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Mittwoch, 21. Dezember 2011

GEMA geht auf Internetanbieter zu

Die GEMA bewegt sich in großen Schritten auf Online-Musikanbieter zu, mit denen sie vielfach jahrelang im Clinch lag.

Erst Anfang Dezember hatten sich die Musikverwerter mit dem IT-Branchenverband BITKOM auf Lizenzen für kostenpflichtige Musikportale geeinigt. Die Gebühren sollen zwischen sechs und neun Cent pro Song betragen. Auch die Abgaben für Streaming-Dienste wurden ausgehandelt. Für BITKOM-Mitglieder wird es Rabatte geben. Die neuen Regelungen gelten zehn Jahre rückwirkend ab dem 01.01.2002.

Am Freitag folgte die nächste zukunfsweisende Einigung. Apple darf nun in Deutschland den Service iTunes Match anbieten. Der für eine Jahresgebühr von 25 EUR nutzbare Dienst gleicht Kopien von Songs, die auf dem Rechner des Users liegen, mit Tracks aus iTunes ab. Nicht erkannte Stücke lassen sich zudem in die iCloud, also auf Apples Server, verschieben. Fortan kann man seine komplette Musiksammlung von unterschiedlichen Internetgeräten aus aufrufen. Urheberrechtlich problematisch ist iTunes Match, da die Herkunft der lokalen Kopien nicht geprüft wird. Wohl aus diesem Grund gilt die Vereinbarung zwischen GEMA und Apple zunächst 12 Monate. Die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen will man gegebenenfalls zum Nachjustieren nutzen.

Am Montag legte die GEMA erneut nach und veröffentlichte die Tarife für werbefinanzierte Music On Demand-Portale. 10,25% der Einnahmen aus der Musiknutzung sollen als Vergütung für die Urheber abgeführt werden. Die Mindestabgabe zwischen 0,025 und 0,6 Cent pro Stream und richtet sich nach der Reichweite des Portals. Beim Abschluss eines GEMA-Gesamtvertrags sind 20 Prozent Rabatt möglich. Der Kontrakt beinhaltet die Verpflichtung zur Kooperation und Unterstützung der Verwertungsgesellschaft durch den Anbieter.
[Foto: GEMA freundet sich mit Web an | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Samstag, 11. Juli 2009

Reduktion der MPEG2-Lizenzgebühren

Die Motion Pictures Experts Group (MPEG) hat bekannt gegeben, dass für den von ihr verwalteten MPEG2-Patentpool (in dem die diversen Patente zusammengefasst sind, welche die Technologie von DVDs, DVD-Playern usw. schützen) vom 1 Januar 2010 an geringere Lizenzgebühren berechnet werden. Unter anderem sollen dadurch die Lizenzgebühren für DVDs pro Scheibe auf 0.0176 US-Dollar im Jahr 2010 bis zu 0.016 US-Dollar für die Folgejahre reduziert werden. Der Preisnachlass dürfte eine Folge der weltweit rückläufigen Absatzzahlen von DVDs sein und könnte der Branche einen neuen Impuls verleihen. [Bild: mpegla.com]

Mittwoch, 8. Juli 2009

USA - Einigung über Webradio-Abgaben

Die Organisation SoundExchange hat sich mit den Betreibern von Webradios über die Modalitäten der Urheberrechtsabgaben geeinigt. So ein Bericht von arstechnica. SoundExchange ist als Tochter der RIAA (US-Unternehmerverband der Musikindustrie) mit dem Einzug der Copyright-Abgaben für Musik beauftragt. Größere Webradios ab Einkünften von 1,25 Mio. Dollar können laut Einigung entweder pro Ausstrahlung eines Titels zahlen oder als Flatrate 25% ihrer Einkünfte abgeben. Für kleinere Internet-Sender sieht der Kompromiss ebenfalls Abgaben anteilig vom Einkommen zum genannten Prozentsatz vor. Dienste mit Abonnement werden wie klassische Sender behandelt. Unter den Radiobetreibern saß unter anderem Pandora-Gründer Tim Westergren am Verhandlungstisch, der die Einigung vorangetrieben hatte und in ihr eine tragfähige Lösung sieht. Der Kompromiss gilt mindestens bis zum Jahr 2014, wird aber dennoch von den Verhandlungsparteien als "experimentell" bezeichnet. [Foto: Pandora.com]

Donnerstag, 12. März 2009

Briten gucken bei YouTube-Musikclips in die Röhre

Infolge der zähen Verhandlungen zwischen YouTube-Betreiber Google und der britischen Verwertungsgesellschaft "Performing Rights Society for Music" (PRS) hat der Primus in Sachen Suchmaschinen Musikclips auf seinem Videoportal für Einwohner des Vereinigten Königreichs gesperrt. Seit August 2007 galt eine Vereinbarung über Lizenzabgaben zwischen Google und der PRS, deren Gültigkeitszeit jetzt abgelaufen ist. Grund für den stockenden Fortgang bei der Entwicklung eines neuen Übereinkommens ist laut Google neben den hohen Abgabenforderungen auch eine mangelhafte Informationspolitik der Verwertungsgesellschaft. Die PRS macht laut Google nicht hinreichend klar, welche Clips zu ihrem Repertoire gehören. [Foto:YouTube.com]

Mittwoch, 25. Juni 2008

HD-DVD-Zombies aus China

China lässt nicht von seinem Willen ab, ein eigenes HD-Format auf dem Markt zu etablieren und möchte zum Beginn der olympischen Spiele am 8. August China Blue High Definition (CBHD) Discs in die Läden bringen. Das Format entspricht physikalisch der HD DVD, unterscheidet sich aber in der Modulation der Daten-Bits und im verwendeten Codec zur Speicherung der Bild- und Tondaten (genutzt wird AVS). Hintergrund der Eigenentwicklung sind die Lizenzvorgaben für die Produktion von Blu-ray Discs. Die Patente der CBHD liegen sämtlich in chinesischer Hand, es fallen für deren Herstellung also keine Abgaben an westliche Lizenzinhaber an. Allerdings haben laut Angaben der Blu-ray Disc Association (BDA) bereits 11 chinesische Firmen die nötigen Lizenzen für die Produktion von Blu-ray Discs und Player erworben. Die Entwicklung eines eigenen HD-Formats hatte China unter dem Namen "CH-DVD" bereits im letzten Jahr vorangetrieben.