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Donnerstag, 7. Juli 2011

Videoportal zu verkaufen

Die in den USA sehr erfolgreiche Videoplattform Hulu steht offenbar zum Verkauf. Laut US-Medienberichten sollen mit Morgan Stanley und Guggenheim Partners bereits zwei Investmentbanken mit der Käufersuche beauftragt worden sein.

Wer mitbieten will, muss es allerdings mit den Konkurrenten Yahoo, Microsoft und Google aufnehmen. Wie die Los Angeles Times unter Berufung auf "situationsnahe Quellen" berichtet, haben bereits Treffen mit diesen digitalen Global Playern stattgefunden.

Hulu zählt fast eine Millionen Nutzer täglich. Das Portal bietet US-Serien und Filme in einem werbefinanzierten Modell an. Seit Mitte letzten Jahres gibt es mit Hulu Plus auch ein kostenpflichtiges Abo für derzeit knapp acht Dollar im Monat.

Bisher betreiben die Walt Disney Coompany, NBC Universal und die News Corporation die nur in den USA verfügbare Webseite. Die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch hatte zuletzt auch MySpace abgestoßen. Offenbar will sich der Konzern des alternden Milliardärs aus dem Internet-Geschäft zurückziehen.
[Foto: Im Angebot: Murdochs Internet-Juwelen | cc-by-sa 3.0 David Shankbone]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 17. November 2010

Videoportal von Copyright-Haftung freigesprochen

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hat in einem bereits Ende September ergangenen Urteil das Videoportal sevenload von der Haftung für Verletzungen des Urheberrechts durch Videos, die von Nutzern eingestellt wurden, freigesprochen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Videoportals hervor.

Das OLG hob damit die einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg aus dem Dezember 2008 auf, die von einem Musikverlag erwirkt worden war. Das Landgericht begründete damals seine Entscheidung damit, dass sevenload sich die Inhalte zu eigen macht und so für Verletzungen des Urheberrechts mitverantwortlich zu machen ist.

Diese Einschätzung teilte das OLG nicht und betonte im Gegenteil, sevenload mache sich die Inhalte nicht zu eigen und hafte somit nicht in Fragen des Copyrights.

Nach Ansicht der Richter ist sevenload gerade durch das Fehlen einer redaktionellen Prüfung nicht haftbar zu machen. Eine inhaltiche Sichtung und anschließende Freischaltung durch sevenload, so lässt sich im Umkehrschluss folgern, würde das Portal erst zum Mittäter machen. Der schwarze Peter der Piraterie-Verfolgung bleibt dadurch bei den Copyright-Inhabern und ihren Vertretern.

Sevenload beteuert, bei Kenntnisnahme urheberrechtlich zweifelhafte Videos sofort zu entfernen und fordert die Musikindustrie in ihrer Mitteilung zu Kooperation statt Konfrontation im Sinne fairer und für alle Seiten wirtschaftlich akzeptabler Lösungen auf. Beim werbefinanzierten sevenload musictv arbeitet die Videoplattform bereits jetzt Hand in Hand mit den Plattenmajors.
[Foto: sevenload siegt im Rechtsstreit]

Artikel von agent-media.de

Freitag, 22. Oktober 2010

XAD: Online-Netzwerk für Werbebranche gestartet

Am 21. Oktober ging die neue Plattform für die Werbeindustrie und Kreativwirtschaft XAD.de online. Das Projekt wurde von Scaramanga, der Milberg Film- und Fernsehproduktion und dem Deutschen Fachverlag ins Leben gerufen.

Zum Leistungsportfolio der Online-Plattform gehört die kostenlose Kampagnendatenbank, die täglich um 300 neue Einträge ergänzt wird. Von Beginn an sind dort über 200.000 Reklameaktionen zu finden. Das Netzwerk bietet Agenturen, Dienstleistern und Privatpersonen die Möglichkeit, auf XAD.de Profile anzulegen und mit den eigenen Kampagnen zu verknüpfen. So können sich die Nutzer besonders werbewirksam präsentieren.

XAD bietet zahlreiche gebührenpflichtige Zusatzfeatures. Dazu zählen die Analyse von Kampagnen und Media-Auswertungen. Dadurch soll die Website zu einer "One-Stop"-Plattform für Informationen und Karriere in den Bereichen Kreation und Medien ausgebaut werden.

"Auf XAD.de werden die Köpfe hinter den Kampagnen sichtbar und ansprechbar, was eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Netzwerken und beruflichen Erfolg ist", erläuterte Andreas Steinrücke, Geschäftsführer und Gründer von XAD in der eigenen Pressemitteilung. [Foto: xad.de]

Donnerstag, 26. März 2009

Börsenverein des Deutschen Buchhandels befürchtet Raubkopien

Mit der Verbreitung digitaler Buchversionen befürchtet der Interessenverband "Börsenverein des Deutschen Buchhandels" auch eine Zunahme illegaler Raubkopien literarischer Werke im Netz. Der Verein schlägt zur Abschreckung vor, widerrechtlich handelnde E-Book-Tauscher zunächst durch den Provider verwarnen zu lassen, bevor eine Abmahnung seitens der Rechteinhaber oder ihrer Vertreter erfolgt. Dass E-Books im Trend sind, zeigte sich auch auf der am Sonntag zu Ende gegangenen Leipziger Buchmesse, wo neue Reader für E-Books vorgestellt wurden, die durch höheren Bedienkomfort und bessere Display-Lesbarkeit den Käufern digitale Buchversionen schmackhaft machen sollen. Der Börsenverein verschließt sich dem Thema E-Books aber keineswegs, sondern hat jüngst mit der Webseite libreka! selbst eine Plattform zur digitalen Volltextsuche für Bücher geschaffen, auf der immer mehr Werke auch als E-Book erstanden werden können. [Foto: Sony PRS 505 / Sony.de]