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Dienstag, 4. Juni 2013

Überwiegend sachlich geführte AdBlock-Debatte

Mitte Mai hatten mehrere Online-Nachrichtenportale ihre Besucher dazu aufgefordert, im Browser integrierte Werbeblocker ganz oder zumindest für die eigenen Angebote abzuschalten. Als Begründung gaben die beteiligten Websites, zu denen Spiegel Online, die ZEIT, RP Online, FAZ.NET und Golem.de gehörten, an, dass durch das Ausblenden der Werbebanner weniger Geld eingespielt wird. Dies erschwere die rentable Aufrechterhaltung von kostenfreiem Qualitätsjournalismus im Netz selbstredend.

Die Reaktion des beliebten Werbestoppers AdBlock Plus (ABP) fiel durchaus verständnisvoll aus. Man bedankte sich sogar bei den Verlagen für die Aktion. In den Standardeinstellungen würden "akzeptable" Werbeformen überghaupt nicht von den Webseiten verbannt. Welche Arten der Online-Reklame hinnehmbar sind, entscheidet dabei die Nutzer-Community.

Einige User des ABP-Plugins sind den Aufforderungen der Online-Redaktionen auch nachgekommen. Für andere sind die Werbeformen der News-Seiten aber doch zu aufdringlich. Es liegt sicher mit in der Verantwortung der Redaktionen und Werbetreibenden, attraktive Reklameformen im Internet zu finden und zu etablieren. Die linksliberale Wochenzeitung der Freitag sieht das Problem offenbar auch bei sich selbst und bietet seit Kurzem einen Button, mit dem man die Werbung zwischenzeitlich verstecken kann. So ist zumindest gewährleistet, dass die relevanten Inhalte immer lesbar bleiben und nicht von Bannern überlappt werden.
[Foto: "Der Freitag" geht mit gutem Beispiel voran | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 4. Juni 2010

Fachpreis für Internet-Journalismus & Literatur

[Foto: Fast schon vergessen: Sony Reader; cc-by-sa 2.0 Rama]
Wer nimmt die Herausforderungen der Zukunft am besten an und schafft es auch im digitalen Zeitalter, Qualitätsjournalismus und Literatur gewinnbringend an den Mann zu bringen? Welche Verlage nutzen die Möglichkeiten der neuen Medien innovativ für den Ausbau Ihrer Services?

Diese und ähnliche Fragen stellt sich der Arbeitskreis für elektronisches Publizieren (AKEP) und beantwortet sie alljährlich in Form einer Preisverleihung. Der AKEP ist als Verlegerausschuss im Börsenverein des deutschen Buchhandels organisiert.

Am 9 Juni werden in Berlin die AKEP Awards in den Kategorien "Business to Business" (B2B)  und "Business to Customer" verliehen. Als Nachwuchspreis kommt der AKEP Junior Award hinzu.

In diesem Jahr wird erstmals auch der AKEP Award für die beste Arbeit ausgelobt. Mit der neuen Auszeichnung sollen noch unveröffentlichte Bücher zum Themenkreis Verlagswesen und neue Medien gewürdigt werden. Nele Müller wird ihn wohl für Ihre Ausführungen zu eBooks für Sehbehinderte mit nach Hause nehmen. Sie wird auf den Internetseiten des Börsenvereins als einzige Nominierte erwähnt.

Mittwoch, 31. März 2010

Harter Berufseinstieg in die Medienbranche

Das hierzulande offene Geheimnis, dass für Einstiegsjobs und Praktika in der Medienbranche meistens zu wenig bis gar nichts bezahlt wird, hat nun eine Studie der Organisation skillset auch für das vereinigte Königreich bestätigt. Ihren Erhebungen zufolge starten 44% aller angehenden Journalisten und Kreativkräfte ohne Gehalt ins Berufsleben.

Die Karriereplattform hat darum "Guidelines" für die Arbeitgeber aufgestellt. Diese Richtlinien fordern von der Branche die Einhaltung von Mindestlöhnen und eine Beschränkung auf 40 Stunden pro Woche. [Foto: by-sa Jürg Vollmer]

Freitag, 5. Februar 2010

Journalisten-Preis - Artikel schnell noch einreichen

Die Einreichungsfrist für den mit fünf mal 6.000 Euro dotierten  "Theodor-Wolff-Preis" für Journalisten läuft am Montag, den 15. Februar ab. Artikelautoren aus allen Medienbereichen können ein Exempel Ihres Schaffens zur Bewertung durch eine neunköpfige Fachjury einreichen. Im Vordergrund stehen für die Jury bei der Vergabe neben sozialer und demokratischer Verantwortung gründliche Recherche ebenso wie eine stilvolle Form. Die Artikel müssen im Jahre 2009 in einer Tages-, Wochen oder Sonntagszeitung erschienen sein. Fremdbewerbungen durch Dritte sind möglich. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bdzv.de/theodor-wolff-preis.html. [Foto: amazon.de]

Dienstag, 11. August 2009

Zeitungsinhalte Online - Auch Deutsche sollen zahlen

Nachem Medienmogul Rupert Murdoch letzte Woche Gebühren für das Abrufen journalistischer Inhalte seiner Zeitungsgruppe angekündigt hat, ist mit einer Äußerung des Axel Springer-Chefs Mathias Döpfner die Debatte um Bezahl-Inhalte auch in Deutschland entbrannt. Im Rahmen des Geschäftsberichts zum ersten Halbjahr 2009 kündigte Döpfner an, die kostenlose Berichterstattung im Internet allmählich zurückschrauben zu wollen. So eine Meldung von pressetext. Auch der Geschäftsführer der WAZ-Gruppe Bodo Hombach möchte für seine Online-Artikel in Zukunft Geld sehen und wünscht sich eine Diskussion um die Vorgehensweise seitens der Verbände. Holger Kansky vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sieht die Entscheidungsfindung für ein tragfähiges Paid Content-Modell ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Er vermutet, dass die großen Verlage mit eigenen Ideen zur Refinanzierung des Online-Journalismus vorpreschen werden. Kansky sieht Zahlungen seitens der Online-Leser jedoch lediglich als Ergänzung zur bereits etablierten Finanzierung durch Werbeeinblendungen. [Foto: Axel Springer Verlagshaus; KMJ@wikipedia.de]