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Mittwoch, 10. April 2013

Unerwartetes Frühjahrshoch im Buchhandel

Der deutsche Buchhandel konnte im März ein sattes Umsatzplus von 11,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat verbuchen. Dies geht aus der aktuellen Edition der Studie "Branchenmonitor Buch" hervor, welche die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce berücksichtigt. Selbst der oft gebeutelte, klassische Sortimentshandel konnte um 5,3% zulegen. Eine eindeutige Erklärung für die überraschend gute Entwicklung hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der die Erhebung allmonatlich durchführen lässt, nicht parat. Zwar fielen in diesem Jahr die Osterfeierlichkeiten in den März, doch gab es auch zwei Verkaufstage weniger als vor Jahresfrist. In der Vergangenheit führten ähnliche Konstellationen nicht zu solch einem erfreulichen Ergebnis. Auch ein einzelner, übermäßig erfolgreicher Titel ist nicht auszumachen. Einen Anteil am Plus mag die ungewöhnlich raue Witterung gehabt haben, die zu Schmökerabenden geradezu einlud.

Der Einnahmenzugewinn schlägt sich in allen drei erfassten Editionsformen wieder. Sowohl Hardcover (+10,9%) als auch Taschenbücher (11,9%) und besonders Hörbücher (+28,9%) liefen hervorragend.

In den Warengruppen liegt nur das nicht sonderlich auflagenträchtige Genre "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" leich im Umsatzminus (-1,2%). Die anderen eher für ein intellektuelles Sparten-Publikum ausgelegten Gruppen "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (+6,3%) und "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (+0,8%) liegen über dem Strich. Die bedeutsamen Bereiche Kinder- & Jugendliteratur (+25,1%), Belletristik (+12,5%) und Ratgeber (+10,4%) hatten prozentual zweistellige Zugewinne. Auch die wichtigen Genres Reisen (+8,2%) und Sachbuch (+3,0%) bescherten den Händlern deutliche Mehreinnahmen im Vergleich zum März 2012.
[Foto: Der "BMB" hat Gutes zu berichten | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 12. April 2012

Buchumsatz zieht im März an

Der deutsche Buchhandel konnte im März ein Umsatzplus von 2,6% verglichen mit 2011 verbuchen. Dabei profitierte das Literaturgeschäft bereits vom Ostergeschäft. Im letzten Jahr wurde das Fest um Christi Auferstehung zwei Wochen später gefeiert und sorgte erst im April für volle Geschäfte.

Bei allen drei Editionsformen ergab sich ein Umsatzplus. Mit Hardcover-Titeln wurden 3,3% mehr Einnahmen erzielt, bei Hörbüchern ging der Umsatz um 4,1% nach oben. Taschenbücher standen in der Gunst der Kunden nicht so weit oben und brachten lediglich 0,4% mehr Geld in die Ladenkassen.

Die Auswertung der Warengruppen zeugt deutlich vom Geschäft mit Lesestoff für die lieben Kleinen. Bei Kinder- und Jugendbüchern ging der Umsatz um 15% am stärksten in die Höhe. Auch Reiseliteratur (+7,6%) und Belletristik (+2,2%) sorgten für vollere Kassen als noch vor einem Jahr.

Ein Blick auf die Negativentwicklung der übrigen Sparten zeigt, dass der seit einiger Zeit anhaltende Schrumpfkurs im Buchmarkt nicht überstanden, sondern nur durch den Ostereffekt überlagert ist. Die weniger auflagenstarken Bereiche "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-7,6%) , "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-2,2%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-2,2%) liefen trotz der gleichen Anzahl an Verkaufstagen schlechter als im März 2011. Auch die Sparten "Ratgeber" (-3,2%) und "Sachbuch"(-0,3%) brachten weniger Geld ein als vor einem Jahr.
[Foto: Beliebte Jugendbuchreihe: Warrior Cats | (c) Beltz-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 14. April 2011

Buchmarkt-Umsatz purzelt in den Keller

Der deutsche Buchhandel musste im März einen Umsatzeinbruch von 12,9% im Vergleich zum dritten Monat 2010 hinnehmen. Der klassische Sortimentsbuchhandel verzeichnete sogar ein Minus von 14,5%. Für das erste Quartal und die erfassten Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und Internet ergibt sich ein Rückgang von 4,6%. Dies berichtet der monatlich erscheinende Branchenmonitor Buch des Börsenvereins des deutschen Buchhandels unter Berufung auf GfK-Zahlen.

Alle drei Editionsformen sind vom Einnahmenschwund betroffen. Hörbücher brachten 21,3 Prozent weniger Geld in die Kassen, bei Taschenbüchern betrug das Minus 13,2% und der Verdienst aus dem Verkauf von Hardcovern ging um 12,3% zurück.

Der dramatische Einbruch ist auch mit der in diesem Jahr späten Osterfeier zu begründen. Im Vorjahr fiel das Fest um Jesu Auferstehung in den März, zudem gab es 2010 ein Verkaufstag mehr im dritten Jahresmonat.

Der Rückgang erstreckt sich über alle Warengruppen. Besonders stark betroffen waren Kinder- & Jugendbücher (-21,4%), Reiseliteratur (-15,9%) und Belletristik (-13,0%). Ebenfalls zweistellige Umsatzverluste weisen die Bereiche "Ratgeber" (-10,9%), "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-10,6) und "Sozialissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-10,2%) auf. Für Bücher aus dem Themenkreis "Naturwissenschaft, Medizin, Infomatik, Technik" schlug ein Minus von 8,8% zu Buche.

Relativ krisenfest laufen derzeit Sachbücher, bei denen das Minus nur 2,8% betrug. Walter Kohls "Leben oder gelebt werden" und die "Guttenberg"-Biografie waren sehr gefragt. Mit dem im März erschienenen Dieter Nuhr-Werk "Der ultimative Ratgeber für alles" reiht sich auch wieder ein Buch zum Schmunzeln und Nachdenken in die Sachbuch-Bestsellerlisten ein.
[Foto: Neuer Sachbuch-Bestseller von Nuhr | cc-by-sa 3.0 Elke Wetzig (Elya)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 15. April 2009

Buchmarkt im März 09

Der vergangenen Monat brachte dem deutschen Buchhandel ein Umsatzminus von 5,1% gegenüber März 2008. So ein Bericht des Branchen-Monitors Buch basierend auf einer Erhebung der GfK. Dabei zeigten Hörbücher (-7,0%) und Hardcover (-6,9%) deutliche Umsatzeinbrüche. Die dritte Editionsform "Taschenbuch" konnte indes mit einem knappen Umsatzplus von 0,2% abschließen. Die Negativ-Zahlen relativieren sich, wenn man bedenkt, dass das Ostergeschäft 2008 noch in den März fiel. In den Warengruppen schnitten Reiseliteratur (-10,6%) und Belletristik (-9,7%) mit besonders herben Umsatzverlusten ab. Erstaunlich positiv war jedoch die Entwicklung bei Sachbüchern (+10,1%). Dies lag auch an den populären Werken von Ex-Kanzler Schmidt ("Außer Dienst") und US-Präsident Barack Obama ("Ein amerikanischer Traum"). In der Detailbetrachtung lässt sich vor allem aufgrund dieser Bücher ein Umsatzplus von 122,76% bei Biografien & Autobiografien ausmachen. Abschließend bleibt abzuwarten, ob der der nun laufende Ostermonat April das Geschäft im Buchsektor wieder ankurbeln und den Negativtrend des letzten Monats umkehren kann. [Foto: amazon.de]