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Donnerstag, 20. September 2012

USA: DVD & Blu-ray wichtigste Umsatzbringer

Die Entertainment Merchant Association (EMA) hat ihren jährlichen Bericht "D² Report: Discs and Digital" zur Lage der US-Unterhaltungsindustrie veröffentlicht. Die Studie bestätigt ein enormes Umsatzwachstum von 51% bei digitalen Video-Käufen, Video On Demand und Streaming-Abos im vergangenen Jahr verglichen mit 2010. Im ersten Quartal 2012 ist sogar nochmal eine Steigerung von 74% erreicht worden.

Die wichtigste Einnahmen-Säule bleiben aber die physischen Formate DVD und Blu-ray. Mit ihnen wurden in den Staaten 81% der Branchen-Umsätze 2011 erzielt. Blu-rays brachten 2011 immerhin 20 Prozent mehr Geld in die Taschen der Händler. Das Wachstum ist auch hier ungebrochen und betrug im ersten Quartal 2012 sogar 23% verglichen mit dem Vorjahr. Durch den schwindenden DVD-Absatz gingen die Gesamtausgaben für filmische Unterhaltung um angesichts mäßiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen moderate zwei Prozent auf 18 Milliarden Dollar zurück.

Auch bei Videospielen dominierten physische Formate 2011 mit 56 Prozent der erzielten Umsätze den Markt. Downloads werden Spiel-Software auf CDs, DVDs, Blu-rays und proprietären Datenträgern aber nach Sicht der Marktforscher bald überholen. Gemessen am Absatz ist dies bereits geschehen. Drei von fünf Verkaufsvorgängen fanden bereits online statt. Der Spielemarkt ist in den USA mit über 16 Milliarden Dollar Umsatz für Software, Hardware und Zubehör fast ebenso schwergewichtig wie der Videomarkt.
[Foto: Ohne DVD & Blu-ray geht es (noch) nicht | (logos)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 30. Januar 2012

Digitaler Musikmarkt weiter im Aufwind

Wie die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) in einer Pressemitteilung bekannt gab, bleibt die rein digitale Vermarktung von Musik weiter auf Wachstumskurs. Aus der im Auftrag des Branchenverbands erstellenten Studie Digital Music Report 2012 geht hervor, dass 2011 die weltweiten Umsätze aus Downloads, Abo-Angeboten und werbefinanzierten Diensten um 8 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar gestiegen sind.

Im vergangenen Jahr vermarkteten Dienste wie iTunes oder Spotify in 58 Ländern Songs und Alben. 2010 noch waren in nur 23 Nationen legale Musikdienste verfügbar.

In Deutschland setzen sich die gar nicht mehr so neuen Möglichkeiten, Musik über das Internet abzusetzen, vergleichsweise langsam durch. Hierzulande wurden 2011 noch immer 74 Prozent der Musikeinnahmen durch den Verkauf von CDs erzielt. Auf den Digitalmarkt entfielen nur 17 Prozent des Umsatzes. Angesichts der 70 gezählten legalen Musik-Services ein recht geringer Anteil.

Die IFPI meldet auch eine Eindämmung illegaler Downloads in Frankreich. Dort weist seit Oktober 2010 das Warnsystem HADOPI widerrechtlich agierende Filesharer auf mögliche Konsequenzen ihres Handelns hin. Laut Studie haben in dem westeuropäischen Land 2 Millionen P2P-Nutzer ihre das Urheberrecht verletzenden Aktivitäten eingestellt. In den USA wurde mittlerweile ein ähnliches Modell auf den Weg gebracht.

Wie von einer Musik-Lobby-Organisation nicht anders zu erwarten, fordert die IFPI auch von der deutschen Politik Schritte, welche die Internet Service Provider mit in die Bekämfung von Copyright-Verletzungen einbeziehen. Kooperationen mit Hostanbietern und Bezahldienste laufen bereits. Seit März 2011 können dadurch 60 Seiten weniger auf Dienste wie PayPal, Visa oder Mastercard zurückgreifen, um sich unlizenziert feilgebotenen Medien-Inhalte bezahlen zu lassen.

In Zukunft sollen Suchmaschinenbetreiber noch stärker in die Pflicht genommen werden. Es wird geschätzt, dass 25-50 Prozent der Download-Diebe über eine Search Engine auf illegale Angebote stoßen. Bereits erfolgte Sperrmaßnahmen Googles sorgten allerdings für reichlich Unmut in der Internetgemeinde.
[Foto: iTunes & Co. erobern die Welt | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 3. November 2011

Netflix schrumpft und will nach Europa

Netflix hat seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vorgelegt. Laut einem Bericht von ComputerBase hat der als Video-Streamer und Online-DVD-Verleih aktive Anbieter seine Einnahmen um 49 Prozent auf 822 Mio. US-Dollar steigern können. Verglichen mit dem Vorjahresquartal konnte der Gewinn um 63% auf 62 Mio. US-Dollar verbessert werden. Allerdings hatte der Überschuss im zweiten Kalenderviertel dieses Jahres noch 68 Mio. Dollar betragen, sodass erstmals ein Gewinn-Rückgang verzeichnet wurde.

Auch die Kunden-Anzahl ist seit dem zweiten Businessquartal erstmalig um 800.000 gesunken. Derzeit nutzen knapp 24 Millionen Menschen in 45 Staaten Netflix. Der in Kalifornien beheimatete US-Marktführer will wohl nicht zuletzt deshalb ab 2012 auch in Europa Fuß fassen. Zunächst möchte man die Märkte in Irland und Großbritannien erobern.

Der hiesige Video-Markt ist der größte in Europa und wird daher wohl zwangsläufig ebenfalls in das Visier von Netflix geraten. Die größere Konkurrenz der Video On Demand-Services dürfte den Kunden dann mittelfristig bessere Preise und mehr Full-HD-Inhalte bescheren.
[Foto: Netflix will expandieren | (c) Netflix Inc.]

Artikel von agent-media.de

Montag, 27. Dezember 2010

Sony startet Musik-Dienst

Im Rahmen seines Medienservices Qriocity bietet Elektronik-Riese Sony in Großbritannien und Irland ab sofort einen Streaming-Dienst für Musik an. Die Cloud-Lösung namens "Music Unlimited" ermöglicht den Zugriff auf Songs der vier Plattenmajors und einiger Inidies auf zahlreichen Sony-Endgeräten und PCs. Etwa 6 Millionen Titel stehen zur Verfügung.

Im Basis-Abo kann man sich eine Art personalisiertes Webradio mit eigenen Channels erstellen. Sie lassen sich bewerten und damit auf den persönlichen Geschmack hin optimieren. Der allzeitige Zugriff auf einzelne Tracks ist jedoch dem  Premium-Abo vorbehalten.

"Music Unlimited powered by Qriocity" soll 2011 auch nach Deutschland kommen. Die Preise dürften sich etwa wie in Irland auf 3,99 EUR für den Basis- und 9,99 EUR für den Premium-Account belaufen.

Qriocity wurde bereits im April als Video-Streamdienst gelauncht. Mit internetfähigen Fernsehern und Blu-ray-Playern des japanischen Unternehmens lassen sich auch in Deutschland zahlreiche Blockbuster ins Wohnzimmer beamen.
[Foto: Sony launcht Music Unlimited | sony.com]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 23. September 2010

Zune: Microsoft bietet international Media-Inhalte an

iTunes-Konkurrent
Zune
Microsoft steigt mit seinem Service Zune nun international ins Digitale Media-Business ein. Unter anderem in England, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland kann man künftig über die Zunesoftware MP3s herunterladen.

Als Endgeräte für den Dienst kommen PCs und Smartphones mit Windows Phone 7 ebenso infrage wie eine XBox 360. Die Redmonder haben Musik von allen vier Majors zu bieten. Auch nicht physischer Film-Verleih und -Download gehören zu den Zune-Features.

Mit Zune besteht in einigen Ländern auch die Möglichkeit Songs zu streamen statt sie herunterzuladen. Für 9,99 EUR monatlich kann man in fast allen genannten europäischen Ländern Musik so oft online hören wie man möchte. In Deutschland steht dieser Dienst leider nicht zur Verfügung.

Auch hierzulande kann man Videos gegen eine Leihgebühr streamen oder aber downloaden und somit käuflich erwerben. Im Filmsegment arbeitet Microsoft unter anderem mit den Inhaltsanbietern Paramount Pictures und Warner Bros. zusammen.

Zune kommt auch nach Kanada, Australien und Neuseeland mit variierenden Service-Angeboten. Der entstandene Flickenteppich von Einschränkungen bei der Nutzung des Dienstes ist wohl den international abweichenden Bestimmungen im Urheberrecht geschuldet. [Foto: (c) Microsoft Corp.]

Donnerstag, 2. September 2010

Amazon möchte Filme per Stream anbieten

cc-by-sa 3.0 Deirdre
Amazon will
Filmklassiker streamen
Passend zu den gerade bekannt gewordenen Plänen der Videoplattform YouTube, Hollywood-Blockbuster per Stream kostenpflichtig anzubieten, kündigte Amazon ein ähnliches Angebot an.

Im Gegensatz zu dem von YouTube geplanten Dienst soll das Videomaterial, das Amazon anbieten möchte, aus älteren Filmen bestehen. YouTube möchte Blockbuster gleichzeitig zu dem jeweiligen DVD-Release zeigen. Als Begründung gab Amazon an, dass die Medienunternehmen ihr Geschäft weniger bedroht sehen, wenn keine aktuellen Filme zu sehen seien. Derzeit verhandelt Amazon laut Wall Street Journal mit mehreren US-Medienfirmen, darunter NBC Universal, News Corporation, Time Warner und Viacom.

Der Live-Stream soll auf PCs, internetfähigen Fernsehern, über Blu-Ray-Player und auf der Spielekonsole Xbox 360 abspielbar sein. Amazon bietet bereits Episoden von Fernsehserien auf diesen Plattformen an.

Es ist indes noch nicht sicher, ob der Dienst tatsächlich starten wird. Laut Wall Street Journal soll das Angebot pünktlich zu Weihnachten verfügbar sein. Das hänge jedoch davon ab, ob Amazon genug Partner finde. Zwei Medienunternehmen seien jedoch an einer Zusammenarbeit mit Amazon interessiert. Weniger attraktiv dürfte das Ganze jedoch für NBC Universal und die News Corporation sein. Diese betreiben den Joint Venture Hulu, für den Amazons Angebot eine direkte Konkurrenz darstellen würde.

Montag, 6. Oktober 2008

MySpace Music mit 4 Majors... und die Indies?

Die zunächst nur in den USA verfügbare Erweiterung MySpace-Erweiterung "MySpace Music" der etablierten und besonders bei Musikern beliebten Internet Community macht den Usern die Kataloge der 4 großen Plattenlabel EMI, Sony BMG, Warner und Universal unbegrenzt als Video oder Audio-Stream zugänglich. Als einziges Independent Label ist "The Orchard" an dem Deal beteiligt. Die Songs können auch als DRM-freie MP3s erworben werden. Das Angebot wird unter Anderem durch Werbung finanziert. So schalten Toyota, State Farm, Sony Pictures und Mc Donalds ihre Anzeigen auf MySpace. Wie es sich für eine Music Community gehört, können eigene Playlists angelegt werden und mit Freunden getauscht werden. Das Angebot soll in ein paar Monaten auch in Deutschland starten. Seitens der Independent Labels wird auch Kritik an MySpace Music laut. Die unabhängigen Musikfirmen sind an dem Joint Venture nicht beteiligt und fühlen sich daher ungerecht behandelt, wie der britische Sender BBC zu berichten weiß. [Foto: myspace.com]