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Dienstag, 14. Mai 2013

Junge Politik-Interessierte lesen Zeitung

Gerade junge Erwachsene greifen vermehrt auf althergebrachte Medien zurück, um sich über Politik zu informieren. 80 Prozent der 18-29jährigen lesen zu diesem Zweck Tageszeitungen. Erstaunlicherweise ist dieser Anteil höher als bei der erwachsenen Gesamtbevölkerung (75%). Dies geht aus einer vom IT-Branchenverband BITKOM beauftragten FORSA-Studie unter 1.000 volljährigen Deutschen hervor.

Prozentual ebenso beliebt wie die Tageszeitung ist in der jungen Zielgruppe das Internet als politische Infoquelle. Dahingegen gehen nur 60 Prozent der Gesamtbevölkerung online, um sich über das Weltgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Bei beiden Gruppen werden vor allem Webseiten von Nachrichtensendern sowie Wochen- und überregionalen Tageszeitungen angesurft.

Bei den unter 30jährigen sind weitere wichtige Medien für politische Inhalte das Fernsehen mit 90% Nutzung (Gesamtbevölkerung: 91%) und das Radio mit 62% (Gesamt: 70%). Nur etwas mehr als die Hälfte (51%) in der jüngeren Zielgruppe liest den Politikteil von Wochenzeitungen. Der Anteil fällt unter allen Umfrageteilnehmern mit 46% sogar noch bescheidener aus.
[Foto: Junge Menschen vertrauen auf Zeitungen | cc-by-sa 3.0 Daniel R. Blume]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 25. August 2010

Geteiltes Presseecho zum Sarrazin-Buch

cc-by-sa 3.0 own Work
Thilo Sarrazin
Noch vor seinem Erscheinungstermin am 30. August hat das Buch des SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin "Deutschland schafft sich ab" für ein großes Medienecho gesorgt.

Die Bild-Zeitung druckt die politischen Thesen des politischen Rechtsauslegers ziemlich ungefiltert ab. Der Politiker scheint die zurükliegende WM verpasst zu haben und hält insbesondere muslimische Migranten in Deutschland für nicht integrationsfähig. Er kritisiert gewalttätige Züge in deren Sozialstrukturen, vor allem bei männlichen Zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern.

Der Spiegel stellt indes die Kritik bedeutender Politiker in den Vordergrund. So versteht SPD-Parteichef Sigmar Gabriel nicht, warum der Ex-Finanzsenator in seiner Partei bleiben möchte. Sarrazins Thesen seien teils "dämlich", die Sprüche gewalttätig.

Bundeskanzlerin Merkel ließ über ihren Pressesprecher verlauten, das Buch sei "äußerst verletzend, diffamierend und sehr polemisch zugespitzt".

Sarrazin, der seit Mai 2009 Mitglied im Vorstand der deutschen Bundesbank ist, dürfte sich so oder so über die PR für sein Werk freuen. In seinem Amt ist er praktisch unkündbar, wenngleich ihm aufgrund früherer Entgleisungen bereits einige seiner Kompetenzen entzogen wurden. Einen Rausschmiss aus der SPD dürfte der Berufsprovokateur verschmerzen können.

Link:
Politik-Bücher im agent media-Shop

Mittwoch, 19. Mai 2010

Klima-Kongress - Global Warming oder Climategate?

Vom 21. bis zum 23. Juni werden in Bonn Wissenschaftler, Politiker und Medienschaffende ihre Köpfe zusammenstecken. Das seit 2008 stattfindende Deutsche Welle Global Media Forum beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema globale Erwärmung. Das Motto der Veranstaltung ist einem Glenn Frey-Hit entliehen und lautet "The Heat Is On".

Brisanter könnte der Zeitpunkt für diesen Kongress kaum sein, steckt doch die Klimaforschung derzeit in einer Vertrauenskrise. Die größten Skeptiker sprachen zuletzt gar von einem "Climategate".

In der Presse wurden verlorengegangene und bewusst zurückgehaltene Rohdaten ebenso diskutiert wie einige, dem postulierten "Global Warming" zugrundeliegende Methodiken. So sind beispielsweise um vormals freistehende Mess-Stationen Städte gewachsen, die Wärmeabstrahlung der Häuser könnte einen Teil des gemessenen Temperaturanstiegs erklären.

Die meisten Vorträge im Programm gehen beim Klimawandel jedoch weiterhin von einem wissenschaftlich gut gesicherten Faktum aus. Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel erörtert gar die Frage, wie sich eine internationale Klimaregierung etablieren ließe. Weitere Beiträge behandeln den ununmstritten sinnvollen Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien und den Umgang der Medien mit der Klimakrise.
[Foto: cc-by-sa Murray C. Peel]