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Dienstag, 4. Juni 2013

Überwiegend sachlich geführte AdBlock-Debatte

Mitte Mai hatten mehrere Online-Nachrichtenportale ihre Besucher dazu aufgefordert, im Browser integrierte Werbeblocker ganz oder zumindest für die eigenen Angebote abzuschalten. Als Begründung gaben die beteiligten Websites, zu denen Spiegel Online, die ZEIT, RP Online, FAZ.NET und Golem.de gehörten, an, dass durch das Ausblenden der Werbebanner weniger Geld eingespielt wird. Dies erschwere die rentable Aufrechterhaltung von kostenfreiem Qualitätsjournalismus im Netz selbstredend.

Die Reaktion des beliebten Werbestoppers AdBlock Plus (ABP) fiel durchaus verständnisvoll aus. Man bedankte sich sogar bei den Verlagen für die Aktion. In den Standardeinstellungen würden "akzeptable" Werbeformen überghaupt nicht von den Webseiten verbannt. Welche Arten der Online-Reklame hinnehmbar sind, entscheidet dabei die Nutzer-Community.

Einige User des ABP-Plugins sind den Aufforderungen der Online-Redaktionen auch nachgekommen. Für andere sind die Werbeformen der News-Seiten aber doch zu aufdringlich. Es liegt sicher mit in der Verantwortung der Redaktionen und Werbetreibenden, attraktive Reklameformen im Internet zu finden und zu etablieren. Die linksliberale Wochenzeitung der Freitag sieht das Problem offenbar auch bei sich selbst und bietet seit Kurzem einen Button, mit dem man die Werbung zwischenzeitlich verstecken kann. So ist zumindest gewährleistet, dass die relevanten Inhalte immer lesbar bleiben und nicht von Bannern überlappt werden.
[Foto: "Der Freitag" geht mit gutem Beispiel voran | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 21. November 2012

Tablet-Boom beflügelt Zeitungs-Apps

Wie die Allensbacher Computer- Technikanalyse festgestellt hat, besuchen derzeit 2,5 Mio. Nutzer pro Woche die Websites regionaler Tageszeitung. Das bedeutet ein Wachstum von über 130 verglichen mit dem Vorjahr. Nicht mitgezählt sind Zeitungs-Apps, von denen es inzwischen mehr als 350 gibt. Dies berichtet der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.

Bei den mobilen Programmversionen der Nachrichtenangebote liegt die Tagesschau-App mit wöchentlich 2,1 Mio. Usern an erster Stelle. Der Unbill der Verlage gegen diese gefühlt kostenlose Konkurrenz kommt also nicht von ungefähr. Auf den Plätzen dahinter folgen der "Spiegel" (1,8 Mio.) sowie die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Zeit" mit je rund 500.000 Lesern auf iPad, iPhone & Co. Alle regionalen Blätter zusammen kommen auf rund 1 Mio. User.

Die wachsenden Zahlen korrellieren mit der fortschreitenden Verbreitung von Tablets, die sich für den Konsum längerer Artikel besser eignen als Handy-Displays. Mittlerweile nutzen laut Bitkom mehr als neun Millionen Bundesbürger die flachen Touch-Rechner für unterwegs.
[Foto: Zeitungskonsum per iPad & Co. steigt | (c) Apple]

Artikel von agent-media.de

Montag, 5. September 2011

Zeitschriften-Anzeigenpreise für 2012

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat in Kooperation mit den Verlagen die Anzeigenpreise für 2012 veröffentlicht. Etwa 600 Publikumszeitschriften machten die Kosten für ihre Werbeplätze publik.

Der Durchschnittspreis für eine vierfarbige, ganzseitige Anzeige wird demnach leicht um 2,6% steigen. Eine solche Werbung im Spiegel wird im kommenden Jahr mit 60.447 EUR zu Buche schlagen, 1.474 EUR mehr als derzeit. Die Bunte hebt die Pauschale für die vollfarbigen Reklameseite um 900 auf 33.900 EUR an.

Insgesamt wird der Preis des vierfarbigen Einseiters bei 351 Titeln steigen, 203 Publikumsblätter halten den Preis konstant. Bei einem Dutzend Titeln wird die Werbung billiger als bisher. 98 Zeitschriften bieten jahreszeitlich schwankende Saisonpreise, für sie wurde ein gewichtetes Mittel berechnet und ausgewiesen.
[Foto: Werbeanzeigen: Preise steigen moderat | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 22. Oktober 2010

Verkaufszahlen: Der Spiegel bleibt stabil, Focus verliert

Nachdem die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) eine Woche zuvor bereits die wenig erfreulichen Gesamtverkaufszahlen deutscher Wochenmagazine veröffentlicht hat, liegen nun auch Daten über die Detailauflagen des vergangenen Quartals vor. Bei den großen Zeitschriften ist der Trend rückläufig, so ein Bericht von horizont.net.

Der "Focus" hat bei Abos und im Einzelverkauf noch mehr eingebüßt als bei der gesamten verkauften Auflage. Die Zahl der Abonnements fiel im 3. Quartal mit 225.635 Exemplaren um 13,4 Prozent. Bei den Einzelverkäufen ist die Zahl sogar um 16 Prozent auf 105.673 Exemplare zurück gegangen. Die gesamte verkaufte Auflage des Burda-Magazins beträgt  556.972 Stück.

Auch der Marktführer "Der Spiegel" hat mit Verlusten zu kämpfen, jedoch nicht in so hohem Maße. Die Abo-Zahlen schrumpften um 0,92 Prozent. Die Einzelverkäufe bewegen sich mit -0,28 Prozent auf nahezu konstantem Niveau. Die Zahl der in Verkehrsmitteln ausgelegten "Bordexemplare" wurde aber um 21 Prozent zurückgefahren. "Der Spiegel" bleibt mit 1.012.872 verkauften Zeitschriften weiterhin ein Millionen-Blatt.

Ebenfalls nicht rosig sieht es für das Aushänge-Blatt der Gruner&Jahr-Verlagsgruppe namens "Stern" aus. Bei den Einzelverkäufen beträgt der Unterschied zum Vorjahr etwa Minus 8 Prozent, die Zahl der Abos hat sich um fast 4 Prozent verringert. Damit kommt das Magazin auf eine Gesamtauflage von knapp 905.000 Exemplaren.

Dass auch alternative Titel nicht unbedingt von der allgemeinen Entwicklung der Branche ausgenommen sind, beweist beispielsweise "Neon", der Lifestyle-Ableger des "Stern". Die verkaufte Auflage ging um 2,6 Prozent zurück, was vor allem auf den Verlust bringenden Einzelverkaufssektor mit einem Minus von ca. 4 Prozent zurückzuführen ist. Das Abogeschäft hat dagegen einen Zuwachs von 3,5 Prozent zu verzeichnen. [Foto: Focus-Chefredakteur Wolfram Weimer | cc-by-sa 3.0 Reto Klar/Focus]

Mittwoch, 9. Juni 2010

Online-Zeitschriften werden beliebter

Sowohl das Internet-Angebot der Bildzeitung als auch Spiegel Online konnten im Mai einen kräftigen Zuwachs in den Nutzerzahlen erzielen. Das geht aus der aktuellen Online-Erhebung der  Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) hervor.

Bild.de erreichte im Wonnemonat über 149,2 Mio. Visits (April: 137,4 Mio.), Spiegel Online konnte 133,9 Mio. Besuche für sich verbuchen (Vormonat: 124,2 Mio.). Auch die Welt konnte um 0,7 Mio. auf 31 Mio Internetbesuche zulegen, Focus Online kam auf 29,1 Mio. Visits (April: 26,9 Mio.). Wenigstens ein kleiner Lichtblick für die kürzlich ins wirtschaftliche Schlingern geratene Burda-Zeitschrift, deren Redaktion derzeit einer radikalen Schrumpfkur unterzogen wird.

Die redaktionellen Angebote liegen bei der Nutzung mit den im Web 2.0-Hype vielbeschworenen sozialen Netzwerken durchaus auf Augenhöhe. Wer-kennt-wen brachte es auf 172,8 Mio. Besuche, MySpace erreichte letzten Monat vergleichsweise bescheidene 47,8 Mio. Visits.
[Foto: Focus-Leserschaft auch online kleiner als beim Spiegel]

Sonntag, 28. Februar 2010

GEMA wehrt sich

Nachdem der Artikel  "Melodien für Millionen" in der Ausgabe 07/10 des Nachrichtenmagazins SPIEGEL, in dem der Verwertungsgesellschaft Intransparenz, Ineffizienz und eine ungerechte Ausschüttungspolitik vorgeworfen wurden, hohe Wellen bei Freund und Feind der Musikrechtewahrer schlugen, setzt sich die zum wiederholten Mal ins Kreuzfeuer der Kritik geratene Vereinigung zur Wehr.

Mit dem Tenor "Stimmt ja alles gar nicht" versucht man per Newsletter und auf der eigenen Homepage die Kritik Punkt für Punkt zu widerlegen. Wie schon so oft sieht sich die GEMA ungerecht behandelt und erinnert einmal mehr an einen Geisterfahrer, der sich über all die ihm entgegenkommenden Fahrzeuge aufregt.