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Dienstag, 5. März 2013

Smartphones überholen MP3-Player

In Puncto Nutzung als portabler Musikspieler hat das Smartphone den MP3-Player inzwischen überholt. Laut einer Mitteilung des Bundesverbands Musikindustrie auf Grundlage einer IPSOS-Studie hat fast die Hälfte (49%) aller Deutschen schon einmal mit dem Smartphone unterwegs Musik gehört. MP3-Spieler (33%), Handys ohne Smartphone-Funktionalität (30%) und Tablets (17%) werden weit weniger für mobile Beschallung verwendet.

Mehr als drei Viertel aller Smartphone-Besitzer (77%) haben ihr Gadget schon zum Abspielen von Songs genutzt. Männer (84%) taten dies deutlich häufiger als Frauen (69%).

Ältere Eigentümer eines Multimedia-Handys zwischen 55 und 65 machen zu 52% Gebrauch von den Musik-Fähigkeiten ihres Smartphones. Bei jungen Menschen zwischen 16 und 24 Jahren ist die Quote mit etwa 90 Prozent, wie nicht anders zu erwarten, deutlich höher.
[Foto: Smartphones machen MP3-Playern Konkurrenz | cc-by-sa 3.0 Stahlkocher]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 21. März 2012

Musikmarkt USA stabilisiert sich

Nachdem sich zuletzt Deutschland eine positive Trendwende auf dem Musikmarkt abgezeichnet hatte, geben aktuelle Zahlen der NPD Group auch in den USA Grund zu Optimismus. So stieg etwa die Zahl der erworbenen Tracks um 4 Prozent.

Die Markt-Stabilisierung ist auch auf den beinahe konstanten Absatz von CDs zurückzuführen. Zwar gingen die Verkaufszahlen noch leicht zurück. Dennoch erwarben 2011 in den Vereinigten Stand 78 Mio. Menschen einen Musik-Silberling. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Das herkömmliche, teilweise schon totgesagte Format wird also wohl noch eine ganze Weile die Verkaufshallen füllen.

Die Zahl der US-Digitalkonsumenten ist um 14% auf 45 Millionen gestiegen. Im Schnitt gaben die MP3-Downloader über das vergangene Jahr gerechnet 49 Dollar aus. Das sind sechs Prozent mehr als noch 2010. Die positive Entwicklung in diesem Absatzkanal begründen die Marktforscher mit einer gesunkenen Anzahl von Menschen, die Musik widerrechtlich über P2P-Netzwerke beziehen. Der Prozentsatz der Internetnutzer, die sich auf diese Weise illegal Musik beschafft, lag 2011 nach NPD-Schätzung bei 13 Prozent. 2006 zog sich noch fast jeder fünfte Websurfer (19%) in den USA Songs aus einschlägigen Tauschbörsen.
[Foto: CD-Absatz fast konstant | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 10. Februar 2012

Schlappe vor Gericht für EMI

Capitol Records, ein Sub-Label des in Auflösung befindlichen Majors EMI, hat vor einem New Yorker Bezirksgericht eine möglicherweise folgenreiche Niederlage einstecken müssen. Die Plattenfirma wollte vor dem US-Court eine einstweilige Verfügung gegen die Onlineplattform ReDigi erwirken mit dem Ziel, deren Angebot schnellstmöglich vom Netz zu nehmen.

 Bei ReDigi handelt es sich um einen Online-Marketplatz für gebrauchte Musikdateien. Im Unterschied zu Musik auf physischen Datenträgern bleiben digitale Tracks von einer legalen Möglichkeit, diese geberaucht weiterzuverkaufen, bislang weitgehend ausgeschlossen. Ein nicht unerhebliches Kaufargument gegen MP3s und andere Dowloadformate. ReDigi hat diese Situation aufgegriffen und nach eigenem Bekunden eine Technologie entwickelt, die illegal gerippte Musik von legal über iTunes erworbenem Content unterscheiden könne. Der User könne, so das Unternehmen, seine Musikdatenbank in die Cloud von ReDigi überspielen, wo diese überprüft und anschließend für den Verkauf freigegeben werde. ReDigi sieht sich damit im Einklang mit den Bestimmungen des Urheberrechts, wie Larry Rudolph, Chief Technology Officer des Unternehmens, in einer Stellungnahme gegenüber der Music Week betonte.

Capitol Records bestreitet dies und begründete den Schritt vor Gericht damit, dass die Beklagte illegale Kopien urheberrechtlich geschützen Material erstelle, diese zum Verkauf anbiete und der Musikfirma damit erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufüge.

Das Gericht würdigte in seiner Urteilsbegründung die Kompliziertheit der mit der Klage aufgeworfenen rechtlichen Fragen, lehnte die einstweilige Vefügung aber ab und zwingt Capitol Records damit, den Weg über ein reguläres Verfahren zu beschreiten. Das ausstehende Verfahren dürfte je nach Ausgang nicht unwesentliche Auswirkungen auf den Handel mit digitalen Gütern haben.
[Foto: Clever oder illegal? MP3-Reselling auf ReDigi | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 18. November 2011

Universal wirtschaftlich stabil

Bei der Universal Music Group (UMG) ist der Umsatz in den ersten drei Geschäftsquartalen 2011 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf immer noch stattliche 2,842 Milliaren Euro gesunken. Dies geht aus einer Veröffentlichung der UMG-Mutter Vivendi hervor.

Das weltweit operierende Musikunternehmen hatte erst vor wenigen Tagen mit der Ankündigung, die Musiksparte des Konkurrenten EMI übernehmen zu wollen auf sich aufmerksam gemacht. Eine Stellungnahme zum kursierenden Gerücht, man wolle gemeinsam mit den übrigens Majors die Tonträgerproduktion in Kürze ganz einstellen wurde nicht abgegeben - die Substanz dieser Meldung darf damit weiter in Frage gestellt werden.

Im Gegensatz zu den anhaltenden Rückgängen aus dem Verkauf phyischer Medien verbuchte das Digitalgeschäft ein sattes Plus von 11,9 Prozent. Ebenso konnten die Lizenzeinnahmen gesteigert werden. Unterm Strich konnten die Zuwächse den Rückgang im Tonträgermarkt zwar nicht kompensieren, dank interner Restrukturierungsmaßnahmen verblieb dem Unternehmen mit 244 Millionen EUR ein im Vergleich zum Vorjahr dennoch stabiler Gewinn.
[Foto: Bei UMG läuft's passabel | (c) Universal Music]

Artikel von agent-media.de

Montag, 17. Oktober 2011

Google plant MP3-Service

Google soll an einem eigenen MP3-Service arbeiten. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Quellen aus der Musikbranche. Vor fünf Monaten hatte Google seine Music Cloud-Lösung eingeführt. Bislang können Nutzer dieses noch im Beta-Stadium befindlichen Dienstes nur anderweitig erworbene Musik im Online-Speicher des Suchmaschinenbetreibers ablegen. Der erwartete MP3-Store würde sich künftig dazugesellen. Ein offizielles Statement gab es bislang allerdings weder von Google noch von einem der Major-Musiklabels.

Der Internet-Riese würde sich mit dem geplanten MP3-Verkauf in direkter Konkurrenz zu Apple positionieren. Die Firma aus Cuppertino betreibt die ebenfalls unfertige Cloud-Solution iTunes Match. Auch Amazon bietet mit seinem "Cloud Service" eine Web-Festplatte für Medieninhalte an.

Ein Label-Mitarbeiter betonte die Vorbehalte der Musikindustrie gegenüber Google und sagte, man möchte sichergehen, dass der Speicher keine Piratenbastion werde. Viele Branchen-Insider misstrauen dem Suchmaschinenbetreiber, der nach ihrer Ansicht in der Vergangenheit zu wenig gegen Online-Piraterie getan hat. Bereits vor Veröffentlichung seines Musikdienstes war es Google nicht gelungen, eine Einigung mit den Major-Labels zu erzielen. Der Web-Gigant hatte daraufhin damals die Plattenfirmen öffentlich kritisiert und damit weiter an Vertrauen eingebüßt.
[Foto: Google Music - noch immer "Beta" | (c) Google]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 13. April 2011

Download-Markt Deutschland wächst stetig

Die Zahl der Käufer von Musik-Downloads in Deutschland ist 2010 auf 6,7 Millionen gestiegen. Im Jahr zuvor hatten lediglich 5,4 Millionen Deutsche Tracks und Alben online erworben. Dies gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) unter Berufung auf Studien der GfK bekannt. 3,1 Millionen der Online-Konsumenten kaufen sich auch physische Datenträger wie CDs. Die übrigen Internet-Käufer nutzen ausschließlich die digitalen Angebote.

"Es ist sehr erfreulich, dass die Bemühungen, attraktive Angebote für ganz verschiedene Konsumentenvorlieben zu entwickeln, Wirkung zeigen. Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf legale Dienste", äußerte sich dazu Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI.

Der Download-Markt hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Insgesamt nimmt sich der MP3-Markt in Deutschland noch vergleichsweise bescheiden aus. Entsprechend groß ist hierzulande das Entwicklungspotential, während in vielen anderen Nationen eine Marktsättigung zu erkennen ist. Legale Downloadportale konnten den Einnahmenrückgang im Musikmarkt aber auch dort nicht stoppen.

Nicht eingerechnet in die Statistik sind Abo-Dienste, bei denen Songs nicht permanent in den Besitz der Kunden übergehen. Auf diesen Services ruht die neue Hoffnung der Plattenindustrie auf eine globale Trendwende.
[Foto: MP3-Player öffneten Download-Markt | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 12. Januar 2011

Musikdownload: noch viel Luft nach oben

Laut einer repräsentativen Online-Studie von Media Control, durchgeführt unter 2.500 Personen ab 15 Jahren, haben 66 Prozent der Befragten bislang noch keine Musik online käuflich erworben. Trotz eines Wachstums im Downloadmarkt von 34 Prozent im Vergleich der Jahre 2009 und 2010 ist diese Möglichkeit der legalen Musibeschaffung beim Großteil der Konsumenten offenbar noch gar nicht angekommen. Daraus schließt die Studie allerdings nicht, dass bezahlte Downloads vom Groteil des Publikums abgelehnt werden, sondern dass hier noch ein großes Potenzial liegt, welches es zu erschließen gelte.

Ferner ergab die Studie, dass etwa drei Viertel der deutschen Onliner auch physische CD-Alben kaufen. 8,2 Prozent der Befragten erwirbt regelmäßig ein solches Album, 42,5 Prozent hin und wieder, 23,1 Prozent selten und rund ein Viertel der Befragten nie.
[Foto: Deutschland - Land der MP3-Muffel? | cc-by 3.0 Matthieu Riegler, Wikimedia Commons]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 4. November 2010

Sony-Walkman wird nicht mehr produziert

Sony hat die Herstellung von Walkmen für Kassetten am 23. Oktober eingestellt. Damit geht die Ära des Symbols der Jugend- und Popkultur in den 80er Jahren zu Ende. Der Name "Walkman", der zur Bezeichnung der ganzen Gerätegattung wurde, ist in den meisten Ländern eine eingetragene und somit geschützte Marke von Sony.

Mit seiner Markteinführung am 1. Juli 1979 ermöglichte es der mobile Tonband-Spieler erstmals, die eigenen Lieblingslieder überall hören zu können. Nach zunächst spärlichen Verkaufszahlen entwickelte sich der Walkman in den frühen Achtzigern boomartig zum Symbol des jugendlichen Individualismus. Unvergessen bleibt der Generation der heutigen "Thirty Somethings" die Szene aus dem französischen Film "La Boum" von 1980, in der ein Walkman dank des Schmusesongs "Dreams are my Reality" inmitten einer rocklastigen Féte ein jugendliches Pärchen der Welt entrückt.

Emotional aufgeladenen Erinnerungen an selbstgemachte Mixtapes, 80er-Musik oder die erste Liebe lassen in der Retrospektive manchen Ärger mit dem verheddeungsfreudigen Tonträger vergessen. Als die Compact Disc Anfang der Neunziger in Mode kam, konnte sich Sonys tragbarer CD-Spieler ("Discman") aufgrund seiner Sperrigkeit und häufiger Replay-Aussetzer gegen den Walkman nie wirklich durchsetzen.

Erst die mit dem beginnenden Jahrtausend aufkommenden MP3-Player machten dem Bandsalat ein Ende. Der iPod bescherte Apple das erste echte Lifestyle-Gadget für die breite Masse.

Bekanntlich ließ das IT-Unternehmen noch einige Technik-Spielzeuge für Erwachsene folgen. Sony legte mit Handys und mobilen Playern nach, die noch den "Walkman" im Namen führten. Wie die gesamte Konkurrenz hinkt jedoch auch der japanische Konzern Apples Erfolgen mit mobilen High Tech-Geräten bis heute ein ganzes Stück weit hinterher.

Montag, 18. Oktober 2010

Nescafé: Promo-Aktion mit ZeeZee

Die Kaffee-Marke Nescafé kooperiert im Rahmen einer Promo-Aktion mit dem MP3-Dienst ZeeZee. Die Werbemaßnahme erlaubt es, sich mit Hilfe eines Codes auf der Innenseite des Deckels eines Kaffee-Kaltgetränks von Nescafé fünf beliebige Lieder aus dem ZeeZee-Repertoire zu bekommen.

Für die Werbeaktion wurde das komplette ZeeZee-Angebot auf 5-Songs-Gratis.de in Kaffeefarben neu aufgezogen. Für gewöhnlich lassen sich bei ZeeZee nur die Top 20 der Single-Charts kostenlos besorgen. In kostenpflichtigen Abos gibt es eine größere Auswahl und es können auch komplette Alben als MP3 auf den heimischen PC geladen werden.

Das Portal ermöglicht die Aufnahme von Musik aus laufenden Webradios. Die Mitschnitte werden auf dem ZeeZee-Server in einem persönlichen Ordner des Nutzers gespeichert.  ZeeZee stellt seit Anfang dieses Jahres seinen Service zur Verfügung und arbeitet mit last.fm zusammen.

Der ähnlich arbeitende Dienst MP3Flat.com wurde vor einiger Zeit auf Betreiben der GEMA eingestellt. Bisher haben die Vertreter der Musik-Urheber noch keinen Anstoß an ZeeZee genommen. [Foto: (c) Nescafé]

Montag, 4. Oktober 2010

Hörbuchdownloads immer beliebter

Die Anzahl heruntergeladener Hörbücher ist laut aktueller Pressemitteilung des Branchenverbandes BITKOM im ersten Halbjahr 2010 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 470.000 gestiegen. Die IT-Lobbyisten prognostizieren ein weiteres Wachstum und gehen davon aus, dass in diesem Jahr erstmals über eine Millionen Hörbücher aus dem Internet geladen werden. Der Positivtrend schlägt sich auch in einem Umsatzplus von 17 Prozent nieder. 4,7 Millionen Euro verdienten die Anbieter von Januar bis Juni mit den Audiobooks aus dem Netz bei einem Durchschnittspreis von 9,90 EUR.

Der BITKOM geht von sinkenden Preisen aufgrund der steigenden Nachfrage aus. Den Boom  erklärt sich der Branchenverband auch mit der wachsenden Verbreitung schneller und guter Internetanschlüsse, welche einen relativ zügigen und sicheren Download der bei Hörbüchern recht großen Audiodateien zulassen. Als Format hat sich dabei MP3 durchgesetzt, das sich auf mobilen Playern ebenso abspielen lässt wie auf PCs.

Eine weitere Belebung des Marktes erhofft sich der BITKOM durch Downloads, die von Smartphones und anderen mobilen Gadgets mit Onlinezugang erfolgen. Dank UMTS können Audiobooks schon heute unterwegs oftmals mit DSL-Speed bezogen werden. Mit LTE steht schon der Nachfolger in den Startlöchern, der noch in diesem Jahr für einen noch vielfach höheren mobilen Datendurchsatz sorgen soll.

Donnerstag, 23. September 2010

Zune: Microsoft bietet international Media-Inhalte an

iTunes-Konkurrent
Zune
Microsoft steigt mit seinem Service Zune nun international ins Digitale Media-Business ein. Unter anderem in England, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland kann man künftig über die Zunesoftware MP3s herunterladen.

Als Endgeräte für den Dienst kommen PCs und Smartphones mit Windows Phone 7 ebenso infrage wie eine XBox 360. Die Redmonder haben Musik von allen vier Majors zu bieten. Auch nicht physischer Film-Verleih und -Download gehören zu den Zune-Features.

Mit Zune besteht in einigen Ländern auch die Möglichkeit Songs zu streamen statt sie herunterzuladen. Für 9,99 EUR monatlich kann man in fast allen genannten europäischen Ländern Musik so oft online hören wie man möchte. In Deutschland steht dieser Dienst leider nicht zur Verfügung.

Auch hierzulande kann man Videos gegen eine Leihgebühr streamen oder aber downloaden und somit käuflich erwerben. Im Filmsegment arbeitet Microsoft unter anderem mit den Inhaltsanbietern Paramount Pictures und Warner Bros. zusammen.

Zune kommt auch nach Kanada, Australien und Neuseeland mit variierenden Service-Angeboten. Der entstandene Flickenteppich von Einschränkungen bei der Nutzung des Dienstes ist wohl den international abweichenden Bestimmungen im Urheberrecht geschuldet. [Foto: (c) Microsoft Corp.]

Montag, 20. September 2010

eMusic erweitert MP3-Katalog zum Relaunch

eMusic stellt sich
neu auf
Laut Reuters-Meldung führt der MP3-Anbieter eMusic derzeit Verhandlungen mit der Universal Music Group und EMI, um seinen Song-Katalog zum im November geplanten Relaunch von 10 auf dann 17 Mio. Tracks aufzustocken. Mit den beiden anderen Majors Sony Music und Warner Music Group kooperiert das Download-Portal schon.

Die Tochter von Dimesional Associates hat mit einem nicht unerheblichen Nutzerschwund zu kämpfen. Von 400.000 Mitgliedern im September 2008 sind nur 375.000 Abonennten auch jetzt noch aktiv.

Der MP3-Anbieter setzt im Gegensatz zu den Konkurrenten iTunes und Amazon auf monatliche Gebühren, die zu einer bestimmten Anzahl von Downloads berechtigen. In den USA fangen die Tarife bei 12 Dollar für 24 Songs an, in Deutschland kann man für 13,99 EUR 30 Lieder im Monat herunterladen.

eMusic soll nach dem Neustart der Seite auch offener gestaltet werden. Geschäftsführer Adam Klein will weg vom derzeit praktizierten Konzept kostenloser Lockangebote, die zahlende Kunden generieren sollen. Stattdessen soll es künftig möglich sein, die Verfügbarkeit von Songs schon vor Registrierung prüfen zu können.

Auch ein Service, der es erlaubt die erworbene Musik auf internetfähigen Endgeräten streamen zu lassen, ist im Gespräch. Laut Klein werden Modelle zur Lizenzierung eines solchen Angebots erörtert. [Foto: eMusic.com]

Montag, 30. August 2010

Japan: Digitaler Musikmarkt rückläufig

cc-by-sa 3.0
Stahlkocher
Während die Musikindustrie sich hierzulande noch über steigende Zahlen bei Absatz und Umsatz aus dem digitalen Vertrieb freut, scheint sich im traditionell technikaffinen Japan bereits das Ende des Wachstums abzuzeichnen.

43,4 Milliarden Yen (ca. 400 Mio Euro) betrug laut MusicWeek der Umsatz aus dem Geschäft mit MP3-Downloads und Klingeltönen im ersten Halbjahr 2010 noch, ein Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es wurden 5% weniger Tracks heruntergeladen.

Bei stationären Downloads ausgehend von Laptops und PCs gab es noch einen Zuwachs von 2% auf 23,2 Mio. Einheiten, die zu Einnahmen in Höhe von 5 Milliarden Yen (46 Mio. Euro) führten.

Die Einbußen sind auf gesunkenes Interesse auf dem Mobilmarkt zurückzuführen, der den Löwenanteil des Digitalmarkts im asiatischen Inselstaat ausmacht. Auf Handys, Smartphones und andere tragbare Geräte wurden 199,1 Mio. Musikstücke heruntergeladen, sechs Prozent weniger als in den ersten Monaten 2009. Der Umsatz in diesem Bereich fiel um drei Prozent auf 37,8 Mrd. Yen (ca. 350 Mio Euro), was vor allem auf ein kräftiges Umsatzminus von 17% bei Klingeltönen zurückzuführen ist.

Montag, 3. Mai 2010

TuneCore wird MySpace-Partner

Der Digitalvertrieb TuneCore bietet dank einer Marketing-Kooperation MySpace-Nutzern vergünstigte Konditionen zum digitalen Vertrieb an. Wer MySpace-Mitglied ist, kann seine Musik zum halben Preis in 19 Online-Shops weltweit vermarkten. So ein Bericht von MusicWeek. Für ein Album sind dadurch nur 23,49 Dollar, für einen Song 4,99 Dollar Jahrespauschale fällig. Wer an dem Programm teilimmt, erhält zudem einen 50 Dollar-Gutschein, der sich für die MySpace-interne Werbung (MyAds) nutzen lässt.

MySpace konzentriert sich mit der Partnerschaft weiter auf Musiker, die immer einen großen Anteil der Nutzerschaft ausgemacht haben. MySpace-User sollen sich auf TuneCore künftig auch mit ihren vom Social-Web-Urgestein gewohnten Zugangsdaten einloggen können.[Bild: tunecore.com]

Dienstag, 13. April 2010

Web 2.0-Vermarktungsplattform für Musiker

Mit iMuscTweet steht seit kurzem ein neuer Web 2.0-Vertriebskanal für Musiker zur Verfügung. Nach dem Upload eigener MP3-Dateien können diese von anderen Usern angehört und je nach Wunsch des Besitzers kostenlos oder kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Die Musik lässt sich auf vorhandenen Twitter und Facebook-Profile verlinken. Einen Player, der die hochgeladenen Dateien abspielt, kann man per Script-Code auf der eigenen Webseite einbauen.

Alleinstellungsmerkmal von iMusicTweet ist die Verkaufsmöglichkeit. Anderen Twitter-Musikdienste wie Twisten und TwitterTunes fehlt es bislang an Features zur kommerziellen Musik-Verbreitung. [Foto: iMusicTweet.com]

Montag, 4. Januar 2010

Gesponserte MP3s bei FreeAllMusic

Wer sich bereit erklärt, einen 15-30 sekündigen Werbespot über sich ergehen zu lassen, darf künftig bei FreeAllMusic kostenlos MP3s herunterladen. Dies berichtet Musikwoche. Der US-Anbieter hat unter anderem Coca Cola, LG und Warner Bros. TV als Sponsoren für sich gewinnen können. Bei den Songs kann FreeAllMusic auf die Kataloge zweier Majors zurückgreifen, allerdings soll jeder Nutzer nur maximal 20 Songs pro Monat herunterladen dürfen. Der Service soll künftig auch mobil als App verfügbar sein. Frühere Konzepte namens Qtrax und SpiralFrog sind mit der Idee werbefinanzierter Musik-Downloads gescheitert. Allerdings konnten bei diesen Portalen auch nur kopiergeschützte Dateien heruntergeladen werden. Leider ist FreeAllMusic von Deutschland aus nicht verfügbar. [Foto: www.iis.fraunhofer.de]

Sonntag, 3. Januar 2010

Saturn-MP3-Shop startet holprig

Das am heiligen Abend gestartete MP3-Portal des Elektronik-Riesen Saturn offenbarte bei einigen Kunden laut Heise-Ticker massive Sicherheitsprobleme. Mehrere Nutzer fanden sich unvermittelt im Account anderer User wieder und konnten dort sogar neue Passworte vergeben. Saturn hat zu den Problemen bisher nicht detailliert Stellung genommen. Ein Programmierfehler ist als Ursache zu vermuten; den entstandenen Vertrauensverlust gilt es seitens des Technikhandels nun wieder wettzumachen

Musikindustrie knackt 10-Prozent-Marke

Die deutsche Musikindustrie wird  bis zum Ende des laufenden Jahres erstmalig mehr als 10 Prozent Ihres Gesamtumsatzes online verdienen. Wie der Geschäftsführer des Branchenverbandes, Stefan Michalk, Medienberichten zufolge bekannt gab, liegt demnach die Wachstumsrate im Onlinegeschäft, der Wirtschaftskrise zum Trotz, bei 20 bis 30 Prozent. Der Gesamtumsatz der Musikindustrie in Deutschland wird dagegen 2009 leicht zurückgehen und in etwa 1,55 Milliarden EUR erreichen. Im internationalen Vergleich erkennt der Branchenverband für den deutschen Onlinemarkt noch enormes Wachstumspotential und rechnet im Jahr 2013 mit einem Wachstum des online erzielten Umsatzanteils auf 20 Prozent. Dennoch bleibt hierzulande die CD Rückgrat der Musikindustrie und vermag aktuell stabile 140 bis 150 Millionen Tonträger pro Jahr abzusetzen. Zum Onlinegeschäft zählen zum Beispiel die Erlöse aus Downloadverkäufen oder auch online erzielte Lizenzeinnahmen, nicht aber im Internet verkaufte physische Tonträger. [Foto: Bundesverband Musikindustrie]

Donnerstag, 5. November 2009

Beatles auf USB

Laut Apple Corps sind die Alben der Beatles ab 7. Dezember 2009 als Special-Edition in Form eines apfelförmigen USB Sticks in limitierter Auflage von 30.000 Stück erhältlich. Die Lieder werden dabei im Format FLAC mit 44,1 KHz und 24 Bit sowie als MP3s mit 320 KBit/s auf dem Datenstab abgespeichert. Die ungewöhnliche Apfelform erinnert an das Logo der 1968 von den Beatles selbst gegründeten Firma, über deren Website der Stick auch verkauft wird. Auf dem Datenträger befinden sich dem Unternehmen zufolge 217 verschiedene Tracks der Pilzköpfe, außerdem alle Grafiken der CDs sowie 13 Mini-Dokumentarfilme über die Studioalben, Albumfotos aus Großbritannien, weiteres Fotomaterial sowie Kommentare aus den Begleitheftchen. Für das Sammlerstück werden ca. 220,00 EUR verlangt.

Donnerstag, 6. August 2009

Wachstum bei Downloads

Wie der Bundesverband der Musikindustrie in seiner aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt, wuchs der Umsatz mit bezahlten legalen Downloads im ersten Halbjahr 2009 laut Erhebung von media control um 24,8%. Insgesamt wurden 23,1 Millionen einzelne Tracks heruntergeladen und 3,1 Millionen Alben. Der mit Alben oder Bundles (verschiedene Versionen eines Tracks, vergleichbar mit der klassischen Maxi-CD) erzielte Umsatz überstieg dabei erstmals den Umsatz aus dem Verkauf einzelner Lieder und kommt nunmehr auf einen Umsatzanteil von über 55% (Umsatzsteigerung* + 49,1%). „Neue Download-Anbieter wie Amazon haben dem Downloadmarkt für Musikalben mit attraktiven Eröffnungsangeboten einen kräftigen Schub verliehen“, erklärte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, diese Entwicklung. Inwieweit das mittlerweile weitgehend wegfallende DRM Wachstumsimpulse setzen kann, bleibt dagegen abzuwarten und lässt sich anhand der neuesten Daten noch nicht abschätzen. [Foto: musikindustrie.de]