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Donnerstag, 20. Juni 2013

Tablet: Lieblings-Spielzeug der Stubenhocker

Trotz der bei Tablets oft integrierten mobilen Internetverbindung werden die Gadgets vor allem in den eigenen vier Wänden genutzt. 27 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage des IT-Branchenverbandes BITKOM gaben an, ihren Flachrechner nur zu Hause zu verwenden. Weitere 34 Prozent nutzen die noch junge Geräteklasse vorwiegend im heimischen Umfeld. 30 Prozent verwenden nach eigener Einschätzung ihr Tablet etwa gleichermaßen in- und außerhalb des Haushalts. Nur bei acht Prozent kommt das Tablet ausschließlich unterwegs zum Einsatz.

92 Prozent der Nutzer, die ihr Touchscreen-Gerät im heimischen Umfeld verwenden, tun dies auf dem Sofa sitzend. Immerhin 53 Prozent zieht es mit dem leichten High-Tech-Begleiter in den Garten oder auf den Balkon. 48 Prozent nehmen das Technik-Spielzeug mit ins Bett, 38 Prozent schalten es auch am Schreibtisch ein. 34 Prozent setzen sich mit dem Tablet an den Küchentisch. Trotz der Gefahr von wasserbedingten Schäden nehmen sieben Prozent das Tablet auch mit ins Bad.

Gerne wird das Tablet als Begleiter beim Fernsehen genutzt. Außerdem lassen sich die Flat-PCs auch mit der heimischen Unterhaltungselektronik verbinden und zum Beispiel als Fernbedienung einsetzen. Zusammen mit den Möglichkeiten auf dem Gerät selbst Filme zu schauen, Musik zu hören E-Books zu lesen oder über soziale Netze mit Freunden zu kommunizieren, bietet sich das Tablet als heimischer Begleiter geradezu an.
[Foto: Das iPad wird gerne daheim gelassen | cc-by-sa 2.0 matt buchanan]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 24. Januar 2013

Gezerre um USB-Stick-Abgaben geht weiter

Der Streit um die geplante Erhöhung der Urheberrechtsabgabe auf USB-Sticks und Speicherkarten geht in die nächste Runde. Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) fordert, dass die Händler ab dem 01. Juli 2012 rückwirkend 0,91 EUR pro verkauftem Speichereinheit bis 4 GB berappen sollen. Bei Sticks mit höherer Kapazität sollen 1,56 EUR anfallen. Für SD-Karten und ähnliche Medien sollen bei höheren Speichergrößen sogar 1,95 EUR entrichtet werden.

Immerhin konnte der BITKOM laut aktueller Pressemitteilung erwirken, dass die alte Regelung (maximal 10 Cent pro verkauftem Exemplar) noch für die erste Jahreshälfte 2012 gilt. Der Lobby-Verein der Hightech-Industrie möchte weiter gegen die nach Ansicht ihrer Klientel unverhältnismäßige Erhöhung ankämpfen. Bei Preisen um die fünf Euro für einen Speicherstäbchen mit geringem Datenvolumen erscheint dem BITKOM die Verteuerung nicht angemessen.

Die ZPÜ treibt die fälligen Tarife für legale Privatkopien für die GEMA, die GVL, die VG Wort, die VG Bild-Kunst und diverse Film-Verwerter ein. Mit den Geldern wird die legale Erstellung von Duplikaten urheberrechtlich geschützter Inhalte im persönlichen Bereich abgegolten. Ansprüche dieser Art entstehen zum Beispiel auch bei der Veräußerung von CD- und DVD-Rohlingen oder Druckern und werden von der ZPÜ bei den Verkäufern geltend gemacht.
[Foto: USB-Speichersticks könnten teurer werden | (public domain)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 3. September 2012

Studie: CD verliert Fans

Kaum feierte die CD ihren 30. Jahrestag, da beendet auch schon eine Studie die kurzzeitig gute Laune. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom würde nur jedem zweiten Befragten die Möglichkeit fehlen, Musik auf CDs zu erwerben, würde es diese nicht mehr geben.

Während die über 45jährigen den Silberlingen mit 57% noch am meisten hinterher trauern würden, sehen jüngere Semester einem möglichen Ende der Tonträger eher gleichmütig entgegen. Nur 39 Prozent der unter 24jährigen fänden es demnach betrüblich, würden die physischen Medien vom Markt verschwinden.

Einen Grund für die schrumpfende Anhängerschaft sehen die Herausgeber der Studie in der verbesserten Klangqualität digitaler Formate wie AIFF, welche den Soundstandard der CD übertreffen können. Bei herkömmlichen MP3s wird das Klangmaterial weit stärker reduziert. Angesichts der höher aufgelösten Audiodateien gehen selbst Puristen die Argumente für den Erwerb von Compact Discs aus.

Auch sieht der Branchenverband einen verbreiteten Tendenz der Verbraucher zu nicht physischen Distributions- und Speicherformen. Streaming-Lösungen, bei denen die Musik nicht mehr unbedingt auf dem eigenen Gerät gespeichert wird, erfreuen sich dank auch im mobilen Bereich gewachsener Internet-Verbreitung großer Beliebtheit. Der Trend zu Abos auf Spotify, Simfy und Co. könnte dem Erwerb einzelner Datenträger langfristig ein Ende setzen.
[Foto: Keine rosigen Aussichten für Presswerke | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 11. Juli 2012

Musik-Streaming-Markt nimmt Fahrt auf

Die Möglichkeit ohne Download per Internet auf Musikinhalte zuzugreifen kommt immer mehr in Deutschland an. Laut einer aktuellen Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM greifen mittlerweile rund 12 Mio. Deutsche auf Streaming-Services wie Rdio, Napster oder Simfy zurück.

Allerdings liegt die Zahl der Bundesbürger, welche die Dienste wöchentlich in Anspruch nehmen, bei lediglich 4,5 Mio. Die Entwicklungschancen des Marktes sind äußerst positiv. Die Nutzung auch kostenpflichtiger Angebote ist zuletzt zunehmend attraktiver geworden, denn die Zahl der Anbieter ist hierzulande auf zehn angewachsen.

Bis Ende 2011 hatte es für im Ausland bereits erfolgreiche Unternehmen hierzulande keine Rechtssicherheit gegeben. Die Lizenzabgaben für die GEMA waren bis dahin noch nicht geregelt. Unter Mitwirkung des BITKOM hatte die deutsche Verwertungsgesellschaft im vergangenen Dezember Tarife festgelegt, welche für die Betreiber offenbar akzeptabel und nachvollziehbar sind.
[Foto: Rhapsody-Tochter Napster | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 21. Juni 2012

Presse-Leistungsschutz - Viel Lärm um nichts?

Das Bundesministerium der Jusitz hat in der vergangenen Woche einen Entwurf für einen Leistungsschutz der Presseverlage vorgelegt. Auch der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher  Zeitschriftenverleger (VDZ) erhielten ein Exemplar. Die Lobbyorganisationen begrüßten den Vorstoß umgehend in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Der BITKOM als Vertreter der IT-Branche hingegen spart in einer eigenen Stellungnahme nicht mit Kritik. Deutschland gehe hier wieder einen Sonderweg. Suchmaschinen könnten Presseartikel künftig womöglich nicht mehr in ihren Ergebnissen anzeigen oder müssten auf den gewohnten Teaser verzichten, da laut Vorschlag auch Teile von Presseerzeugnissen schützenswert seien.

Tatsächlich ist der Entwurf weit weniger scharf als vom BITKOM angeprangert. So bleibt die Artikel-Verlinkung laut beigefügtem Kommentar des Ministeriums weiterhin erlaubt. Auch das Zitier-Recht soll gewahrt werden. Diese Eckpfeiler dürften die gängige Praxis der Suchmaschinen rechtlich absichern.

Die Einführung des Presse-Leistungsschutzes wurde bereits im Koalitionsvertrag von CDU und FDP aus dem Jahre 2009 vereinbart. Das neue Recht soll die Verlage mit anderen Werkmittlern wie etwa Musik-Labels gleichstellen. Bislang können nur Autoren selbst gegen unerlaubte Kopien ihrer Artikel vorgehen. Kritiker befürchten die Einführung eines neuen Verwertungsapparats für die Eintreibung der durch die Nutzung der journalistischen Texte entstandenen Tantiemen.
[Foto: Neues von Leutheusser-Schnarrenberger | cc-by-sa 3.0 Arian Kriesch]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 29. Mai 2012

Erhöhte ZPÜ-Abgaben auf USB-Sticks und Speicherkarten

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) möchte die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks und Speicherkarten drastisch erhöhen. Seit 2010 werden pro verkauftem Speichermedium 0,10 EUR an die Urheberrechtsverwerter abgetreten. Damit sollen legale Privatkopien urheberrechtlich geschützter Inhalte abgegolten werden. Künftig möchte die ZPÜ bei Sticks und Karten bis 4GB 0,91 EUR erheben. Bei USB-Medien mit Kapazitäten oberhalb dieses Limits sollen künftig 1,56 EUR, bei Speicherkarten 1,95 EUR fällig sein.

Zum Ende des vergangenen Jahres hatten die Copyright-Vertreter den Vertrag mit den günstigen Konditionen aufgrund veränderter rechtlichen Rahmenbedingungen gekündigt, wie nun die GEMA in einer Stellungnahme darlegt. Bis Februar wurde keine Einigung mit den Interessensvertretern der Industrie erzielt. Die pauschalisierende Vorgehensweise sei jedoch aufgrund von Entscheidungen des Europäischen Gerichtshof nicht mehr haltbar.

Laut einer ZPÜ-Studie werden auf einen USB-Stick während seiner Lebensdauer im Schnitt 677 Musiktitel, 541 Fotografien, Bilder und Kunstwerke, 66 Ausschnitte aus Büchern sowie 93 Grafiken geladen. Die GEMA leitet die neuen Tarife aus diesen Zahlen ab. Die Gebühren wären wohl sogar noch höher ausgefallen, wäre man nicht rechtlich an ein angemessenenes Verhältnis zum Preisniveau gebunden.

Die Tarife bedürfen der gerichtlichen Zustimmung, wie die GEMA zugibt. Der BITKOM möchte die Angelegenheit nun bei einem Schiedsgericht klären. Der IT-Branchenverband zeigte in einer Pressemitteilung sein Unverständnis über die extreme Abgabenkorrektur. Man befürchtet Preisanstiege von bis zu 30 Prozent, belegt dies allerdings anhand eines Beispiels für einen 5 EUR-Stick.
[Foto: GEMA erklärt neue ZPÜ-Tarife | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 21. Mai 2012

Web-User akzeptieren Werbung

Eine deutliche Mehrheit von 64% der deutschen Web-User akzeptieren Werbung bei Internetangeboten, wenn die Services dadurch kostenfrei oder billiger gestaltet werden. Dies berichtet der IT-Branchenverband BITKOM. Bei der repräsentativen Umfrage unter 1000 Onlinern ab 14 Jahren gaben 28% an, sie würden eher höhere Preise bezahlen als Reklame-Einblendungen über sich ergehen lassen zu müssen. Die übrigen acht Prozent enthielten sich der Stimme.

Besonders ältere Nutzer sind bereit für anzeigenfreie Webseiten ein paar Euro zu berappen. Unter den befragten Menschen ab 50 würde mehr als jeder Dritte (37%) gerne für Werbefreiheit bezahlen. Bei den 14-29jährigen liegt der entsprechende Anteil bei gerade mal 14%. Dies lässt sich sicher auch auf die unterschiedliche durchschnittliche Einkommenssituation der beiden Altersgruppen zurückführen.

Der BITKOM empfiehlt den Anbietern aufgrund der unterschiedlichen Präferenzen eine zweigleisige Strategie, die klar zwischen kostenlosen werbefinanzierten und gebührenpflichtigen Premium-Angeboten unterscheidet. An die Politik richtet sich der Appell des Verbands, reklamegestützten Geschäftsmodellen nicht durch neue Regelungen das Wasser abzugraben.
[Foto: BITKOM-Studie zur Werbeakzeptanz | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 7. März 2012

Leistungsschutz für Journalisten wird konkret

Übereinstimmenden Presseberichten zufolge konkretisierte die schwarz-gelbe Bundesregierung am vergangenen Sonntag ihre Pläne, das Leistungsschutzrecht hinsichtlich der gewerblichen Nutzung von Presseartikeln im Internet zu reformieren. Darauf hatten sich die Regierungsparteien bereits bei den Verhandlungen zum Koalitionsvertrag 2009 geeinigt.

Regierungskreisen zufolge soll die kommerzielle Nutzung von Artikel beispielsweise durch Aggregatoren wie Google News einer Zwangsabgabe an die betroffenen Verlage unterliegen. Die Tarifgestaltung und Eintreibung der Gebühren soll eine Verwertungsgesellschaft übernehmen. Die Bundesregierung verwies ausdrücklich darauf, dass nicht nur die Verlage, sondern auch die Urheber selbst, also die Verfasser der jeweiligen Beiträge, von den Einnahmen partizipieren sollten und nimmt damit die Verleger in die Pflicht. Die nähere Ausarbeitung des Vorhabens liegt nun bei den zuständigen Fachabteilungen der Ministerien.

Dies Verlage zeigten sich in einer ersten Stellungnahme erfreut über die aus ihrer Sicht überfällige Gleichstellung mit anderen
Sektoren der Kreativindustrie.
 
Gegenwind kommt vom Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Der Verband, dem auch Internetfirmen wie Google und Apple angehören, spricht von einer Zwangsabgabe. Nach Ansicht der IT-Lobby-Organisation wird das Vorhaben zu einer Behinderung der Internetwirtschaft und zu einer milliardenschweren Abgabenlast für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland führen.
 
Ebenso wie der Verband argumentiert auch die Piratenpartei gegen die Initiative der Koalition. So sei es schon heute möglich, das Auslesen von Webseiten durch Crawler wie dem der Google News zu verhindern. Verlage und Betreiber von News-Seiten unterlassen dies jedoch derzeit. Die Indexierung durch Suchmaschinen ist dafür offenbar zu essenziell für die Reichweite der Webauftritte. Zudem ist nach Auffassung der Piraten die Unterscheidung zwischen gewerblichen und nichtkommerziellen Nutzern nicht immer einfach. In einer Grauzone sieht man zum Beispiel Blogger, die Zeitungsberichte zitieren und zur Finanzierung ihres Angebots Werbebanner einblenden.
[Foto: Merkel-Regierung mit neuer Initiative | cc-by-sa 3.0 Ralf Roletschek]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 19. April 2011

IT-Branche wächst und ist optimistisch

IT- und Kommunikationsfirmen befinden sich im wirtschaftlichen Aufschwung. Laut Mitteilung des Branchenverbands BITKOM verzeichneten 78 Prozent der Unternehmen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr gestiegene Umsätze. Der Branchenindex, der die Geschäftserwartung widerspiegelt, klettert mit 72 Prozent auf den höchsten Wert seit Beginn der Befragung vor zehn Jahren.

87 Prozent der Befragten rechnen für das laufende Jahr mit steigenden Erlösen. Unter den Anbietern von Hardware wie Druckern, Monitoren und Rechnern gehen sogar 92 Prozent von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Kaum weniger optimistisch sind Software-Hersteller. Bei ihnen erwarten 90 Prozent bessere Umsätze als 2010. Firmen aus der Kommunikationsbranche blicken etwas verhaltener in die Zukunft. Sie rechnen nur zu 72 Prozent mit wachsenden Einnahmen.

Die offenbar vollen Auftragsbücher wirken sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Zwei Drittel der Firmen wollen neue Stellen schaffen. 25 Prozent möchten die Zahl der Beschäftigten stabil halten. Nur neun Prozent gehen davon aus, dass die Zahl ihrer Angestellten in diesem Jahr sinken wird.
[Foto: Flachbild-TVs treiben Umsatz an | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 22. Februar 2011

Musik-Downloads weiter im Kommen

Während sich in anderen Ländern bereits erste Anzeichen einer Marktsättigung zeigen, wächst der Handel mit Musikdownloads in Deutschland weiter.

Wie der IT-Branchenverband BITKOM auf Grundlage einer GfK-Studie vermeldet, wurden mit heruntergeladenen Alben und Songs 2010 insgesamt 151 Mio. Euro erwirtschaftet. Das bedeutet ein Plus von 35%. Die Anzahl der digitalen Musik-Käufe ging um 34% auf 69 Mio. Stück nach oben.

Das Downloadgeschäft rückt als Massenmarkt immer mehr in die Mitte der Gesellschaft. Das zeigt sich in der demografischen Auswertung. 2010 waren 40% der Kunden weiblich, 2009 lag der Wert noch bei 37%. 55% der Käufer digitaler Musik waren über 29 Jahre.

Nicht in der Erhebung berücksichtigt wurden Streaming- und Abo-Angebote, bei denen der Kunde die Musik nicht dauerhaft erwirbt. Gerade hier erhofft sich der BITKOM zusätzliches Wachstumspotential im neuen mobilen Markt der Tablets und Smartphones.
[Foto: Deutsche füttern ihre iPods | cc-by-sa 3.0 Stahlkocher]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 12. Oktober 2010

Umfrage: Deutsche sehen digitale Buchzukunft

Bereits jeder fünfte Deutsche ist der Meinung, dass in 20 Jahren keine Bücher mehr gedruckt werden. Bei der Altersgruppe unter 30 Jahren teilt bereits jeder dritte die Auffassung, dass Literatur in Zukunft nur noch digital verbreitet wird. Diese Zahlen gehen aus einer aktuellen, represäntativen Umfrage hervor, die der IT-Branchenverband BITKOM vor Kurzem veröffentlicht hat.

54 Prozent der Befragten möchten sich bald ein E-Book zulegen. Bei den Schülern und Studenten lag der Prozentsatz mit 86 wesentlich höher. Unter den Berufsgruppen zeigten sich die Beamten erstaunlich innovationsfreudig. 70 Prozent der Staatsdiener möchten sich bald ein E-Book kaufen.

Während die Studie praktisch keine Unterschiede zwischen Mann und Frau ausmachen konnte, gab es das zu erwartende Altersgefälle beim Interesse an der papierlosen Zukunft. 81 Prozent der unter 30jährigen möchten bald zum digitalen Lesestoff greifen, bei den über 60jährigen möchte das nichtmal jeder Dritte. BITKOM-Vizepräsident Achim Berg bedauert die mangelnde Akzeptanz der Senioren. Gerade für Ältere haben die Reader nach seiner Auffassung viele Vorteile. So lassen sich beispielsweise Helligkeit und Schriftgröße anpassen, betonte er.

Am beliebtesten sind wissenschaftliche Fachbücher und Reiseliteratur. Bei beiden Sparten ziehen 28% der Befragten einen baldigen Digitalerwerb in Betracht. Ratgeber (27%) und Sachbücher (26%) stehen ähnlich hoch im Kurs. Bei klassischen Schmökern ziehen die Leser die Papiervariante anscheinend noch vor. Romane sowie Kinder- & Jugendbücher möchte sich je nur etwa jeder siebte Deutsche als E-Book zulegen. [Foto: amazon.de]

Montag, 4. Oktober 2010

Hörbuchdownloads immer beliebter

Die Anzahl heruntergeladener Hörbücher ist laut aktueller Pressemitteilung des Branchenverbandes BITKOM im ersten Halbjahr 2010 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 470.000 gestiegen. Die IT-Lobbyisten prognostizieren ein weiteres Wachstum und gehen davon aus, dass in diesem Jahr erstmals über eine Millionen Hörbücher aus dem Internet geladen werden. Der Positivtrend schlägt sich auch in einem Umsatzplus von 17 Prozent nieder. 4,7 Millionen Euro verdienten die Anbieter von Januar bis Juni mit den Audiobooks aus dem Netz bei einem Durchschnittspreis von 9,90 EUR.

Der BITKOM geht von sinkenden Preisen aufgrund der steigenden Nachfrage aus. Den Boom  erklärt sich der Branchenverband auch mit der wachsenden Verbreitung schneller und guter Internetanschlüsse, welche einen relativ zügigen und sicheren Download der bei Hörbüchern recht großen Audiodateien zulassen. Als Format hat sich dabei MP3 durchgesetzt, das sich auf mobilen Playern ebenso abspielen lässt wie auf PCs.

Eine weitere Belebung des Marktes erhofft sich der BITKOM durch Downloads, die von Smartphones und anderen mobilen Gadgets mit Onlinezugang erfolgen. Dank UMTS können Audiobooks schon heute unterwegs oftmals mit DSL-Speed bezogen werden. Mit LTE steht schon der Nachfolger in den Startlöchern, der noch in diesem Jahr für einen noch vielfach höheren mobilen Datendurchsatz sorgen soll.

Freitag, 5. Februar 2010

Online-Werbeausgaben erneut gestiegen

Deutsche Firmen geben immer mehr Geld für Werbung im Internet aus. 1,5 Milliarden Euro betrug die Summe der Online-Reklamespendings 2009 hierzulande laut Pressemitteilung des Branchenverbandes Bitkom, mithin ein Plus von 17,8% gegenüber dem Jahr 2008, als 1,28 Millarden Euro in Banner, Popups und sonstige Onlineanzeigen flossen. Die Branche der Telekommunikations- und Internetanbieter trug dabei den weitaus größten Anteil bei und brachte es alleine auf 400 Millionen Euro Werbeausgaben. In weitem Abstand folgen die Wirtschaftszweige Medien- & Entertainment (198 Mio.), Banken & Finanzdienstleister (195 Mio.), Handel & Versandhäuser (192 Mio.) sowie Touristik &Gastronomie (180 Mio.) als Hauptkunden der Online-Werbevermarkter. Die Daten der Erhebung stammen von Thomson Control und kennzeichnen Nettoumsätze. [Foto: Bitkom.org]

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hörbuch Downloads immer beliebter

Hörbuch-Downloads aus dem Internet gewinnen rasant an Beliebtheit. Dies gab der Hightech-Branchenverband BITKOM im Vorfeld der diesjährigen Frankfurter Buchmesse als Ergebnis einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie der GfK Panel Services bekannt. Demnach wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2009 420.000 Hörbücher im Internet heruntergeladen. Das eintspricht einem Zuwachs von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz, der mit Download-Hörbüchern hierzulande erzielt wurde, stieg um 25 Prozent auf 4 Millionen Euro. Dabei liegt der Durchschnittspreis eines Hörbuchs derzeit bei nur noch 9,53 Euro, während es vor drei Jahren noch 11,64 Euro waren. BITKOM-Vizepräsident Achim Berg erkennt darin einen Trend und prognostiziert weitere Preissenkungen parallel zur wachsenden Beliebtheit von Audiobooks. Untersützt wird die wachsende Beliebtheit der Literatur aus dem Netz durch den Ausbau desselben: „Mit dem Breitband-Ausbau werden Hörbuch-Downloads für immer mehr Menschen attraktiv“, so Berg. Derzeit verfügen zwei Drittel der Haushalte über einen Zugang zum Breitband-Internet. Eine Übersicht über deutschsprachige Hörbuch-Downloadanbieter hat das bekannte Portal Hoerothek zusammengestellt. [Foto: bitkom.org]

Mittwoch, 20. Mai 2009

MySpace bangt um Werbeeinnahmen

Laut Bericht von pressetext hat das soziale Netzwerk MySpace, auf dem auch viele Musiker sich und ihre Werke präsentieren, unter rückläufiger Nutzung zu leiden. Im April soll die Anzahl der Seitenaufrufe (Page Views) von 47,7 Mrd. im Vorjahr auf 38 Mrd. in diesem Jahr zurückgegangen sein. Konkurrent Facebook konnte im selben Zeitraum seine Page Views von 44 Mrd. auf 87 Mrd. nahezu verdoppeln. Auch in den USA, traditionell das Kernland der MySpace-Community, gingen die Zahlen im Laufe des vergangenen Jahres um 16% zurück, während Facebook ein Plus von 13% bei den Seitenaufrufen verzeichnen durfte. Mit dem Rückgang der Nutzung einher gehen auch schwindende Einnahmen aus Werbung auf den Seiten von MySpace. Im letzten Jahr wurden noch 800 Mio. Dollar Umsatz erwirtschaftet, in diesem Jahr werden von Experten nur noch 500 Mio. Dollar erwartet. Die Talfahrt trifft MySpace in einer Zeit, da Internet-Werbung sich zumindest in Deutschland trotz Wirtschaftskrise noch immer im Wachstum befindet. Laut Zahlen des Bitkom sind hierzulande allein im ersten Quartal 340 Mio. Euro in Web-Anzeigen geflossen. Dies bedeutet ein Plus von 11,2% gegenüber dem Vorjahr. [Foto: MySpace.com]

Donnerstag, 3. Juli 2008

Peinliches Gezänk zwischen Bitkom und GEMA

Die Verhandlungen um Geräteabgaben auf PCs sind seitens der ZPÜ abgebrochen worden. Der Branchenverband Bitkom hatte eine Geräteabgabe von 6 Euro pro Rechner angeboten. Dr. Jürgen Becker vom Vorstand der GEMA bezeichnet dieses Angebot als Ohrfeige für die Kunstschaffenden. Die GEMA hat die Geschäftsführung der ZPÜ inne. Überdies wolle die Bitkom 20% der 6 Euro als Vertragsnachlass einbehalten. Die GEMA hatte happige Geräteabgaben von 60 € inklusive Mehrwertsteuer gefordert. Der Bitkom argumentiert, dass PCs kaum nennenswert zum abgabepflichtigen kopieren gebraucht würden. Überdies seien schon PC-Komponenten wie CD- und DVD-Brenner abgabepflichtig. Offensichtlich herrschen bei beiden Organisationen erhebliche Missverständnisse bezüglich der Vorschläge der jeweiligen Gegenseite, wie an den Pressemitteilungen zu erkennen ist. In den letzten sechs Verhandlungsmonaten scheint weniger miteinander gesprochen als aufeinander geschimpft worden zu sein. Bei der GEMA ist überdies ein unangenehm unsachlicher Ton festzustellen. Die Geräteabgaben müssen aufgrund der Urheberrechtsnovelle zwischen Industrie- und Copyright-Vertretern ausgehandelt werden. Da die Gebühren auch rückwirkend erhoben werden können ist eine schnelle Einigung auch im Interesse der Industrie.