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Donnerstag, 8. August 2013

Warner Music erwirtschaftet Verlust

Im dritten Geschäftsquartal, das am 30. Juni abgeschlossen wurde, hat die Warner Music Group (WMG) einen Verlust von 63 Millionen Dollar erwirtschaftet. Im Vorjahr hatte man zum entsprechenden Zeitpunkt "nur" 32 Millionen im Minus gestanden.

Die kräftigen Einbußen rühren von gestiegenen Ausgaben her. Der Umsatz konnte nämlich im selben Zeitraum von 651 auf 663 Mio. Dollar im zurückliegenden Kalenderviertel gesteigert werden.

Der Digitalumsatz wird für das Major-Label immer wichtiger. 38,8 Prozent (257 Mio. Dollar) der Gesamteinnahmen entfielen auf onlinebasierte Services. Im Vorjahr war der Anteil mit 35,3% noch merklich kleiner ausgefallen.
[Foto: WMG noch nicht in der Gewinnzone | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 19. Juni 2013

Japanischer Musik-Digitalmarkt im Sinkflug

Der  Musikmarkt in Japan steht derzeit vor einer Zäsur. Wie das Web-Portal McClure berichtet, sind in dem technikbegeisterten Land die Einnahmen aus dem Digitalvertrieb im ersten Quartal 2013 verglichen mit dem Vorjahr um 30 Prozent auf umgerechnet 114,6 Mio. Dollar gesunken.

Verantwortlich für den Abwärtstrend ist das zusammenbrechende Geschäft mit  musikalischen Spielereien für "klassischen Handys". Der Absatz von Klingeltönen für diese Gerätekategorie ging um 52 Prozent auf 7,2 Millionen zurück. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Freizeichentönen, die 14 Millionen mal verkauft wurden, ein Rückgang von 21 Prozent.

Song-Downloads für Smartphones konnten dagegen einen Absatzzuwachs von 33 Prozent auf 22,9 Millionen Einheiten verzeichnen und generierten 38,9 Mio. Dollar Umsatz. 1,6 Millionen MP3-Alben (+65%) im Werte von 17,9 Millionen Dollar wurden mit modernen Multimedia-Mobiltelefonen gekauft.

Der physische Vertrieb dominiert mit einem Umsatz von 494 Mio. Dollar im betrachteten Zeitraum das Musik-Business im Land der aufgehenden Sonne noch immer. Die noch junge Branche der Abo-Services nahm im ersten Kalenderviertel 4,1 Millionen Dollar ein, ein Plus von 265 Prozent gegenüber den Monaten Januar bis März 2012.
[Foto: Negativentwicklung in Japan | cc-by-sa 3.0 agent media]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 29. März 2013

Leichter Rückgang im US-Musikmarkt

Der US-Musikmarkt hat 2012 Umsatzeinbußen von 0,9 Prozent hinnehmen müssen. Das berichtet musikmarkt auf der Grundlage von Zahlen der RIAA. Insgesamt verdiente die Branche 7,1 Milliarden Dollar. Wie in Deutschland scheint die Zeit der erdrutschartigen Verluste im Geschäft mit der Tonkunst also auch in den USA vorbei zu sein.

Die Digitalisierung des Vertriebs von Songs und Alben ist in den Vereinigten Staaten viel weiter fortgeschritten als bei uns. Downloads und Streaming-Services tragen mit 59 Prozent mittlerweile einen größeren Teil zu den Einnahmen bei als physische Formate, die bei uns noch für fast vier von fünf mit Musik umgesetzten Euros verantwortlich zeichnen.

Allein im noch jungen Streaming-Business konnte man dank bezahlter Abos und Werbung 15 Prozent aller Einnahmen erwirtschaften. Mit Downloads kamen 2,8 Milliarden Dollar zusammen. Das ist bereits mehr als mit CDs, deren Umsatz um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden einsackte. Durch Rechteverwertung im Bereich Webradio verdiente man im Land der westlichen Großmacht weitere 462 Mio. Dollar, ein Plus von 59 Prozent in diesem Segment.
[Foto: Streamer wie Spotify erzielen gutes US-Ergebnis | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 25. September 2012

Deutschland trotzt europäischer Videomarkt-Krise

In Europa sind die Ausgaben für Leih- und Kaufvideos von rund 10 Milliarden EUR im Jahre 2010 auf 9,4 Milliarden EUR im vorigen Jahr gesunken. Der digitale Markt konnte dennoch mit einem Plus von über 20 Prozent aufwarten und 1,2 Milliarden EUR beisteuern. Dies berichtet DVD-Intelligence auf Grundlage einer aktuellen Studie von Screen Digest.

Auch der immer noch vorhandene Positivtendenz beim Blu-ray-Absatz kann die auf fallende Disc-Preise zurückzuführende Negativ-Bilanz nicht ausgleichen. Zusammen genommen wurden auf dem hiesigen Kontinent 8,3 Mrd. EUR für Filminhalte auf DVD und Blu-ray ausgegeben, das bedeutet ein Minus von 7,7 Prozent.

In Deutschland erweist sich die Kauflaune entgegen internationalet Trends als besonders robust. Die Ausgaben für gemietete und erworbene optischen Datenträger stiegen hierzulande sogar minimal (+0,03%) auf 1,4 Mrd. EUR. Zwar investierten die Deutschen 5 Prozent weniger in DVDs (1,1 Mrd. EUR). Dies konnte durch den enormen Schub bei BDs jedoch ausgeglichen werden. Der Umsatz mit den Scheiben für hochaufgelöste Bewegtbilder stieg um 38,6% auf 267,2 Mio. EUR.

Deutschland hat Frankreich als zweitwichtigste Video-Nation mittlerweile im zurückliegenden Jahr überholt. Die Marktforscher von Screen Digest prognostizieren, dass 2012 auch das Einnahmen-Niveau des bisher bedeutendsten Marktes Größbritannien übertroffen wird.
[Foto: EU-Videomärkte schwächeln | (Flagge, gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 26. März 2012

Hubert Burda mit sattem Umsatzplus

Die Hubert Burda Media hat sehr positive Bilanzen für 2011 präsentiert. Die mutigen Schritte ins Digitalgeschäft brachten bei ein Plus von über 26 Prozent mehr als 2,175 Milliarden EUR Gesamtumsatz ein. Das schon lange nicht mehr nur als Verlagshaus geführte Unternehmen konnte im Web-Bereich Einnnahmen von 937 Mio. EUR verbuchen, im Vorjahr hatte der Umsatz in diesem Segment nur 587 Mio. EUR eingebracht. Konsolidierungen beim Tiernahrungs-Webshop Zooplus AG führten zu diesem positiven Resultat. Bereits 43,1 Prozent der Burda-Einnahmen kommen somit aus dem Digital-Bereich. Das vermehrte Engagement in die Business-Plattform Xing hofft man auf weitere Geldflüsse aus dem immer noch boomenden Online-Markt.

Der Inlands-Verlagsarm der Firma hat "nur" 657 Mio. EUR eingebracht, das sind 11 Mio. EUR weniger als 2010. Das Minus konnte durch das Auslandsgeschäft mit den hauseigenen Magazinen jedoch mehr als wettgemacht werden. Außerhalb der deutschen Grenzen wurden knapp 385 Mio. EUR erwirtschaftet, dies bedeutet eine Steigerung von über 50 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr.

Auch die Druckereien der Firma machten mehr Umsätze als 2010. Durch den Aufkauf von Sebald Druck kletterten die Einnahmen aus der Printproduktion um mehr als 60 Mio. auf fast 189 Mio. EUR. Gewinne oder Verluste wurden wie schon in der Vergangenheit nicht veröffentlicht.
[Foto: Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen | (c) Hubert Burda Media]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 6. März 2012

CeBIT 2012 gestartet

Seit heute hat das nach eigener Einschätzung internationalste und wichtigste Event der Digitalindustrie, die Messe CeBIT, ihre Pforten in Hannover geöffnet.

Als Schwerpunktthema wurde in diesem Jahr "Managing Trust" gewählt. Es präsentieren sich unter diesem Motto Anbieter, welche den sicheren Umgang mit persönlichen oder geschäftsentscheidenden Daten gewährleisten möchten. Auch Diskussionen und Vorträge widmen sich dieser Problematik, die sich wie ein roter Faden durch die vier Plattformen "pro", "gov", "life" und "lab" der Branchenveranstaltung ziehen soll.

Der Sektor "pro" bezieht hierbei auf Programme und Webanwendungen im Business-Umfeld, der Bereich "gov" konzentriert sich auf Lösungen für Behörden und den öffentlichen Dienst. Hinter "life" verbirgt sich Hard-und Software zur Unterhaltung und für die Gesundheit. Im Segment "lab", dem eine ganze Halle gewidmet ist, werden Forscher und Hochschulen aktuelle Ergebnisse und nicht produktionstaugliche Prototypen vorstellen. Darüber hinaus werden zahlreiche Hersteller aktuellen Mobilgeräte sowie High End Audio- & Video-Systeme vorstellen.
[Foto: Freude bei Tech-Fans: CeBIT ist offen | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Mangelhafter Online-Filmvertrieb

Die um die Rechte der privaten Internetnutzer bemühte Open Rights Group hat den Zustand des nicht phsysischen, digitalen Filmverleihs und -Verkaufs unter die Lupe genommen. Die in Großbritannien beheimatete Organisation bemängelt, dass lediglich 43 Prozent der 50 beliebtesten britischen Filme verfügbar ist. Die Tester suchten auch alle Streifen, die von der Britischen Akademie der Film- und TV-Künste (BAFTA) seit 1960 ausgezeichnet wurden. Nur 58 Prozent dieser Titel waren auffindbar.

Bei neueren Streifen ist die Lage besser. So waren auf iTunes 86% der Amazon-DVD-Topseller verfügbar. Für einen begrenzten Zeitraum ausleihen konnte man in Apples Medien-Store nur 64 Prozent der aktuellen Filme. Beim im vereinigten Königreich beliebten Konkurrenten blinkbox gab es 63% der aktuellen Movie-Highlights zu kaufen, 55 Prozent konnten gemietet werden. Auch die Preise der Digitalen Lieferanten können mit DVDs nicht mithalten. Bei iTunes musste man im August für Top-Bestseller im Schnitt 8,88 Pfund berappen, während die Discs für 6,80 Pfund zu haben waren.

Die Ergebnisse entsprechen auch den Erfahrungen deutscher Nutzer. Vielleicht kann der kürzlich in einer Beta-Phase gestartete Filmverleih von YouTube die digitalen Regale künftig besser befüllen oder wenigstens durch die wachsende Konkurrenz für günstigere Preise sorgen.
[Foto: iTunes: auch als Movie-Store beliebt | (c) Apple]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 15. September 2011

Messe für Online-Marketing: dmexco 2011

Nur noch wenige Tage bis zur Online Marketing Messe dmexco (Digital Marketing Exposition And Conference) in Köln. Das Top-Event der Branche rechnet am 21. und 22. September mit insgesamt 17.000 Fachbesuchern. 440 Aussteller haben ihr Kommen zugesagt - Rekord für die Messeveranstalter, die sich damit über eine komplett ausgebuchte Ausstellung freuen können.

Die große Resonanz dokumentiert den anhaltenden Boom der Online-Werbebranche, die auch in diesem Jahr neue Rekordzahlen verkünden kann. Die Messe findet zum dritten Mal statt. Sowohl die Messe selbst als auch das hochkarätig besetzte Conference-Programm ist für Fachbesucher kostenlos. 300 Sprecher möchten diesmal Vorträge halten. Zu den Top-Themen werden Cloud Computing und Marketing im mobilen Sektor sowie in sozialen Netzwerken gehören.

Für Stimmung soll nach dem ersten Messetag die Band Cascada sorgen, die auf der dmexco-Party für das Fachpublikum ihre Tanzmusik performen wird. Die nach dem größten Hit der Gruppe benannte "Evacuate The Dancefloor"-Fete steigt auf den Rheinterassen. Für den Besuch ist ein Extra-Ticket erforderlich, das mit einem Preis von 100 EUR jedoch nicht ganz billig ist.
[Foto: Spannendes Marketing-Event in Köln | (c) koelnmesse]

Artikel von agent-media.de

Montag, 6. Juni 2011

Infomedia bietet digitalen Film-Vertrieb

Die Infomedia GmbH, die als Teil der Infodisc Gruppe im Bereich der unabhängigen Serviceprovider aktiv ist, erweitert ihr Angebot um die neue Vertriebsschiene iTunes und Co. Eine Partnerschaft mit Inception Digital Media Services (IDS) aus den USA macht dies möglich. IDS ist im Großraum Los Angeles ansässig und arbeitet dort auf dem Gebiet der elektronischen Auslieferung.

Alle digitalen Serviceleistungen, um Filme z.B. in den iTunes Movie Stores anbieten zu können, können damit ab sofort von der Infomedia GmbH übernommen werden. Dies umfasst neben den inhaltlichen auch die technischen Zertifizierungen. Lizenzinhaber, die diese Zertifizierungen nicht besitzen, können somit künftig über die Infomedia GmbH den Digital-Vertieb ihrer Video-Inhalte abwickeln.

Die Unternehmensgruppe versteht die neue Möglichkeit des Filmverkaufs im Web als Ergänzung zum physischen Vertrieb. Das Segment der Blu-ray und DVD-Vervielfältigung ist der angestammte Geschäftszweig der Infomedia-Schwester Infodisc Technology GmbH.
[Foto: Infodisc-CEO Michael Gutowski | (c) Infodisc-Gruppe]

Artikel von agent-media.de

Montag, 30. Mai 2011

Neue E-Publishing Software

Eine neues Programm namens virtualmagazine verwandelt PDF-Dateien in interaktive Flash-Anwendungen. Damit lassen sich Zeitschriften auf Webseiten sowie Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Android lesen und intuitiv bedienen. Die digitalisierten Magazine laufen nicht auf iPhones und iPads, da Apple bei seinen Mobilgeräten auf Flash-Unterstützung verzichtet.

Der als "Software as a Service" konzipierte Dienst akzeptiert druckfähige PDF-Dateien als Eingabe und importiert daraus auch Links, Lesezeichen und Seitenverweise. Die nach dem Upload auf dem Server virtual-magazine.com gehostete Publikation kann der Verleger auch als App auf der eigenen Firmenseite bei Facebook integrieren.

Mit Javascript, der Programmiersprache für dynamische Internetseiten, sind auch selbst gestaltete Schaltflächen und Bedienelemente zum Blättern oder für den Ansichtswechsel der digitalen Zeitschrift realisierbar.

Mit einem optionalen Statistik-Modul kann die Demographie der Leser ermittelt werden. Zudem ist ein Kopierschutz integriert.

Durch Mobile Tagging lassen sich virtuelle und gedruckte Inhalte miteinander verknüpfen. Bei diesem Verfahren wird ein Strichcode auf der Printausgabe über die Handy-Kamera erkannt und auf dem Smartphone passender digitaler Content abgerufen.

Das von Daniel Kuhnlein entwickelte Programm ist im Abo ab 14,25 EUR im Monat nutzbar. Interessenten können die verschiedenen Versionen des E-Publishing-Tools 30 Tage lang kostenlos testen.
[Foto: Flash-Software mit viel Liebe zum Detail | (c) virtualmagazine (tm)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 30. März 2011

Musikmarkt verliert acht Prozent Umsatz

Der weltweite Musikmarkt hat im vergangenen Jahr 8,4 Prozent Umsatz eingebüßt. Dies geht aus dem aktuellen Jahrbuch "Recording Industry in Numbers" des Musik-Industrieverbands IFPI hervor.

Wie musikwoche berichtet, sinken die Einnahmen bereits seit der Jahrtausendwende kontinuierlich. Wurden 1999 noch 27,3 Mrd. Dollar erwirtschaftet, so waren es 2010 nur noch 15,9 Mrd. Dollar.

Besonders drastisch ist der Rückgang im physischen Musikmarkt, der zwischen 1999 und 2010 um fast 17 Mrd. Dollar auf 10,4 Mrd. Dollar eingesackt ist. Aus dem Digitalvertrieb kamen 2010 4,6 Mrd. Dollar. Dies bedeutet ein Plus von nur 5,3% gegenüber 2009, die Boomzeit des Musik-Downloads ist offenbar bereits vorbei. Der globale Anteil des Digitalmarkts beträgt somit 29 %.

Die Deutschen greifen dagegen noch eher zur Scheibe. Die physischen Datenträger machen hierzulande noch immer den Löwenanteil des Musikmarkts aus. Der digitale Erwerb von Musik führt nur zu einem vergleichsweise kleinen Umsatzanteil von 13%.

Die Einnahmequelle "Aufführungsrechte" brachte der Musikindustrie 0,9 Mrd. Dollar Umsatz, ein Plus von 4,6%.
[Foto: Der weltweite MP3-Boom ist vorbei | cc-by-sa 3.0 Stahlkocher]

Artikel von agent-media.de

Montag, 7. März 2011

Digitaler Kiosk der Telekom

Die Deutsche Telekom hat Anfang März im Rahmen der CeBIT die Kiosk-App PagePlace vorgestellt, die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wohlwollend aufgenommen wurde. Zum Start waren unter anderem die "Süddeutsche Zeitung", die "WAZ", "Die Zeit", Die "Westfälische Rundschau" und das "Handelsblatt" über PagePlace erhältlich.

Die neue Mobilsoftware überzeugte die Nachrichtenprofis durch die Möglichkeit, Abos in direktem Kundenkontakt verkaufen zu können. Die Telekom tritt also, anders als iPad-Macher Apple, nicht als ungeliebter Zwischenhändler auf.

Auf PagePlace kann man neben Digitaleditionen von Magazinen und Zeitungen auch E-Books beziehen. Bisher funktioniert die Applikation in einer Preview-Version auf den iOS Geräten iPad, iPod Touch und iPad sowie auf Windows-PCs. Im April will der deutsche Anbieter seine Anwendung auch für Android-Geräte zur Verfügung stellen.
[Foto: Telekom launcht PagePlace | (c) Deutsche Telekom]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 3. März 2011

Durchwachsenes Jahr für UMG

Die Universal Music Group (UMG) hat 2010 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro steigern können. Leider ging der Gewinn vor Steuern (EBITA) trotzdem merklich um 18,8% auf 471 Mio. Euro zurück. Dies geht aus dem Jahresbericht des Mutterkonzerns Vivendi hervor.

Unter dem neuen Chef Lucian Grainge werden nun beim Major-Label Einsparungen durchgesetzt, die sich bis zum Ende des laufenden Jahres auf 100 Mio. Euro belaufen sollen.

Der Konzern möchte trotz der Umstrukturierungen weiter in den globalen digitalen Markt vorstoßen. Immerhin sind die UMG-Einnahmen über den Vertriebsweg Online um 13,8% gestiegen. Jüngst wurde eine Partnerschaft mit dem indischen Telekommunikationsunternehmen  RCOM abgeschlossen. Zusammen soll der erste spezielle Musikdienst für das fast 1,2 Milliarden Bürger zählende Land gestartet werden.
[Foto: UMG investiert und verringert Gewinn | ]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 17. Februar 2011

Apple-Erklärung macht Verlage nicht glücklich

In einer Erklärung vom 15.02. ist Apple einen kleinen Schritt auf die Verlage zugegangen. Beim Abschluss digitaler Magazin-Abos sollen Kunden die Länge des Abos wählen können. Die Leser sollen zudem entscheiden, ob sie ihre Daten an den jeweiligen Verlag weitergeben möchten.

Der IT-Riese erlaubt alternative Vertriebswege für Zeitschriften-Abos neben dem App Store. Verlage können also Digital-Editionen auch auf ihrer Webseite anbieten und müssen in dem Fall auch nicht die übliche Provision von 30% an das Unternehmen aus Cupertino zahlen.

Allerdings macht Apple eine Einschränkung beim Eigenvertrieb und stellt hierfür neue Richtlinien auf. Die externen Abo-Angebote müssen zum gleichen oder einen günstigeren Preis auch aus der App heraus erreichbar sein. Somit gäbe es zu jeder Abo-Offerte immer eine nicht minder attraktive Variante, an der Apple mitverdient.

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) antworteten in Form einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Lobby-Organisationen prangern die Gängelungen an. Sie fordern freie Entscheidung der Verleger über die Ausgestaltung der Angebote auch innerhalb von Apps. Wichtig ist den Verbänden, dass Verlage Abos auch im Rahmen der Mobilprogamme direkt an den Kunden verkaufen dürfen. Apple soll also nicht zwangsweise als Zwischenhändler fungieren und mitverdienen.
[Foto: Apple-Chef Steve Jobs mit iPad | cc-by 2.0 matt buchanan]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 11. Februar 2011

WMG-Aktien stehen nicht gut

Am Dienstag, den 08. Februar hat die Warner Music Group ihre wenig ermunternden Umsatzzahlen bekanntgegeben. Die Umsätze gingen im am 31. Dezember zu Ende gegangenen ersten Geschäftsquartal auf 789 Mio. Dollar zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Minus von 14 Prozent.

Die Einnahmen aus dem Digitalgeschäft betrugen 187 Mio. Dollar. Der moderne Vertriebsweg wird die Einbußen im physischen Markt mit CDs und Schallplatten wohl ohne grundsätzlich neue Ideen nicht mehr wettmachen können. In den letzten drei Monaten des Jahres 2009 waren bereits 184 Mio. Dollar Einnahmen im digitalen Markt erzielt worden. Das Wachstum in diesem Segment beläuft sich also auf nicht einmal zwei Prozent.

Die Börse reagierte verschnupft auf die Ergebnisse. Der Wert der WMG-Aktie fiel um über 10 Prozent.
[Foto: WMG-Hauptinvestor Edgar Bronfman, Jr. | cc-by-3.0 Christopher Peterson]

Artikel von agent-media.de

Montag, 24. Januar 2011

IFPI Digital Music Report veröffentlicht

Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) hat ihren Bericht zur weltweiten Wirtschaftslage der digitalen Musikindustrie veröffentlicht. 4,6 Mrd. US-Dollar konnten 2010 laut Report mit Musik-Dienstleistungen aus dem Web erwirtschaftet werden. Das sind 29% aller globalen Umsätze der Musikindustrie.

Von 2004 bis 2010 sind die Einnahmen durch MP3-Angebote und Abo-Services somit um 1000 Prozent gestiegen. Über 400 legale Anbieter buhlen heute im stationären und mobilen Internet um die Gunst der Musikfreunde. Das digitale Wachstum konnte die Einbußen der Kreativindustrie jedoch nur mäßig abdämpfen. Um 31% gingen die Umsätze im Musik-Business im selben Zeitraum zurück. Die ganz große Wachstumsphase im Internet scheint auch bereits vorbei zu sein. Um lediglich 6 Prozent stiegen die Einnahmen aus dem Digitalvertrieb 2010 im Vergleich zum Vorjahr.

Auch Konzerte warfen 2010 wohl weniger Geld ab als noch 2009. Zumindest die 50 bestbesuchten Touren weltweit haben 12% weniger Ticketeinnahmen generiert.

Der Lobbyverband wird aufgrund der wirtschaftlich weiter unbefriedigenden Lage nicht müde zum Kampf gegen Piraterie aufzurufen. Im Report appelliert die IFPI an Regierungen, auch Internet Service Provider in die Pflicht zu nehmen. Die Webanbieter sollen illegale Seiten sperren und die Daten von widerrechtlich agierenden Tausch-Börsianern zügig herausrücken.
[Foto: Digitalmusik-Bericht der IFPI | (c) ifpi.org]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Analyse zum Kauf von Videospielen

In einem aktuellen Bericht präsentieren die US-amerikanischen Marktforscher der NPD Group Faktoren, die für den Erwerb von Videospielen entscheidend sind. Die Studie wurde an 3.704 Mitglieder des NPD-Panels ab zwei Jahren durchgeführt. Nur Personen, die in den letzten drei Monaten mindestens ein Spiel gekauft haben, wurden befragt. Bei Kindern unter 13 Jahren hat zum Teil die Mutter für ihren Sprössling geantwortet.

71% der Spiele werden auf physischen Datenträgern erworben, 29% entfallen aufs Digitalgeschäft. Bei den Digitalkäufen domineren spezialisierte Download-Seiten wie BigFishGames oder SteamPowered das Geschäft. 47% der Käufer nutzen diese und ähnliche Web-Angebote. 42% der Käufer erwerben neues Daddel-Futter für ihre Handys und Mobilgeräte in App-Stores. 30% kaufen bei Konsolen-Portalen wie XBox Live oder dem PlayStation Network.

In den letzten drei Monaten wurden von den Befragten im Schnitt 3,1 Vollversionen gekauft. Etwa 20% der Spieler haben sich neben Haupttiteln auch Add-Ons zugelegt.
[Foto: Digitalkauf bei XBox-Spielen beliebt | public domain]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 18. November 2010

Umsatzrückgang bei Warner Music

Die Warner Music Group (WMG) hat Ihre Bilanzen für das zurückliegende vierte Geschäftsquartal vorgelegt, das am 30. September zu Ende gegangen ist. Leider zeigt der Trend beim US-Plattenlabel noch immer nach unten.

Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13% auf 752 Mio. Dollar. Das Betriebsergebnis ging im bilanzierten Zeitraum auf überschaubare 20 Mio. Dollar zurück. Vor Jahresfrist lag diese Größe noch bei 54 Mio. Dollar. Über das gesamte Fiskaljahr 2010 bleibt ein Ergebnis von 90 Mio. Dollar, im letzten Jahr standen noch 135 Mio. Dollar zu Buche.

Auch der Digitalvertrieb konnte die Einbußen nicht abfangen. 197 Mio. Dollar und somit 26% des Quartalsumsatzes wurden in diesem Segment erwirtschaftet. Berücksichtigt man nur Umsätze aus dem Geschäft mit Musikaufnahmen, liegt der Anteil sogar bei 40%. Der Markt verschiebt sich also weiter zu  Ungunsten physischer Tonträger. Im Vergleich zu 2009 bedeutet dieser Umsatz einen Zugewinn von 7,1%. Das Geschäft mit Downloads und Klingeltönen scheint also bereits langsam an die Grenzen des Wachstums zu stoßen. Die Nachfrage nach Handy-Sounds wird nach Konzernangaben bereits geringer. Der resultierende Positivtrend wird demnach von global steigenden Downloadzahlen getragen.

Als eines der vier großen Plattenmajors hat WMG namhafte Künstler unter Vertrag. Im letzten Quartal ließen Linkin Park, Phil Collins und die hierzulande recht unbekannte Country-Combo "The Zac Brown Band" mit frischen Alben die Kassen am meisten klingeln. Kobukuro und Superfly sorgten in Japan für Furore und bei WMG für erklecklichen Umsatz.
[Foto: Chester von Linkin Park: erfolgreich für WMG | cc-by-sa 2.5 Sry85]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 30. September 2010

Digitalmarkt: Smartphone-Nutzer wollen oft nur surfen

Die Verlage freuen sich über neue Einnahmequellen durch Apps für iPad und iPhone, Amazon Kindle und andere Reader nebst ihren digitalen Buchquellen bringen Schwung in den Buchmarkt und der geneigte Konsument verbindet Fernseher, Spielkonsole oder Blu-ray-Player mit dem Internet um sich Videos ins Wohnzimmer zu streamen. MP3-Downloads haben CDs längst den Rang abgelaufen. Im technikaffinen Internet liest es sich oft, als seien die vielfältigen digitalen Möglichkeiten bereits beim Endkunden etabliert.

Wie es um die Wirklichkeit bestellt ist zeigt ein Blick über den großen Teich. Die NPD Group hat in einer aktuellen Erhebung festgestellt, dass 75% der US-Amerikaner in den letzten drei Monaten überhaupt nichts kostenpflichtig heruntergeladen oder gestreamt haben. Die Marktforscher kommen zu dem ernüchternden Ergebnis, dass die meisten Nutzer ihre PCs, Macs und Smartphones eher zum surfen und mailen nutzen.

15% der Konsumenten bezogen digitale Inhalte wie Songs und Videos via PC oder Mac. Sechs Prozent der Befragten verbinden sich per Spielkonsole mit dem Internet, 4 Prozent gehen mit ihrem Smartphone und zwei Prozent mit Hilfe Ihres Blu-ray-Players online.

Trotzdem ist der Netzzugang ein wichtiges Kaufargument für neue Gadgets. Für 60 Prozent der Besitzer eines E-Readers ist er das wichtigste Feature überhaupt. Für 49 Prozent der Nutzer von Smartphones ist eine hohe Geschwindigkeit beim Websurfen ein wichtiger Kaufanreiz. 38% aller Besitzer eines Blu-ray Players beurteilen die Internetfhähigkeit ihres Geräts als "wichtig" oder gar "sehr wichtig".

Die US-Bürger sind offenbar bereit für die neuen digitalen Märkte der Sektoren Entertainment und Medien. Es obliegt nun den Anbietern, ihre Inhalte so attraktiv, in der Handhabung bequem und in der Abwicklung des Kaufes so sicher zu machen, dass die Online-Gänger zuhause und unterwegs noch mehr zu zahlenden Kunden werden. [Foto: cc-by-sa 2.0 Woookie]

Montag, 30. August 2010

Japan: Digitaler Musikmarkt rückläufig

cc-by-sa 3.0
Stahlkocher
Während die Musikindustrie sich hierzulande noch über steigende Zahlen bei Absatz und Umsatz aus dem digitalen Vertrieb freut, scheint sich im traditionell technikaffinen Japan bereits das Ende des Wachstums abzuzeichnen.

43,4 Milliarden Yen (ca. 400 Mio Euro) betrug laut MusicWeek der Umsatz aus dem Geschäft mit MP3-Downloads und Klingeltönen im ersten Halbjahr 2010 noch, ein Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es wurden 5% weniger Tracks heruntergeladen.

Bei stationären Downloads ausgehend von Laptops und PCs gab es noch einen Zuwachs von 2% auf 23,2 Mio. Einheiten, die zu Einnahmen in Höhe von 5 Milliarden Yen (46 Mio. Euro) führten.

Die Einbußen sind auf gesunkenes Interesse auf dem Mobilmarkt zurückzuführen, der den Löwenanteil des Digitalmarkts im asiatischen Inselstaat ausmacht. Auf Handys, Smartphones und andere tragbare Geräte wurden 199,1 Mio. Musikstücke heruntergeladen, sechs Prozent weniger als in den ersten Monaten 2009. Der Umsatz in diesem Bereich fiel um drei Prozent auf 37,8 Mrd. Yen (ca. 350 Mio Euro), was vor allem auf ein kräftiges Umsatzminus von 17% bei Klingeltönen zurückzuführen ist.