Montag, 28. November 2011

Stabiler Videomarkt Deutschland

Während in Frankreich die Video-Absätze einen Negativ-Trend erfahren, konnte die hiesige Film-Industrie ein Rekord-Ergebnis verzeichnen. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2011 78,6 Mio. Bild-Tonträger an den Kunden gebracht, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem dritten Kalenderviertel 2010. Die Zahlen hat die GfK für den Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) ermittelt.

Der angestiegene Verkauf konnte die um 30 Cent auf durchschnittlich 11,57 EUR gesunkenen Preise kompensieren. Der Umsatz blieb somit beinahe stabil bei 886 Mio. EUR (2010: 888 Mio. EUR).

Blu-ray Discs machten 18,3 Prozent der Einnahmen und somit 162 Mio EUR aus. Im Vorjahr hatte der Umsatz aus dem Verkauf der Scheiben für HD und 3D-Content nur 117 Mio. EUR betragen. Es wurden 10,6 Mio. Blu-rays abgesetzt. DVDs sind nach wie vor das umsatzstärkste Film-Medium. Die Einnahmen aus dem Verkauf der herkömmlichen Discs gingen allerdings um 53 Mio. auf 701 Mio. EUR zurück. 65 Mio. DVDs konnten verkauft werden.

Der Online-Vertrieb sorgte für 22 Mio. EUR Umsatz. Das bedeutet ein Wachstum von 6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden 3 Mio. Filme per Video on Demand an die Kunden übertragen.

Die digitale Übertragung etabliert sich im Verleih-Markt weitaus schneller. Die Konsumenten streamten 7 Mio. Einheiten auf Mietbasis, ein Plus von fast 60 Prozent. Dabei stieg der Durchschnittspreis sogar deutlich um 40% auf 3,36 EUR. DVDs und Blu-rays wechseln für lediglich 2,40 EUR pro Tag temporär den Besitzer. Inzwischen wird ein Achtel des Umsatzes im Filmverleih auf Videoplattformen erwirtschaftet.

Insgesamt gab es von Anfang Juli bis Ende September 76 Mio. Verleihvorgänge. Der Umsatz im Video-Verleih blieb durch die Kostensteigerung im Online-Sektor konstant bei 189 Mio. EUR.
[Foto: Blu-ray sorgt weiter für guten Absatz | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

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