten Jahr wieder ein positives Gesamtergebnis einfahren.
[Foto: Leichter Minus-Trend bei Sony Music | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 25. April 2012

Musikmarkt Deutschland im Plus

Wie in den USA ist auch in Deutschland eine Trendwende im Musikmarkt nicht mehr wegzudiskutieren. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) hervor. Die Branche konnte demnach 2011 leicht um 0,1% zulegen.

Der Umsatz aus dem Absatz physischer Tonträger, zu denen neben der Compact Disc auch Schallplatte, Musik-DVD und Musik-Kassette gehören, verringerte sich 2011 um 3,8% relativ zum Vorjahr. Der CD-Verkauf allein generierte im letzten Jahr bei einem Anteil von 73,8% am Gesamtvolumen Einnahmen in Höhe von 1,098 Mrd. EUR.

Das verglichen mit den vorangegangenen Jahren kleine Minus des physischen Vertriebskanals konnte durch den Download-Markt kompensiert werden. Im Digitalbereich wurden 247 Mio. EUR erwirtschaftet, ein Plus von über 21 Prozent.

Die aktuelle Entwicklung für das erste Quartal 2012 macht sogar noch mehr Grund zur Hoffnung. Verglichen mit dem ersten Kalenderviertel des Vorjahres wurde ein Umsatzplus von 4,2% erzielt. Neben saisonalen Effekten wie dem in diesem Jahr etwas früher zelebrierten Osterfest etablieren sich Streaming-Angebote als zusätzliche Einnahmequellen.

Für die onlinebasierten Abo-Services schuf die GEMA erst  zur Jahreswende klare und für die Unternehmen auch wirtschaftlich sinnvolle Rahmenbedingungen. Ob der positive Trend durch Spotify, Simfy und Konsorten nachhaltig ist oder mittelfristig zulasten des Downloadmarkts geht, wird die Zukunft zeigen.
[Foto: Platten- und CD-Verkauf erholen sich | cc-by-sa 3.0 Flups]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 19. April 2012

Singulus im Plus

Die Singulus AG vermeldet etwas überraschend positive Geschäftszahlen für 2011. Kerngeschäft des Unternehmens ist die Produktion von Vervielfältigungsanlagen für optische Speichermedien. Singulus verzeichnete einen um ein Drittel gestiegenen Umsatz von 160 Mio. EUR für das zurückliegende Jahr. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fällt mit 6,7 Mio. EUR erstmals seit drei Jahren positiv aus. Im Jahr 2010 stand man bei dieser Geschäftszahl mit über 80 Mio. EUR im Minus.

Das Haupt-Segment Optical Disc brachte 104,5 Mio. EUR ein, das sind 15,8 Mio. EUR mehr als im Jahr zuvor. Bei der Bestückung ihrer Fertigungshallen mit Blu-ray-Anlagen greifen die Disc-Producer vielfach auf Singulus-Produkte zurück.

Im Bereich Solartechnik konnte Singulus trotz schrumpfender staatlicher Zuwendungen offenbar lukrative Nischen finden. Die Elemente zur Nutzung der Sonnenenergie spülten 52 Mio. EUR in die Kassen der Aktiengesellschaft, das ist mehr als doppelt so viel wie 2010.

Negativ ist die Entwicklung im Halbleiter-Segment. Hier haben sich die Umsätze auf zuletzt 3,1 Mio. EUR fast halbiert (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR). In diesem Geschäftsbereich will man künftig nach gewinnbringenden neuen Anwendungsmöglichkeiten für das vorhandene Know-How suchen.
[Foto: Singulus schafft Turnaround | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. März 2012

Bertelsmann präsentiert durchwachsene Bilanzen

Bertelsmann präsentiert durchwachsene Bilanzen

Die Bertelsmann AG hat ihre Bilanz veröffentlicht. Der Konzernumsatz lag im vergangenen Jahr bei über 15,253 Milliarden EUR, 187 Millionen mehr als 2010. Dabei sank der Operating EBIT allerdings um 79 Millionen auf 1,746 Mrd. EUR. Das Konzernergebnis schrumpfte von 656 auf 612 Millionen EUR. Die vorgelegten Zahlen sind vorläufig.

Der Mediengigant hat im vergangenen Jahr verstärkt Investitionen getätigt, welche die Aktiengesellschaft auf 956 Mio. EUR beziffert. 2010 standen in diesem Bereich gut 200 Mio. EUR weniger zur Verfügung. Die Investitionsmittel sollen künftig noch mehr in Innovationen fließen. Viel Geld möchte man in den Digitalausbau stecken.

So werden voraussichtlich weitere beziehungsweise verbesserte Zeitschriften-Apps beim angegliederten Gruner+Jahr entstehen. Das Verlags- und  Druckhaus konnte den Umsatz leicht auf 2,287 Mrd. EUR (+1,2%) erhöhen. Dabei schrumpfte der Operating EBIT recht deutlich um 10 Prozent auf 233 Mio. EUR.

Bei der Bertelsmann-Tochter Arvato zeigen sich ähnliche Tendenzen. Der Fullservice-Dienstleister bietet unter anderem IT-Services und Komplettlösungen in den Bereichen Druck, optische Speichermedien, Digitaldistribution und Customer Relationship Management. Arvato erzielte Einnahmen von 5,357 Mrd. (+2,5%). Dabei sank der Operating EBIT auf 341 Mio. EUR (-1,8%).

Bei Random House, das ebenfalls zu Bertelsmann gehört, zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Zwar sank bei dem Buchverlag der Umsatz spürbar auf 1,749 Mrd. EUR (-4,3%). Dennoch konnte der Operating EBIT um 6,9% auf 185 Mio. EUR gesteigert werden.

Das umsatzstärkste Segment von Bertelsmann bildet die RTL Group. Die Senderfamilie verzeichnete einen um knapp vier Prozent gestiegenen Umsatz von 5,814 Mrd. EUR. Auch der Operating EBIT stieg leicht um 1,7% auf 1,121 Mrd. EUR.
[Foto: Bertelsmann AG leidlich stabil | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 26. März 2012

Hubert Burda mit sattem Umsatzplus

Die Hubert Burda Media hat sehr positive Bilanzen für 2011 präsentiert. Die mutigen Schritte ins Digitalgeschäft brachten bei ein Plus von über 26 Prozent mehr als 2,175 Milliarden EUR Gesamtumsatz ein. Das schon lange nicht mehr nur als Verlagshaus geführte Unternehmen konnte im Web-Bereich Einnnahmen von 937 Mio. EUR verbuchen, im Vorjahr hatte der Umsatz in diesem Segment nur 587 Mio. EUR eingebracht. Konsolidierungen beim Tiernahrungs-Webshop Zooplus AG führten zu diesem positiven Resultat. Bereits 43,1 Prozent der Burda-Einnahmen kommen somit aus dem Digital-Bereich. Das vermehrte Engagement in die Business-Plattform Xing hofft man auf weitere Geldflüsse aus dem immer noch boomenden Online-Markt.

Der Inlands-Verlagsarm der Firma hat "nur" 657 Mio. EUR eingebracht, das sind 11 Mio. EUR weniger als 2010. Das Minus konnte durch das Auslandsgeschäft mit den hauseigenen Magazinen jedoch mehr als wettgemacht werden. Außerhalb der deutschen Grenzen wurden knapp 385 Mio. EUR erwirtschaftet, dies bedeutet eine Steigerung von über 50 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr.

Auch die Druckereien der Firma machten mehr Umsätze als 2010. Durch den Aufkauf von Sebald Druck kletterten die Einnahmen aus der Printproduktion um mehr als 60 Mio. auf fast 189 Mio. EUR. Gewinne oder Verluste wurden wie schon in der Vergangenheit nicht veröffentlicht.
[Foto: Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen | (c) Hubert Burda Media]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. März 2012

GEMA präsentiert Bilanz 2011

Die GEMA hat in einer online abgehaltenen Bilanz-Pressekonferenz die Geschäftszahlen für das Kalenderjahr 2011 präsentiert. Demnach erreichte der Umsatz mit  825,5 Millionen Euro ein Fünfjahrestief. Im Jahr zuvor waren noch 37,5 Mio. EUR mehr Erträge erzielt wordem. Der Kostensatz der Verwertungsgesellschaft stieg gleichzeitig leicht von 14,7 auf 14,9 Prozent.

Als Hauptursache für den Einnahmerückgang identifizierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Hecker das deutliche Minus im Bereich der physischen Medien. Hier gingen die Erlöse der Verwertungsgesellschaft von 170,5 auf 136,7 Millionen EUR zurück.

Im Online-Sektor hingegen verzeichnete das Unternehmen einen erfreulichen Zuwachs von 13,3 auf 21,2 Millionen EUR. Dieses Ergebnis sowie die jüngst veröffentlichten Tarife für Music on Demand-Dienste wie Spotify stimmten Hecker zuversichtlich für die weitere geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft.

Die Haupteinnahmequellen der GEMA blieben stabil oder verzeichneten sogar leichte Zuwächse. Im Bereich TV und Radio sprudelten 262 Millionen EUR in die Kassen. Die Bezirksdirektionen trugen durch ihr Inkasso z.B. im Livebetrieb 312 Millionen EUR zum Gesamtergebnis bei.

Für das laufende Jahr kündigte der Vorstandsvorsitzende auch Änderungsvorschläge im sogenannten PRO-Verfahren an, die bei der nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt werden sollen. Die neue Methode zur Tarifberechnung ist in der Mitgliedschaft der GEMA höchst umstritten. Das PRO-Verfahre errechnet per Hochrechnung die Anteile einzelner Urheber an der zu verteilenden Gesamtsumme. Kritikern zufolge begünstigt dies etablierte Künstler zu Lasten weniger populärer Musikschaffender.
[Foto: GEMA-Vorstandsvorsitzender Harald Heker | (c) GEMA]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 8. März 2012

Internet-Werbemarkt wächst weiter

Der Trend zur Online-Werbung bleibt weiterhin ungebrochen. Für das laufende Jahr erwarten die Experten der Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) 11% mehr Bruttoinvestitionen als 2011. Dabei beziehen sie sich auf Erhebungen des Marktforschungsinsitituts Nielsen.

Im vergangenen Jahr lagen die Werbespendings im Internet in Deutschland bereits bei 5,736 Mrd. EUR. Für 2012 werden Ausgaben von mehr als 6,3 Mrd. EUR erwartet. Online ist und bleibt damit nach Fernsehen der zweitwichtigste Reklamekanal.

Die Marktforscher teilen den Internet-Werbemarkt in drei Sektoren auf. Im Bereich "Affiliate-Netzwerke" wurden im vergangenen Jahr 374 Mio. EUR umgesetzt. In "Suchwortvermarktung" flossen mit 2,076 Mrd. EUR wesentlich mehr Werbegelder. Die übrigen Werbeaktivitäten im Web subsummieren die Experten unter dem Begriff "Klassischen Online-Werbung". Dieses Segment konnte mit 3,286 Mrd EUR Bruttospendings 2011 den größten Teil der Reklameeinnahmen für sich verbuchen. Für die prozentuale Verteilung der Gelder auf die drei genannten Felder werden in diesem Jahr keine großen Verschiebungen erwartet.
[Foto: Suchwort-Marketing à la Google | (google)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 1. Februar 2012

Positive Entwicklung im Werbemarkt 2011

Der Werbemarkt in Deutschland ist 2011 brutto um 3,5% auf 25,8 Mrd. EUR gewachsen. Dabei wies das erste Halbjahr eine deutlichere Steigerung um 5,0% auf, während sich die Werbetreibenden in der zweiten Jahreshälfte mit Mehraufwänden von 2,1% beschieden. Dies weiß das Marktforschungsinstitut Nielsen zu berichten.

Tageszeitungen konnten von der allgemeinen Reklamefreude nicht profitieren. Ihre Einnahmen aus dem Anzeigenmarkt gingen um 2,1% auf 5,2 Mrd. EUR zurück. Dafür ist nicht zuletzt Aldi verantwortlich. Der Discounter allein zog 135 Mio. EUR aus diesem Werbesegment ab. Dass Presseerzeugnisse ein wichtiges Medium der Marketing-Kommunikation bleiben, zeigt der positive Trend bei Publikumszeitschriften. In die Blätter für den Massenmarkt wurden 3,6 Mrd. Werbemillionen gepumpt, ein Plus von 1,4%. Auch das Geschäft mit Anzeigen in Fachzeitschriften generierte mit 408 Mio. EUR satte 2,9 Prozent mehr Brutto-Umsatz als 2010.

In TV-Spots wurden 1,8% mehr Geld investiert. Mit 11,1 Mrd. EUR brutto war das Fernsehen weiterhin das umsatzstärkste Werbemedium. Im Radio liefen Verbraucherinformationen im Wert von 1,4 Mrd. EUR, ein Plus von 3,9% verglichen mit 2010.

Den höchsten Zuwachs gab es erwartungsgemäß bei der Online-Werbung. Hier stieg der Werbedruck um 22,5 Prozent auf 2,9 Mrd. EUR.

Neben dem Web-Bereich konnten auch zwei klassische  Medien die Werbeumsätze um zweistellige Prozentsätze verbessern. Das Plakat legte um 11,5 auf zuletzt 1,1 Mrd zu. Kinowerbung lag ebenfalls erneut stark im Trend und ergatterte 96 Mio EUR der Werbespendings (+17,6%).
[Foto: TV-Reklame bleibt bestbezahlte Werbeform | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 26. Januar 2012

Fernsehkonsum erneut gestiegen

In Deutschland saßen die Menschen im vergangenen Jahr länger vor dem Fernseher als jemals zuvor. 4 Stunden und 45 Minuten verbrachten die Deutschen 2011 im Schnitt täglich vor der Mattscheibe. Das sind zwei Minuten mehr als 2010, wie Media Control berichtet.

Zuschauer zwischen 50 und 64 Jahren schalteten sogar sechs Minuten länger ein als im Vorjahr und sahen mit 280 Minuten nochmal fast eine Stunde länger fern als der Durchschnitt. Bei Senioren ab 65 Jahren blieb die Zeit vor der Glotze mit 306 Minuten konstant auf beängstigend hohem Niveau.

In Sachsen-Anhalt (272 Minuten) gab es einen Rückgang von 4 Minuten bei der TV-Nutzung. Das östliche Bundesland bleibt aber wie vor Jahresfrist Spitzenreiter im Ländervergleich. Die Thüringer schalteten ihre Empfangsgeräte 12 Minuten weniger ein als 2010. Mit 262 Minuten Fernsehdauer pro Tag liegen sie trotzdem noch weit über dem Mittelwert.

Der Abwärtstrend in den östlichen Bundesländern mag mit den dort leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu erklären sein. In Berlin gab es allerdings trotz steigender Beschäftigung das größte Plus von 21 Minuten auf insgesamt 263 Minuten.

Das Schlusslicht bei der TV-Nutzung bilden die Bayern, die ebenso wie 2010 "nur" 199 Minuten täglich vor dem Bildschirm ausharrten und als einziges Bundesland das 200 Minuten-Limit nicht überschritten. Dies dürfte als weiteres Indiz für die Korrelation von Erwerbslosigkeit und TV-Konsum gelten. Bayern hatte im Dezember 2011 mit 3,4% die geringste Arbeitslosenquote Deutschlands.
[Foto: Fernsehen weiterhin beliebtes Hobby | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Montag, 23. Januar 2012

Tageszeitungen verlieren Leser

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verkäufe der Tageszeitungen im vierten Quartal 2011 um rund drei Prozent zurückgegangen. 21,58 Mllionen Exemplare fanden in dem zurückliegenden Kalenderviertel den Weg zum zahlungswilligen Leser (2010: 22,26 Millionen). Am Kiosk sank der Absatz besonders deutlich von 6,38 auf 5,83 Mio. Stück. Dies berichtet die Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW).

Ein Blick auf die überregionalen Blätter zeigt, dass etwa die Bildzeitung in den zurückliegenden drei Monaten 6,83 Prozent weniger Käufer erreicht hat als in Quartal Vier 2010. Zwar konnte die Zahl der Abonnenten um 20% auf 44.700 gesteigert werden. Leider macht dies nur einen kleinen Teil der in dem Zeitraum verkauften Auflage aus, die zuletzt etwas mehr als 2,7 Mio. betrug. Kleiner Trost für die Axel Springer AG: "Die Welt" (inkl. "Welt Kompakt") erzielte ein kleines Absatz-Plus von knapp 1% bei knapp 253.000 verkauften Exemplaren in der jüngst erfassten Periode. Allerdings ging hier der Abo-Bezug um 2,8 Prozent auf 118.000 Stück zurück.

In etwa stabil blieben das Handelsblatt mit zuletzt fast 137.000 verkauften Exemplaren (+0.14) und die Financial Times Deutschland mit einer Absatzsteigerung von +0,21% auf knapp 100.800 Stück in den Monaten Oktober bis Dezember 2011. Nur wenig Federn lassen musste die FAZ, die in der Zeitspanne rund 360.000 mal verkauft wurde (-0,87%).
[Foto: Handelsblatt gegen den Trend im Plus | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 18. Januar 2012

Musikmarkt Deutschland wieder stabil

Erstmals seit 1997 hat die deutsche Musikindustrie für 2011 keinen Umsatzrückgang zu beklagen. Dies berichtet der Bundesverband Musikindustrie.

Im seit langem siechenden CD-Segment war dabei nur ein kleines Minus von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Im Dezember wurden sogar 5,8 Prozent mehr Einnahmen erzielt als im Vergleichszeitraum 2010. Besonders stabil ist der Markt der Silberlinge im Bereich nationaler Künstler. Mit CDs hiesiger Interpreten wurde im vergangenen Jahr ein nur sehr geringes Minus von 0,6% erwirtschadtet. Bei Discs internationaler Musiker fiel der Umsatzrückgang mit 5,3% wesentlich deutlicher aus.

Die im Vergleich zu den vergangenen Jahren mäßigen Verluste mit Audio-CDs werden vom weiter boomenden Downloadmarkt ausgeglichen, der 2011 um 28,8% zulegen konnte. Bei Alben (+27,2%) und Single-Kollektionen (+27,8%) wuchsen die Umsätze etwa so stark wie bei Einzeltracks (+30,3%).

In der Gesamtrechnung eher unbedeutend sind der bereits seit Längerem Anhaltende Trend zur Schallplatte. 2011 wurden mit den Vinylscheiben 18,5% mehr Einnahmen erzielt als im Vorjahr. Der Anteil der schwarzen Tonträger am nationalen Umsatz der Musikbranche betrug jedoch unter 1%.
[Foto: CDs bleiben beliebt | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 11. Januar 2012

Buch-Weihnachtsgeschäft auf Vorjahresniveau

Der deutsche Buchhandel hat im Dezember 2011 den Umsatz aus dem Vorjahr knapp um 0,3 Prozent verfehlt. Dies geht aus dem Branchenmonitor Buch hervor, der monatlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels herausgebracht wird und die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce erfasst.

Schuld an dem kleinen Minus sind nicht zuletzt Hör- und Audiobooks. Offenbar fehlte es hier an zugkräftigen Titeln. Die Einnahmen für diese Editionsform schrumpften um 8,3 Prozent verglichen mit dem letzten Monat 2010. Bei den beiden anderen Literaturformaten "Hardcover" (+0,2%) und "Taschenbuch" (-0,1%) blieben die Umsätze nahezu unverändert.

In den Warengruppen schnitten Sachbücher deutlich schlechter ab als im Dezember des vorangegangenen Jahres, als unter anderem Thilo Sarrazins Polemik-Bestseller "Deutschland schafft sich ab" im Weihnachtsmonat noch für 11,7 Prozent mehr Umsatz sorgte.

Die wichtigen Bereiche "Belletristik" (+0,2%), "Kinder & Jugendbücher" (+5,4%), "Reisen" (+7,0%) und "Ratgeber" (+0,2%) brachten mehr Geld in die Kassen der Händler als vor Jahresfrist und konnten den Abwärtstrend beim Sachbuch annähernd kompensieren.

Ebenfalls positiv entwickelten sich die Nischen "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" mit 2,0% und "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" mit 2,5% Umsatzplus. Literatur zu "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" brachte 4% weniger Einnahmen und blieb somit in allen Monaten des letzten Jahres unter dem Niveau von 2010.
[Foto: Auch der Ratgeber-Verkauf stagniert | (c) Lübbe-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Montag, 2. Januar 2012

YouTube schlägt Facebook

Zwar kann Google dem Platzhirschen Facebook mit Google+ nicht das Wasser reichen, doch der Internetriese liegt mit YouTube immerhin in der Nutzergunst vorne. 76 Prozent der deutschen Internetnutzer beurteilen das Portal als gut oder sogar sehr gut. Facebook erhält bei "nur" 69 Prozent eine der beiden Bestnoten.

Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Social Media Atlas 2011 hervor. Die Studie wurde vom Marketing-Beraterunternehmen Faktenkontor, dem Marktforschungsinstitut Toluna und dem Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) herausgebracht.

Datenschutz und Privatsphäre finden beachtliche 78 Prozent der über 4200 Umfrageteilnehmer wichtig. Facebook hat in diesem Bereich bekanntermaßen weiterhin Nachholbedarf. Ein weiterer wichtiger Faktor ist für die Onliner eine gute Hilfefunktion. 65 Prozent der männlichen und 74 Prozent der weiblichen Nutzer finden eine derartige Unterstützung essenziell.

Es wurden auch beachtliche regionale Unterschiede bei der Nutzung von sozialen Netzwerken festgestellt. Während in Mecklenburg-Vorpommern 52 Prozent der Internetnutzer Angebote wie Twitter und Facebook nutzen, sind es in Rheinland-Pfalz 73 Prozent. Dieser extreme Unterschied mag der massiven Abwanderung junger Bevölkerungsschichten aus dem nordöstlichen Bundesland seit der Wende geschuldet sein.
[Foto: Deutsche lieben Web-Filmchen | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. Dezember 2011

US-Käufer verlieren Interesse an 3D-TV

In den USA ist im dritten Quartal des zu Ende gehenden Jahres der Anteil verkaufter Fernsehgeräte, die über 3D-Technik verfügen, auf sieben Prozent gesunken. In vorangegangenen Kalenderviertel konnte noch jeder zehnte abgesetzte TV-Empfänger Tiefeneffekte darstellen. Dies berichtet das Home Media Magazin auf Grundlage von Zahlen der NPD Group. In Westeuropa stieg im selben Zeitraum die Marktdurchdringung beim Verkauf von Neugeräten von 17 auf 18 Prozent, in China von 12 auf 15 Prozent. Weltweit wuchs der ermittelte 3D-TV-Anteil von 8 auf über 12 Prozent.

Die US-Verbraucher griffen zuletzt eher zu Discountware ohne dreidimensionale Features. Dies spricht dafür, dass der Effekt durch rückläufige Kaufkraft bei den Bürgern der seit langer Zeit wirtschaftlich kriselnden Weltmacht begründet ist.

Auf mangelnde Film-Inhalte ist das abnehmende Interesse in den USA jedenfalls nicht zurückzuführen. Die Studios liefern mittlerweile reichlich Nachschub an dreidimensionalen Titeln. Der Prozentsatz der 3D-Kinofilme stieg auf 22 Prozent im dritten Quartal 2011. Vor zwei Jahre lag dieser Wert noch bei lediglich 11 Prozent.
[Foto: 3D-Brille für Kinos mit RealD-Technik | gemeinfrei]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Online-Handel bilanziert gutes Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft sorgt bei den meisten Online-Händlern für strahlende Gesichter. Der Bundesverband des deutschen Versandhandels (BVH) bilanziert für das zurückliegende Weihnachtsgeschäft 2011 einen Umsatz von 4,2 Mrd. EUR bei den deutschen Web-Händlern. Das sind 0,6 Mrd. EUR mehr als im letzjährigen Christmas-Verkauf. Der Organisation gehören derzeit über 320 Unternehmen an.

Das derzeit größte Internet-Warenhaus Amazon konnte an seinem "Cyber Monday" am 12. Dezember über seine .de-Domain 2,8 Mio. Artikel absetzen. Das hauseigene Lesegerät Kindle, das seit Erscheinen des Amazon Tablets namens "Fire" nur noch 99 EUR kostet, war das meistgeorderte Amazon-Produkt.

Nie zuvor wurden an einem einzigen Tag so viele Produkte bei der deutschen Präsenz des international agierenden Web-Kaufhauses bestellt. Kostenlose E-Books und MP3-Downloads wurden dabei nicht einmal mit eingerechnet.
[Foto: Schöne Bescherung für amazon.de | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 26. Dezember 2011

Beliebteste Weihnachts-Downloads 2011

In einer Sonderstudie hat die GfK für Media Control die zehn am häufigsten heruntergeladenen Weihnachtssongs 2011 ermittelt. "Last Christmas" beschert "Wham!" und somit dem vor Kurzem von einer Lungenentzündung genesenen George Michael sowie seinem damaligen Kollegen Andrew Ridgeley den zu erwartenden Spitzenplatz. Auf Rang zwei findet sich mit "All I Want For Christmas Is You" ein weiterer Pop-Klassiker wieder. Seit der Erstveröffentlichung des von Mariah Carey eingesungenen Stücks sind bereits 17 Jahre vergangen. Elf Jahre sind seit dem Erscheinen des Coca Cola-Liedes "A Wonderful Dream" der 2001 verstorbenen Künstlerin Melanie Thornton ins Land gezogen, das sich auf dem dritten Platz einreiht.

Ein weiterer Song aus der Werbung für das Süßgetränk, "Shake Up Christmas", erscheint gleich zweimal in den Weihnachts-Top 10. Die diesjährige Version von Natasha Bedingfield landet auf Platz sechs, die Ausgabe von 2010 der Gruppe "Train" rangiert auf Position acht. Die Macher der braunen Limo haben also nicht nur die Farben des in religiösen Kreisen als eher unchristlich geltenden Weihnachtsmanns geprägt, sondern auch an der moderne Musikuntermalung des Festes entscheidenden Anteil.

Auf Rang vier reiht sich der aktuelle Song "Mistletoe" des US-Mädchenschwarms Justin Bieber ein. Position fünf sichert sich "Ring the Bell" von DJ Ötzi. Der gewohnt partytaugliche Track war bereits 2004 erstmals zu hören. In diesem Jahr veröffentlichte der geschäftstüchtige Österreicher den Song erneut im Rahmen seines aktuellen Albums "Der DJ aus den Bergen" und vermarktete ihn clever als Neuerscheinung.

Die Charity-Klassiker "Do They Know It's Christmas?" der Promi-Combo "Band Aid" auf Rang sieben sowie der spanisch/englische Ohrwurm "Feliz Navidad" von José Feliciano aus dem Jahr 1970 auf Position zehn komplettieren die Liste der beliebtesten Christmas-Downloads 2011.
[Foto: Santa Claus meint es gut mit Wham! | gemeinfrei]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Frohe Weihnachten & guten Rutsch!

Allen Mitgliedern, Geschäftspartnern und Freunden wünschen wir ein frohes und friedliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2012.

Zwischen den Tagen ist unser Büro nur sporadisch besetzt. Verzögerungen in der E-Mail-Korrespondenz bitten wir daher zu entschuldigen.
[Foto: Weihnachtskrippe am Kölner Neumarkt | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Tablet-PC als Notebook-Ersatz?

Im Privatkundenbereich zeigen sich erste Hinweise dafür, dass Tablet-Computer beginnen den Markt der herkömmlichen Notebooks und PCs anzuknabbern.

 Im Weihnachtsendspurt möchte mehr als jeder achte Bundesbürger noch eines der gefragten Gadgets für sich oder einen seiner Liebsten besorgen. In diesem Jahr werden daher laut Bericht des IT-Branchenverbands BITKOM voraussichtlich 2,1 Mio. iPads, Galaxy Tabs und ähnliche Touchscreen-Geräte verkauft werden. Dies bedeutet ein Plus von 162 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Durchschnittspreis ist gegenüber 2010 um acht Prozent auf 534 EUR gesunken. Daher wird es beim Umsatz zu einem prognostizierten Zuwachs von "nur" 141 Prozent kommen.

Der gesamte Markt der Rechner für Endanwender wird mit 13,4 Mio. Geräten in etwa gleich groß bleiben. Die Zugewinne der Tablets gehen unter anderem zu Lasten von Notebooks für Privatanwender. In diesem Segment werden 2011 laut Schätzung 3,8 Mio. Geräte abgesetzt, 15% weniger als vor Jahresfrist. Der Absatz von Business-Laptops wird hingegen wohl um acht Prozent auf 3 Mio. Stück zulegen.
[Foto: iPad startete Tablet-PC-Boom | (c) Apple]

Artikel von agent-media.de