Donnerstag, 4. November 2010

Karikaturenpreis ausgeschrieben

Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat in der elften Auflage den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an Künstler, die hierzulande für Tages-, Sonntags- oder politische Wochenzeitungen zeichen.

Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 20. Januar in Berlin verliehen. Einsendeschluss für Bewerber ist der  1. Dezember 2010. Neben der Karikatur wird auch eine politische Fotografie geehrt. Der Wettbewerb Für Kamera-Journalisten läuft parallel und winkt mit 7.000 Euro Siegprämie.

Neben den Arbeiten der Gewinner werden weitere 150 Fotos und Zeichnungen in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin unter dem Slogan "Rückblende" ausgestellt. Die Repräsentanten des für seine Weingüter bekannten Bundeslandes richten auch das Fest zur Preisverleihung in Kooperation mit dem BDZV aus, bei dem sich die Gäste sicher den einen oder anderen guten Tropfen aus der Region genehmigen werden.

Panasonic lockt mit "Avatar"

Elektronik-Riese Panasonic hat sich laut Mitteilung des Konzerns die Exklusivrechte an der 3D Version vom Blockbuster "Avatar" gesichert.  Während die reguläre Blu-ray Version den Kassenschlager zwar hochauflösend, aber ohne Tiefenwirkung zeigt, bietet die 3D-Fassung das mehrdimensionale visuelle Erlebnis, welches den Fiction-Streifen überhaupt erst zum erfolgreichsten Film aller Zeiten gemacht hat.

Um in diesen Genuss zu kommen, muss man allerdings einen 3D-fähigen Blu-ray-Player, einen Plasmafernsehers oder eine Heimunterhaltungsanlage von Panasonic dazu kaufen. Die 3D Version von Avatar wird nämlich ab November exklusiv für Panasonic produziert und als Give-away zu den Multimedia-Produkten der Firma vertrieben. Cineasten, die bereits über entsprechendes Equipment verfügen, müssen sich also noch gedulden, bis der 3D-Film auf normalem Wege erhältlich ist - ein Datum hierfür ist derzeit noch nicht bekannt.

Wie zuvor schon Samsung versucht auch Panasonic durch exklusive Vermarktungsrechte an spektakulären und raren 3D-Filmen die eigenen Produkte leichter an den Endkunden bringen zu können. Zu diesem Zweck wurde eine Marketing-Partnerschaft mit dem für Avatar verantwortlichen Hollywood-Studio Twentieth Century Fox vereinbart. [Foto: (c) Twentieth Century Fox]

Videomarkt erholt sich

Eine aktuelle Studie der GfK zur Kaufentwicklung bei DVDs und Blu-rays in Westeuropa und Japan belegt, dass der Absatz sich im zurückliegenden dritten Quartal erholt hat. Es wurden 8,8 Prozent mehr Video-Discs verkauft als in den vorangegangenen Monaten April, Mai und Juni.

Allerdings lag der Absatz der physischen Filmmedien noch um 3,8% unter den Zahlen des Vergleichsquartals 2009. Die Blu-ray schreibt indes ihre Erfolgsgeschichte fort. Im dritten Quartal fanden die HD-Scheiben 67,6% mehr Abnehmer als im zurückliegenden Jahr.

Der Bericht beruht auf Angaben von Verkaufsstellen in Japan und den westeuropäischen Nationen Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden und Großbritannien. [Foto: Verkaufs-Hit Star Trek | (c) Paramount Home Entertainment]

Danny Boyle plant Olympia und Horrorstreifen

Der Regisseur und Filmemacher Danny Boyle wird die Eröffnung der olympischen Sommerspiele 2012 in London inszenieren. Boyle kündigte dieses Vorhaben gegenüber Filmwoche nach der Premiere seines neuen Werkes "127 Hours" auf dem Filmfestival in der englischen Hauptstadt an.

Der Brite mit der offensichtlichen Vorliebe für Zeiträume in den Titeln seiner Filme (28 Days/Weeks Later) wurde mit Shallow Grave und Trainspotting bekannt und mit der gefühlvollen Aussenseiter-Ballade Slumdog Millionaire 2009  von der Academy zum Oskarpreisträger als bester Regisseur ausgezeichnet.

Der Leinwandkünstler plant auch eine Fortsetzung seiner Zombie-Saga "28 Days Later". Zuvor will er noch eine moderne Frankenstein-Version in Szene setzen. [Foto cc-by-sa 3.0 Romina Espinosa]

Video-Markt: Musik-Titel boomen

Laut Erhebung der British Video Association ist der Umsatz aus dem Verkauf von Musik-Videos auf Blu-ray und DVD in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 14,9 Prozent gestiegen. Musik-Blu-rays alleine brachten es auf ein Absatzwachstum von 163%. So ein Bericht von Music Week.

Erfreuliche Resultate für die produzierende Disc-Industrie, die seit geraumer Zeit mit dem rückläufigen Verkauf von CD-Alben zu kämpfen hat. Die Konkurrenz aus dem Internet ist im Videosegment für die Verbraucher offenbar noch nicht so attraktiv wie MP3-Downloads.

Der Boom der physischen Formate ist unter anderem auf die starke Nachfrage nach dem posthum erschienenen Titel "This Is It" von Michael Jackson zurückzuführen. 465.000 Exemplare des musikalischen Video-Nachrufs für den King of Pop wurden seit Februar verkauft. Die DVD "Circus Live" der (seinerzeit noch nicht wiedervereinigten) Gruppe "Take That" erreichte seit ihrem Erscheinen Ende 2009 500.000 Käufer in UK.

Das Platten-Label EMI erhofft sich einen Kassenschlager mit der kommenden DVD zu Robbie Williams' Greatest Hits-Platte "In and Out Of Consciousness". Die Video-Disc soll noch im November auf den Markt kommen.

Maßstäbe in technischer Hinsicht konnte die im Sommer erschienene 3D-Blu-ray "360° at The Rose Bowl" der Gruppe U2 setzen. Neben dem Einsatz aufwändiger Filmaufnahmetechnik für den räumlichen Eindruck kann auch der Sound der Disc überzeugen. Die flaue Stimmung des (mittlerweile gesetzten) U2-Publikums und die nach Kritikermeinung mäßige Performance der irischen Rocker wurden jedoch leider auch entsprechend realitätsnah eingefangen. [Foto: U2-Frontmann Bono | cc-by-sa 2.5 Wikipedia brown]

3D zu Hause: zwischen Interesse und Verwirrung

Fast jeder fünfte Verbraucher in den USA hat bereits einmal 3D-Fernsehen ausprobiert. Sei es im eigenen Wohmzimmer, im Fachgeschäft oder zu Hause im sozialen Umfeld. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung der amerikanischen "Consumer Electronics Association". Die Resultate hat Shawn DuBravac, Leiter der Marktforschung bei der CEA, auf der Konferenz für Entertainment-Vertrieb ESCA in London vorgestellt, wie DVD Intelligence berichtet.

Die meisten Privatpersonen sind nach wie vor unentschlossen bezüglich des Erwerbs neuer 3D-Hardware. Ungefähr 25 Prozent gehen aber davon aus, in drei Jahren einen 3D-Fernseher zu besitzen. Dies entspräche 28 Millionen Geräten in den Vereinigten Staaten.

Nur 46 Prozent der Befragten beurteilten den Genuss von 3D-Sendungen als “ausgezeichnet”.
Angesichts der Tatsache, dass 3D-TV (in HD) oftmals als ultimatives visuelles Erlebnis beworben wird, ein überraschendes Ergebnis für die Konferenzteilnehmer.

Etwa 65 Prozent derjenigen, die den Kauf eines 3D-Fernsehers in den nächsten drei Jahren planen, möchten vor allem Filme in 3D ansehen. 36 Prozent der Erwachsenen bezeichneten sich als überdurchschnittlich an Sport interessiert. Von Ihnen möchte sich etwa ein Drittel in den kommenden drei Jahren ein TV mit Tiefenwirkung kaufen. Ebenfalls erhöhtes Interesse haben Video-Gamer. 35 Prozent der Gelegenheitsspieler und 64 Prozent der echten "Spielefreaks" bekundeten Interesse an 3D-Computerspielen.

Knapp 70 Prozent der Verkäufer glauben für den Vertrieb von 3D-Hardware gewappnet zu sein. Der Rest fühlt sich entweder unsicher oder nicht in der Lage dazu. Die Angaben des Fachpersonals scheinen recht mutig angesichts der Komplexität der 3D-Technologie, bei der zum Beispiel die erforderlichen Brillen geräteabhängig sind.

Befragte Verkäufer schätzen den Anteil angesichts der neuen Technik verwirrter Kunden auf etwa 50%. Knapp 80 Prozent der Händler denken, dass der Verkauf von 3D-Produkten erst richtig Fahrt aufnimmt, wenn mehr 3D-Inhalte verfügbar sind.

Schon ein Drittel der gegenwärtig in den USA verkauften Blu-ray-Player ist 3D-kompatibel. Die CEA sagt voraus, dass 2010 bereits 17 Prozent aller Blu-ray-Player in den Staaten 3D-tauglich sein wird. Zurzeit sind drei Prozent der Fernseher 3D-fähig. 80.000 neue TVs mit Tiefenwirkung werden jeden Monat augeliefert. Dieser Monats-Durchschnitt könnte sich im nächsten Quartal schon verdoppeln.

In Europa, wo von Januar bis Juli laut CEA 150.000 3D-Fernseher verkauft worden sind, sehen die Verhältnisse ähnlich aus. Im Rest der Welt sollen 140.000 Einheiten abgesetzt worden sein.

Sony-Walkman wird nicht mehr produziert

Sony hat die Herstellung von Walkmen für Kassetten am 23. Oktober eingestellt. Damit geht die Ära des Symbols der Jugend- und Popkultur in den 80er Jahren zu Ende. Der Name "Walkman", der zur Bezeichnung der ganzen Gerätegattung wurde, ist in den meisten Ländern eine eingetragene und somit geschützte Marke von Sony.

Mit seiner Markteinführung am 1. Juli 1979 ermöglichte es der mobile Tonband-Spieler erstmals, die eigenen Lieblingslieder überall hören zu können. Nach zunächst spärlichen Verkaufszahlen entwickelte sich der Walkman in den frühen Achtzigern boomartig zum Symbol des jugendlichen Individualismus. Unvergessen bleibt der Generation der heutigen "Thirty Somethings" die Szene aus dem französischen Film "La Boum" von 1980, in der ein Walkman dank des Schmusesongs "Dreams are my Reality" inmitten einer rocklastigen Féte ein jugendliches Pärchen der Welt entrückt.

Emotional aufgeladenen Erinnerungen an selbstgemachte Mixtapes, 80er-Musik oder die erste Liebe lassen in der Retrospektive manchen Ärger mit dem verheddeungsfreudigen Tonträger vergessen. Als die Compact Disc Anfang der Neunziger in Mode kam, konnte sich Sonys tragbarer CD-Spieler ("Discman") aufgrund seiner Sperrigkeit und häufiger Replay-Aussetzer gegen den Walkman nie wirklich durchsetzen.

Erst die mit dem beginnenden Jahrtausend aufkommenden MP3-Player machten dem Bandsalat ein Ende. Der iPod bescherte Apple das erste echte Lifestyle-Gadget für die breite Masse.

Bekanntlich ließ das IT-Unternehmen noch einige Technik-Spielzeuge für Erwachsene folgen. Sony legte mit Handys und mobilen Playern nach, die noch den "Walkman" im Namen führten. Wie die gesamte Konkurrenz hinkt jedoch auch der japanische Konzern Apples Erfolgen mit mobilen High Tech-Geräten bis heute ein ganzes Stück weit hinterher.