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Dienstag, 2. Juli 2013

TV-Konsum konstant hoch

Die Deutschen verbringen nach wie vor viel Zeit vor der Flimmerkisten. Rund vier Stunden täglich sind es laut einer aktuellen Studie von media control. Im ersten Halbjahr 2013 lag der TV-Konsum wie schon im Vorjahreszeitraum bei 242 Minuten pro Tag.

Regional ergeben sich sehr unterschiedliche Werte, die sich zum Teil aus der Arbeitslosenquote und einem höheren Altersniveau erklären. So stieg der Fernsehdauer in Sachsen-Anhalt um 16 Minuten auf 304 Minuten. Das ist der Spitzenplatz unter allen Bundesländern.

Doch auch in den westlichen Gebieten gab es kräftige Zuwächse. In Schleswig-Holstein schalteten die Bundesbürger 11 Minuten länger ein als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor und schlossen mit 239 Minuten TV-Schauen in 24 Stunden zum Durchschnitt auf.

Der niedrigste Wert wurde in Baden-Württemberg gemessen. Im "Ländle" wurden die Empfangsgeräte 211 Minuten täglich eingeschaltet, eine Minute weniger in den ersten sechs Monaten 2012.
[Foto: TV bleibt beliebtestes Medium | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 28. Mai 2013

Männer streamen mehr Musik als Frauen

Laut media control-Studie hören 43 Prozent aller Internetnutzer ab 15 Jahren Musik über Online-Streams. Bei den Männern liegt der Anteil mit 47,4 Prozent noch wesentlich höher, die Frauen (38,8%) senken den Schnitt.

Mehr als die Hälfte (50,6%) der Nutzer verwenden verschiedene Formen des Audio-Streamings. Für 36,3 Prozent kommen nur Videoplattformen wie YouTube und Webradios in Frage. 13,1 Prozent verlegen sich ganz auf spezialisierte Dienstleister wie Spotify und Simfy.

67,9 Prozent der Menschen, welche auf die reinen Musik-Streamer zurückgreifen, tun dies beim hiesigen Branchenprimus Spotify. Der in Schweden beheimatete Service lässt mit diesen Zahlen die Konkurrenz weit hinter sich.

Notebooks werden von 61,9 Prozent der Musik-Fans zum Streamen eingesetzt. Dahinter folgen stationäre PCs (51,5%) und Smartphones (34,8%). Tablets landen bei einer Nutzungsrate von vergleichsweise bescheidenen 15,6 Prozent unter allen Musikstream-Freunden.
[Foto: Spotify: Beliebtester Musik-Streamer in Deutschland | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Prognose: E-Book-Absatz wächst auf 12 Millionen

Einer aktuelle Studie von media control zufolge sind im ersten Halbjahr 2012 in Deutschland etwa 4,59 Millionen E-Books verkauft worden. Das entspricht schon fast dem Absatz des gesamten letzten Jahres, als 4,9 Mio. elektronische Bücher kostenpflichtig den Besitzer wechselten.

2011 entfiel rund die Hälfte aller Käufe auf das letzte Kalenderviertel, über ein Drittel auf das Weihnachtsgeschäft im Dezember. Setzt man für das laufende Jahr eine vergleichbare Entwicklung voraus, könnte der Absatz von E-Books 2012 auf über 12 Mio. anwachsen, wie media control-Geschäftsführerin Ulrike Altig in einer Pressemitteilung vorrechnet.

Bei den Konsumenten setzt sich offenbar die Erkenntnis durch, dass sie mit E-Book-Readern ein ähnliches Lesevergnügen erreichen können wie mit Papier-Versionen. Wurde 2011 nur etwa jedes zweite digitale Literaturstück auf solch einem spezialisierten Lesegerät konsumiert, stieg dieser Anteil in den ersten sechs Monaten 2012 bereits auf 75%.
[Foto: Reader wie Amazons Kindle öffnen E-Bookmarkt | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 9. August 2012

Musik-Downloads in Deutschland immer beliebter

Der Bundesverband der Musikindustrie freut sich über positive Umsatzzahlen. Laut Pressemitteilung konnten im zurückliegenden Halbjahr die Umsätze mit Musikdownloads um satte 32 Prozent gesteigert werden.

Der Großteil der Einnahmen (54,2 Prozent) stammt aus dem Verkauf kompletter Alben. Insgesamt macht der Digitalmarkt in Deutschland einen Anteil von 19,3 Prozent am Gesamtumsatz aus. Hauptsäule des Geschäfts mit den Tonkonserven bleibt hierzulande allerdings die CD mit einem Anteil von 72 Prozent, wenngleich die Umsätze der Silberlinge um 5,4 Prozent einsackten.

Damit verschieben sich die Gewichte im Vergleich zu anderen Ländern in hiesigen Gefilden trotz imponierender Zuwächse eher schleppend. In den USA gingen bereits 2011 mehr Titel über die virtuelle Ladentheke im Internet als in Form physischer Tonträger verkauft wurden.

Insgesamt bewegt sich das Musikgeschäft nach Jahren der Talfahrt wieder im ruhigen Fahrwasser. Der Gesamtumsatz der Branche kletterte verglichen mit den ersten sechs Monaten des vorigen Jahres sogar leicht um 0,2%.

Wie die neuen Abo-Services den Markt verändern bleibt abzuwarten. Die von media control ermittelten Zahlen weisen die Einnahmen der noch jungen Streaming-Angebote nicht aus. Sie sollen in Kürze nachgereicht werden. Spotify, Simfy & Co. beeinflussen die Entwicklung des Download-Markts bisher jedenfalls offenbar nicht nachteilig.
[Foto: Markt für iTunes & Co. wächst | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 7. Februar 2011

Marketingoffensive des VUT

Ab sofort ermittelt Media Control im Auftrag des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen (VUT) die ofiziellen deutschen Independent Charts. Zu Beginn jedes Monats sollen auf Grundlage der monatlichen Verkaufszahlen aus dem stationären Handel, dem Onlineversandhandel und dem Downloadgeschäft die 20 beiebtesten Titel unabhängiger Musikunternehmen, der sogenannten "Indies", veröffentlicht werden.

Damit kreiert der VUT ein Marketinginstrument, wie es die regulären deutschen Verkaufscharts schon seit Jahrzehnten darstellen. Diese allerdings sind seit jeher fest in Majorhand (darunter versteht man die großen internationalen Musikkonzerne wie Sony oder EMI). In den Indicharts sieht der Verband eine Möglichkeit, auf Veröffentlichungen kreativer und innovativer unabhängiger Labels aufmerksam machen zu können, die in den Mainstreamcharts meist und oft zuunrecht untergingen. Dazu Horst Weidenmüller, VUT-Vorstand: "Das Geschäftsmodell der Indies unterscheidet sich von dem der Majors. Durch die Indie-Charts haben wird jetzt auch die Möglichkeit, die Leistungen der Indies separat darzustellen und dadurch eine bessere Präsenz im Handel und in den Medien zu schaffen".
[Foto: VUT lässt Indiecharts ermitteln | vut-online.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 12. Januar 2011

Musikdownload: noch viel Luft nach oben

Laut einer repräsentativen Online-Studie von Media Control, durchgeführt unter 2.500 Personen ab 15 Jahren, haben 66 Prozent der Befragten bislang noch keine Musik online käuflich erworben. Trotz eines Wachstums im Downloadmarkt von 34 Prozent im Vergleich der Jahre 2009 und 2010 ist diese Möglichkeit der legalen Musibeschaffung beim Großteil der Konsumenten offenbar noch gar nicht angekommen. Daraus schließt die Studie allerdings nicht, dass bezahlte Downloads vom Groteil des Publikums abgelehnt werden, sondern dass hier noch ein großes Potenzial liegt, welches es zu erschließen gelte.

Ferner ergab die Studie, dass etwa drei Viertel der deutschen Onliner auch physische CD-Alben kaufen. 8,2 Prozent der Befragten erwirbt regelmäßig ein solches Album, 42,5 Prozent hin und wieder, 23,1 Prozent selten und rund ein Viertel der Befragten nie.
[Foto: Deutschland - Land der MP3-Muffel? | cc-by 3.0 Matthieu Riegler, Wikimedia Commons]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 3. Juni 2010

Single CD tot

Die Single CD, üblicherweise ein Tonträger mit meist nur einem oder zwei Titel, verschwindet nicht nur aus den Verkaufsregalen des Einzelhandels, sie hat auch kaum noch Einfluss auf die nationalen Single Charts. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Media Control. Demnach resultieren 85 Prozent der zur Bildung der deutschen Single Charts herangezogenen Umsätze mit Singles aus Downloadverkäufen. Das gleiche Bild zeigt sich im Nachbarland Frankreich, wo 89 Prozent auf Downloads zurückzuführen sind. Während Österreich mit (immerhin noch) 73 Prozent den niedrigsten Anteil unter den sieben untersuchten Ländern aufweist, belegt die Schweiz mit 99 Prozent in diesem Vergleich den Spitzenplatz, gefolgt von Belgien (93 Prozent) sowie den Niederlanden und Spanien (je 92 Prozent). Während die CD in diesem Bereich offenkundig kaum noch Relevanz besitzt, verhält es sich bei den Album Charts noch umgekehrt. Hier haben die mit der CD erzielte Umsätze in Deutschland einen mit 79 Prozent unverändert beherrschenden Anteil an den Charts, ebenso in Frankreich (89 Prozent), Österreich (94 Prozent) und auch in der Schweiz (86 Prozent), in Belgien und Spanien (je 92 Prozent) und in den Niederlanden (89 Prozent). Während CD Singles also getrost als überholtes Format betrachtet werden dürfen, so gilt dies für CD Alben keineswegs.

Montag, 26. April 2010

Facebook-Initiative gegen Casting-Stars

Medienberichten zufolge laufen im Internet derzeit Initiativen mit dem Ziel, eine Chart-Spitzenposition des Gewinner-Songs von "Deutschland sucht den Superstar" zu verhindern. Dabei wird ein alter Titel von 90er Jahre Happy-Techno-Ikone Blümchen, "Boomerang", promotet, damit dieser vor dem Song "Don´t Believe" aus der Feder von DSDS Juror Dieter Bohlen chartet. Elias Berthold, einer der Initiatoren, erklärt seine Motive gegenüber dem Magazin Fudder "Wir haben kein Problem mit den einzelnen Teilnehmern. Deren Können mag ich auch nicht verurteilen. Unser Problem ist, dass es bei DSDS mehr um Skandale als um Talent geht." Und weiter:  "Wir wollen damit niemandem Schaden zufügen, deswegen haben wir auch Blümchen ausgesucht, was ja schon skurril ist", so Berthold. In den offiziellen Single-Charts schlägt sich die Aktion derzeit noch nicht nieder, verursacht aber bereits mächtiges mediales Wellenschlagen. [Foto: Jasmin Wagner alias "Blümchen", cc-by Elke Wetzig]

Dienstag, 26. Januar 2010

Medienpreis für Angela Merkel

Der deutsche Medienpreis 2009 wird am 9. Februar in Baden-Baden an Bundeskanzlerin Angela Merkel verliehen. Die Auszeichnung geht alljährlich an aus den Medien wohlbekannte Persönlichkeiten. Die Preisträger werden durch die Chefredakteure der reichweitenstärksten Medienunternehmen im Rahmen einer Umfrage von media control bestimmt. Soziales und politisches Engagement geben dabei den Ausschlag. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit den folgenden warmen Worten. "Im Mittelpunkt ihres politischen Denkens und Handelns steht stets der Mensch. Die Würde und die Rechte des Individuums leiten Angela Merkel bei ihren politischen Entscheidungen, die geprägt sind von Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. In der Außenpolitik verfolgt sie einen Kurs, der die Partnerschaft in den Vordergrund stellt, ohne dass sie die manchmal notwendige Konfrontation scheut. Ihr konsequenter Einsatz für Menschenrechte, für die Wahrung der Schöpfung und eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung habe ihre Wurzeln in der ganz persönlichen Biographie von Angela Merkel." Die russischstämmige Opernsängerin Anna Netrebko wird die Laudatio für Merkel halten. In der Vergangenheit ging der deutsche Medienpreis an so illustre Persönlichkeiten wie den Dalai Lama, Nelson Mandela, Bill Clinton, Kofi Annan und Bono.
[Foto: cc-by Pixelfehler]