Donnerstag, 12. Januar 2012

Video-Markt Großbritannien 2011

Der Videoindustrie im vereinigten Königreich hat das Weihnachtsgeschäft 2011 ein glänzendes Umsatzergebnis beschert. Aus dem Verkauf von DVDs und Blu-rays wurden im Dezember Einnahmen in Höhe von 473,3 Mio. Pfund erzielt. Das sind 8,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010. Dies berichtet die British Video Association (BVA).

Zu Weihnachten wurden auf der Insel mit Abstand die meisten Videos verkauft. Satte 23 Prozent des Absatzes der optischen Filmdatenträger im gerade zu Ende gegangenen Jahr entfielen auf den finalen Kalendermonat

Die Einnahmen aus dem Handel mit Video-DVDs stiegen um 6,0% auf 410,1 Mio. Pfund. Der Umsatzanteil der DVD war also mit 87 Prozent auch im Dezember 2011 dominant. Die herkömmlichen Silberlinge werden den Kunden also wohl noch eine Weile erhalten bleiben. Die Menge der verkauften Einheiten wuchs ebenso um 6 Prozent auf 43 Mio. Blu-rays brachten 26,3 Prozent Mehr Umsatz als vor Jahresfrist. Ihr Absatz vergrößerte sich dabei um 31,1%.

Das hervorragende Monatsergebnis im Dezember kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in Großbritannien eine allmähliche Verschiebung zu Internet-Angeboten erfolgt. Der UK-Videomarkt mit digitalen und physischen Formaten hatte 2011 ein Umsatzvolumen von rund 2,25 Mrd. Pfund. 292 Mio. und somit 13 Prozent davon entfielen auf den digitalen Sektor der VOD-Dienste und Streaming-Angebote. Dies bedeutet ein Umsatzplus von 15% im Jahresvergleich, die Zahl der Kauf- und Leihtransaktionen stieg um 12% auf 71 Millionen. Hingegen wurden 2011 satte 7,2 Prozent weniger DVDs und Blu-ray an die Kunden gebracht. Durch den zunehmenden Marktanteil der teureren Blu-rays fällt das Umsatzminus mit 4,9% wesentlich geringer aus.
[Foto: Blu-ray verdrängt DVD nur langsam | (Logos)]

Artikel von agent-media.de

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