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Donnerstag, 21. November 2013

Studie zur E-Book-Piraterie

Das Problem illegaler Downloads schadet zunehmend auch der Buchindustrie. Laut einer aktuellen Studie, die von der irischen Firma Lisheennagha Consulting in Auftrag gegeben wurde, werden in Deutschland zehnmal mehr E-Books illegal heruntergeladen als rechtmäßig erworben. Für das laufende Jahr werden zwischen 20 bis 30 Millionen E-Book-Verkäufe erwarten, führen die Autoren Manuel Bonik und Dr. Andreas Schaale aus.

Allein die illegale Tauschplattform Torboox hat laut eigenen Angaben zwischen Januar und September bereits rund 10 Millionen E-Book-Downloads verzeichnet, mit stark wachsender Tendenz. Allerdings hat die Plattform letzten Monat auf ein kostenpflichtiges Abo-Modell umgestellt, was zu einer leicht nachgelassenen Beliebtheit geführt hat.

Auch das Surfverhalten der Besucher illegaler Seiten wurde untersucht. Oft kommen die Nutzer von Online-Buchhändlern wie Amazon. Vermutlich informieren sich die Leseratten dort ausführlich über die gewünschte Literatur, bevor sie auf den dubiosen Seiten zuschlagen.

Die Autoren des ausführlichen, aber nicht in allen Details gut recherchierten Berichts kommen zu dem Schluss, dass es an attraktiven, legalen Aboangeboten mangelt, wie es sie seit einiger Zeit für Musik- und Video-Inhalte gibt. Mit Skoobe gibt es aber bereits mindestens ein Online-Leihangebot mit monatlicher Abrechnung. Auch einige Stadtbibliotheken bieten für einen vergleichsweise geringfügigen jährlichen Obolus E-Books an. 
[Foto: Digital-Lesestoff wird oft illegal besorgt | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Tablet: Umsatzmotor für die Medien-Industrie

Tablets werden immer mehr zum Umschlagplatz für Medieninhalte. Wie eine aktuelle Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM aufzeigt, haben mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller Besitzer eines modernen Flachrechners bereits kostenpflichtige Downloads zur Unterhaltung getätigt.

Besonders Spiele sind bei den Tablet-Nutzern beliebt. 31 Prozent haben bereits ein Videogame für ihr Gadget erworben. Die Quote der E-Book-Käufer ist mit 30 Prozent kaum geringer. Relativ gut laufen auch Musik-Inhalte, für die ein Viertel der Nutzer mindestens einmal in die Tasche gegriffen haben. 12 Prozent haben schon in Hörbücher investiert. Für 16 Prozent war auch eine Digitalzeitung zumindest gelegentlich ein paar Euro wert. Weniger beliebt ist Videomaterial wie Filme und TV-Serien, die von nur 11 Prozent der Tablet-Eigentümer mit Hilfe ihres Gerätes gekauft wurden.

Laut einer früheren Erhebung von EITO wird für das laufende Jahr ein Absatz von acht Millionen Tablets in Deutschland erwartet. Der Vertrieb über den Tablet-PC wird also für die Kreativindustrie immer wichtiger. Entsprechende angepasste Apps und auf den vergleichsweise kleinen Displays gut bedienbare Websites werden für die Online-Marktplätze also immer wichtiger.
[Foto: Apples iPad in Aktion | cc-by-sa 2.0 matt buchanan]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Unterhaltungsmarkt profitiert von Downloads

Der Handel mit Medien zur Unterhaltung hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 3 Prozent gegenüber 2011 einfahren können. Dies hat eine entsprechende GfK-Studie zu Tage gefördert, welche die Bereiche Games, Software, Musik, Kino, Video und Bücher abdeckt. Bücher haben mit 40 Prozent den größten Anteil am Umsatz.

Besonders positiv entwickelten sich Downloads. Mit diesem Vertriebsweg wurden in den ersten sechs Monaten 401 Millionen EUR eingenommen. Das sind 66 Mio. EUR mehr als ein Jahr zuvor und entspricht 11 Prozent des Gesamtumsatzes aller oben genannten Entertainmentsegmente. Nach wie vor werden vor allem Musikstücke und Alben aus dem Netz auf den heimischen Rechner geladen.

Doch der Handel mit E-Books boomt und brachte in der ersten Jahreshälfte 74 Millionen EUR ein, 6 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum 2012. Demografisch betrachtet zählt der E-Book-Käufer typischerweise bereits zwischen 30 und 59 Lenze. Im Mittel ist er 42 Jahre, hat ein mittleres Bildungsniveau und ein überdurchschnittliches Einkommen. Das relativ hohe Altersniveau könnte in den kommenden Jahren durch Enhanced Books herabgesetzt werden. Diese "verbesserten" Digitalbücher enthalten Multimedia-Inhalten wie Videos oder sich passend einblendende Infokästen. Die Enhanced Books kennen derzeit 15 Prozent aller E-Book-Konsumenten und vor allem Leser im dritten Lebensjahrzehnt halten die aufgemotzten elektronischen Bücher für interessant.
[Foto: Amazons E-Book-Reader Kindle | cc-by-sa 3.0 NotFromUtrecht]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 15. Oktober 2013

E-Book-Shop wegen Pornos heruntergefahren

In der Welt der Literatur zählen erotische Titel eigentlich zu einer gewinnbringenden Sparte. Chartstürmer wie Shades of Grey und 80 Days nehmen die Händler gerne ins Programm. Doch auf etlichen E-Book-Plattformen werden auch Digitalbücher mit eindeutiger Bebilderung feilgeboten.

Obwohl diese Bücher in der Regel legal sind, werden sie von den Betreibern der Download-Sites rigoros gelöscht. Sowohl Amazon als auch Barnes & Noble sperren solche meist im Self-Publishing veröffentlichten Werke ziemlich zügig. Der UK-Buchhandelskette WH Smith ist nun sogar noch weiter gegangen und hat seine Webplattform zwischenzeitlich vom Netz genommen, wie  heise.d e berichtet. Die fragwürdigen E-Books sollen nun gesichtet und entfernt werden.

Angesichts der allgegenwärtigen Nacktdarstellungen in Internet und Werbung wirkt die Prüderie der Web-Verkäufer ziemlich antiquiert. Eigentlich unverständlich, warum man allein wegen eines peinlichen Gefühles einen kompletten Vertriebsarm temporär ausschaltet. Auch wenn einige der Schmuddeltitel in nicht hinnehmbarer Form mit Tabus wie Inzest und Kindersex brechen: Für die gesetzlich erlaubten Formen  wäre die Einrichtung eines eigenen Website-Unterbereiches mit verlässlicher Altersverifikation zeitgemäßer.

[Foto: Auf E-Books findet sich nicht nur Hochliteratur | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 29. August 2013

Pirateriebeihilfe? Tagesspiegel angezeigt

Der Tagesspiegel hat kürzlich in Form eines Interviews über eine Internet-Plattform zur Verbreitung von E-Books berichtet. Mit der vollen Nennung der URL hat man offenbar einen Literatur-Lobbyisten verärgert, der nun wegen Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung Strafanzeige gestellt hat. Dies berichtet das Fachmagazin Buchreport.

In dem online verfügbaren Dialog rechtfertigt sich ein Betreiber der Piraterieseite. Man sei nur ein Vorreiter und nehme vorweg, was ohnehin bald kommen werde. Ein Flatrate-Angebot Literatur werde sich früher oder später etablieren, wie es im Musiksektor mittlerweile etwa bei Spotify der Fall ist, meinte der anonym gebliebene Gesprächspartner.

Eine realistische Aussicht auf Erfolg haben die rechtlichen Bemühungen gegen den Tagesspiegel nicht. Bereits vor drei Jahren wurde dem Heise-Verlag vor dem Bundesgerichtshof in einem ähnlich gelagerten Fall das Recht zugesprochen, im Rahmen seiner Berichterstattung Links auf eine zweifelhafte Seite zu setzen. Zudem wurde die E-Book-Tauschbörse mittlerweile auch im Börsenblatt erwähnt. Das Magazin wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels herausgegeben. Der Lobbyverband versteht sich als Sprachrohr der hiesigen Literaturbranche.
[Foto: Illegaler E-Bookmarkt wächst | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 11. Juli 2013

Illegale E-Book-Preisabsprachen bei Apple

Ein Bundesbezirksgericht in den USA hat Apple wegen illegaler Preisabsprachen bei E-Books für schuldig befunden. Mit dem Urteil folgte die Richterin der Argumentation des Justizministeriums, das den Prozess angestrengt hatte.

Im Jahr 2010 hat nach Version des Gerichts Apple mit den Verlagen die Preise ausgeklüngelt. Die damals im Amazon-Shop üblichen zehn Dollar für aktuelle Literaturhits im Kindle-Format waren den Branchenvertretern offenbar zu wenig und so einigte man sich auf höhere Preise. Amazon musste seine E-Books daraufhin ebenfalls verteuern.

Die US-Behörden verfolgten den Fall mit aller Härte. Es zeigt sich deutlich, dass in den USA die Freiheit des Marktes ein viel höheres Gut ist als etwa hierzulande. In Deutschland existiert mit der Buchpreisbindung ein ganz ähnliches Konstrukt, das von der Kreativbranche immer wieder mit Nachdruck verteidigt wird.
[Foto: Für iPad-E-Books kam Apple den Verlagen entgegen | cc-by-sa 2.0 matt buchanan]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 19. März 2013

E-Book-Reader immer beliebter

Die Vorteile tragbarer Lesegeräte werden immer mehr Menschen bewusst. Beinahe jeder Fünfte Deutsche (18%) präferiert einen E-Book-Reader verglichen mit einem gedruckten Buch. 73 Prozent finden althergebrachte Schmöker besser, neun Prozent haben keinen klaren Favoriten. Dies berichtet der High Tech-Branchenverband BITKOM, der dazu eine repräsentative Umfrage mit 1.007 Teilnehmern ab 14 Jahren durchgeführt hat.

In der Altergruppen von 14-29 Jahren bevorzugt jeder Vierte den E-Reader. Bei den 30-49 ist der Anteil mit 24% nur unmerklich geringer. Unter den 50-64-jährigen mögen immerhin noch 16 Prozent E-Books lieber lesen als Bücher mit Seiten aus Papier. In der Altersgruppe 65+ ziehen nur noch fünf Prozent elektronische Leseware althergebrachten Druckwerken vor.

Diese Altersverteilung mag sich künftig ändern, wenn die Senioren im Netz stärker vertreten sind. Zur Zeit sind nur 37 Prozent der Deutschen über 65 Jahren im Web aktiv und haben so auch Zugriff auf E-Book-Stores. Bei nachlassender Sehkraft bieten E-Reader eigentlich große Vorteile aufgrund ihrer anpassbaren Schriftgröße.
[Foto: E-Book-Reader haben Vorteile | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Samstag, 9. März 2013

Schmuddel-Lektüre in E-Book-Stores

Presseberichten zufolge haben führende E-Book-Stores wie Amazon oder Barnes & Noble vermehrt mit pornographischer Lektüre zu kämpfen, die auf Ihren Plattformen veröffentlicht wird. Möglich wird dies durch relativ lasch Qualitätskontrollen, denen Self-Publishing-Bücher allen anderslautenden Beteuerungen der Betreiber zum Trotz  unterliegen.

So klagen User seit 2011 über eine wachsende Zahl pornographischer und qualitativ minderwertiger Literatur. Sie gelangt scheinbar mühelos und ohne das wachsame Auge eines Lektorates in die virtuellen Verkaufsregale.

Ob sich Amazon & Co. mit ihrer liberalen Veröffentlichungspraxis einen Gefallen tun ist fraglich. Die wesentlich restriktiveren Vorgaben Apples sind zwar auch nicht nach Jedermanns Geschmack und passen auch nicht recht in die offene Gesellschaft, derer sich Europa gerne rühmt. Andererseits hilft eine gewisse Zangsprüderie, dem Medium E-Book nicht schon vor seinem wirtschaftlichen Durchbruch ein verheerendes Schmuddel-Image zu verpassen.
[Foto: E-Books sind im (und helfen zu) Kommen | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 12. Februar 2013

Über 12 Millionen E-Books verkauft

Dank einer sprunghaften Entwicklung des E-Bookmarktes konnte der Umsatz im deutschen Literaturmarkt letztes Jahr gesteigert werden. Der Anteil der Digitaleditionen an den Gesamteinnahmen der Buchhändler lag 2012 zwar bei noch immer bescheidenen 2 Prozent (2011: 1 Prozent). Dennoch sorgte der Boom im Download-Segment dafür, dass der Buchmarkt 2012 nicht ins Umsatzminus rutschte. Vielmehr konnte man einen bescheidenen Einnahmenzuwachs von  0,3 Prozent erwirtschaften, wie Media Control berichtet.

Die Anzahl der gegen Bezahlung heruntergeladenen elektronischen Schmöker betrug vergangenes Jahr 12,3 Millionen Stück. Allein im Weihnachtsgeschäft des letzten Quartals wurden 5,8 Mio. E-Books verkauft. 2011 hatten insgesamt lediglich 4,9 Mio. Exemplare einen zahlunsgswilligen Käufer gefunden.

E-Books leiden wie die meisten jungen Medienformate noch unter einem beachtlichen Preisverfall. Zahlten die Konsumenten für einen Download 2011 noch im Schnitt 9,56 EUR, so berappten sie im vergangenen Jahr nur noch 8,61 pro Digital-Titel. Bei konstantem Preisniveau wäre das Umsatzplus im Buchmarkt noch etwas üppiger ausgefallen.
[Foto: E-Books sind im Kommen | (gemeinfrei)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 20. November 2012

Einstiegsseiten zur digitalen Medien-Suche

Sowohl die den deutschen Videohandel vertretende BVV als auch die BVA, die in Großbritannien eine ähnliche Interessengruppe vertritt, haben kürzlich mitgeholfen nützliche Informationsseiten für Verbraucher ins Netz zu stellen. Die Websites dienen jeweils als Überblick über digitale Medien-Services.

Auf der Site mit dem etwas sperrigen Namen was-ist-vod.de lassen sich  im deutschsprachigen Raum aktive Dienstleister der Videobranche nach verschiedenen Kriterien wie etwa den gebotenen Formaten (SD/HD-Qualität) oder der Abrufart (Einzeln, Flatrate, Abo) filtern. Zu jedem Anbieter werden die technische Voraussetzungen für den Empfang via Hybrid-TV, Set-Top-Box, auf Tablets oder im Browser genannt. Die Info-Seite kennt derzeit 30 webbasierte Filmservices. Man ist löblicherweise sichtlich bemüht, auch technisch weniger versierten Film-Fans Starthilfe beim Schritt ins digitale Zeitalter zu geben.

Die englischsprachige Seite thecontentmap.com geht noch einen Schritt weiter und listet legale digitale Contentlieferanten aus den Bereichen Film/TV, Musik, Spiele, E-Books und Sportübertragung auf. Die Seite ist für das vereinigte Königreich optimiert, zahlreiche Seiten laufen hierzulande nicht. Dennoch ist die Idee einer Übersichtsseite für Anbieter mehrer Mediengattungen gut umgesetzt und dürfte gerne auch deutsche Nachhahmer finden.
[Foto: VOD-Infoportal gestartet | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 25. Oktober 2012

E-Book-Steuervorteil soll fallen

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, dürfen E-Books künftig nicht mehr von einer verminderten Mehrwertsteuer profitieren. In Frankreich und Luxemburg gelten seit Januar Steuersätze von 7 bzw. 3% für digitale Schmöker. Die für gedruckte Exemplare geduldete Regelung darf nach Ansicht der Kommission nicht auf digitale Schmöker ausgeweitet werden.

die EU-Behörde begründet ihre Sichtweise damit, dass E-Books eher als Service zu betrachten sind. Für Dienstleistungen dürfen aber laut EU-Richtlinie keine reduzierten Umsatzsteuersätze Anwendung finden. Innerhalb von vier Wochen sollen die beiden westeuropäischen Nationen nun ihr Steuerrecht abändern, ansonsten wird der Europäische Gerichtshof eingeschaltet.

Nutznießer des Steuervorteils sind derzeit Amazon, Barnes & Noble und Kobo, die allesamt von Luxemburg aus operieren. Spätestens 2015 soll allerdings ohnehin nicht mehr das Steuerrecht im Land des Anbieters, sondern in dem des Käufers gelten. Der Standortvorteil des Großherzogtums würde sich dadurch verringern.
[Foto: E-Books werden voraussichtlich teurer | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Prognose: E-Book-Absatz wächst auf 12 Millionen

Einer aktuelle Studie von media control zufolge sind im ersten Halbjahr 2012 in Deutschland etwa 4,59 Millionen E-Books verkauft worden. Das entspricht schon fast dem Absatz des gesamten letzten Jahres, als 4,9 Mio. elektronische Bücher kostenpflichtig den Besitzer wechselten.

2011 entfiel rund die Hälfte aller Käufe auf das letzte Kalenderviertel, über ein Drittel auf das Weihnachtsgeschäft im Dezember. Setzt man für das laufende Jahr eine vergleichbare Entwicklung voraus, könnte der Absatz von E-Books 2012 auf über 12 Mio. anwachsen, wie media control-Geschäftsführerin Ulrike Altig in einer Pressemitteilung vorrechnet.

Bei den Konsumenten setzt sich offenbar die Erkenntnis durch, dass sie mit E-Book-Readern ein ähnliches Lesevergnügen erreichen können wie mit Papier-Versionen. Wurde 2011 nur etwa jedes zweite digitale Literaturstück auf solch einem spezialisierten Lesegerät konsumiert, stieg dieser Anteil in den ersten sechs Monaten 2012 bereits auf 75%.
[Foto: Reader wie Amazons Kindle öffnen E-Bookmarkt | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 7. August 2012

E-Books auf dem Vormarsch

Laut Pressemitteilung von amazon.uk verkauft der Onlinehändler im Vereinigten Königreich mittlerweile mehr E-Books als gedruckte Literatur. Dabei wurden Hardcover und Taschenbücher sogar summiert betrachtet.

Bereits 2011 vermeldete die US-amerikanische Dependance von amazon diesen Meilenstein für das dortige Geschäft. In Deutschland kommt der Handel mit den elektronisch formatierten Schriftstücken für Kindle, iPad & Co. dagegen nur langsam auf Touren.

Immerhin sollen laut  Studie der Universität Hamburg mittlerweile 23 Prozent aller Deutschen zumindest gelegentliche E-Book-Konsumenten sein. Insgesamt prognostiziert der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels E-Books einen Anteil am Gesamtumsatz von 3,5 Prozent bis zum Jahr 2015.
[Foto: UK: E-Books überholen Druck-Ausgaben | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 10. August 2011

Google kooperiert mit französischem Verlag

Google ist seinem Plan, die Literatur der Welt zu digitalisieren, einen kleinen Schritt näher gekommen. Nach bisheriger, teils barscher Ablehnung seitens französischer Interessensverbände konnte der IT-Riese nun erstmals eine Abmachung mit einem in dem westeuropäischen Staat beheimateten Buch-Verlag treffen.

Hachette Livre erlaubt es Google laut eigener Pressemitteilung künftig, Bücher einzuscannen, die nicht mehr Im Druck sind. Den älteren Titeln kann so neues Leben eingehaucht werden. Insbesondere wird der Verlag und die Urheber an möglichen Einnahmen beteiligt. Vorstellbar sind laut Verlagsangaben neben E-Book-Editionen auch Print On Demand-Ausgaben der zur Zeit vergriffenen Schmöker.

Der Suchmaschinen-Primus überlässt dem Verlag die volle Kontrolle, welche Werke digitalisiert werden dürfen. Hachette möchte Google im Gegenzug beim Einscannen von Büchern aus der Nationalbibliothek unterstützen und proklamiert dieses Vorhaben werbewirksam als kulturerhaltende Maßnahme.

In den USA kommt der IT-Riese mit seinen Bemühungen hingegen derzeit nicht weiter. Das umstrittene Google Book Settlement, das die Einverleibung von Werken mit unklarem oder abgelaufenem Copyright durch das Web-Unternehmen regeln sollte, wird weiterhin gerichtlich geprüft. Das Schriftstück wird voraussichtlich noch einiger Anpassungen bedürfen, ehe es von Rechtssprechung und Buchbranche gleichermaßen akzeptiert wird.
[Foto: Google scannt französische Bücher | (c) Google]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 27. Juli 2011

Media Control wird E-Book-Vermittler

Media Control steigt in den wachsenden Markt für E-Books ein und startet mit ceebo eine Handelsplattform für das elektronische Lesefutter. Verleger können auf der zentralen Plattform ihre Veröffentlichungen den teilnehmenden Händlern zur Verfügung stellen und minimieren somit ihren Verwaltungs- und Konvertierungsaufwand.

Händler wiederum haben die Möglichkeit, die Ebook-Vermarktung in ihr bestehendes System in Form einer Shop-in-Shop Lösung zu integrieren, die Titel über ihren regulären Onlineshop zu verkaufen oder auch über ein spezielles Cash-System in einem stationären Ladenlokal anzubieten.

Stammdatenpflege, Verkäufe und Abrechnungen können allesamt über die ceebo-Software erfolgen. Media Control selbst fungiert dabei als neutraler Mittler und Treuhänder, so die Darstellung des Unternehmens.

Das System unterstützt das Format Epub, den Branchenstandard für E-Books, der allerdings von Amazons Kindle, Marktführer im Bereich Ebook-Reader, bislang nicht komplett unterstützt wird.
[Foto: Amazons erfolgreicher Reader Kindle | (c) Amazon.com]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 20. Juli 2011

Amazon verleiht E-Books

Wissenschaftliche Lektüre ist kostspielig und in den Universitätsbuchhandlungen oft vergriffen. Dies will sich der Internethändler Amazon zunutze machen und bietet Besitzern des hauseigenen Lesegerätes Kindle nun die Möglichkeit, wissenschaftliche Werke für 30 bis 360 Tage auszuleihen. Dies verkündete das Online-Kaufhaus in einer Pressemitteilung.

Es muss nur die tatsächliche Nutzungsdauer bezahlt werden. Anschließend kann der jeweilige Titel gekauft oder der Verleihzeitraum um je einen weiteren Tag verlängert werden. Notizen, die ja gerade bei wissenschaftlichem Lesefutter gerne gemacht und vom Kindle unterstützt werden, bleiben dem Leser auch nach der Verleihperiode erhalten.
 
Derzeit ist der Digital-Verleih nur in den USA verfügbar und kann auf dem Kindle selbst und mit entsprechenden Kindle-Apps auf PCs, Macs, Tablets und Smartphones genutzt werden.
[Foto: Kindle App auf dem iPad | (c) Amazon.com]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 21. April 2011

Kindle-Store wird endlich deutsch

Amazon bietet ab sofort seinen Kindle-Store mit E-Books für das hauseigene Lesegerät auch mit attraktiven, aktuellen Titeln auf deutsch an. Der Online-Händler konnte offenbar mit hiesigen Verlagen Einigung erzielen und hat ab sofort über 25.000 deutschsprachige E-Book-Titel im Programm.

Amazon bietet seinen E-Reader zwar bereits seit Ende 2009 auch in Deutschland an. Das Repertoire beschränkte sich aber bislang vorwiegend auf englischsprachige Literatur und Bücher mit abgelaufenem Urheberrecht. Anfang 2010 hatte Amazon bereits eine international ausgelegte Plattform eingerichtet, auf dem Autoren ihre Werke selbst digital vertreiben können.

Der neue Shop ist auch auf Zeitschriften und Zeitungen ausgelegt. Amazon-Kunden können derzeit die FAZ, die Zeit und das Handelsblatt in Digitalform beziehen.
[Foto: Deutscher Lesestoff fürs Kindle | cc-by-sa 3.0 Kai Kowalewski]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 10. März 2011

450.000 E-Book-Reader verkauft

Laut Mitteilung von Media Control sind in Deutschland bislang 450.000 Lesegeräte für E-Books abgesetzt worden. Tablet-Computer wie das iPad sind nicht mit eingerechnet. Die Zahl geht aus einer repräsentativen Umfrage an Personen ab 15 Jahren hervor.

54,3% der Käufer gaben an, dass der Reader leichter und kleiner sei als die Druckvariante. Genau so vielen Leuten war die Möglichkeit wichtig, viele Bücher speichern zu können. Der Gang zum Buchhändler ist offenbar auch vielen zu beschwerlich. 50,6 Prozent der Besitzer eines Lesegeräts fanden es vorteilhaft, dass sie die Schmöker zu hause erwerben und herunterladen können.

Dennoch nimmt sich der E-Book-Markt hierzulande noch vergleichsweise bescheiden aus. Im letzten Jahr wurden fast vier Millionen digitale Editionen kostenpflichtig heruntergeladen. Dies bedeutet einen Marktanteil von lediglich einem Prozent am gesamten Buchmarkt.
[Foto: E-Book-Leser sind noch Exoten | gemeinfrei]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 1. März 2011

E-Book-Store im Android Market

Der Android Market soll einem Bericht von WinFuture zufolge bald medialen Zuwachs bekommen. In den USA ist ein E-Book-Bereich unter der Adresse market.android.com/books verfügbar. Das Feature ist noch nicht offiziell freigegeben, es finden sich jedoch bereits Teaser zu einigen Schmökern unter der URL.

Die Preise liegen auf dem Niveau des Kindle Stores für E-Books. Die Titel-Auswahl ist derzeit noch zu gering um mit Amazons Verkaufsplattform konkurrieren zu können, wird aber sicher bis zum offiziellen Start noch wachsen. Bisher gab es nur vereinzelt digitale Bücher als eigenständige App in Googles Software-Markt für Smartphones und Tablets mit dem hauseigenen Betriebssystem Android.

Aus der Tatsache, dass die Adressen /movies und /music im Android-Market nicht als fehlende Seiten angezeigt werden, schließen einige Experten, dass der IT-Riese in Zukunft auch Musik und Filme auf Mobilgeräten zum Verkauf anbieten wird.
[Foto: Lesefutter für Galaxy Tab & Co | (c) samsung]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 2. Dezember 2010

E-Book-Piraterie: 150.000 EUR Strafe für RapidShare

Das BitTorrent-Portal RapidShare ist wegen der illegalen Verbreitung von E-Books vom Landgericht Hamburg zu einer Geldstrafe von 150.000 EUR verurteilt worden, wie der Blog TorrentFreak zu berichten weiß.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Verlag Bedford, Freeman & Worth zusammen mit Macmillan, Cengage Learning, Elsevier, McGraw-Hill und Pearson beim Hamburger Amtsgericht erwirkt, dass der File-Hoster Bücher der Publisher innerhalb einer Woche von seinen Servern entfernen musste. 250.000 EUR Strafe wurden bei Missachtung angedroht. RapidShare sollte zudem gewährleisten, dass urheberrechtlich geschützte Titel der klagenden Unternehmen nicht wieder hochgeladen werden können.

Das BitTorrent-Portal kam seiner Lösch- und Filter-Pflicht offensichtlich nicht in vollem Umfang nach. Die Verlage fanden noch viele ihrer Werke auf den Servern und sicherten Beweismittel. Das Landgericht Hamburg urteilte nun, die Auflagen seien in schuldhafter Weise missachtet worden. RapidShare wurde daher zur Zahlung von 150.000 EUR verdonnert.
[Foto: RapidShare muss löhnen | RapidShare.com]

Artikel von agent-media.de