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Donnerstag, 22. Dezember 2011

GEMA veröffentlicht Jahrescharts

Alle Jahre wieder veröffentlicht die GEMA zu Weihnachten die Bestsellerlisten des Vorjahres ihrer Mitglieder bzw ihrer Schwestergesellschaften im Ausland in den Sparten Music on Demand, U-Musik, E-Musik, Rundfunk, Tonträger und Diskotheken.

Im Gegensatz zu anderen Chart wie beispielsweise den MediaControl Verkaufscharts zählen hier nicht verkaufte Stückzahlen, sondern der Umsatz pro Titel. Dies führt dazu, dass auch ältere Stücke in der Wertung auftauchen.

Für das Jahr 2010 darf sich "Der Graf" über ein besonders erfolgreiches Abschneiden freuen. Den Bereich "Tonträger" führt der Künstler mit "Winter" vor Dieter Bohlen mit "Don´t believe" und Shakira mit "Waka Waka" an. In derselben Rubrik ist der Frontmann der Gruppe Unheilig mit "Unter deiner Flagge" auf Platz 5, "Geboren um zu leben" auf Platz 9 und "Unter Feuer" auf Platz 10 noch mit drei weitere Titel in den Top 10 vertreten.

Die Sparte "Unterhaltungsmusik" führt "Ein Stern, der deinen Namen trägt" von Nikolaus Presnik an. Die Top10 dieser Sparte prägen vor allem unverwüstliche Evergreens wie "New York, New York", "Take me home, Country Roads" oder "Griechischer Wein" von Schlagerlegende Udo Jürgens.

Die "E-Musik" wird angeführt von "Peter und der Wolf" von Sergei Prokofjew, gefolgt von der "Carmina Burana" von Carl Orff. Da das Urheberrecht in Deutschland erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt, werden auch diese Werke der längst verstorbenen Künstler zugunsten Ihrer Erben von der GEMA ausgewertet.

In den Diskotheken war laut GEMA Ranking "Memories" von Pierre David Guetta besonders erfolgreich. Im Rundfunk bescherte "Fireflies" von Adam R. Young der Gesellschaft 2010 die meisten Einnahmen, während in der Sparte "Music on demand" der Titel "Tik Tok" der britischen Sängerin Ke$sha" die Kassen zum klingeln brachte.
[Foto: Der Graf: Unheilig und vor allem ungruselig | cc-by-sa 3.0 B. Erdödy]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 6. September 2011

Social Media Plattformen entdecken Musikgeschäft

Facebook, Google+ und andere Plattformen entdecken mehr und mehr das Musikgeschäft als lukrative Einnahmequelle. Umgekehrt erkennen immer mehr Musiker die Vorteile der Vermarktung ihrer Inhalte über Social Media-Kanäle.

In der letzten Woche veröffentlichte David Guetta sein aktuelles Album "Nothing But the Beat" über seine Facebook-Seite, wo Fans das Album mit Facebook-Credits herunterladen können. Für Musiker bieten die Sozialen Netzwerke den Vorteil, einfach und direkt Inhalte an ihre Fans ausliefern zu können. Auch können Künstler ihre Alben kostenlos verbreiten und so die eigene Fanbasis vergrößern. Für Musiker bringt die aktuelle Situation somit ein nie gekanntes Maß an Unabhängigkeit gegenüber Labels, Vertrieben und dem Handel.

Facebook behält bei Musikverkäufen recht happige 30% der Umsätze ein. Das noch junge Netzwerk Google+, das vorwiegend auf Games fokussiert ist, unterbietet den Branchenführer unter den Social Networks mit einer Umsatzbeteiligung von 5% deutlich. Da scheint es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Content-Anbieter und Konsumenten vermehrt dem Internetkonzern aus Seattle zuwenden. Google möchte mit der Preisstrategie offenbar seine Nutzerzahlen erhöhen und Google+ mittelfristig zur echten Facebook-Konkurrenz ausbauen.

Der angeschlagenen Community MySpace dürfte eine Erholung angesichts der Wettbewerbslage schwer fallen. Das Urgestein unter dern sozialen Netzwerken hatte zuletzt angekündigt sich wieder verstärkt um Künstler sowie Musik und ihre Vermarktung kümmern zu wollen.
[Foto: David Guetta nutzt neue Vertriebskanäle | cc-by-sa 2.0 David Guetta & Alain Zirah]

Artikel von agent-media.de