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Montag, 8. Juli 2013

Studie zur Buchnutzung

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat eine Studie zu Interesse und Nutzung von Medien herausgebracht. Der AWA 2013 genannte Report zeigt auch auf, wie es um die Lesegewohnheiten der Deutschen bestellt ist.

So haben sich 59,7% der Deutschen in den vergangenen 12 Monaten ein Buch zugelegt. Rund ein Sechstel (16,3%) der Deutschen haben sich innerhalb des Jahres 1-2 Bücher gekauft, bei etwa ebensovielen (16,4%) waren es 3-4 Bücher (16,3%). 5-9 Schmöker besorgten sich innerhalb dieses Zeitraums 14,2%. Echte Vielkäufer mit 10-19 erstandenen Bücher (7,5%) oder noch mehr (4,7%) sind dagegen eher selten. 25,7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie generell niemals Bücher kaufen.

Besonders die oft günstigen Taschenbücher haben es den Deutschen angetan. Diese wenig robuste Editionsform wird von 28,6 Prozent hauptsächlich erworben. Nur 8,5 Prozent greifen lieber zu gebundenen Ausgaben. Allerdings meinen 37,2 Prozent auch, sie hätten keine Präferenz bezüglich der Editionsvariante.

Die nicht mehr ganz junge E-Book-Szene bleibt in Deutschland weiter in den Kinderschuhen stecken. Nur 5,2 Prozent der Umfrageteilnehmer haben einen E-Reader, mit dem sie digitale Leseware komfortabel konsumieren könnten. Weitere 3,5 Prozent planen den baldigen Erwerb eines solchen Geräts. Offensichtlich werden die Digitaleditionen jedoch auch auf anderen Zielplattformen gelesen, denn immerhin sechs Prozent haben in den letzten 12 Monaten ein E-Book gekauft. Auch Hörbücher erfreuen sich eher bescheidener Beliebtheit und wurden nur von 7,4 Prozent der Befragten innerhalb der 365 Tage vor dem Studieninterview als Hörbuch oder in CD-Form erworben.
[Foto: Nur jeder 19te Deutsche hat einen E-Reader | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 3. Dezember 2012

Hörbücher werden stiefmütterlich behandelt

Laut Branchen-Insider René Wagner werden Hörbücher hierzulande in nur etwa 300 stationären Buchhandlungen angeboten. Wagner ist IT-Journalist und anerkannter Kenner der Hörbuchszene im deutschsprachigen Raum. Er hat bereits zahlreiche Hörbuch-Diskussionen auf der Frankfurter und Leipziger Buchmesse moderiert.

Hörbücher waren in den letzten Jahren das Medium das wachstumsstärkste Segment im Literaturmarkt. Allein in NRW gab es 2011 laut Börsenverein 1300 Buchhandlungen. Angesichts dieser Fakten sind die wenigen Hundert Audiobook-Anbieter ein sehr bescheidener Wert, so der Lobbyist der vertonten Sprachkunst.

Insbesondere auf Hörbücher spezialisierte Geschäfte sind sehr selten. Dies liegt auch an der Online-Konkurrenz etwa durch Audible oder Amazon. Da für die auf CD gebannte Literatur keine Buchpreisbindung gilt, ist es für den stationären Handel sehr schwer mit den Internet-Preisbrechern mitzuhalten.
[Foto: Mangelware im Buchladen: Vertonte Literatur | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 12. September 2012

Leichte Erholung auf dem Buchmarkt

Im August hat der deutschen Literturhandel einen nur geringfügigen Umsatzrückgang erzielt. Im letzten Monat wurden 0,3 Prozent weniger Einnahmen erwirtschaftet als in der Vergleichsperiode des vorigen Jahres.

Der Sortimentshandel schnitt bei einem Minus von 2,5% wieder einmal merklich schlechter ab. Die Studie "Branchenmonitor Buch", die von  der GfK erstellt und vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels monatlich veröffentlicht wird, umfasst außer den klassischen Buchläden auch die Vertriebswege Internet und Warenhaus. Zusammen werden über diese Verkaufskanäle knapp zwei Drittel der Brancheneinnahmen erwirtschaftet.

Unter den drei Editionsformen spülten Hörbücher (+3,6%) und Taschenbücher (+2,0%) mehr Geld in die Kassen als vor 12 Monaten. Lediglich bei Hardcover-Editionen (-1,6%) mussten die Händler gesunkene Einnahmen hinnehmen.

Bei den wichtigen Warengruppen "Belletristik" (+2,4%) und "Ratgeber" (+2,0%) wurden höhere Umsätze erzielt als im August 2011. Die ebenfalls auflagenstarken Segmente "Sachbuch" (-6,3%), "Kinder & Jugendbuch" (-2,6%) und "Reisen" (-0,7%) entwickelten sich allerdings negativ. Dies trifft auch auf die übrigen Gruppen "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-0,6%), "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-1,7%) sowie "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-7,4%) zu.
[Foto: Belletristik-Bestseller: SM-Roman "Shades of Grey" | (c) Goldmann Verlag]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 22. August 2012

Mehrheit für Strafen gegen illegale Downloader

Die Mehrheit der Menschen hierzulande befürwortet Sanktionen gegen Menschen, die im Internet illegal Medien herunterladen oder feilbieten. Dies geht aus der Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2012 (DCN-Studie) hervor, die vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) und der GfK erstellt wurde. Der Report wurde mit Hilfe einer representativen Stichprobe von 10.000 Deutschen ab zehn Jahren.

53 Prozent der Befragten unterstützen Bußgelder für Personen, die urheberrechtlich geschützten Content widerrechtlich herunterladen. 57 Prozent halten ein von der Branche immer wieder ins Gespräch gebrachtes Warnhinweis-Modell für effektiv. Sie glauben, dass die Empfänger ihr Treiben nach Erhalt einer solchen Meldung ihr Handeln einstellen würden.

Das legale digitale Medienangebot halten die meisten heute für gut genug. Bei Video-Inhalten befanden 69 Prozent die vorhandenen Online-Services für ausreichend. In den Bereichen Musik (82%) und E-Books (72%) lag der entsprechende Prozentsatz sogar noch deutlich höher.

Besonders im Kommen sind Streaming-Angebote, bei denen der Content nicht langwierig heruntergeladen werden muss. 40 Prozent der Nutzer von Medienportalen im Web gaben an, mehr Musik gestreamt zu haben als im Jahr zuvor. Hörbücher (31%), Filme (41%) und vor allem TV-Serien (47%) wurden ebenfalls von vielen Menschen häufiger gestreamt. Dabei sind allerdings für 41% der Umfrageteilnehmer illegale Seiten die Hauptbezugsquelle für Filme. Nach dem Ende von Kino.to Mitte 2011 haben die Menschen offenbar schnell Ersatz gefunden.
[Foto: BVMI stellt CDN-Studie vor | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 16. August 2012

Umsatzkrise im Buchmarkt verschärft sich

Auch im Juli hatten die deutschen Buchhändler mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Unterm Strich wurde 2,6 Prozent weniger Geld mit Literatur verdient als 12 Monate zuvor. Dies geht aus der Studie "Branchen-Monitor" Buch hervor, die vom Branchenverband des deutschen Buchhandels monatlich mit Hilfe von GfK-Zahlen veröffentlicht wird. Dabei werden die Vertriebswege Internet, Warenhaus und Sortimentsbuchhandel erfasst, die zusammen rund zwei Drittel der Einnahmen im Buchmarkt generieren.

Besonders betroffen ist der Sortimenthandel. Bei den klassischen Buchläden nimmt die Entwicklung bei einem Umsatzrückgang von 6,8% langsam dramatische Züge an. Schon im Vormonat standen -4,1% zu Buche. Über das Jahr kumuliert steht ein deutliches Einnahmen-Minus von 5,6%.

Unter den drei Editionsformen verkauften sich vor allem  Hörbücher schlechter als im Juli 2011. Der Umsatz mit den Audiobooks sackte um 6,8% ein. Auch der Absatz von Hardcover-Ausgaben (-3,9%) und Taschenbüchern (-0,5%) führte zu weniger Einnahmen als vor Jahresfrist.

Bei den acht erfassten Warengruppen zeigten sich lediglich in den Sparten "Ratgeber" (+1,6%) und "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (+2,1%) leichte Zugewinne. Die  auflagenstarke Gruppe "Sachbuch" verlor zweistellig um 11,7%. Bei den absatzanteilig ebenfalls gewichtigen Segmente "Belletristik" (-3,3%), "Kinder & Jugendbuch" (-2,4%) und "Reisen" (-2,0%) waren die erzielten Einkünfte ebenfalls rückläufig. Der Handel mit Literatur über "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Informatik, Technik" (-5,6%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-0,8%) erreichte auch nicht das Umsatzniveau des Vorjahres.
[Foto: Bestseller-Ratgeber: Aufklärungsbuch "Make Love" | (c) Verlag Bogner & Bernhard]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 12. Juli 2012

Buchmarkt setzt Abwärtstrend im Juni fort

Der Buchhandel hat im Juni wie schon in den vorangegangenen Monaten ein Umsatzminus erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Einnahmen im Geschäft mit Literatur um 0,9% zurück. Der klassische Sortimentshandel bekam den Einbruch mit -4,1% noch wesentlich deutlicher zu spüren. Kumuliert ergibt sich für die erste Jahreshälfte ein Umsatzrückgang von 2,6%. Im Sortiment sanken die Einnahmen in Relation zum ersten Halbjahr 2011 sogar um 5,4%. Das Minus im Juni fiel deutlich geringer aus als noch im Mai. Dies ist vor allem auf zwei zusätzliche Geschäftstage im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die Zahlen gehen aus dem Branchen-Monitor Buch hervor. Die Studie wird regelmäßig vom Börsenverein des deutschen Buchhandels bei der GfK in Auftrag gegeben und berücksichtigt die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce.

Mit zwei der drei Editionsformen wurde ein Plus erzielt. Bei Hörbüchern gingen die Umsätze um 3,4% nach oben, bei Hardcovern um 0,4%. Lediglich bei Taschenbüchern zeigt sich eine Umsatzdelle von -4,2%.

In den Warengruppen haben "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (+4,8%), "Ratgeber" (+3,7%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" im Juni verglichen mit dem Vorjahresmonat deutlich mehr Geld in die Kassen gespült. Mit den wichtigen Sparten "Sachbuch" (+1,0%) und "Kinder- & Jugendbuch" (+1,1%) nahmen die Anbieter etwa soviel Geld ein wie im Vorjahr. Die ebenfalls auflagenstarken Bereiche "Belletristik" (-4,5%) und "Reisen" (-3,0%) weisen jedoch eine negative Umsatzentwicklung auf.
[Foto: Abdel Sellous "wahre" Geschichte zum Film | (c) Ullstein-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Samstag, 9. Juni 2012

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchmarkt entwickelt sich negativ

Im April hat der Buchhandel verglichen mit dem Vorjahr 4,4% Umsatz eingebüßt. Dies ist in der Erhebung "Branchenmonitor Buch" nachzulesen, die der Börsenverein des deutschen Buchhandels monatlich mit Zahlen der GfK erstellt. Der deutliche Rückgang im vergangenen Monat erklärt sich auch aus dem in diesem Jahr zwei Wochen früher gefeierten Osterfest, das bereits zu einem guten März-Ergebnis geführt hatte. Doch auch über die ersten vier Monate kumuliert ergibt sich ein Umsatz-Minus von 2,1% verglichen mit 2011. Im klassischen Sortimentshandel sieht die Lage bei summiert -5,0% Umsatzveränderung noch dramatischer aus. Der Branchenmonitor berücksichtigt neben dem Sortiment auch die Vertriebswege E-Commerce und Warenhaus.

Alle drei Editionsformen, in denen Literatur verkauft wird, liefen schlechter als vor einem Jahr. Sowohl Taschenbücher (-8,2) als auch Hardcover (-3,0%) und Hörbücher (-2,9%) generierten weniger Einnahmen als im vierten Kalendermonat des vergangenen Jahres.

Die auflagenstarken Warengruppen "Belletristik" (-6,8%), "Kinder- & Jugendbücher" und "Sachbuch" (-4,0%) lagen beim Umsatz allesamt im Minus. Auch mit Literatur aus Sparten den "Reise" (-2,6%) und "Ratgeber" (-2,1%) verdienten die Händler weniger Geld als vor Jahresfrist. Lediglich Lesestoff aus dem Themenkreis "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (+2,3%) ließ die Kassen stärker klingen als im April 2011. Die ähnlich auflagenschwachen Genres "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-1,5%) und "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-0,5%) blieben beim Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.
[Foto: Börsenverein präsentiert maue Zahlen | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 12. April 2012

Buchumsatz zieht im März an

Der deutsche Buchhandel konnte im März ein Umsatzplus von 2,6% verglichen mit 2011 verbuchen. Dabei profitierte das Literaturgeschäft bereits vom Ostergeschäft. Im letzten Jahr wurde das Fest um Christi Auferstehung zwei Wochen später gefeiert und sorgte erst im April für volle Geschäfte.

Bei allen drei Editionsformen ergab sich ein Umsatzplus. Mit Hardcover-Titeln wurden 3,3% mehr Einnahmen erzielt, bei Hörbüchern ging der Umsatz um 4,1% nach oben. Taschenbücher standen in der Gunst der Kunden nicht so weit oben und brachten lediglich 0,4% mehr Geld in die Ladenkassen.

Die Auswertung der Warengruppen zeugt deutlich vom Geschäft mit Lesestoff für die lieben Kleinen. Bei Kinder- und Jugendbüchern ging der Umsatz um 15% am stärksten in die Höhe. Auch Reiseliteratur (+7,6%) und Belletristik (+2,2%) sorgten für vollere Kassen als noch vor einem Jahr.

Ein Blick auf die Negativentwicklung der übrigen Sparten zeigt, dass der seit einiger Zeit anhaltende Schrumpfkurs im Buchmarkt nicht überstanden, sondern nur durch den Ostereffekt überlagert ist. Die weniger auflagenstarken Bereiche "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-7,6%) , "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-2,2%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-2,2%) liefen trotz der gleichen Anzahl an Verkaufstagen schlechter als im März 2011. Auch die Sparten "Ratgeber" (-3,2%) und "Sachbuch"(-0,3%) brachten weniger Geld ein als vor einem Jahr.
[Foto: Beliebte Jugendbuchreihe: Warrior Cats | (c) Beltz-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. März 2012

Literatur-Event in Köln gestartet

Mit der lit.cologne findet gleichzeitig zur Leipziger Buchmesse ein weiteres Highlight für Bücherwürmer statt. Bereits gestern startete das Happening in der Domstadt mit der  Verleihung des deutschen Hörbuchpreises. Bei der Gala gewann das im kölnischen Museum Ludwig angesetzte "Ruhe 1" die Auszeichnung als bestes Hörbuch in der Kategorie Fiktion. Für sein Lebenswerk wurde Produzent und Sprecher Christian Brückner ausgezeichnet.

Insgesamt wartet das Literatur-Meeting in der Domstadt mit mehr als 170 Veranstaltungen auf. Unter anderem gibt es Themenabende zur Gegenwart des Krieges und dem Leben nach dem Tod. Erbaulicher dürften die Inhalte der rund 70 Programmpunkte sein, die speziell für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Teilevents lit.kid.cologne angeboten werden.

Zahlreiche Stars aus der Kulturszene haben sich angekündigt. Unter anderem wird der minimalistische schwedische Lyriker und aktuelle Nobelpreisträger Tomas Tranströmer einen Teil seines nur rund 500 Seiten kleinen Gesamtwerkes zum Besten geben. Aus Deutschland werden unter anderem der Deutsche Buchpreisträger Eugen Ruge so wie die Autoren Silvia Bovenschen, Andreas Altmann und Roger Willemsen erwartet.
[Foto: Alter Schwede: Tomas Tranströmer | cc-by-sa 3.0 Andrei Romanenko]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 13. März 2012

Buchmarkt im Februar: Abwärtstrend setzt sich fort

Auch im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Leipziger Buchmesse zeigen aktuelle Umsatzerhebungen keine positiven Resultate im Literaturmarkt. Der "Branchenmonitor Buch" konstatiert wie in den vergangenen Monaten auch für Februar einen Umsatzrückgang von 2,7% verglichen mit 2011. Die drei Editionsformen Hardcover (-2,8% Umsatzveränderung), Taschenbuch (-2,2%) und Hörbuch (-4,8%) brachten allesamt weniger Einnahmen als vor einem Jahr.

Die vom Börsenverein des deutschen Buchhandels beauftragte GfK-Studie stellt monatlich die Einnahmenveränderungen der Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce zusammen. Das klassische Sortiment verliert wie bereits in der Vergangenheit überproportional 6,5% im Barumsatz.

Das Minus erstreckt sich trotz eines zusätzlichen Verkaufstages über alle Warengruppen bis auf die weniger auflagenstarke Sparte "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (+1,3%). Am ausgeprägtesten ist der Negativtrend bei Literatur zu "Reisen" (-5,8%). Auch in den wichtigen Bereichen "Kinder- & Jugendbuch" (-4,8%), "Sachbuch" (-4,7%) und "Ratgeber" (-3,1%) fällt der Einnahmeneinbruch überdurchschnittlich stark aus. Die übrigen Segmente "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-2,1%), "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-1,4%) und "Belletristik" (-1,2%) brachten ebenfalls weniger Geld in die Kassen der Händler als im Februar 2011.
[Foto: Witzige Fußball-Biografie in den Buchcharts | (c) Verlag rororo]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 11. Januar 2012

Buch-Weihnachtsgeschäft auf Vorjahresniveau

Der deutsche Buchhandel hat im Dezember 2011 den Umsatz aus dem Vorjahr knapp um 0,3 Prozent verfehlt. Dies geht aus dem Branchenmonitor Buch hervor, der monatlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels herausgebracht wird und die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce erfasst.

Schuld an dem kleinen Minus sind nicht zuletzt Hör- und Audiobooks. Offenbar fehlte es hier an zugkräftigen Titeln. Die Einnahmen für diese Editionsform schrumpften um 8,3 Prozent verglichen mit dem letzten Monat 2010. Bei den beiden anderen Literaturformaten "Hardcover" (+0,2%) und "Taschenbuch" (-0,1%) blieben die Umsätze nahezu unverändert.

In den Warengruppen schnitten Sachbücher deutlich schlechter ab als im Dezember des vorangegangenen Jahres, als unter anderem Thilo Sarrazins Polemik-Bestseller "Deutschland schafft sich ab" im Weihnachtsmonat noch für 11,7 Prozent mehr Umsatz sorgte.

Die wichtigen Bereiche "Belletristik" (+0,2%), "Kinder & Jugendbücher" (+5,4%), "Reisen" (+7,0%) und "Ratgeber" (+0,2%) brachten mehr Geld in die Kassen der Händler als vor Jahresfrist und konnten den Abwärtstrend beim Sachbuch annähernd kompensieren.

Ebenfalls positiv entwickelten sich die Nischen "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" mit 2,0% und "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" mit 2,5% Umsatzplus. Literatur zu "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" brachte 4% weniger Einnahmen und blieb somit in allen Monaten des letzten Jahres unter dem Niveau von 2010.
[Foto: Auch der Ratgeber-Verkauf stagniert | (c) Lübbe-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 4. Januar 2012

Letzter deutscher MC-Hersteller beendet Produktion

Das Ende der Musicassette scheint endgültig besiegelt. Nachdem die MC in den letzten 20 Jahren einen massiven Umsatzrückgang (von 80 Millionen Stück pro Jahr auf zuletzt nur noch 3 Millionen) zu verkraften hatte und den Marktanteil von gerade einmal 1 Prozent weder stabilisieren noch vergrößern konnte, erklärte jüngst das Kinder-Hörspiellabel EUROPA, künftig bis auf die ???-Serie keineTitel mehr auf diesem Medium veröffentlichen zu wollen.

Wie zu erwarten gab daher der letzte deutsche Produzent der kompakten Tonbänder, die Firma Pallas aus Diepholz, bekannt, die Produktion eingestellt zu haben. Künftig wird man sich auch dort auf die Produktion digitaler Datenträger und Schallplatten beschränken.

Im Gegensatz zur Kassette konnte die Schallplatte Ihre Position aus der Nische heraus wieder ausbauen. Gingen 2006 gerade einmal 300.000 Vinylscheiben über die Ladentheken, so waren es vier Jahre später laut Zahlen des Bundesverbandes der Musikindustrie bereits doppelt so viele. Für 2011 schätzt der Branchenverband das Wachstum der Schallplatte auf 10 Prozent - bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass Vinyl damit neben Blu-ray der einzige physische Datenträger ist, der seine Umsatzzahlen steigern kann.¨
[Foto: Kassetten haben ausgedient | cc-by-sa 3.0 Priwo]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 16. September 2011

Buchumsatz im August merklich rückläufig

Trotz eines Verkaufstages mehr hat der Buchhandel im August dieses Jahres 2,4 Prozent weniger Geld eingenommen als im Vergleichsmonat 2010. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Branchenmonitor Buch hervor, den der Börsenverein des deutschen Buchhandels auf Grundlage von Erhebungen der GfK monatlich herausgibt.

Kumuliert haben die berücksichtigten Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce in diesem Jahr bislang 1,4% weniger Umsatz erzielt als in den ersten acht Monaten 2010. Der klassische Sortimentshandel musste im August sogar ein Minus von 3,1% verkraften, in der Jahresabrechnung stehen für diesen Verkaufskanal -2,4% zu Buche.

Alle drei Editionsformen generierten im vergangenen Monat weniger Einnahmen als im Jahr zuvor. Bei Hörbüchern (-10,4%) war der Einbruch am stärksten. Aber auch Hardcover (-2,4%) und Taschenbücher (-1,6%) folgen dem Abwärtstrend.

Die auflagenstarke "Belletristik" ist die einzige Warengruppe, die mit +0,4 Prozent ein leichtes Umsatzplus vorzuweisen hat. Die ebenfalls wichtige Sparte "Sachbuch" (-5,4%) liegt wie die übrigen Warengruppen im Minus. Auch mit Lesestoff aus den Bereichen "Kinder- & Jugendbücher" (-1,3%), "Reisen" (-2,5%) und "Ratgeber" (-5,4%) wurde weniger Geld erwirtschaftet als vor Jahresfrist.
[Foto: In den Charts: Roches "Schoßgebete" | cc-by-sa 3.0 Fox-Two aus de.wikipedia.org]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 1. Februar 2011

Preisverfall bei Hörbüchern und DVDs

Den rapiden Preisverfall bei Hörbüchern und DVDs belegt dieser Tage das Statistische Bundesamt. Demnach mussten die Verbraucher für Hörbücher im Dezember 2010 verglichen mit dem Vorjahresmonat durchschnittlich ca. 25 Prozent weniger berappen. Die Endkundenpreise für DVDs bzw. Videofilme sanken der Erhebung zufolge um rund 15 Prozent. 

Qualitätsanbieter beider Segmente sehen die Entwicklung mit Sorge. Im Hörbuch-Bereich dürfte die Forderung nach einer Preisbindung ähnlich der im Buchsegment praktizierten neue Nahrung geben, wenngleich ihre Realisation unwahrscheinlich sein dürfte.
[Foto: Statistisches Bundesamt belegt Preisverfall | destatis.de]

Artikel von agent-media.de

Montag, 4. Oktober 2010

Hörbuchdownloads immer beliebter

Die Anzahl heruntergeladener Hörbücher ist laut aktueller Pressemitteilung des Branchenverbandes BITKOM im ersten Halbjahr 2010 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 470.000 gestiegen. Die IT-Lobbyisten prognostizieren ein weiteres Wachstum und gehen davon aus, dass in diesem Jahr erstmals über eine Millionen Hörbücher aus dem Internet geladen werden. Der Positivtrend schlägt sich auch in einem Umsatzplus von 17 Prozent nieder. 4,7 Millionen Euro verdienten die Anbieter von Januar bis Juni mit den Audiobooks aus dem Netz bei einem Durchschnittspreis von 9,90 EUR.

Der BITKOM geht von sinkenden Preisen aufgrund der steigenden Nachfrage aus. Den Boom  erklärt sich der Branchenverband auch mit der wachsenden Verbreitung schneller und guter Internetanschlüsse, welche einen relativ zügigen und sicheren Download der bei Hörbüchern recht großen Audiodateien zulassen. Als Format hat sich dabei MP3 durchgesetzt, das sich auf mobilen Playern ebenso abspielen lässt wie auf PCs.

Eine weitere Belebung des Marktes erhofft sich der BITKOM durch Downloads, die von Smartphones und anderen mobilen Gadgets mit Onlinezugang erfolgen. Dank UMTS können Audiobooks schon heute unterwegs oftmals mit DSL-Speed bezogen werden. Mit LTE steht schon der Nachfolger in den Startlöchern, der noch in diesem Jahr für einen noch vielfach höheren mobilen Datendurchsatz sorgen soll.

Dienstag, 28. September 2010

Gutachten kritisiert ermäßigte Steuersätze

Steuersätze:
Spielraum für Schäuble
Das Bundesministerium der Finanzen hat im Rahmen eines vor einem Jahr initiierten Forschungsprojekts ein Gutachten zur Mehrwertsteuer in Auftrag gegeben. Insbesondere sollten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der ermäßigten Mehrwertsteuer erarbeitet werden. Auch ging es darum zu ermitteln, welche Folgen das aktuelle EU-Recht für die Anwendung der Mehrwertsteuer hat. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass es mit Ausnahme von Lebensmitteln keine EU-rechtliche Begründung für die Fortführung ermäßigter Steuersätze gibt. Bislang werden unter anderem Kulturgüter wie Bücher und Zeitungen mit nur sieben Prozent besteuert. Ein für die Behörde um Wolfgang Schäuble sehr willkommenes Ergebnis.

Die Expertise prangert auch die ungleiche Behandlungen bei Kulturprodukten an, ohne eine spezielle Empfehlung für diese Waren und Dienstleistungen auszusprechen. Verschiedene Steuersätze für Bücher und Zeitungen einerseits sowie E-Paper und Audiobooks andererseits seien beispielsweise problematisch, heißt es in dem Bericht.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels sieht laut eigener Pressemeldung in diesen Aussagen eine Bestätigung seiner Forderung nach einer Anpassung des Steuersatzes bei Hörbüchern und E-Books. Die Gesellschaft, die sich als Sprachrohr der Buchbranche sieht, kann die Schlussfolgerung der Gutachter, künftig im Sinne einer Vereinfachung nach Möglichkeit nur noch Lebensmittel geringer zu besteuern, natürlich nicht nachvollziehen.

Montag, 20. September 2010

August bringt positive Entwicklung im Buchmarkt

Sarrazin-Machwerk
treibt Sachbuch-Umsatz
an
Der Monat August fiel für die Buchbranche positiv aus. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in seinem jüngsten Newsletter mit. Demnach konnte die Branche in den Vertriebswegen Sortiment, Warenhaus und E-Commerce ein Umsatzplus von 7,9 Prozent im Vergleich zum August des letzen Jahres erreichen.

Verantwortlich für die positiven Zahlen sind vor allem Hardcover. Der Umsatz stieg in diesem Sektor im August um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Taschenbüchern im wurden im August 2010 0,7 Prozent Einnahmen erzielt als im Vorjahresmonat. Gute Zahlen meldet auch der Hörbuch-Sektor: Hier konnte ein Plus von 5,6 Prozent erzielt werden.

Generell zeigte sich die Branche zufrieden mit dem August. Alle Warengruppen lagen im Plus. Den größten Zuwachs konnten die Sachbücher mit 15,8 Prozent Plus erzielen. Im Bereich Geisteswissenschaften, Kunst und Musik wuchs der Umsatz um 10,1 Prozent. Literatur aus dem Bereich Sozialwissenschaften, Recht und Wirtschaft konnte 9,1 Prozent Plus für sich verbuchen.

Mit diesen guten Zahlen korrigiert sich die bisherige Bilanz des Buchmarktes nach oben. In den ersten acht Monaten des Jahres 2010 beträgt das Umsatzwachstum 0,9 Prozent. [Foto: (c) DVA Verlag / amazon.de]

Dienstag, 17. August 2010

Buchhandel: Urlaubszeit sorgt für Umsatzplus

(c) boersenverein.de

Börsenverein
veröffentlicht
Umsatzstatistiken
für Juli
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandelsveröffentlichte jetzt die Statistiken für den Umsatzverlauf im Juli. Demnach liegt der Umsatz in den Vertriebswegen Sortiment, Warenhaus und E-Commerce mit einem Minus von 0,2 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Andere Zahlen schreibt der Sortimentsbuchhandel: Hier zeichnete sich für die ersten sieben Monate des Jahres ein Gesamtminus von 3,5 Prozent ab.
 
Dennoch lag der Rechnungsumsatz im Monat Juli mit 1,9 Prozent im Plus. Verantwortlich hierfür ist die Urlaubszeit und der Bedarf nach Ferienlektüre. Ausschlaggebend ist insbesondere der Bereich Belletristik. Hier stieg der Umsatz um 9,5 Prozent an. Romane seien besonders bei Strand- und Bergurlaubern sehr gefragt. Erfreulich auch der Umsatz in der Warengruppe Reisen: Nach einem Minus im vergangenen Jahr konnte ein Plus von 1,2 Prozent verbucht werden. Gute Zahlen auch in der Warengruppe Geisteswissenschaften, Kunst und Musik. Dieser Bereich steigerte sich geringfügig um 0,2 Prozent. Alle anderen Warengruppen lagen jedoch hinter den Zahlen des Vorjahres zurück. Naturwissenschaften, Medizin, Informatik und Technik schlugen mit einem Minus von 9,8 Prozent zu Buche, Sozialwissenschaften, Recht und Wirtschaft mit Minus 8,1 Prozent, Ratgeber und Sachbücher mit jeweils Minus 3,4 Prozent und Kinder- und Jugenbücher geringfügig mit Minus 0,2 Prozent.
 
Bei den Editionsformen legten die Hardcover mit 2 Prozent und die Taschenbücher mit 3,2 Prozent zu, während der Umsatz bei Hörbüchern um 4,2 Prozent zurückging.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Hörbuch-Umsätze brechen ein

Im Juni hatte der Buchhandel ein Umsatzminus von 1,1% verglichen mit dem Vorjahresmonat zu verkraften. Die Hörbuch-Erträge knickten mit Einbußen von -10% besonders stark ein. Auch Taschenbücher (-4,4%) brachten weniger ein als vor Jahresfrist. Nur mit der dritten Editionsform, den Hard- und Softcovern, konnte ein Umsatzplus von 1,0% erwirtschaftet werden.

Die Erhebung "Branchenmonitor Buch", die der GfK im Auftrag des Börsenvereins des deutschen Buchhandels durchführt, umfasst die Vertriebswege Sortiment, E-Commerce und Warenhaus, die etwa zwei Drittel des Buchmarktes ausmachen.

Kumuliert über das erste Halbjahr gingen die Buchmarktumsätze in diesen Absatzkanälen um 0,5% zurück, der Sortimentsbuchhandel musste in diesem Zeitraum sogar ein Minus von 4,2% hinnehmen. Ein Beleg dafür, dass das Internet immer mehr Käuferschichten an sich zieht.