Mittwoch, 17. November 2010

Tipps zur Gestaltung von Online-Bannern

Eine jüngst veröffentlichten Studie zu Werbe-Bannern im Internet von AboutMedia und e-dialog aus Österreich gibt konkrete Handlungsemfehlungen für Werbende und Agenturen. Werbebanner in verschiedenster Aufmachung wurden eingerichtet und die die Klickrate ermittelt. Der Bericht zeigt auch, wie wichtig die Banner-Optimierung ist: Die erfolgreichste Anzeige der Untersuchung wurde 189 mal öfter angeklickt als die erfolgloseste.

Im allgemeinen sind Abbildungen von Menschen sehr aussichtsreich. Männer und Frauen, die nicht als Paar erscheinen, und Gruppen mehrerer Personen (z. B. als Familie) eignen sich am besten. Promis schneiden besser ab als unbekannte Testimonials. Nackte Haut kann für überdurchschnittlich hohe Klickraten sorgen. Dabei ist zu beachten, dass die analysierten Bade- und Unterwäsche-Kampagnen auch ein seriöses Sujet abgaben. Tiere sollten besser nicht im Banner zu sehen sein.

Mit genau drei Werbe-Botschaften werden die höchsten Klickraten erreicht. Eine Handlungsaufforderung, die Werbefachleute als "Call-to-Action" (CtA) bezeichnen, kann für Aufmerksamkeit sorgen, muss es aber nicht. Bei den getesteten Bannern schnitten diejenigen ohne CtA deutlich besser ab. Wenn es denn eine Aufforderung geben soll, dann funktioniert der Slogan "Mitmachen!" am besten. Verknappungen wie "Nur jetzt!" oder "Nur für kurze Zeit!" sollten vermieden werden. Die Angabe von Rabatten oder festen Preisen hat offenbar eine abschreckende Wirkung auf Konsumenten, daher sollte man seine Produkte entweder gratis anbieten oder die Preisangabe weglassen. Auch mitbeworbene Gewinnspiele erhöhen die Zahl der Klicks.

Für Werbebanner sind Flash-Videos als Format besser geeignet als statische Bilder. Videos und Gifs mit mindestens fünf Frames wurden häufiger angeklickt als weniger bewegte Einblendungen. Innerhalb der Studie gab es nur einen Pop-up-Banner. Dieses Format erzielte noch höhere Klickraten als Video-Banner, kann aber bekanntermaßen auch für Frust unter den Usern sorgen. Eine Vergrößerung des Banners (z. B. aufklappen) durch Klicken oder Mouseover führt zu einer zusätzlichen Steigerung der Klickraten. Blinkeffekte sorgen bei Konsumenten anscheinend für Irritationen und sollten dezent ausfallen oder komplett wegfallen. Die Wirkung von Farben wurd ebenfalls getestet. Banner mit der Hauptfarbe Rosa werden am häufigsten angeklickt. Gleich dahinter folgt Grau. Am abschreckendsten wirkten die Farben Grün und Lila.
[Foto: Werbebanner: So eher nicht | cc-by-sa 3.0 agent-media]

Artikel von agent-media.de

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