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Dienstag, 9. April 2013

SchülerVZ am Ende

Das hierzulande lange Zeit nicht nur bei jungen Leuten beliebte Netzwerk SchülerVZ wird es im Mai nicht mehr geben. Dies kündigte der Eigentümer Vert Capital an. Alle Daten werden bis zum 30. April gelöscht. Die Nutzer müssen sich also beeilen, wenn Sie ihre hochgeladenen Dateien und Inhalte noch sichern möchten.

Der Betreiber Poolworks möchte stattdessen sein neues Portal VZ Fotobuch weiterentwickeln, auf den die Mitglieder der verbleibenden Dienste MeinVZ und StudiVZ Zugriff haben. Auch weitere Initiativen stehen angeblich in den Startlöchern.

Die Investmentfirma Vert Capital hatte nach der Übernahme noch im September 2012 verlauten lassen, alle VZ-Communities würden weiter laufen. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, SchülerVZ solle in einen neuartigen Dienst namens IDPool überführt werden.

Nun also das Ende, das auf den massiven Benutzerschwund zurückzuführen ist. Ob die verbliebenen national aktiven soziale Netze wie "Wer kennt wen" oder "Lokalisten" gegen die Big Player Facebook und Google+ mittelfristig überleben werden, gilt in der Branche schon länger als fraglich. Zu groß sind die Vorteile einer globalen Nutzerbasis - und eines weniger strengen Datenschutzes, dem US-Unternehmen Rechnung tragen müssen.
[Foto: Bye Bye, SchülerVZ | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 19. November 2012

Kahlschlag im Blätterwald

In diesen Tagen reißen die Hiobsbotschaften aus den Kreisen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage nicht ab. Nachdem letzte Woche die Frankfurter Rundschau in den Konkurs gegangen ist, stehen nun offenbar auch Wirtschaftsblätter von Gruner + Jahr vor dem Aus.

Doch der Reihe nach. Die Frankfurter Rundschau hat am letzten Dienstag Insolvenz angemeldet. Wie der vorläuige Insolvenzverwalter, ein Anwalt aus der hessischen Main-Metropole, durchblicken ließ, droht für 2013 die Zahlungsunfähigkeit. Das Verfahren wird voraussichtlich im nächsten Februar eröffnet. Erst nach Sichtung der Vermögenslage soll entschieden werden, wie es mit der Tageszeitung weitergeht. Die bisherigen Besitzer, der Verlag M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG hatten auf einer Betriebsversammlung erklärt, dass sie keine Perspektive zur Fortführung des Unternehmens sehen.

In seiner aktuellen Ausgabe will nun der Focus aus Insiderkreisen auch noch erfahren haben, dass die Gruner + Jahr-Titel "Financial Times Deutschland", "Börse Online" und "Impulse" eingestellt werden sollen. Die monatlich erscheinende "Capital" wird nach Focus-Informationen wohl weiter geführt werden. Laut Hamburger Abendblatt ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefallen und man wird sich dafür noch ein paar Tage Zeit lassen.
[Foto: Einige G+J-Titel stehen vor dem Aus | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 8. Juli 2011

Abhörskandal: News of the World wird eingestellt

Die Geschichte der 168 Jahre alten Sonntags-Zeitung "News of the World" geht passenderweise skandalträchtig zu Ende. Es bestehen massive Anschuldigungen wegen des Abhörens von Handy-Mailboxen durch Mitarbeiter des Boulevard-Blatts. Neben Prominenten sollen auch Soldaten sowie Angehörige von Terror- und Entführungsopfern Ziele der Bespitzelungsaktionen gewesen sein. Die herausgebende "News Corporation" um Rupert Murdoch zieht nun die Reißleine und stellt die Zeitung ein.

Bereits 2006 waren ein Journalist und ein Privatdetektiv, die für das Blatt recherchiert hatten, verurteilt worden. Die VIP-Opfer erhielten hohe Entschädigungssummen. Im April dieses Jahres wurden zuletzt drei "News of the World"-Redakteure verhaftet.

Die News Corp. plant derzeit die komplette Übernahme des britschen Senders Sky, an dem sie bereits zu 39 Prozent beteiligt ist. Die Regierung des Vereinigten Königreichs müsste dem Vorhaben noch zustimmen. Diese Entscheidung wurde aufgrund des aktuellen Eklats bereits um sechs Monate vertagt.

Die letzte Ausgabe der "News of the World" erscheint am Sonntag ohne Werbeanzeigen. Die Einnahmen der finalen Edition sollen wohltätigen Zwecken zugute kommen. Die Redaktion wird komplett aufgelöst. Die bislang nur an Wochentagen erscheinende Yellow Press-Schwester "The Sun" aus demselben Hause wird dafür künftig auch eine Sonntags-Ausgabe herausbringen.
[Foto: Ohne Bilder: Erstausgabe von 1843 | gemeinfrei]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 4. November 2010

Sony-Walkman wird nicht mehr produziert

Sony hat die Herstellung von Walkmen für Kassetten am 23. Oktober eingestellt. Damit geht die Ära des Symbols der Jugend- und Popkultur in den 80er Jahren zu Ende. Der Name "Walkman", der zur Bezeichnung der ganzen Gerätegattung wurde, ist in den meisten Ländern eine eingetragene und somit geschützte Marke von Sony.

Mit seiner Markteinführung am 1. Juli 1979 ermöglichte es der mobile Tonband-Spieler erstmals, die eigenen Lieblingslieder überall hören zu können. Nach zunächst spärlichen Verkaufszahlen entwickelte sich der Walkman in den frühen Achtzigern boomartig zum Symbol des jugendlichen Individualismus. Unvergessen bleibt der Generation der heutigen "Thirty Somethings" die Szene aus dem französischen Film "La Boum" von 1980, in der ein Walkman dank des Schmusesongs "Dreams are my Reality" inmitten einer rocklastigen Féte ein jugendliches Pärchen der Welt entrückt.

Emotional aufgeladenen Erinnerungen an selbstgemachte Mixtapes, 80er-Musik oder die erste Liebe lassen in der Retrospektive manchen Ärger mit dem verheddeungsfreudigen Tonträger vergessen. Als die Compact Disc Anfang der Neunziger in Mode kam, konnte sich Sonys tragbarer CD-Spieler ("Discman") aufgrund seiner Sperrigkeit und häufiger Replay-Aussetzer gegen den Walkman nie wirklich durchsetzen.

Erst die mit dem beginnenden Jahrtausend aufkommenden MP3-Player machten dem Bandsalat ein Ende. Der iPod bescherte Apple das erste echte Lifestyle-Gadget für die breite Masse.

Bekanntlich ließ das IT-Unternehmen noch einige Technik-Spielzeuge für Erwachsene folgen. Sony legte mit Handys und mobilen Playern nach, die noch den "Walkman" im Namen führten. Wie die gesamte Konkurrenz hinkt jedoch auch der japanische Konzern Apples Erfolgen mit mobilen High Tech-Geräten bis heute ein ganzes Stück weit hinterher.