Mittwoch, 9. Februar 2011

Verlage unzufrieden mit Apple

Der Europäische Zeitungsverlegerverband (ENPA) hat Apple gegenüber freien Zugang zur Programmierung von iPad-Apps gefordert. Der Verband möchte nicht, dass Verlage an das von Apple vorgegebene Geschäftsmodell gebunden sind.

Vor allem geht es der Printbranche darum, App-Abos mit ihren Druckausgaben kombinieren zu können. Zu solchen Überlegungen hat Apple bislang keine klaren Aussagen getroffen. Die Verlage haben zudem keinen Zugang zu den Daten der Käufer ihrer Nachrichten-Apps.

Auch die hiesigen Lobbyisten des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger verlangen in einer Pressemitteilung Planungssicherheit von der IT-Firma aus Cupertino. Apple hat angekündigt in einer baldigen Stellungnahme auf die Forderungen einzugehen.
[Foto: iPad als Reader | cc-by-sa 3.0 FHKE]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 8. Februar 2011

Gitarrenlegende Gary Moore ist tot

Im Alter von nur 58 Jahren ist der weltbekannte Gitarrist und Sänger Gary Moore am Sonntag, den 6. Februar in seinem Hotelzimmer im spanischen Estepona an der Costa del Sol verstorben. Eine Todesursache ist noch nicht bekannt. Der Musiker soll keine Drogen- oder Alkoholprobleme gehabt haben.

Der ehemalige Gitarrist der Band Thin Lizzy war auch als Solo-Künstler überaus erfolgreich. Im Hard-Rock-Bereich etablierte er sich in der ersten Hälfte der Achtziger mit den Alben "Corridors of Power", "Victims of the Future" und "Run for Cover". Aus dieser Zeit stammen Hits wie "Empty Rooms" und "Out in the Fields".

Moore nutzte in den ausgehenden Achtzigern auch typisch irische Klänge. 1987 entstand das Celtic Rock-Album "Wild Frontier", das er seinem Thin Lizzy-Partner Phil Lynott widmete, der im Jahr zuvor verstorben war. 1989 ließ Moore das Album "After the War" folgen, in dem sich der in Belfast geborene Künstler unter anderem mit dem Nordirland-Konflikt beschäftigt.

Bereits ein Jahr später legte Moore das Album "Still got the Blues" vor, in dem er mit den Blues-Gitarristen Albert King und Albert Collins zusammenarbeitete. Die gleichamige Single wurde zu seinem größten Hit. Leider besteht eine frappierende Ähnlichkeit des berühmten Solos zu einem bereits 1974 von der deutschen Gruppe Jud's Gallery aufgelegten Stück namens Nordrach. Dies wurde bereits gerichtlich bestätigt.

Moore war zuletzt 2009 in Deutschland auf Tour. Er wollte sich eigenen Angaben zufolge nach einer letzten Blues-Platte wieder musikalisch in Richtung seiner (nord-)irischen Wurzeln bewegen.
[Foto: Vollblutmusiker Gary Moore in Aktion | cc-by-sa 3.0 livepict.com]

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Montag, 7. Februar 2011

Marketingoffensive des VUT

Ab sofort ermittelt Media Control im Auftrag des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen (VUT) die ofiziellen deutschen Independent Charts. Zu Beginn jedes Monats sollen auf Grundlage der monatlichen Verkaufszahlen aus dem stationären Handel, dem Onlineversandhandel und dem Downloadgeschäft die 20 beiebtesten Titel unabhängiger Musikunternehmen, der sogenannten "Indies", veröffentlicht werden.

Damit kreiert der VUT ein Marketinginstrument, wie es die regulären deutschen Verkaufscharts schon seit Jahrzehnten darstellen. Diese allerdings sind seit jeher fest in Majorhand (darunter versteht man die großen internationalen Musikkonzerne wie Sony oder EMI). In den Indicharts sieht der Verband eine Möglichkeit, auf Veröffentlichungen kreativer und innovativer unabhängiger Labels aufmerksam machen zu können, die in den Mainstreamcharts meist und oft zuunrecht untergingen. Dazu Horst Weidenmüller, VUT-Vorstand: "Das Geschäftsmodell der Indies unterscheidet sich von dem der Majors. Durch die Indie-Charts haben wird jetzt auch die Möglichkeit, die Leistungen der Indies separat darzustellen und dadurch eine bessere Präsenz im Handel und in den Medien zu schaffen".
[Foto: VUT lässt Indiecharts ermitteln | vut-online.de]

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Donnerstag, 3. Februar 2011

EMI-Übernahme - Citigroup verringert Schuldenberg

Citigroup hat EMI nach der kürzlich erfolgten Übernahme finanziell neu aufgestellt. Durch Abschreibungen belaufen sich die Schulden des Plattenlabels auf nunmehr 1,2 Mrd. Pfund, zuvor waren die Verbindlichkeiten auf 3,4 Mrd Pfund angewachsen. Als finanzielle Reserve stehen dem Unternehmen 300 Mio. Pfund zur Verfügung, wie Musikmarkt berichtet.

Die Citigroup war Gläubiger des vorherigen Besitzers. Das Unternehmen Terra Firma unter der Leitung von Guy Hands hatte die EMI seit der damaligen Übernahmen im August 2007 immer tiefer in die Krise geführt.

Experten gehen davon aus, dass die EMI weiter verkauft werden soll. Der Indie-Label-Verband Impala äußerte bereits in einer Pressemitteilung kartellrechtliche Bedenken gegen einen möglichen Aufkauf durch einen anderen Major wie Warner Music.
[Foto: EMI-Zukunft bleibt ungewiss | (c) EMI]

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Mittwoch, 2. Februar 2011

Neue Suchmaschine Qwiki

Während sich die Suchmaschinen Giganten Google und Bing (Microsoft) immer biestiger bekriegen (so hat Google Microsoft jüngst eine Falle gestellt, die Google zufolge nachweist, dass Microsoft die Ergebnisse seiner Suchmaschien Bing mit Resultaten aus der konkurrierenden Google Suche aufwertet), versucht im Schatten der beiden Streithähne mal wieder eine neue Suchmaschine ihr Glück.

Mit "Qwiki" stellt sich eine völlig anders geartete Suchmaschine dem Klickvotum der Internetuser. So werden Suchergebnisse nicht wie gewohnt in Form von Links (klassische Suchmaschine) oder lexikalischen Texten (Wikipedia) präsentiert, sondern als multimediale Präsentation, bei der eine Computerstimme die im Netz gefundenen Infos vorträgt. Dabei werden zum Text (mehr oder weniger gut) passende Bilder eingeblendet, die Ihrerseits die Möglichkeit bieten, angeklickt und näher erforscht zu werden.
[Foto: Neue Suchmaschine Qwiki im Alpha Stadium | qwiki,com]

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Mario Barth mahnt Witz-Diebstahl ab

So wenig man Mario Barth unterstellt, sein Publikum mit seinen Gags intellektuell zu überfordern, so unangefochten ist seine Gabe sein Comedy-Talent gewinnbringend zu vermarkten.

Im Dezember ließ sich der 38jährige gar den Spruch "Nichts reimt sich auf Uschi" beim Deutschen Marken- und Patentamt als Marke schützen. Nun druckte ein T-Shirt-Hersteller den Satz auf Hemden ab und bekam Post von Barths Anwalt. Das Schreiben fordert die Unterlassung der Verwendung des Witzes durch das Textil-Unternehmen. 1780,20 EUR fordert der Abmahn-Anwalt zusätzlich, wie die Neue Westfälische berichtet.

Der Spruch ist natürlich nicht neu, er wurde bereits Anfang der Neunziger von Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer im Rahmen des Frühstyxradios beim Radio FFN benutzt und schon damals auf T-Shirts abgebildet. Es ist fraglich ob sich Barth einen geklauten Witz überhaupt hätte schützen lassen dürfen. Auch generell entspricht die Möglichkeit, lustige Sätze als Marke eintragen zu lassen, sicher nicht jedermanns Rechtsverständnis.

Allen, die auf Nummer Sicher gehen möchten, gibt agent media noch eine Alternative an die Hand. Hiermit stellen wir den Spruch "Nichts reimt sich auf Sushi" gemeinfrei (public domain) zur Verfügung. Sie können den Urheber nennen, wenn Sie möchten. Sie dürfen Abwandlungen des Spruchs anfertigen, ihn lustig oder doof finden, weitererzählen oder einfach vergessen. Dies gilt weltweit.
[Foto: Nichts reimt sich auf Uschi? Unsinn... | cc-by-sa 3.0 Jörn Menning]

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Dienstag, 1. Februar 2011

Preisverfall bei Hörbüchern und DVDs

Den rapiden Preisverfall bei Hörbüchern und DVDs belegt dieser Tage das Statistische Bundesamt. Demnach mussten die Verbraucher für Hörbücher im Dezember 2010 verglichen mit dem Vorjahresmonat durchschnittlich ca. 25 Prozent weniger berappen. Die Endkundenpreise für DVDs bzw. Videofilme sanken der Erhebung zufolge um rund 15 Prozent. 

Qualitätsanbieter beider Segmente sehen die Entwicklung mit Sorge. Im Hörbuch-Bereich dürfte die Forderung nach einer Preisbindung ähnlich der im Buchsegment praktizierten neue Nahrung geben, wenngleich ihre Realisation unwahrscheinlich sein dürfte.
[Foto: Statistisches Bundesamt belegt Preisverfall | destatis.de]

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