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Donnerstag, 3. Februar 2011

EMI-Übernahme - Citigroup verringert Schuldenberg

Citigroup hat EMI nach der kürzlich erfolgten Übernahme finanziell neu aufgestellt. Durch Abschreibungen belaufen sich die Schulden des Plattenlabels auf nunmehr 1,2 Mrd. Pfund, zuvor waren die Verbindlichkeiten auf 3,4 Mrd Pfund angewachsen. Als finanzielle Reserve stehen dem Unternehmen 300 Mio. Pfund zur Verfügung, wie Musikmarkt berichtet.

Die Citigroup war Gläubiger des vorherigen Besitzers. Das Unternehmen Terra Firma unter der Leitung von Guy Hands hatte die EMI seit der damaligen Übernahmen im August 2007 immer tiefer in die Krise geführt.

Experten gehen davon aus, dass die EMI weiter verkauft werden soll. Der Indie-Label-Verband Impala äußerte bereits in einer Pressemitteilung kartellrechtliche Bedenken gegen einen möglichen Aufkauf durch einen anderen Major wie Warner Music.
[Foto: EMI-Zukunft bleibt ungewiss | (c) EMI]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 31. März 2010

EMI-Rechtevermietung an Universal?!

Nachdem Universal erste Gespräche zur Anmietung des EMI-Musikkataloges zunächst abgebrochen hatte, scheinen sich die Majors nun doch zu einigen. Die New York Post beruft sich in einem entsprechenden Artikel auf einen Insider, der von einem Betrag von 300 Mio. Dollar für die Verwertung des EMI-Repertoires innerhalb von fünf Jahren spricht. Kommt der Deal zustande, darf Universal die Werke aller EMI-Künstlern, darunter Coldplay, Norah Jones und die Beatles, in Nordamerika vermarkten. EMI würde seine Geschäftsaktivitäten in den USA und Kanada dann wohl auf ein Minimum eindampfen.

Hintergrund der Vermietaktion sind Schulden in Höhe von 2,5 Mrd. Pfund bei der Citigroup, eine Kreditprüfung hat gestern stattgefunden. Dem seit September 2007 von der Investment-Gesellschaft Terra Firma geführten EMI-Konzern droht schlimmstenfalls die Übernahme durch den Gläubiger.

Mittwoch, 24. März 2010

Wird das EMI-Musik-Repertoire bald vermietet?

Das mit einem enormen Schuldenberg belastete Major-Label EMI möchte laut Branchengerüchten seine Lizenzen verpfänden. So ein Bericht von pressetext. Für 400 Millionen Pfund sind angeblich die Nordamerika-Rechte für fünf Jahre zu haben. So hofft der EMI-Investor Terra Firma wohl die Schulden bei der Citigroup abbauen zu können. Mindestens 120 Millionen Pfund muss Terra Firma für den Gläubiger aufbringen, sonst könnte eine Übernahme bereits im Juni bevorstehen.

Der finanziell im grünen Bereich agierende Verlagsarm der britischen Plattenfirma wäre von dem Deal nicht betroffen, da er keine Rechte an Aufnahmen managt. Ein Abnehmer für die zur Vermietung freigegebenen Lizenzrechte dürfte sich gegebenenfalls unter den konkurrierenden Majors finden. Die unter Vertrag stehenden Künstler müsste EMI zur Umsetzung der kreativen Geldschöpfungsidee nicht um Erlaubnis fragen.

Sonntag, 14. März 2010

Technicolor berappelt sich

Technicolor, der weltweit größte unabhängige Produzent von optischen Datenträgern, erholt sich Medienberichten zufolge langsam von seiner finanzielle Schieflage. 2009 veranlassten Umsatzeinbußen von 342 Millionen EUR bei einem Gesamterlös von 3,53 Milliarden EUR (was einem Rückgang von 14 Prozent entspricht) sowie angehäufte Schulden von über 2 Milliarden EUR das Unternehmen noch, sein Heil im Insolvenzrecht bzw. im Gläubigerschutz zu suchen. Nach Vorlage eines nachhaltigen Restrukturierungsplanes sowie unter dem Vorzeichen einer sich erholenden Geschäftslage, unter anderem positiv beeinflusst durch einen Distributions- und Produktionsdeal mit Warner, hob das zuständige Gericht in Paris den Gläubigerschutz nun auf. Gericht wie Unternehmen sehen damit Licht am Ende des Tunnels und blicken optimistisch in die geschäftliche Zukunft. [Foto: technicolor.com]

Dienstag, 9. Februar 2010

EMI Group finanziell am Abgrund

Einem Krisenbericht der Financial Times Deutschland zufolge steckt Plattenmajor EMI knietief in Schulden. Der Verlust betrug im März 2009 1,56 Mrd. Pfund. Im kommenden März werden zudem bestehende Kreditverträge von 2,6 Mrd. Pfund geprüft. EMI warnte seine Gläubiger daher vor einer zu erwartenden "Deckungslücke". Die Misere wird in den Medien vielfach der Investmentgesellschaft Terra Firma zugeschrieben, die EMI Ende 2007 übernommen hatte. Seitdem mussten 2.000 von 7.500 Mitarbeitern das Label verlassen. Bedeutende Musikgruppen wie die Rolling Stones und Radiohead verabschiedeten sich aus Unzufriedenheit mit dem neuen Management von EMI. Terra Firma belastete den englische Musikriesen, der immer noch Konzert-Zugpferde wie Depeche Mode und Robbie Williams unter Vertrag hat, mit immensen Schulden, die nun von der Citigroup (in Deutschland mit der Marke Citibank aktiv) getragen werden. Experten schließen mittelfristig eine Übernahme der EMI Group durch den Konkurrenten Warner Music Group (WMG) nicht aus. [Foto: EMI Group]

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Tribune Company insolvent

Der US-amerikanische Medienkonzern Tribune hat am Montag Gläubigerschutz beantragt. Das im Zeitungs- und TV-Geschäft tätige Unternehmen kann wohl auch aufgrund der Krise in der Werbebranche seine Unkosten nicht mehr decken. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervor. Dem Riesenkonzern gehören neun Tageszeitungen, darunter die Los Angeles Times und die Chicago Tribune. Zudem gehörten dem Unternehmen aus Chicago zeitweilig 23 TV-Stationen an, die zum Teil dem TV-Network "The WB" angehören, an dem die Tribune Company gemeinsam mit Time Warner beteiligt ist. Ein Teil der Probleme des Mediengiganten sind jedoch hausgemacht. Im August 2007 hat der Mulitmilliardär und Immobillienunternehmer Sam Zell die Tribune Company gekauft. Ein dafür aufgenommene Kredit über 8 Mrd. Dollar hat Zell aber dem Medienunternehmen als Schulden überschrieben und brachte nur 315 Mio. Dollar Eigenkapital ein. Unter dem momentan beantragten Gläubigerschutz nach "Chapter 11" geht der Betrieb in dem Medienunternehmern vorerst weiter, es wird jedoch "umstrukturiert", was wohl nichts anderes bedeutet als dass massive Entlassungen bevorstehen. [Foto: tribune.com]