Donnerstag, 12. April 2012

Buchumsatz zieht im März an

Der deutsche Buchhandel konnte im März ein Umsatzplus von 2,6% verglichen mit 2011 verbuchen. Dabei profitierte das Literaturgeschäft bereits vom Ostergeschäft. Im letzten Jahr wurde das Fest um Christi Auferstehung zwei Wochen später gefeiert und sorgte erst im April für volle Geschäfte.

Bei allen drei Editionsformen ergab sich ein Umsatzplus. Mit Hardcover-Titeln wurden 3,3% mehr Einnahmen erzielt, bei Hörbüchern ging der Umsatz um 4,1% nach oben. Taschenbücher standen in der Gunst der Kunden nicht so weit oben und brachten lediglich 0,4% mehr Geld in die Ladenkassen.

Die Auswertung der Warengruppen zeugt deutlich vom Geschäft mit Lesestoff für die lieben Kleinen. Bei Kinder- und Jugendbüchern ging der Umsatz um 15% am stärksten in die Höhe. Auch Reiseliteratur (+7,6%) und Belletristik (+2,2%) sorgten für vollere Kassen als noch vor einem Jahr.

Ein Blick auf die Negativentwicklung der übrigen Sparten zeigt, dass der seit einiger Zeit anhaltende Schrumpfkurs im Buchmarkt nicht überstanden, sondern nur durch den Ostereffekt überlagert ist. Die weniger auflagenstarken Bereiche "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-7,6%) , "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (-2,2%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (-2,2%) liefen trotz der gleichen Anzahl an Verkaufstagen schlechter als im März 2011. Auch die Sparten "Ratgeber" (-3,2%) und "Sachbuch"(-0,3%) brachten weniger Geld ein als vor einem Jahr.
[Foto: Beliebte Jugendbuchreihe: Warrior Cats | (c) Beltz-Verlag]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 10. April 2012

Sony baut Tausende Stellen ab

Der seit Jahren in der Verlustzone operierende japanische Elektronik-Riese Sony wird in den kommenden Monaten weltweit rund 10.000 Stellen streichen. Damit wären circa sechs Prozent der Belegschaft von der Kündigungswelle betroffen. So will es das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei erfahren haben.

Doch nicht nur die Angestellten als schwächere Glieder der Firmengemeinschaft sind Gegenstand der Umstrukturierungspläne. Manager sollen bereits erhaltene Bonuszahlungen zurückerstatten. Ob und wenn ja in welchem Umfang dies geschieht oder überhaupt rechtens ist wird sich zeigen.

Die Entlassungen sind ein weiterer Schritt auf dem steinigen Weg der finanziellen Konsolidierung. Sony hat zum 1. April seine LCD-Sparte mit denen von Hitachi und Toshiba zusammengelegt. Bereits im März hatte man den Chemie-Bereich veräußert.
[Foto: Sony formiert sich neu | (logo)]

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Die taz erzielt Gewinne

Die Berliner Tageszeitung "taz" erzielt unerwartete Gewinne. Der als Genossenschaft geführte Verlag hat seit 2009 pro Jahr etwa 300.000 EUR Überschuss erwirtschaftet. Dies gab taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch bekannt, wie der Spiegel berichtet.

Die Gelder werden vor allem in den Webauftritt des politisch links einzuordnenden Blattes investiert. In Zukunft sollen auch die Gehälter der Journalisten nach oben korrigiert werden. Die Altersversorgung der Mitarbeiter will man ebenfalls angehen.

Die taz-Redakteure arbeiten derzeit zu Konditionen, die weit unter den branchenüblichen Tarifabschlüssen liegen. Wie dies mit dem sozialen Grundtenor der Zeitung in Einklang zu bringen ist erschließt sich nicht jedem Mitglied der schreibenden Zunft.
[Foto: Die taz überrascht mit Überschuss | (logo)]

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Montag, 9. April 2012

Samsung überrascht positiv

Der Elektronikkonzern Samsung hat vorläufige Bilanzen für sein erstes Geschäfstquartal 2012 vorgelegt. Die Zahlen übertreffen die Erwartungen der Analysten bei Weitem. Der Umsatz beträgt für das vergangene Kalenderviertel 30,5 Mrd. EUR. Der Gewinn wurde mit 3,9 Mrd. EUR beziffert. Einen detailierten Geschäftsbericht wird das börsennotierte koreanische Unternehmen am 27. April vorlegen.

Mit verantwortlich für die positive Entwicklung ist der überraschend gute Absatz des neuen Galaxy Note. Fünf Millionen Mal wurde das viel beworbene Gadget bereits verkauft. Das Gerät ist für ein Handy fast schon zu groß, wartet dafür aber mit einem großen Display auf, das sich auch mit einem Stift bedienen lässt.

Samsung liegt derzeit mit Apple wegen Patent- und Geschmacksmuster-Streitigkeiten über Kreuz. Der Erfolg des Galaxy Note zeigt, dass zwischen Touchscreen-Handy und Tablet noch Platz für eine weitere Geräteklasse ist und die Südkoreaner mehr Innovationskraft besitzen als es die beliebten Nachahmungen erfolgreicher Apple-Geräte vermuten lassen.
[Foto: Überraschungserfolg: Galaxy Note | (c) Samsung]

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Donnerstag, 5. April 2012

Yahoo baut Stellen ab

Der frühere Internetgigant Yahoo baut 2000 Stellen ab. Derzeit arbeiten rund 14.000 Menschen für das US-Unternehmen.

Der Suchmaschinen-Pionier hat seit Jahren mit schwindenden Umsätzen zu kämpfen. Die seit einiger Zeit laufende Kooperation mit Microsoft brachte nicht die erhoffte wirtschaftliche Entspannung. Im Gegensatz zu Google konnte man zuletzt weder im Geschäft mit Werbeanzeigen noch in puncto Nutzerzahl der angeschlossenen Suchmaschinen-Seiten positive Akzente setzen.

Die Bilanzen von Yahoo werden sich durch den Schrumpfkurs kurzfristig allerdings nicht bessern. Die Abfindungen der auf die Straße gesetzten Mitarbeiter werden dem Webkonzern voraussichtlich mehr als 125 Mio. US-Dollar kosten.
[Foto: Kein Grund zum Jubel: Yahoo | (Logo)]

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Britische Verwertungsgesellschaft mit Mehreinnahmen

Während die deutsche GEMA sinkende Einnahmen zu beklagen hat, zieht ihr britisches Pendant PRS For Music für 2011 eine positive Bilanz. 630,8 Mio. Pfund konnte man im vergangenen Jahr verbuchen, das sind 3,2% mehr als im Jahr zuvor.

Besonders positiv entwickelten sich legale Musik-Downloads und Streamingdienste. Services wie Amazon, Spotify, iTunes oder we7 spülten 38,5 Mio. britische Pfund in die Kassen der Verwerter, ein Plus von 45,3%.

Das Ausland zeigte ebenfalls vermehrtes Interesse an UK-Künstlern. 187,7 Mio. Pfund kamen aus der Aufführung von Stücken britischer Musiker außerhalb des Vereinigten Königreichs zusammen, dies bedeutet eine Steigerung von 10,6% gegenüber 2010. Gebühren für Live-Auftritte brachten 22,5 Mio. Pfund ein. Auch hier gab es mithin Mehreinnahmen, die sich verglichen mit 2010 auf 8,2% belaufen.

Sorgenkind bleibt die Vermarktung physischer Ton- und Werbeträger. Aus dem Vertrieb von CDs, Musik-DVDs und Merchandizs-Artikeln kamen 101,6 Mio. Pfund zusammen, ein Minus von 13,3%.
[Foto: Momentan gut aufgestellt: PRS | (Logo)]

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Dienstag, 3. April 2012

Steigert virtueller Sport reale Leistung?

Im Rahmen des FIFA Interactive World Cup ist eine Umfrage unter den Teilnehmern gemacht worden. Bei der Veranstaltung ermitteln mehr als eine Millionen Spieler den besten PlayStation 3-Zocker der aktuellen EA Sports Fußballsimulation unter sich.

Befragt nach den Auswirkungen des Spielkonsums gaben 58 Prozent von über 11.000 Umfrageteilnehmern an, dass das virtuelle Training auch ihr reales Spiel verbessert habe.  23 Prozent haben sich offenbar die durch Motion Capturing auf Konsole übertragenen Bewegungsabläufe genau angesehen und sagten, ihre Ballfertigkeit habe sich verbessert. 17 Prozent machen bei sich selbst eine verbesserte Spielfeld-Übersicht aus. Ein Lerneffekt zeigt sich auch darin, dass über die Hälfte der Spieler vom Videogame ums runde Leder träumt.

Dass talentierte junge Spieler sich derzeit reihenweise als Gamer outen, kommt also offenbar nicht von ungefähr. Voraussetzung für eine Übertragung des Virtuellen ins reale Sportleben ist natürlich, dass während der Zock-Einheiten nicht allzu viel Energy-Drinks und Naschereien den Weg in die bis auf die Finger praktisch regungslosen Gamer-Körper finden und genügend Zeit für Outdoor-Aktivitäten bleibt.
[Foto: Virtuelle Fußball-WM mit Fifa 12 | (c) EA Sports]

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