Mittwoch, 31. Oktober 2012

Disc-Produzenten feiern Halloween

Der neuerdings auch hierzulande immer populärer werdende Brauch, in der Nacht vom 31.10. die Geister mit allerlei gruseligen Verkleidungen zu beschwören oder als solche verkleidet Süßwaren von ahnungslosen Nachbarn zu erbeuten macht auch vor der Disc-Branche nicht halt.

Während einigen Herstellern wie DiscPartner das Fest auf Ihren Profilen immerhin eine Erwähnung wert ist, nehmen andere Replizierer das Fest zum Anlass, Ihren Kunden mit ansehnlichen Rabatten eine Freude zu machen.

Die Ansprache findet dabei vor allem über Social Media Plattformen wie Facebook statt. Dort wirbt etwa oomox media aus Münster mit einem "Halloween Special", bei dem bis Schlag 12 Uhr Mitternacht des 31.10. Rabatte von 6,66 Prozent auf jede CD-, DVD- oder Blu-ray Produktion in Anspruch genommen werden können . Die österreichische Agentur CSM wirbt sogar mit 10 Prozent Preisnachlass auf jede Bestellung optischer Datenträger, die bis zur Geisterstunde des 31.10. eingehen. Wer also aktuell eine Medienproduktion plant, sollte die Stunden bis Mitternacht nutzen, um seine Order zu platzieren und sich die Rabatte zu sichern.
[Foto: Kürbisköpfe haben Konjunktur | cc-by-sa 3.0 Derschueler]

Artikel von agent-media.de

Google Play Music mit kostenloser Match-Funktion

Der Cloud-Service Google Play Music wird am 13. November in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und im Vereinigten Königreich starten. Der Dienst steht in Konkurrenz zu dem seit September hierzulande nutzbaren Amazon Cloud Player und Apples iTunes/iCloud-Lösung.

Wie bei den Mitbewerbern lassen sich Songs auf den eigenen Cloud-Speicherplatz hochladen oder abgleichen. Bei diesem als "Scan & Match" bezeicheten Verfahren werden auf dem Rechner des Anwenders befindlichen Musikdateien analysiert. Sind die Tracks im Repertoire Googles, wandern sie ohne Upload in die eigene, virtuellen Bibliothek bei Google. Seit Kurzem ist mit Warner Music auch der letzte Plattenmajor mit an Bord, was die Erkennungsrate deutlich erhöhen sollte. Bis zu 20.000 Musikdateien lassen sich so in die Cloud verlagern.

Apple und Amazon bieten ebenfalls eine "Matching"-Funktion. Bei den Mitstreitern wird dafür eine jährliche Gebühr von rund 25 EUR fällig. Bei Google Play Music wird dieser Service dagegen kostenlos nutzbar sein. Die Dienste der Konkurrenz sind von der GEMA ein Jahr auf Probe erlaubt worden, um zu sehen welche Gesamtvergütung sich für Künstler und Plattenlabels ergibt. Wie agent media auf Nachfrage bei den deutschen Musik-Verwertern erfahren hat, ist der Google-Service ebenfalls ordnungsgemäß bei der GEMA lizensiert. Offenbar pusht der Internetgigant sein Engagement im Musik-Business mit seinen Werbeeinnahmen aus anderen Quellen.
[Foto: Google Play Music kommt nach Deutschland | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 30. Oktober 2012

Verhaltenskodex für Product Placement

Bereits seit der 13. Änderung des Rundfunkstaatsvertrages am 1. April 2010 ist es Privatsendern erlaubt, in ihren fiktionalen Sendungen wie Serien und TV-Filmen zu Werbezwecken Produkte zu platzieren. Damit "Schleichwerbung" die künstlerische Freiheit der Kreativen nicht beeinträchtigt, hat man sich nun auf einen Verhaltenskodex geeinigt. Die Vereinbarung wurde von der Produzentenallianz, dem VPRT und dem ZAW gemeinsam ausgearbeitet und abgesegnet.

Die Regelung soll bewirken, dass das Drehbuch unabhängig von der Reklame bleibt. Geschichten, die um ein Produkt herum geschrieben werden, soll es nicht geben. Solche Sendeformen sind in den USA bereits zu beobachten.

Product Placement hat auch in Deutschland eine lange Tradition. Unvergessen ist auch nach 25 Jahren die deutliche Nesquick-Einblendung in der Lindenstraße. Diese Art der Reklame ist aber erst seit der erwähnten Modifikation des Staatsvertrages rechtlich geregelt. Heute dürfen die öffentlich rechtlichen Anbieter nur für die Bereitstellung von Requisiten Product Placement in Serien, Filmen und Sportsendungen betreiben. Die Privaten hingegen können diese Werbeform nun ganz normal in Rechnung stellen.
[Foto: Auch subitle TV-Reklame ist erlaubt | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Montag, 29. Oktober 2012

Apples App-Preise gestiegen

Apple hat am Freitag die Preisstufen für Apps im Euro-Raum angehoben. Der Anstieg liegt je nach Preisniveau zwischen 10 und 20 Prozent. Die günstigsten Mobilprogramme kosten von nun an 89 Cent. Bislang lag der Mindestbetrag bei 79 Cent. Für Apps, die bisher für 3,99 EUR zu haben waren, sind nun 4,49 EUR fällig.

Vor allem Verlage reagierten verschnupft auf die Anpassungen, die vermutlich auf den Euro-Dollar-Kurs zurückzuführen sind. Genaue Erklärungen gab es aus Cupertino nicht. Die Änderungen wurden leicht übersehbar in einer E-Mail mit dem Betreff "Neue Währungen im App-Store" angekündigt. Die bei teureren Apps gravierenden Preisanstiege kamen daher für viele Entwickler und Anbieter überraschend. Viele hätten die Teuerung Ihren Kunden gerne im Vorhinein mitgeteilt.

Neben der Euro-Zone sind auch Dänemark und Mexiko von Apples Korrekturen betroffen. Bereits im Juli waren die Preise in Großbritannien erhöht worden. Es bleibt zu hoffen, dass der IT-Konzern seine Preisstrategie in Zukunft besser kommuniziert.
[Foto: Apple verteuert Apps | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 25. Oktober 2012

E-Book-Steuervorteil soll fallen

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, dürfen E-Books künftig nicht mehr von einer verminderten Mehrwertsteuer profitieren. In Frankreich und Luxemburg gelten seit Januar Steuersätze von 7 bzw. 3% für digitale Schmöker. Die für gedruckte Exemplare geduldete Regelung darf nach Ansicht der Kommission nicht auf digitale Schmöker ausgeweitet werden.

die EU-Behörde begründet ihre Sichtweise damit, dass E-Books eher als Service zu betrachten sind. Für Dienstleistungen dürfen aber laut EU-Richtlinie keine reduzierten Umsatzsteuersätze Anwendung finden. Innerhalb von vier Wochen sollen die beiden westeuropäischen Nationen nun ihr Steuerrecht abändern, ansonsten wird der Europäische Gerichtshof eingeschaltet.

Nutznießer des Steuervorteils sind derzeit Amazon, Barnes & Noble und Kobo, die allesamt von Luxemburg aus operieren. Spätestens 2015 soll allerdings ohnehin nicht mehr das Steuerrecht im Land des Anbieters, sondern in dem des Käufers gelten. Der Standortvorteil des Großherzogtums würde sich dadurch verringern.
[Foto: E-Books werden voraussichtlich teurer | (c) Amazon]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 24. Oktober 2012

iPad mini vorgestellt

Im Rahmen einer mehr als einstündigen Präsentation hat Phil Schiller, seines Zeichens Marketingverantwortlicher bei Apple, gestern das lange erwartete iPad mini vorgestellt. Der neue Tablet-Computer reiht sich in die Klasse der 7-Zoll-Tablets ein, auch wenn die sichtbare Bildschirmdiagonale mit 7,9 Zoll etwas größer ist als bei der Konkurrenz.

Ungewöhnlich im Vergleich zu früheren Produktvorstellungen der verstorbenen IT-Ikone Steve Jobs war das Schlechtreden der Konkurrenz, das die ersten Minuten des Vortrags beherrschte. "Andere haben versucht, kleinere Tablets als das iPad zu produzieren und haben versagt", so das vernichtende Urteil Schillers.

Gemessen an harten Fakten hat der kommende Flachcomputer den Spitzenprodukten mit dem Google Betriebssystem Android allerdings nur wenig voraus. Mit 308 Gramm ist es allerdings sehr leicht. Zum Vergleich: Googles Referenz-Tablet Nexus 7 bringt 340, das Amazon Kindle Fire HD 7 sogar 395 Gramm auf die Waage. Ein weiterer Pluspunkt ist der Speicherplatz, der sich bis zu 64 GB ausbauen lässt. Mit dieser Maximalbestückung kostet das iPad Mini allerdings stolze 530 EUR. selbst die günstigste WLAN-Version mit 16 GB ohne Mobilfunk ist mit 329 EUR deutlich teurer als Top-Android-Tablets, die sich im Preisrahmen zwischen 200 und 250 EUR bewegen.

Die Bildschirmauflösung von 1024x768 Pixeln, der A5 Dualcore-Prozessor und die 2 Megapixel-Kamera heben das Instrument nicht von den Mitstreitern von Google, Samsung oder Amazon ab. Es bleibt abzuwarten, ob es Apple gelingt, im bestehenden Markt der Kleintablets durch geschicktes Marketing die Führungsrolle zu übernehmen.
[Foto: Keine Designrevolution: Das iPad mini | (gemeinfrei dank Pixeden.com)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 23. Oktober 2012

Zuschauerschwund bei Nachrichtensendungen

Seit geraumer Zeit gilt die ARD-Tagesschau als das Flaggschiff des deutschen Fernsehjournalismus. Am Ausstrahlungszeitraum von 20:00 bis 20:15 orientieren sich die Abendprogramme auch anderer großer Sender seit Jahrzehnten. Eine aktuelle Studie von media control belegt jedoch, dass die Treue der Zuschauer für die Tagesschau langsam bröckelt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sahen im Mittel 4,92 Mio. Deutsche ab drei Jahren die ARD-Newssendung zur Primetime (Marktanteil: 18,0%). Erstmals seit Beginn der Datenerhebung liegt der Wert für die ersten drei Kalenderviertel unter 5 Millionen. Vor 20 Jahren lag der Schnitt in den Monaten Januar bis September bei 8,33 Mio. Zuschauern. 2002 zählte man in diesem Zeitraum noch 5,98 Mio. TV-Konsumenten.

Auch die Hauptnachrichten anderer TV-Anbieter finden immer weniger Resonanz. So kam "heute" in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf durchschnittlich 3,23 Mio. Zuseher (Marktanteil 15,0%). Vor 20 Jahren konnte das ZDF-Format noch fast sieben Millionen Interessierte erreichen.

Bei den privaten Sendern ist der Rückgang weniger stark ausgeprägt. "RTL Aktuell" konnte im erwähnten Zeitraum im Schnitt 3,48 Mio. Menschen vor die Bildschirme locken (Marktanteil 17,2%). Ähnlich schlechte Ergebnisse erzielte man zuletzt 2006. Die Sat.1 Nachrichten schalteten zuletzt 1,79 Mio. Menschen ein (Marktanteil 6,6%), was etwa den Werten von 2009 entspricht.

Gründe für die abnehmende Nutzung der TV-Nachrichten nennt die Studie nicht. Dank des mobilen Internets lassen viele Menschen heute den Informationsfluss kaum noch abbrechen. Eine regelmäßige Zusammenfassung des Tagesgeschehens mag manchem daher antiquiert vorkommen.
[Foto: Tagesschau: TV-Interesse sinkt | (Logo)]

Artikel von agent-media.de