Donnerstag, 30. April 2009

500 GB-Disc von GE

Der Hersteller von Elektronikwaren GE hat eine "holografische" Disc vorgestellt, die 500 GB speichern kann. Die Scheibe hat die Maße gewöhnlicher CDs und DVDs. Die Holo-Disc von GE befindet sich aber noch im Entwicklungsstadium. Im Gegensatz zu herkömmlichen optischen Datenspeichern werden die Informationen nicht nur in die Oberfläche der Silberlinge "geritzt", sondern in der Tiefe als dreidimensionale Struktur abgelegt. Besonderen Wert legen die Entwickler auf Abwärtskompatibilität. Player für das neue Medium sollen in der Lage sein, auch Blu-rays, DVDs und CDs abzuspielen. Zudem soll die Herstellung bzw. die Umrüstung bestehender Produktionsgeräte bezahlbar bleiben, indem man sich auf die Verwendung bestehender Verfahren stützt. Bereits seit sechs jahren forscht das Unternehmen im Bereich optischer Datenträger. GE sieht Bedarf für die Disc in der Archivierung und für Filme, die in voller 3D-Pracht abgespeichert werden sollen.

Links:
Original-Pressemitteilung (engl.)

Deutsche Pressemitteilung

Fallende Stückpreise vermiesen Video-Business

Der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD) hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2008 veröffentlicht. Darin sind auch Zahlen aus dem derzeitigen Verleih- und Verkaufsmarkt enthalten. Der Umsatz aus Verleihvorgängen fiel demnach im letzten Jahr um 4 Prozent auf 264 Mio. Euro. 2007 wurden noch 10 Mio. Euro mehr umgesetzt. Die Zahl der Verleihvorgänge blieb dabei fast gleich. Sie fiel nur um 1 Mio. auf 108 Mio. Grund für den deutlicheren Umsatzrückgang ist also der Preisverfall im Verleihmarkt. 2008 mussten durchschnittlich nur noch 2,46 EUR für einen Film oder ein Game aus der Videothek berappt werden; 2007 lag dieser Wert noch bei 2,53 EUR. Auch der Verkaufsmarkt für Blu-rays und DVDs litt im letzten Jahr unter fallenden Stückpreisen. Während die Zahl der Verkäufe mit 104 Mio. nahezu konstant blieb (2007: 105 Mio.), schrumpfte der Umsatz um 3 Prozent auf 1.291 Mio EUR ein (Vorjahr: 1.331 Mio EUR). Erstaunlich konstant ist die Markt-Aufteilung unter de verschiedene Verleihinstanzen. Seit 2006 finden laut jährlicher Erhebung 88% der Verleihvorgänge in gewöhnlichen Videotheken statt. Verkaufsautomaten (5%) und Online-Angebote (7%) teilen sich den Restmarkt mit ebenfalls seit drei Jahren konstanten Anteilen. [Foto: kawu@wikimedia]

Link zum Thema

Geschäftsbericht des IVD

Google Books-Frist läuft ab

Noch bis zum 01. Januar 2010 können Urheber und andere Rechteinhaber Ansprüche auf ihre literarischen Werke geltend machen, wenn diese von Google ohne Genehmigung eingescannt wurden. Der Primus unter den Suchmaschinen hat vornehmlich Bücher für seine "Book Search" digitalisiert, deren Rechteinhaber nicht auffindbar waren. Nach Klage des amerikanischen Autorenverbandes "The Authors Guild" und der US-Verleger-Organisation "Association of American Publishers" (AAP) hatte Google Ende Februar einer Zahlung von 125 Millionen Dollar zugestimmt. Aus einem Teil dieses Topfes könne Rechteinhaber eine Pauschale erhalten, die bei mindestens 60 Dollar, im Einzelfall aber auch bis zu 300 Dollar betragen kann. Vielen Kulturschaffenden liegt der Umstand schwer im Magen, dass sich der Suchmaschinenprimus eine Unzahl literarischer Werke einverleibt. Laut Google sind bereits ungefähr 1,5 Millionen digitalisierte Bücher in der Buchsuche erfasst. Skeptikern bleibt noch eine kurze Frist, sich gegen den Vergleich als solches aufzulehnen. Bis zum 05. Mai kann schriftlich Einspruch erhoben werden. Nähere Infos gibt es auf der Seite googlebooksettlement.com.

Montag, 27. April 2009

GEMA spürt die Rezession

Die Einnahmen der deutschen Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA sind 2008 gegenüber dem Vorjahr um 3,1% geschrumpft. Dies berichtet das Fachblatt Musikmarkt. Auf der Jahrespressekonferenz vergangenen Donnerstag gab Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker weitere Details bekannt. Die Erträge sanken absolut gesehen um 26,6 Mio. auf 823 Mio. Euro. Davon wurden 700,6 Mio Euro an die Rechteinhaber verteilt. Beim Tonträgermarkt zeigt sich der Abwärtstrend besonders deutlich. Hier gingen die GEMA-Einnahmen um 31,7 Mio. Euro in den Keller, ein Minus von 17,4% auf 150,3 Mio Euro in diesem bislang so wichtigen Segment. Positiv betrachtet bedeutet dies, dass die Summe aller anderen Einnahmequellen der GEMA zusammen genommen gestiegen ist. Dennoch wird die GEMA nicht müde, der Negativentwicklung durch Maßnahmen wie die besonders umstrittene Erhöhung der Aufführungsgebühren und harte Verhandlungen mit Streamingdiensten entgegenzuwirken. Gegenüber dem Google-Portal YouTube, auf dem auch Musik-Clips zu sehen sind, fordert die GEMA derzeit 1 Cent pro Stream. Weitere Details sind der aktuellen Pressemappe der GEMA zu entnehmen. [Foto: H. Heker; GEMA]

CDA mit Ticketlösung auf Media-Tech

Auf dem am Freitag zu Ende gegangenen Branchentreffen für Disc-Hersteller, der Media-Tech in Frankfurt, fand eine Kombination aus RFID-Chip und multimedialer Visitenkarten-Disc als Ticket Verwendung. Verantwortlich für die Lösung zeichnet CDA Datenträger Albrechts. Der Disc Hersteller fertigt die RFID-Discs, die zum Beispiel auf gängigen DVD-Playern abspielbares Videomaterial enthalten können. In Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Zutrittssysteme eventixx bietet CDA so eine Komplettlösung mit zusätzlichem Informations- und Unterhaltungswert auch für Veranstaltungen, in denen verschiedenen Besuchergruppen unterschiedliche Bereiche zugänglich sein sollen. [Foto: CDA]

Freitag, 24. April 2009

Öko-Sammelbestellung bei HOFA

Disc-Hersteller und cd-agent-Mitglied HOFA Media möchte mit Hilfe einer Sammelbestellungs-Aktion die Produktion umweltfreundlicher CD- und DVD-Verpackungen vorantreiben. Seit dem 01. April werden unter dem Aktionsnamen "greenline" Aufträge für die Herstellung von Verpackungen aus Recyclingpapier oder solchem aus nachhaltig bewirtschafteten Forstetrieben (FSC-Papier) gebündelt. Je mehr Bestellungen bis zum festen Produktionstermin eingegangen sind, desto günstiger wird es für die Endkunden. Im Vordergrund stehen bis zum 14. Juni die jeweils 4seitigen Varianten des DigiPacs und DigiFiles. Aufgrund oft geringer Bestellmengen sind umweltfreundliche Verpackungen oft teurer als herkömmliche. Dies möchte HOFA mit der Sammelbestellung abfedern. Interessenten erhalten mehr Informationen auf der Greenlineseite von HOFA. [Foto: HOFA Media]

Mittwoch, 22. April 2009

ALG-Rahmenfrist - Hoffnung für Filmschaffende

Die von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) ins Gespräch gebrachte Änderung der Rahmenfrist für den Bezug von Arbeitslosengeld findet bei Kulturpolitikern breite Unterstützung. Derzeit muss zum Bezug von Arbeitslosengeld für 12 Monate innerhalb der vorangegangenen 2 Jahre ein beitragspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vorgelegen haben. Diese Frist war im Februar 2006 von vorher 3 Jahren gekürzt worden. Nun sollen laut Entwurf 6 Monate Beschäftigung innerhalb der vergangenen 2 Jahre reichen. Allerdings entsteht dadurch nur ein Anspruch auf 3 Monate ALG. Kulturstaatsminister Bernd Neumann nahm den Vorschlag in einem Bericht anlässlich einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien positiv entgegen. Gerade Film- und Kulturschaffende sind oft von kurzfristigen Engagements betroffen und wechseln mitunter ihren Status zwischen Selbstständigkeit und angestellter Beschäftigung. So trifft die bestehende Regelung viele Schauspieler oder Kameraleute, die projektbezogen in jeweils überschaubaren Zeiträume arbeiten. Auch Angelika Krüger-Leißner, filmpolitische Sprecherin der SPD, unterstützt das Vorhaben und hofft, die neue Fristenregelung noch vor den Bundestagswahlen im Herbst mit auf den Weg bringen zu können. [Foto: Olaf Scholz; saibo@wikimedia]