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Mittwoch, 26. Dezember 2012

Montag, 19. Dezember 2011

Allgemeine Rundfunkabgabe kommt 2013

Ab dem 1. Januar 2013 werden alle Haushalte einen einheitlichen Satz für den Empfang von öffentlich rechtlichen Sendern entrichten. In Kiel segnete das letzte Landesparlament am Freitag die Neuregelung ab. Im Gegensatz zur derzeitigen Rundfunkgebühr ist die Abgabe unabhängig davon, ob überhaupt ein Fernseher oder Radio in der Wohnung zu finden ist. Die berüchtigten Außendienstler der GEZ müssen den Besitz eines Empfangsgeräts also künftig nicht mehr nachweisen. Die Abgabe wird der jetzigen vollen Gebühr von 17,98 EUR monatlich entsprechen.

Für Bürger, die derzeit nur ein Radio oder ein "neuartiges Empfangsgerät", wie etwa ein Smartphone oder einen PC, angemeldet haben, wird es nun deutlich teurer. Sie zahlen im Moment nur 5,76 EUR. Wer einen Zweitwohnsitz angegeben hat, muss entsprechend der neuen Logik doppelt zahlen. Für gewerblich genutzte Fahrzeuge zahlt man künftig einen Drittelbetrag. Autovermieter Sixt hat bereits angekündigt gegen diesen Teilaspekt der Reform klagen zu wollen. Hörgeschädigte und Blinde, die bislang GEZ-befreit sind, werden ebenfalls zu einem Drittel belastet. Auch hier könnte der Unmut von Interessenverbänden noch Klagen und Korrekturen nach sich ziehen.

Günstiger wird es für Wohngemeinschaften, in denen man sich die Abgabe künftig teilen kann. Auch Erwerbstätige, die noch bei den Eltern wohnen, werden nicht mehr zur Kasse gebeten. Bislang muss jedes Kind, das über Einkommen verfügt, die Gebühr entrichten, wenn es einen eigenen Rundfunkempfänger nutzt.

 Die Tatsache, dass die Rundfunkgelder künftig auch ohne eingeforderte oder abgerufene Leistung fällig sind, stößt Manchem sauer auf. In Interteforen wird das neue System vielfach als dreist und ungerecht empfunden.

Der Wegfall der rechtlich grenzwertigen Schnüffeleien durch GEZ-Mitarbeiter wird dagegen mehrheitlich begrüßt. Die Gebühreneinzugszentrale soll als Kontrollinstrument in verschlankter Form weiterexistieren.
[Foto: Ab 2013 wird voll GEZahlt | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 24. November 2011

ZDF-Intendant greift Google & Apple an

In einem Interview mit dem Handelsblatt hat ZDF-Intendant Markus Schächter seinen Unmut über die Praktiken von Google und Apple im Umgang mit den Medien-Inhalten der TV-Sender geäußert. Durch die Suchfunktionen der TV-Boxen der IT-Riesen würden die Produkte der Fernsehanbieter zum "Gegenstand fremder Geschäftsmodelle".

Der 62-jährige erklärte im selben Interview, er sei nicht wie von den Privaten gefordert zu Einschränkungen bei der Werbeausstrahlung bereit. Nach seiner Ansicht zeigen Erfahrungswerte aus Frankreich, wo die Reklamezeiten der öffentlichen Rundfunkanstalten neu reglementiert und beschnitten wurden, dass die Werbetreibenden nicht zu den anderen Sendern abwandern. Als Erklärung führte er an, dass die Zielgruppen der Öffentlich Rechtlichen bei den Privaten nicht zu finden seien.

Schächter fordert dennoch ein Bündnis aller Medienanstalten im Kampf gegen Apple und Google. Die derzeit verhärteten Fronten erinnerten ihn, so wörtlich an den "Stellungskrieg von Verdun". Angesichts über 300.000 Gefallener bei der erwähnten Schlacht im ersten Weltkrieg ein ebenso geschmackloser wie unpassender Vergleich. Er taugt wohl bestenfalls dazu aufzuzeigen, wie wenig das Denken des Intendanten im digitalen Zeitalters angekommen ist.
[Foto: ZDF-Intendant Schächter | cc-by-sa 3.0 Kandschwar]

Artikel von agent-media.de

Montag, 16. November 2009

Infos für junge Medienmacher

Der offene Kanal "Alex" aus Berlin veranstaltet derzeit eine Reihe von Gesprächsrunden unter der Überschrift "Lectures & Networking". Der Sender will damit jungen Studierenden und Berufseinsteigern eine Plattform bieten, um sich auszutauschen und erfahrene Medienmacher kennen zu lernen. Die verschiedenen Gäste berichten von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen. Die Sendungen des offenen Kanals, der sich aus Rundfunkgebühren finanziert, können auch im Internet vefolgt werden. Die nächste Veranstaltung findet am 18. November statt, eingeladen ist Torsten Rupprich, Leiter der "Programmbegleitenden Dienste Multimedia" des Senders Berlin Brandenburg. Motto des Events ist "Mediengrenzen erfolgreich überwinden - Öffentlich-rechtlich auf crossmedialen Wegen". [Foto: Alex-Berlin.de]