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Freitag, 10. Dezember 2010

Springer zieht erste Mobil-Bilanz

Nach etwa einem Jahr zieht die Axel Springer AG eine erste Bilanz ihrer Aktivitäten auf dem mobilen Sektor. 15 kostenpflichtige Angebote hat das Verlagshaus seit Ende 2009 etabliert.

Anlässlich eines Pressegesprächs im Berliner Axel-Springer-Haus präsentierte der Vorstandsvositzende Mathias Döpfner die vorliegenden Zahlen. 800.000 Downloads haben demnach seit Beginn der der Premium-Angebote stattgefunden. 500.000 Umsatz bringende Verkäufe stehen zu Buche. Döpfner fand die Zahlen sehr ermutigend.

Mit mehr als 400.000 Downloads geht ein Großteil des Erfolgs auf die Bild-App für das iPhone zurück. Das Mobilprogramm der Zeitschrift "Die Welt" wurde immerhin 50.000 mal auf iPad und iPhone installiert.

Speziell für das iPad mit seinem größeren Display startet Springer nun die aufwändige Innovation "Bild HD". Während die bereits bestehende Bild-App nur als animationsloses e-paper daherkommt, soll Bild HD die multimedialen Möglichkeiten des Tablets voll nutzen. Spielerische, interaktive Inhalte und Animationen ergänzen dabei die Textinhalte.

Döpfner kündigte als weitere Neuerung auch eine Implementierung des iKiosk für das gewöhnliche Internet an. Die bislang nur als iPad-App verfügbare Anwendung dient bereits über 30 Zeitschriften und Zeitungen als digitale Verkaufsplattform .
[Foto: Döpfner zieht positive Bilanz | (c) Axel Springer AG]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 9. November 2010

Springer denkt multimedial

Die allgemein noch angespannte wirtschaftliche Lage der Verlagsbranche ist für den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG Mathias Döpfner kein Grund zur Sorge. Der Verlag hat im ersten Halbjahr 2010 Rekordgewinne verbucht. "Die Depression unter den Verlagen ist völlig unangebracht", verriet der 47-Jährige in einem Interview dem "Handelsblatt". Das klassische Feld der Print-Medien erfahre zwar einen Abschwung, doch die Vertriebszweige Mobil und Internet führen nach seiner Meinung vermehrt zu hohen Zuwächsen.

Döpfner sieht sich in seinem Optimismus vom Beispiel der "Times" bestärkt. Die Website der Zeitung wurde vor einem Jahr auf kostenpflichtige Artikel umgestellt. Die Besucherzahlen sind erwartungsgemäß stark zurückgegangen, doch gibt es mittlerweile über 100.000 zahlende Nutzer. Auch die Einführung von Bezahl-Inhalten beim "Hamburger Abendblatt" sieht der Springer-Mann positiv. Allerdings gibt es keine genauen Zahlen der abonnierten Apps für iPhone und iPad.

Aufgrund der Entwicklungen hat sich Döpfner nun für die Einführung einer "multimediale Reichweite" ausgesprochen. "Uns interessiert nicht mehr die einzelne Zeitungsauflage oder die Reichweite einer Website," äußerte er sich gegenüber dem "Handelsblatt", "uns interessiert die die multimediale Reichweite einer Marke und ihrer Inhalte auf allen Plattformen". Die neue Kenngröße wird derzeit von der Unternehmensleitung mit der Informationsgesellschaf zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) diskutiert.

Das neue Konzept macht für Döpfner nur Sinn, wenn die Angebote für Internet und Mobilgeräte gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden. "Gute Inhalte bedeuten einen Aufwand. Sie stellen einen Wert dar und müssen daher bezahlt werden", begründete er seine Meinung. "Man kann nicht mit Aufmerksamkeit bezahlen", so Döpfner weiter. Die These, Aufmerksamkeit stelle einen unternehmerischen Wert dar, hält er für falsch. [Foto: Matthias Döpfner | (c) Axel Springer AG]

Dienstag, 7. September 2010

Keynotes auf der Medienwoche@IFA

© Medienboard
Berlin-Brandenburg
Uwe Völkner - Fox

Dagmar Reim
Die Veranstaltung Medienwoche@IFA, als Teil der Internationalen Funkausstellung in Berlin für Fachpublikum aus Rundfunk und Presse konzipiert, wurde gestern mit Keynotes und einer Diskussion eröffnet.

Zugeschaltet per Skype Videocall war BBC-Sprecherin Caroline Thomson. Leider brach die Verbindung kurzfristig ab. Die Bildtelefonie hat also auch im Jahre 2010 noch ihre Macken. Die Repräsentantin des britischen Senders sagte nach erfolgreichem Reconnect, man dürfe nicht vergessen, dass man das Geld anderer Leute ausgibt und sprach von konkreten Maßnahmen zur Restrukturierung.

RBB-Intendantin Dagmar Reim stieß ins selbe Horn und kündigte unter dem Motto "Less is More" auch Sparaktionen bei der ARD an. Trotz merhfacher Nachfrage der anderen Diskussionsteilnehmer ließ sie sich jedoch nicht auf konkrete Aussagen ein. Stefan Aust von N24 gab, wohl eher scherzhaft da aus naheliegenden Gründen, den Denkanstoß, Phoenix zu streichen.

Christoph Keese von Axel Springer lobte wie erwartet die Möglichkeiten von Apples App-Welt und hofft dank der Kiosk-App des iPad auch in der digitalen Welt mit Journalismus Geld verdienen zu können.

Mittwoch, 31. März 2010

Springer-App für das iPad

Mit einer Kiosk-Applikation können künftige iPad-Besitzer die "Welt", "Welt kompakt" und "Welt am Sonntag" aus dem Hause Springer auf ihrem Tablet-Computer beziehen. So ein Bericht von Horizont.net. Der Verlag bekräftigt damit einmal mehr seine Vorreiterrolle beim Ausbau des Digitalgeschäfts. Ein Abo kostet für "Welt" 29,99 Euro, für die WamS (Tabloid-Version) 7,99 Euro. Die "Welt kompakt" gibt es für einen Monatsbeitrag von 12,99 Euro auf dem neuen Apple-Gadget.

Auch die Werbevermarktung der Kiosk-App soll bereits recht konkrete Formen angenommen haben. Einige Interessenten wollen wohl zum Deutschlandstart des iPad in der Springer-App Reklame einblenden.

Die Applikation soll dabei recht einfach daher kommen und keine Spielereien beinhalten. Auf Audio- und Video-Inhalte werden die Konsumenten zumindest vorerst verzichten müssen.

Das iPad kommt am 3. April in US-amerikanische Läden. Der Springer-Verlag hofft bereits zu diesem Stichtag seine App zur Verfügung stellen zu können. Die Entscheidung darüber, welche Programme die Anwender beim Verkaufsstart auf den iPad laden können, liegt jedoch letztlich beim Apple-Konzern, der sich diesbezüglich bislang bedeckt hält.