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Montag, 7. Oktober 2013

BDZV-Studie zu Paid Content

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat eine Studie zum Einsatz von Paid Content-Modellen auf  Zeitungswebseiten veröffentlicht. Der Trend zu Paywalls und anderen Formen der Web-Bezahlung ist demnach bei den journalistischen Online-Auftritten weiter steigend.

Der BDZV hat 56 Titel gezählt, die von ihren Lesern in irgendeiner Form Geld für ihre journalistischen Inhalte verlangen. Das sind 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei 70 Prozent dieser Websites sind nur ausgewählte Artikel kostenpflichtig (Freemium-Modell). Jedes vierte Paid Content-Angebot schränkt die Nutzung nach einer gewissen Zahl von Page Views ein und bittet die Nutzer dann zur Kasse. Dieses Verfahren wird auch als "Metered" bezeichnet. Nur fünf Prozent der Anbieter hält alle Artikel hinter einer Paywall. Die taz fordert als einzige die Nutzer zu freiwilligen Zahlungen auf.

Zwei Drittel der Verlage bieten ihren Lesern die Alternative, ein Online-Abo abzuschließen oder lediglich für einen Tag zu bezahlen. Bei 28 Prozent kommt ausschließlich das Abonnement in Frage. Fünf Prozent setzen voll auf die Zahlung einzelner Artikel.
[Foto: Nur taz.de setzt auf freiwillige Zahlung | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 11. August 2009

Zeitungsinhalte Online - Auch Deutsche sollen zahlen

Nachem Medienmogul Rupert Murdoch letzte Woche Gebühren für das Abrufen journalistischer Inhalte seiner Zeitungsgruppe angekündigt hat, ist mit einer Äußerung des Axel Springer-Chefs Mathias Döpfner die Debatte um Bezahl-Inhalte auch in Deutschland entbrannt. Im Rahmen des Geschäftsberichts zum ersten Halbjahr 2009 kündigte Döpfner an, die kostenlose Berichterstattung im Internet allmählich zurückschrauben zu wollen. So eine Meldung von pressetext. Auch der Geschäftsführer der WAZ-Gruppe Bodo Hombach möchte für seine Online-Artikel in Zukunft Geld sehen und wünscht sich eine Diskussion um die Vorgehensweise seitens der Verbände. Holger Kansky vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sieht die Entscheidungsfindung für ein tragfähiges Paid Content-Modell ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Er vermutet, dass die großen Verlage mit eigenen Ideen zur Refinanzierung des Online-Journalismus vorpreschen werden. Kansky sieht Zahlungen seitens der Online-Leser jedoch lediglich als Ergänzung zur bereits etablierten Finanzierung durch Werbeeinblendungen. [Foto: Axel Springer Verlagshaus; KMJ@wikipedia.de]