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Mittwoch, 31. August 2011

Bertelsmann präsentiert gutes Halbjahr

Das Medienunternehmen Bertelsmann hat ein ordentliches erstes Halbjahr 2011 hingelegt und freut sich in einer Pressemitteilung über ein verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast zehn Prozent auf 269 Mio. EUR gestiegenes Konzernergebnis. Auch der Umsatz zog leicht um 1,9% an und betrug in den ersten sechs Monaten 2011 7,2 Mrd EUR. Der Operating EBIT gab jedoch von 754 Mio. EUR auf nunmehr 737 Mio. EUR nach.

Die RTL Group konnte durch gestiegene Werbeeinnahmen höhere Umsätze in Höhe von 2,8 Mrd. EUR und einen von 533 auf 545 Mio EUR gestiegenen Operating EBIT erzielen. Die europaweit aufgestellte Sendergruppe steigerte ihre TV-Reichweite vor allem in der für Reklame relevanten Zielgruppe der 14-49jährigen. Somit konnte man trotz international durchwachsener Investitionsfreude auf dem Werbemarkt mehr Geld für TV-Spots abgreifen als 2010.

Bertelsmanns Zeitschriftenverlag Gruner+Jahr profitierte von einem ordentlichen Anzeigengeschäft und konnte seinen Umsatz von 1,2 auf 1,3 Mrd. EUR steigern. Der Operating EBIT blieb mit 125 Mio. EUR (1. Hj 2010: 130 Mio. EUR) annähernd stabil.

Weiterer wichtiger Umsatzgarant bleibt der Digital-Dienstleister Arvato. Bei einem Umsatz von 2,4 Mrd. EUR (1. Hj. 2010: 2,3 Mrd) schrumpfte allerdings der Operating EBIT von 99 auf zuletzt 66 Mio. EUR. Immerhin schuf Arvato neue Stellen und konnte sich zuletzt die Archivierungsaufträge des Schweizer Radios und Fernsehens sichern.

Bei einem leicht gesunkenen Umsatz von 787 Mio. EUR konnte Random House den Operating EBIT von 40 auf 69 Mio. EUR steigern. Bertelsmanns Publikumsverlag erzielte in den USA bereits 20 Prozent der Einnahmen mit E-Books. Insgesamt haben die digitalen Schmöker dreistellige Wachstumsraten.
[Foto: Vorstandsvorsitzender Hartmut Ostrowski | obs/Bertelsmann AG]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 2. September 2010

Umsatzeinbußen bei Universal Music

cc-by-sa 2.0
Michael Spencer
Lady Gaga
Das erste Halbjahr 2010 ging laut Musikwoche für das Plattenlabel Universal Music Group (UMG) mit Umsatzeinbußen von 5,4 Prozent zu Ende. 1,9 Milliarden Euro nahm das Unternehmen in diesem Zeitraum ein. Rechnet man Schwankungen bei der Umrechnung von Währungen heraus, ergibt sich sogar ein Minus von 7,9%.

159 Millionen Euro konnte der Konzern als Gewinn vor Steuern (EBITA) verbuchen. Das sind 24,6% weniger als im Vorjahr. Um fluktuierende Wechselkurse bereinigt ist das Ergebnis verglichen mit den ersten sechs Monaten 2009 sogar um 28% geschrumpft.

Trotz zugkräftiger Künstler wie Lady Gaga, Eminem und der Black Eyed Peas ist es dem Major wieder nicht gelungen, das nachlassende Kaufinteresse bei CDs mit den laut Konzernangaben weiterhin positiven Entwicklungen im Digitalgeschäft und im Merchandising auszugleichen.

Sonntag, 1. August 2010

USA: Videomarkt im Minus, Blu-ray boomt

Laut Zahlen der Digital Entertainment Group (DEG) für das erste Halbjahr 2010 haben US-Amerikaner 8,8 Milliarden Dollar in DVDs, Blu-rays und den digitalen Erwerb von Videos investiert. Ein Minus von 3,3% verglichen mit den ersten sechs Monaten 2009. Etwas freundlicher sah dabei das zweite Quartal aus, in dem der Umsatz nur leicht um 0,7% nachgab. Negativreslutate, die vor allem durch fallende Preise zu erklären sind. Trotz der sinkenden Einnahmen gab es nämlich 2,3% mehr Transaktionen in Verleih und Verkauf.

Die Blu-ray setzt ihren Siegeszug weiter fort. Aus dem Verkauf wurden von Anfang des Jahres bis Ende Juni 733 Mio. Dollar erwirtschaftet, ein Plus von 84%. Zusammen mit dem Verleih gaben die Konsumenten 982 Mio. Dollar für das noch junge HD-Format aus. Die Verkaufserlöse aus dem Handel mit "Packaged Media", also DVDs und Blu-rays, gingen trotzdem um 7,1% zurück. Der Absatz von Abspielgeräten für Blu-rays konnte auf 2 Mio. gesteigert und somit mehr als verdoppelt werden. Insgesamt sind nun 19,1 Mio. Einheiten verkauft.

Mehr noch als Blu-rays spülte der digitale Vertrieb Geld in die Kassen der Videobranche. Für Electronic Sell Through (EST) gaben Konsumenten 285 Mio. Dollar aus, ein Plus von 36,9%. Die Umsätze aus Video On Demand (VOD) kletterten um 19,1% auf 865 Millionen Dollar. Bei EST verbleibt im Gegensatz zu VOD eine Film-Kopie auf der Hardware des Kunden und der Download lässt sich für gewöhnlich auch brennen. Mit über 1,1 Milliarden Dollar Gesamtumsatz hat der rein digitale Vertrieb erstmals die Milliarden-Grenze in einem Halbjahr überschritten.

Donnerstag, 6. August 2009

Rekord-Absatz im Videomarkt - Blu-ray boomt

Trotz der allgemein schlechten Wirtschaftsstimmung kann von einer Krise im Videomarkt derzeit keine Rede sein. Nach aktuellen Zahlen, die der BVV zur Verfügung gestellt hat, sind im vergangenen Halbjahr mit 47 Mio. verkauften Einheiten mehr Bildtonträger abgesetzt worden als jemals zuvor in einer ersten Jahreshälfte. Im ersten Halbjahr 2008 wechselten noch lediglich 44,7 Mio. DVDs, Blu-rays & Co. kostenpflichtig den Besitzer. Trotz allgemein fallender DVD-Preise konnte auch der Umsatz gesteigert werden. Waren in den ersten sechs Monaten 2008 noch 551 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet worden, so lag dieser Wert im diesjährigen Vergleichszeitraum bei 572 Mio. Euro. Dies bedeutet ein sattes Umsatzplus von 4%. Wesentlichen Anteil hatte dabei die Blu-ray. Der Umsatz aus dem Verkauf der neuen HD-Disc konnte mit 41 Mio. Euro mehr als verdreifacht werden (Vorjahr: 13 Mio. Euro). 2 Mio Blu-rays wurden dabei abgesetzt, 2008 fanden nur 0,5 Mio Einheiten einen Käufer. Auf die DVD entfielen 530 Mio. Euro Umsatz, das herkömmliche Format bleibt somit das Zugpferd der Branche. Auf DVD wie auf Blu-ray war das James Bond-Abenteuer "Ein Quantum Trost" der größte Verkausschlager.

Der Vermietmarkt für Videos blieb im vergangenen Halbjahr stabil, es kam zu 48,7 Mio. Verleihvorgängen, dadurch wurde ein Umsatz von 118 Mio. Euro generiert. Dies bedeutet einen nur marginaler Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 48,8 Mio. Miettransaktionen für 119 Mio. Euro Umsatz sorgten. Am häufigsten wurde der Agenten-Thriller "Der Mann der Niemals lebte" mit Leonardo Di Caprio ausgeliehen. Auch im Vermietmarkt ist die Blu-ray auf dem Vormarsch. 2,1 Mio. Einheiten wurden verliehen, 2008 gingen noch lediglich 0,4 Mio. Blu-rays über die Ladentheken der Videothekare. [Foto: amazon.de]

Montag, 13. Juli 2009

Zwischenbilanz des Deutschen Filmförderfonds

In seiner Halbjahresbilanz hat der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) mitgeteilt, 17,7 Millionen Euro für 23 Produktionen bereitgestellt zu haben. Neben 18 Spielfilmen wurden auch 4 Dokumentationen und ein Animationsfilm gefördert. Roman Polanskis The Ghost wurde laut DFFF nur aufgrund der Förderung in Höhe von 3,5 Mio. Euro in Deutschland produziert. Als weitere internationale Koproduktionen wurden Das weiße Band, Inglourious Basterds und Anti-Christ mit Mitteln aus dem Förderfonds unterstützt. Auch Projekte von Til Schweiger (Zweiohrküken), Detlev Buck (Same Same But Different) und Peter Timm (Liebe Mauer) erhalten finanzielle Unterstützung. Die Zahl der Förderprojekte und die Fördersumme sind im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich abgesackt. Neben der allgemeinen Witschaftskrise sieht der DFFF die Diskussionen um die Förderabgaben als Grund für den Rückgang. Die Ungleichbehandlung von Kino- und Videovermarktern, die im Gegensatz zu TV-Anstalten gesetzlich zu Förderabgaben gezwungen sind, war Ende Februar vom Bundesverwaltungsgericht als nicht grundgesetzkonform beanstandet worden. In den vergangenen Jahren standen je 60 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, die auch fast ganz ausgeschöpft wurden. In diesem Jahr wurden einige Produktionsstarts aufgrund der genannten Unsicherheitsfaktoren auf das zweite Halbjahr verlegt. [FOTO: ffa.de]

Links:
Halbjahresbilanz beim DFFF
Kippt das Gesetz zur Filmförderung durch Kinos?