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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sky plant VoD-Service

Das bislang vor allem als Betreiber eines Bezahlsenders bekannte Medienunternehmen Sky Deutschland wird einen eigenen Video On Demand-Dienst starten. Das meldet der im W&V-Verlag erscheinende "Kontakter".

Das kommende Angebot wird in der Ausrichtung und im Preis den Abo-Offerten von Lovefilm oder Maxdome ähneln. Für eine Monatsgebühr von voraussichtlich unter zehn Euro wird man also Serien und Videos streamen können. Da Kooperationen mit entsprechenden Inhalteanbietern durch die Premium-Filmpakete des Broadcasters bereits bestehen, könnte das Unterfangen rasch umgesetzt werden.

Offenbar will man durch das zügige Installieren eines solchen Dienstes dem Europa-Einstieg des US-Streamers Netflix zuvorkommen. Das Vorhaben ist erfolgversprechend, gelten doch auch andere Sky-Digitalprodukte wie Sky Go als überaus umsatzfördernd. Eine offizielle Bestätigung der VoD-Pläne seitens des Medienkonzernes gab es bislang allerdings noch nicht.
[Foto: Bald Streaming-Abos bei Sky?! | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 22. Oktober 2012

Zeitungen weiter stark im Netz

Während die Auflagen gedruckter Zeitungen sich auf einem langsamen Rückzug befinden, erfreuen sich die Internetauftritte der Tagesblätter weiter großer Beliebtheit. Dies hat die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) laut Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger ermittelt.

Zeitungen erreichten im Zeitraum Juni bis August über das Web 39,5 Prozent oder aller Deutschen. Das entspricht 27,7 Mio. eindeutigen Besuchern. Die regionalen Abo-Ausgaben allein konnten 20,2 Mio. regelmäßige Leser auf ihren Webseiten verzeichnen.

Bei den Usern im Alter zwischen 14 und 29 Jahren surfen fast zwei von drei Befragten (62,7%) auf Verlags-Websites. In der nächsten Altersgruppe (30-49 Jahre) bewegen sich noch etwa die Hälfte der Nutzer (49,9%) auf den professionell aktuell gehaltenen News-Seiten. Für die Werbeindustrie entscheidend: Ein starker Prozentsatz von 45,8% alle Menschen, deren Haushalt über ein monatliches Einkommen von mehr als 2.500 EUR verfügen, finden regelmäßig den Weg zu Online-Angeboten von Zeitungen.
[Foto: BDZV vermeldet gute Webreichweiten | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 30. Januar 2012

Digitaler Musikmarkt weiter im Aufwind

Wie die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) in einer Pressemitteilung bekannt gab, bleibt die rein digitale Vermarktung von Musik weiter auf Wachstumskurs. Aus der im Auftrag des Branchenverbands erstellenten Studie Digital Music Report 2012 geht hervor, dass 2011 die weltweiten Umsätze aus Downloads, Abo-Angeboten und werbefinanzierten Diensten um 8 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar gestiegen sind.

Im vergangenen Jahr vermarkteten Dienste wie iTunes oder Spotify in 58 Ländern Songs und Alben. 2010 noch waren in nur 23 Nationen legale Musikdienste verfügbar.

In Deutschland setzen sich die gar nicht mehr so neuen Möglichkeiten, Musik über das Internet abzusetzen, vergleichsweise langsam durch. Hierzulande wurden 2011 noch immer 74 Prozent der Musikeinnahmen durch den Verkauf von CDs erzielt. Auf den Digitalmarkt entfielen nur 17 Prozent des Umsatzes. Angesichts der 70 gezählten legalen Musik-Services ein recht geringer Anteil.

Die IFPI meldet auch eine Eindämmung illegaler Downloads in Frankreich. Dort weist seit Oktober 2010 das Warnsystem HADOPI widerrechtlich agierende Filesharer auf mögliche Konsequenzen ihres Handelns hin. Laut Studie haben in dem westeuropäischen Land 2 Millionen P2P-Nutzer ihre das Urheberrecht verletzenden Aktivitäten eingestellt. In den USA wurde mittlerweile ein ähnliches Modell auf den Weg gebracht.

Wie von einer Musik-Lobby-Organisation nicht anders zu erwarten, fordert die IFPI auch von der deutschen Politik Schritte, welche die Internet Service Provider mit in die Bekämfung von Copyright-Verletzungen einbeziehen. Kooperationen mit Hostanbietern und Bezahldienste laufen bereits. Seit März 2011 können dadurch 60 Seiten weniger auf Dienste wie PayPal, Visa oder Mastercard zurückgreifen, um sich unlizenziert feilgebotenen Medien-Inhalte bezahlen zu lassen.

In Zukunft sollen Suchmaschinenbetreiber noch stärker in die Pflicht genommen werden. Es wird geschätzt, dass 25-50 Prozent der Download-Diebe über eine Search Engine auf illegale Angebote stoßen. Bereits erfolgte Sperrmaßnahmen Googles sorgten allerdings für reichlich Unmut in der Internetgemeinde.
[Foto: iTunes & Co. erobern die Welt | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 17. Februar 2011

Apple-Erklärung macht Verlage nicht glücklich

In einer Erklärung vom 15.02. ist Apple einen kleinen Schritt auf die Verlage zugegangen. Beim Abschluss digitaler Magazin-Abos sollen Kunden die Länge des Abos wählen können. Die Leser sollen zudem entscheiden, ob sie ihre Daten an den jeweiligen Verlag weitergeben möchten.

Der IT-Riese erlaubt alternative Vertriebswege für Zeitschriften-Abos neben dem App Store. Verlage können also Digital-Editionen auch auf ihrer Webseite anbieten und müssen in dem Fall auch nicht die übliche Provision von 30% an das Unternehmen aus Cupertino zahlen.

Allerdings macht Apple eine Einschränkung beim Eigenvertrieb und stellt hierfür neue Richtlinien auf. Die externen Abo-Angebote müssen zum gleichen oder einen günstigeren Preis auch aus der App heraus erreichbar sein. Somit gäbe es zu jeder Abo-Offerte immer eine nicht minder attraktive Variante, an der Apple mitverdient.

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) antworteten in Form einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Lobby-Organisationen prangern die Gängelungen an. Sie fordern freie Entscheidung der Verleger über die Ausgestaltung der Angebote auch innerhalb von Apps. Wichtig ist den Verbänden, dass Verlage Abos auch im Rahmen der Mobilprogamme direkt an den Kunden verkaufen dürfen. Apple soll also nicht zwangsweise als Zwischenhändler fungieren und mitverdienen.
[Foto: Apple-Chef Steve Jobs mit iPad | cc-by 2.0 matt buchanan]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 9. Februar 2011

Verlage unzufrieden mit Apple

Der Europäische Zeitungsverlegerverband (ENPA) hat Apple gegenüber freien Zugang zur Programmierung von iPad-Apps gefordert. Der Verband möchte nicht, dass Verlage an das von Apple vorgegebene Geschäftsmodell gebunden sind.

Vor allem geht es der Printbranche darum, App-Abos mit ihren Druckausgaben kombinieren zu können. Zu solchen Überlegungen hat Apple bislang keine klaren Aussagen getroffen. Die Verlage haben zudem keinen Zugang zu den Daten der Käufer ihrer Nachrichten-Apps.

Auch die hiesigen Lobbyisten des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger verlangen in einer Pressemitteilung Planungssicherheit von der IT-Firma aus Cupertino. Apple hat angekündigt in einer baldigen Stellungnahme auf die Forderungen einzugehen.
[Foto: iPad als Reader | cc-by-sa 3.0 FHKE]

Artikel von agent-media.de

Montag, 27. Dezember 2010

Sony startet Musik-Dienst

Im Rahmen seines Medienservices Qriocity bietet Elektronik-Riese Sony in Großbritannien und Irland ab sofort einen Streaming-Dienst für Musik an. Die Cloud-Lösung namens "Music Unlimited" ermöglicht den Zugriff auf Songs der vier Plattenmajors und einiger Inidies auf zahlreichen Sony-Endgeräten und PCs. Etwa 6 Millionen Titel stehen zur Verfügung.

Im Basis-Abo kann man sich eine Art personalisiertes Webradio mit eigenen Channels erstellen. Sie lassen sich bewerten und damit auf den persönlichen Geschmack hin optimieren. Der allzeitige Zugriff auf einzelne Tracks ist jedoch dem  Premium-Abo vorbehalten.

"Music Unlimited powered by Qriocity" soll 2011 auch nach Deutschland kommen. Die Preise dürften sich etwa wie in Irland auf 3,99 EUR für den Basis- und 9,99 EUR für den Premium-Account belaufen.

Qriocity wurde bereits im April als Video-Streamdienst gelauncht. Mit internetfähigen Fernsehern und Blu-ray-Playern des japanischen Unternehmens lassen sich auch in Deutschland zahlreiche Blockbuster ins Wohnzimmer beamen.
[Foto: Sony launcht Music Unlimited | sony.com]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 22. Oktober 2010

Verkaufszahlen: Der Spiegel bleibt stabil, Focus verliert

Nachdem die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) eine Woche zuvor bereits die wenig erfreulichen Gesamtverkaufszahlen deutscher Wochenmagazine veröffentlicht hat, liegen nun auch Daten über die Detailauflagen des vergangenen Quartals vor. Bei den großen Zeitschriften ist der Trend rückläufig, so ein Bericht von horizont.net.

Der "Focus" hat bei Abos und im Einzelverkauf noch mehr eingebüßt als bei der gesamten verkauften Auflage. Die Zahl der Abonnements fiel im 3. Quartal mit 225.635 Exemplaren um 13,4 Prozent. Bei den Einzelverkäufen ist die Zahl sogar um 16 Prozent auf 105.673 Exemplare zurück gegangen. Die gesamte verkaufte Auflage des Burda-Magazins beträgt  556.972 Stück.

Auch der Marktführer "Der Spiegel" hat mit Verlusten zu kämpfen, jedoch nicht in so hohem Maße. Die Abo-Zahlen schrumpften um 0,92 Prozent. Die Einzelverkäufe bewegen sich mit -0,28 Prozent auf nahezu konstantem Niveau. Die Zahl der in Verkehrsmitteln ausgelegten "Bordexemplare" wurde aber um 21 Prozent zurückgefahren. "Der Spiegel" bleibt mit 1.012.872 verkauften Zeitschriften weiterhin ein Millionen-Blatt.

Ebenfalls nicht rosig sieht es für das Aushänge-Blatt der Gruner&Jahr-Verlagsgruppe namens "Stern" aus. Bei den Einzelverkäufen beträgt der Unterschied zum Vorjahr etwa Minus 8 Prozent, die Zahl der Abos hat sich um fast 4 Prozent verringert. Damit kommt das Magazin auf eine Gesamtauflage von knapp 905.000 Exemplaren.

Dass auch alternative Titel nicht unbedingt von der allgemeinen Entwicklung der Branche ausgenommen sind, beweist beispielsweise "Neon", der Lifestyle-Ableger des "Stern". Die verkaufte Auflage ging um 2,6 Prozent zurück, was vor allem auf den Verlust bringenden Einzelverkaufssektor mit einem Minus von ca. 4 Prozent zurückzuführen ist. Das Abogeschäft hat dagegen einen Zuwachs von 3,5 Prozent zu verzeichnen. [Foto: Focus-Chefredakteur Wolfram Weimer | cc-by-sa 3.0 Reto Klar/Focus]

Montag, 20. September 2010

eMusic erweitert MP3-Katalog zum Relaunch

eMusic stellt sich
neu auf
Laut Reuters-Meldung führt der MP3-Anbieter eMusic derzeit Verhandlungen mit der Universal Music Group und EMI, um seinen Song-Katalog zum im November geplanten Relaunch von 10 auf dann 17 Mio. Tracks aufzustocken. Mit den beiden anderen Majors Sony Music und Warner Music Group kooperiert das Download-Portal schon.

Die Tochter von Dimesional Associates hat mit einem nicht unerheblichen Nutzerschwund zu kämpfen. Von 400.000 Mitgliedern im September 2008 sind nur 375.000 Abonennten auch jetzt noch aktiv.

Der MP3-Anbieter setzt im Gegensatz zu den Konkurrenten iTunes und Amazon auf monatliche Gebühren, die zu einer bestimmten Anzahl von Downloads berechtigen. In den USA fangen die Tarife bei 12 Dollar für 24 Songs an, in Deutschland kann man für 13,99 EUR 30 Lieder im Monat herunterladen.

eMusic soll nach dem Neustart der Seite auch offener gestaltet werden. Geschäftsführer Adam Klein will weg vom derzeit praktizierten Konzept kostenloser Lockangebote, die zahlende Kunden generieren sollen. Stattdessen soll es künftig möglich sein, die Verfügbarkeit von Songs schon vor Registrierung prüfen zu können.

Auch ein Service, der es erlaubt die erworbene Musik auf internetfähigen Endgeräten streamen zu lassen, ist im Gespräch. Laut Klein werden Modelle zur Lizenzierung eines solchen Angebots erörtert. [Foto: eMusic.com]

Donnerstag, 1. Juli 2010

Hulu bekommt Bezahl-Abo

Der nur in den USA verfügbare und bislang kostenlose Video On Demand-Service hulu bietet künftig auch ein monatlich 9,99 Dollar teures Abo an. Auf hulu.com sind vorwiegend amerikanische Serien und Shows zu sehen. Auch einige Filme sind auf dem Portal vertreten.

Der Bezahl-Modus bietet komplette Serien-Staffeln, auch von TV-Klassikern. Im kostenlosen Modell sind dagegen nur die aktuellsten fünf Teile laufender TV-Shows verfügbar. Zudem wird nur im Abo hochaufgelöstes HD-Material gestreamt.

Auf einigen Flat-TVs und Blu-ray-Playern von Samsung sowie auf Apples iPhone 4 und iPad Touch der dritten Generation (ab OS 4) kann man das Abo ebenfalls beziehen. Auch auf dem iPad läuft der VOD-Bezahldienst.

Die Walt Disney Company ist an hulu seit 2009 beteiligt. Das traditionsreiche Medienunternehmen hat nach dem Deal aus seinem Interesse an wirtschaftlichen Erträgen des Videoportals keinen Hehl gemacht und auf ein Paid Content-Modell hingearbeitet.

[Foto: Kostenpflichtiges Abo für hulu; (c) hulu.com]

Donnerstag, 22. April 2010

Zeitungsverkäufe weiter rückläufig

Mit 24,66 Mio. verkauften Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2010 haben die Verlage ein leichtes Absatzminus von 0,25% gegenüber dem Vorquartal hinnehmen müssen. Dies geht aus aktuell vorgelegten Zahlen des IVW hervor. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahrs wurden 2,72 Prozent weniger Exemplare an den Leser gebracht. Vor allem Einzelverkäufe "am Kiosk um die Ecke" gingen mit -5,65% extrem zurück. Das Abogeschäft ist mit einem nur leichten Rückgang von 1,75% deutlich krisenfester. Darin nicht mitgerechnet sind E-Papers, also kostenpflichtige Zeitungseditionen für Computer und Smartphones, die immerhin 87.000 Abnehmer fanden, ein Plus von 13,4% gegenüber den ersten drei Monaten 2009. [Foto: cc-by Daniel R. Blume]

Mittwoch, 31. März 2010

Springer-App für das iPad

Mit einer Kiosk-Applikation können künftige iPad-Besitzer die "Welt", "Welt kompakt" und "Welt am Sonntag" aus dem Hause Springer auf ihrem Tablet-Computer beziehen. So ein Bericht von Horizont.net. Der Verlag bekräftigt damit einmal mehr seine Vorreiterrolle beim Ausbau des Digitalgeschäfts. Ein Abo kostet für "Welt" 29,99 Euro, für die WamS (Tabloid-Version) 7,99 Euro. Die "Welt kompakt" gibt es für einen Monatsbeitrag von 12,99 Euro auf dem neuen Apple-Gadget.

Auch die Werbevermarktung der Kiosk-App soll bereits recht konkrete Formen angenommen haben. Einige Interessenten wollen wohl zum Deutschlandstart des iPad in der Springer-App Reklame einblenden.

Die Applikation soll dabei recht einfach daher kommen und keine Spielereien beinhalten. Auf Audio- und Video-Inhalte werden die Konsumenten zumindest vorerst verzichten müssen.

Das iPad kommt am 3. April in US-amerikanische Läden. Der Springer-Verlag hofft bereits zu diesem Stichtag seine App zur Verfügung stellen zu können. Die Entscheidung darüber, welche Programme die Anwender beim Verkaufsstart auf den iPad laden können, liegt jedoch letztlich beim Apple-Konzern, der sich diesbezüglich bislang bedeckt hält.

Dienstag, 20. Mai 2008

DRM-freie MP3s bei Napster

Der zum seriösen Unternehmen mutierte Downloadservice Napster bietet nun über 6 Mio. Titel zum DRM-freien Download an. Dies berichtet pressetext. Für einen Track sind in den USA 99 Cent, für ein Album 9,99 Dollar fällig. Für Deutschland wurde leider fast 1 zu 1 in Euro umgerechnet (0,99 € pro Track, 9,95 € pro Album). Dafür können die Audio-Dateien auf jedem MP3-Player gehört oder auf CD gebrannt werden. Napster hat Verträge mit den 4 großen Labels und konnte überdies auch einige Independents an sich binden. Günstiger bleibt aber das Napster-Abo. Für 9,95 € im Monat lassen sich beliebig viele Tracks herunterladen. Diese liegen aber als DRM-geschützte WMA-Dateien vor und können nicht ohne weiteres auf MP3-Player oder CD-Rohlinge übertragen werden. [Foto: Napster.de]