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Donnerstag, 2. September 2010

Amazon möchte Filme per Stream anbieten

cc-by-sa 3.0 Deirdre
Amazon will
Filmklassiker streamen
Passend zu den gerade bekannt gewordenen Plänen der Videoplattform YouTube, Hollywood-Blockbuster per Stream kostenpflichtig anzubieten, kündigte Amazon ein ähnliches Angebot an.

Im Gegensatz zu dem von YouTube geplanten Dienst soll das Videomaterial, das Amazon anbieten möchte, aus älteren Filmen bestehen. YouTube möchte Blockbuster gleichzeitig zu dem jeweiligen DVD-Release zeigen. Als Begründung gab Amazon an, dass die Medienunternehmen ihr Geschäft weniger bedroht sehen, wenn keine aktuellen Filme zu sehen seien. Derzeit verhandelt Amazon laut Wall Street Journal mit mehreren US-Medienfirmen, darunter NBC Universal, News Corporation, Time Warner und Viacom.

Der Live-Stream soll auf PCs, internetfähigen Fernsehern, über Blu-Ray-Player und auf der Spielekonsole Xbox 360 abspielbar sein. Amazon bietet bereits Episoden von Fernsehserien auf diesen Plattformen an.

Es ist indes noch nicht sicher, ob der Dienst tatsächlich starten wird. Laut Wall Street Journal soll das Angebot pünktlich zu Weihnachten verfügbar sein. Das hänge jedoch davon ab, ob Amazon genug Partner finde. Zwei Medienunternehmen seien jedoch an einer Zusammenarbeit mit Amazon interessiert. Weniger attraktiv dürfte das Ganze jedoch für NBC Universal und die News Corporation sein. Diese betreiben den Joint Venture Hulu, für den Amazons Angebot eine direkte Konkurrenz darstellen würde.

Freitag, 30. Oktober 2009

Disney - Keychest soll DVD-Rückgang auffangen

Im Interview mit der Financial Times hat Disney-Chef Bob Iger eine neue Technik namens Keychest angekündigt, die es ermöglichen soll, Abspielrechte eines Filmes auf verschiedensten Endgeräten zu erwerben. So könnte ein Film ohne langwieriges Umcodieren etwa auf einem iPod, der XBox 360, oder einer anderen Medienzentrale heruntergeladen und angesehen werden. Mit den Erlösen sollen die schwindenen Umsätze aus dem rückläufigen DVD-Geschäft wettgemacht werden. Neu ist die Idee nicht, ein Konsortium von Unternehmen aus der Branche der Entertainment-Elektronik hatte bereits ein Verfahren namens Digital Entertainment Content Ecosystem (DECE) angekündigt, Konkurrent Time Warner ermöglicht das Streamen auf unterschiedlichen Playern über seine Technik TV Everywhere. Disney stellt sich angesichts sinkender Einnahmen zudem stärker im Vertrieb auf, während die kostspielige Eigenproduktion heruntergefahren wird. Zu diesem Zweck wurde nach dem Aufkauf des Marvel Comic-Verlages beim angeschlossenen Produktionsstudio Miramax Personal entlassen und ein Kooperationsabkommen für den Vertrieb von Dreamworks-Filmen abgeschlossen.

Link: Financial Times-Artikel