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Sonntag, 22. August 2010

Musikkäufe übers Internet werden immer beliebter

cc-by-sa 2.5 Darkone
Musik über das Internet zu kaufen, erfreut sich bei den Deutschen unverändert wachsender Beliebtheit. Im ersten Halbjahr 2010 wuchsen die Umsätze um fast 40 Prozent. Das meldete jetzt der Bundesverband Musikindustrie. Besonders beliebt sind digitale Musikalben. Die Branche konnte hier die Umsätze auf 41,55 Millionen Euro im Vergleich zu 27,57 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum steigern. Weniger stark gewachsen sind die Downloads von einzelnen Musiktiteln. Hier lag der Umsatz bei 30,42 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 6,25 Millionen im Vergleich zu 2009.

Insgesamt wurden damit dieses Jahr 4,7 Millionen digitale Musikalben, so genannte Bundles, und 29,73 Millionen Einzeltracks verkauft. Durchschnittspreis eines Bundles sei demnach 8,84 Euro gewesen, der eines einzelnen Musiktracks 1,02 Euro.

Im längeren Vergleich zu 2005 hat sich der Absatz von Musikalben nahezu verachtfacht. Der Verkauf von Einzeltiteln war 3,5-mal höher als noch vor fünf Jahren. Das erkläre sich vor allem durch das breite Angebot an Onlinemusikshops und dem intensiven Wettbewerb, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverband Musikindustrie (BVMI), Stefan Michalk. Für das Jahr 2010 rechne er mit einem "stabilen Umsatzwachstum von rund 30 Prozent beim digitalen Musikverkauf," so Michalk.

Weniger gut steht hingegen die illegale Kokurrenz da: Hier geht der Absatz seit Jahren zurück. Laut Brennerstudie 2010 sank die Zahl der illegalen Musikdownloads von 412 Millionen im Jahr 2005 auf 258 Millionen im Jahr 2009. „Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung," sagte Michalk. "Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich.“

Trotz der guten Zahlen bleibt die Sparte Musikdownloads weiterhin ein kleiner, wenngleich stark expandierender Markt. Laut dem Magazin Focus lag der Gesamtumsatz der Musikbranche im Jahr 2009 bei 1,803 Milliarden Euro. Davon entfielen jedoch nur 118,3 Millionen Euro auf die Musik-Downloads. Im Jahr 2008 waren es sogar nur 87,9 Millionen Euro.

Donnerstag, 6. August 2009

Wachstum bei Downloads

Wie der Bundesverband der Musikindustrie in seiner aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt, wuchs der Umsatz mit bezahlten legalen Downloads im ersten Halbjahr 2009 laut Erhebung von media control um 24,8%. Insgesamt wurden 23,1 Millionen einzelne Tracks heruntergeladen und 3,1 Millionen Alben. Der mit Alben oder Bundles (verschiedene Versionen eines Tracks, vergleichbar mit der klassischen Maxi-CD) erzielte Umsatz überstieg dabei erstmals den Umsatz aus dem Verkauf einzelner Lieder und kommt nunmehr auf einen Umsatzanteil von über 55% (Umsatzsteigerung* + 49,1%). „Neue Download-Anbieter wie Amazon haben dem Downloadmarkt für Musikalben mit attraktiven Eröffnungsangeboten einen kräftigen Schub verliehen“, erklärte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, diese Entwicklung. Inwieweit das mittlerweile weitgehend wegfallende DRM Wachstumsimpulse setzen kann, bleibt dagegen abzuwarten und lässt sich anhand der neuesten Daten noch nicht abschätzen. [Foto: musikindustrie.de]

Montag, 27. Juli 2009

c/o pop 2009 - Festival & Vorträge

In der Zeit vom 12.08 bis zum 16.08 findet in Köln ein Festival als Rahmenprogramm zur c/o pop mit zahlreichen Partys, Konzerten und Ausstellungen an ubterschiedlichen Locations statt. Tickets gibt es ab 8 Euro für Einzelveranstaltungen. Ein Festivalticket für 69 Euro berechtigt zum Eintritt zu allen Musik-Veranstaltungen außer denen in der Kölner Philharmonie, die zum ersten mal mit der c/o pop kooperiert. Im Rahmen einer Shopping-Nacht im belgischen Viertel Kölns können Live-Bands auch kostenlos genossen werden. Die Künstler treten bei dieser Aktion mit der Bezeichnung "Chic Belgique" in den Modeläden und Boutiquen des Stadteils auf, die auch einen eigenen Pocketguide ebendiesen Namens herausbringen. Neben dem Festival gibt es natürlich auch die für Fachpublikum aus dem Musik-Business interessante Convention am 13.08. und 14.08. In Vorträgen bekannter Entscheider und Lobbyisten wird Status und Zukunft der Musik- und Kreativindustrie diskutiert. Besonders interessant: Neben dem zu erwartenden Bundesverband Musikindustrie, der durch Dieter Gorny auf dem Treffen vertreten ist, spricht auch Christian Hufgard als Repräsentant der Piratenpartei. Die politische Organisation tritt für das Gegenkonzept der derzeitigen Gebührenpraxis der GEMA ein, nämlich für den freien Austausch immaterieller Güter. Der Diskussionsstoff dürfte also nicht allzu schnell ausgehen. Der Verein unabhängiger Musikunternehmen VUT, welcher seit 2007 die c/o pop unterstützt, vermittelt zudem praktische Lösungsansätze für Alltagsprobleme im Umgang z.B. mit Aufführungs- und Urheberrechten. Die Convention findet auf den Opernterassen und im Schauspiel Köln am Offenbachplatz statt. Die Teilnahme an der Convention (ohne Festival) kostet regulär 179 Euro, für Schüler und Studenten gibt es einen stark ermäßigten Eintritttspreis von 35 Euro; Preise zuzüglich 19% Mehrwertsteuer. [Foto: c/o pop@flickr.com]