Posts mit dem Label Stern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 30. Januar 2013

Offener GEMA-Brief an den Stern

Die Online-Redaktion des Stern hat in einem aktuellen Bericht die bekannten Sperr-Screens von YouTube, der bei einer Reihe von Musik-Clips einglendet wird, mit ironischen Texten veralbert. Im Original heißt es "Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden". Die Journalisten verballhornten den Text unter anderem in Anlehnung an die alte AIDS-Kampagne mit "Gib GEMA keine Chance". Die anderen neun erstellten Fotomontagen sind auch nicht GEMA-freundlicher.

Die Musiker-Organisation hatte beim Landgericht München gegen die ursprünglichen YouTube-Textversion geklagt. Es sind nach Aussage der GEMA nur wenige Videos aufgrund eigenen Eingreifens blockiert. Man wähnt sich aus diesem Grund als Ziel einer Hetzkampagne auf dem Filmclip-Portal.

Auch die Verspaßung des Themas durch den Stern sahen die Rechteverwerter alles andere als locker. Die GEMA hat die Journalisten aus dem Gruner+Jahr-Imperium nun in einem offenen Brief angegriffen, den das Fachmagazin Musikmarkt im Wortlaut ins Netz gestellt hat. Das Schreiben artikuliert im Kern das Unverständnis darüber, dass sich der Stern durch seine einseitige Berichterstattung vom YouTube-Betreiber Google derart vor den Karren spannen lässt.
[Foto: GEMA ist es leid sich zu rechtfertigen | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 22. Oktober 2010

Verkaufszahlen: Der Spiegel bleibt stabil, Focus verliert

Nachdem die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) eine Woche zuvor bereits die wenig erfreulichen Gesamtverkaufszahlen deutscher Wochenmagazine veröffentlicht hat, liegen nun auch Daten über die Detailauflagen des vergangenen Quartals vor. Bei den großen Zeitschriften ist der Trend rückläufig, so ein Bericht von horizont.net.

Der "Focus" hat bei Abos und im Einzelverkauf noch mehr eingebüßt als bei der gesamten verkauften Auflage. Die Zahl der Abonnements fiel im 3. Quartal mit 225.635 Exemplaren um 13,4 Prozent. Bei den Einzelverkäufen ist die Zahl sogar um 16 Prozent auf 105.673 Exemplare zurück gegangen. Die gesamte verkaufte Auflage des Burda-Magazins beträgt  556.972 Stück.

Auch der Marktführer "Der Spiegel" hat mit Verlusten zu kämpfen, jedoch nicht in so hohem Maße. Die Abo-Zahlen schrumpften um 0,92 Prozent. Die Einzelverkäufe bewegen sich mit -0,28 Prozent auf nahezu konstantem Niveau. Die Zahl der in Verkehrsmitteln ausgelegten "Bordexemplare" wurde aber um 21 Prozent zurückgefahren. "Der Spiegel" bleibt mit 1.012.872 verkauften Zeitschriften weiterhin ein Millionen-Blatt.

Ebenfalls nicht rosig sieht es für das Aushänge-Blatt der Gruner&Jahr-Verlagsgruppe namens "Stern" aus. Bei den Einzelverkäufen beträgt der Unterschied zum Vorjahr etwa Minus 8 Prozent, die Zahl der Abos hat sich um fast 4 Prozent verringert. Damit kommt das Magazin auf eine Gesamtauflage von knapp 905.000 Exemplaren.

Dass auch alternative Titel nicht unbedingt von der allgemeinen Entwicklung der Branche ausgenommen sind, beweist beispielsweise "Neon", der Lifestyle-Ableger des "Stern". Die verkaufte Auflage ging um 2,6 Prozent zurück, was vor allem auf den Verlust bringenden Einzelverkaufssektor mit einem Minus von ca. 4 Prozent zurückzuführen ist. Das Abogeschäft hat dagegen einen Zuwachs von 3,5 Prozent zu verzeichnen. [Foto: Focus-Chefredakteur Wolfram Weimer | cc-by-sa 3.0 Reto Klar/Focus]