Freitag, 9. September 2011

Google goes Green

Google hat erstmals seinen in der Vergangenheit vielfach kritisieren Stromverbrauch offengelegt. Laut Konzernangaben bezieht das Unternehmen seine Energie vermehrt aus ökologisch nachhaltigen Quellen und arbeitet mittlerweile CO2 neutral. Zudem hilft er mit seinen Cloudcomputing-Diensten Unternehmen dabei, ihren Stromverbrauch zu senken.

Wie die WELT in Ihrer Onlineausgabe berichtet, gehen laut Angaben des IT-Riesen weniger als 0,01 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf das Konto des Suchmaschinenbetreibers.

In Relation zur Energiebilanz alternativer Produkte nimmt sich der Energiehunger von Google in der Tat bescheiden aus. So fällt bei drei Tagen ununterbrochenen Youtube-Konsums laut Betreiber Google weniger Stromverbrauch an, als bei der Produktion einer DVD samt Verpackung und Versand.
[Foto: Google gibt sich ökologisch | (c) Google]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 8. September 2011

USA: Adult-Videoindustrie steht still

Im San Fernando Valley bei Los Angeles werden derzeit keine Pornofilme mehr gedreht. Nach einer jüngst festgestellten HIV-Infektion haben etwa 30 Studios die Dreharbeiten vorläufig eingestellt. Zunächst müsse geprüft werden, wie es zu dem Fall trotz Kontrollmaßnahmen kommen konnte, so die Verantwortlichen.

Wenn im San Fernando Valley vorerst keine Pornofilme mehr gedreht werden, steht praktisch die komplette Branche in den USA still, denn im übrigen Land fällt das filmische Geschäft mit der Lust unter das Prostitutionsverbot. Auch in Kalifornien gelten an sich strengere Richtlinien als bisher Anwendung fanden. So müssten sich die Darsteller laut Gesetz eigentlich neben Kondomen mit Mundschutz und Handschuhen vor möglichen Infektionen schützen - bis dato blieb jedoch trotz wiederholter Ansteckungen der Umgang der Pornoindustrie mit den gesetzlichen Vorgaben lax. Dies mag sich nun ändern.

Das Geschäft mit den expliziten Szenen ist in den USA ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor und erwirtschaftet jährlich 14 Millarden Dollar Umsatz - mehr als Baseball, Basketball und Football zusammen.
[Foto: Derzeit arbeitslos: Porno-Actrice Bobby Star | © Glenn Francis, www.PacificProDigital.com]

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Popkomm & Berlin Music Week 2011 eröffnet

Mit einem gemeinsamen Auftritt haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft gestern die Musikmesse Popkomm in Berlin eröffnet. Neben Raimund Hosch von der Messe Berlin, Harals Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie & Frauen und Aupeo!-Chef Holger Weiss präsentierte auch Hans-Joachim Otto den Opener.

Besonders positiv stimmte Otto, parlamentarischer Staatssekretär für Wirtschaft und Technologie, auf das Branchen-Event ein. "Mit der Popkomm geht's aufwärts, Mit der Branche ebenfalls!", meinte er in seiner Ansprache. Nach seiner Meinung ist die Politik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für ein blühendes Musik-Gewerbe zu schaffen. Dabei möchte der FDP-Politiker digitalen Geschäftsmodellen den nötigen rechtlichen Freiraum einräumen.

Die bis zum 09. September laufende Popkomm, die vor zwei Jahren unerwartet abgesagt worden war, empfängt in diesem Jahr 400 Aussteller aus 21 Ländern auf dem Geländes des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Als Rahmenveranstaltung bietet die Berlin Music Week neben zahlreichen Live-Acts auch weitere Business-Veranstaltungen bis zum 11. Septemnber.
[Foto: Popkomm 2011 gestartet | (c) Messe Berlin]

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Mittwoch, 7. September 2011

EU: Bald 70 Jahre Leistungsschutz?

Im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten (AStV) wird heute über die EU-weite Verlängerung des Leistungsschutzes auf Musikaufnahmen von 50 auf 70 Jahre diskutieren. Es wird erwartet, dass der AStV dem von der Musikindustrie unterstützten Vorstoß zustimmt. Der AStV bereitet die Sitzungen des EU-Rates vor und ist somit ein vorentscheidendes Gremium.

Vom Leistungsschutzrecht profitieren alle, die bei der Produktion einer Musikaufnahme mitgewirkt, also eine Leistung erbracht haben. Dazu gehören neben der Plattenfirma auch die ausübenden Künstler.

Eine von vier renommierten Forschungsinstituten veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2008 kommt allerdings zu dem Schluss, dass von den Mehreinnahmen 72 Prozent auf die vier großen Plattenfirmen EMI, Warner Music, Sony BMG und Universal entfallen würden. Weitere 24 Prozent kämen bei dem erfolgreichsten Fünftel der Künstler an. Somit gingen nur vier Prozent der Zusatzeinkünfte an die übrigen 80 Prozent der Musiker.

Kritikern erscheint der Vorstoß daher als reine Geldmacherei der Musikindustrie. Zudem träfen die neuen Abgaben auch die eigene Klientel: Bei Verwendung kurzer Samples älteren Datums könnten Remixer künftig zur Kasse gebeten werden.

Und die EU-Gremien müssen sich nicht zum ersten mal den Vorwurf gefallen lassen, sie fungierten als willkommene zentrale Anlaufstelle für Lobbyisten, die sich bei der Durchsetzung ihrer Interessen nun nicht mehr mit den einzelnen Staaten herumzuplagen brauchen.
[Foto: Beatles-Songs: Leistungsschutz läuft ab | cc-by-sa 3.0 VARA]

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Dienstag, 6. September 2011

Social Media Plattformen entdecken Musikgeschäft

Facebook, Google+ und andere Plattformen entdecken mehr und mehr das Musikgeschäft als lukrative Einnahmequelle. Umgekehrt erkennen immer mehr Musiker die Vorteile der Vermarktung ihrer Inhalte über Social Media-Kanäle.

In der letzten Woche veröffentlichte David Guetta sein aktuelles Album "Nothing But the Beat" über seine Facebook-Seite, wo Fans das Album mit Facebook-Credits herunterladen können. Für Musiker bieten die Sozialen Netzwerke den Vorteil, einfach und direkt Inhalte an ihre Fans ausliefern zu können. Auch können Künstler ihre Alben kostenlos verbreiten und so die eigene Fanbasis vergrößern. Für Musiker bringt die aktuelle Situation somit ein nie gekanntes Maß an Unabhängigkeit gegenüber Labels, Vertrieben und dem Handel.

Facebook behält bei Musikverkäufen recht happige 30% der Umsätze ein. Das noch junge Netzwerk Google+, das vorwiegend auf Games fokussiert ist, unterbietet den Branchenführer unter den Social Networks mit einer Umsatzbeteiligung von 5% deutlich. Da scheint es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Content-Anbieter und Konsumenten vermehrt dem Internetkonzern aus Seattle zuwenden. Google möchte mit der Preisstrategie offenbar seine Nutzerzahlen erhöhen und Google+ mittelfristig zur echten Facebook-Konkurrenz ausbauen.

Der angeschlagenen Community MySpace dürfte eine Erholung angesichts der Wettbewerbslage schwer fallen. Das Urgestein unter dern sozialen Netzwerken hatte zuletzt angekündigt sich wieder verstärkt um Künstler sowie Musik und ihre Vermarktung kümmern zu wollen.
[Foto: David Guetta nutzt neue Vertriebskanäle | cc-by-sa 2.0 David Guetta & Alain Zirah]

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Montag, 5. September 2011

Zeitschriften-Anzeigenpreise für 2012

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat in Kooperation mit den Verlagen die Anzeigenpreise für 2012 veröffentlicht. Etwa 600 Publikumszeitschriften machten die Kosten für ihre Werbeplätze publik.

Der Durchschnittspreis für eine vierfarbige, ganzseitige Anzeige wird demnach leicht um 2,6% steigen. Eine solche Werbung im Spiegel wird im kommenden Jahr mit 60.447 EUR zu Buche schlagen, 1.474 EUR mehr als derzeit. Die Bunte hebt die Pauschale für die vollfarbigen Reklameseite um 900 auf 33.900 EUR an.

Insgesamt wird der Preis des vierfarbigen Einseiters bei 351 Titeln steigen, 203 Publikumsblätter halten den Preis konstant. Bei einem Dutzend Titeln wird die Werbung billiger als bisher. 98 Zeitschriften bieten jahreszeitlich schwankende Saisonpreise, für sie wurde ein gewichtetes Mittel berechnet und ausgewiesen.
[Foto: Werbeanzeigen: Preise steigen moderat | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

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Freitag, 2. September 2011

IFA 2011 gestartet

Vom 02.09. bis zum 7.09. öffnet die Infernationale Funkausstellung Berlin (IFA) wieder ihre Tore. Auf dem Messegelände der Hauptstadt präsentieren dann wieder Unternehmen aus aller Welt ihre Produkte und Innovationen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Informations- sowie Kommunikationstechnik und Haushaltsgeräte.

Unter anderem dürfen sich interessierte Besucher auf eine Vielzahl neuer 3D Produkte freuen - Fernseher für das dreidimensionale Heimkinoerlebnis mit und ohne Polarisationstechnik, Handys mit Tiefenwirkung, Notebooks mit der dritten Dimension und vieles mehr.

Auch im Tablet-Bereich warten gleich mehrere Aussteller mit Ihren neuen Modellen auf, um am boomenden Marketsegment der transportablen Computer zu partizipieren. An ihre Seite gesellen sich diverse Softwareschmieden, die Applikationen für die berührungsempfindlichen Tablets und Smartphones vorstellen.

Traditionell ist die Ausstellung auch ein Stelldichein der Prominenz, die der Messe den nötigen Glanz verleihen, den eine internationale Messe beansprucht. Abgerundet wird das Programm durch Open Air Konzerte, u.a. vom Berliner Duo Ich & Ich.

Die IFA feierte im vergangenen Jahr zu ihrem 50jährigen Jubiläum einen Besucherrekord. 235.000 Schaulustige nahmen an der Veranstaltung teil, darunter 125.000 Fachbesucher. Dabei ist die Messe nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern auch ein Umsatzgenerator. Aufträge im Wert von 3,5 Milliarden EUR wurden im letzten Jahr während der Messetage generiert, so die Veranstalter im Abschlussbericht der Messe 2010.
[Foto: IFA: Augen- & Ohrenschmaus garantiert | (c) Messe Berlin]

Artikel von agent-media.de