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Donnerstag, 28. Februar 2013

GEMA bittet DJs zur Kasse

Im direkten Dialog mit der GEMA hat das Fachblatt DE:BUG die neuen Modalitäten für von DJs beschallte Events klarstellen können. Ab dem ersten April sollen die neuen Veranstaltungstarife gelten.

Wie das Medien-Magazin berichtet, wird der sogenannte "Laptop-Zuschlag" entfallen. Mit dieser Sonderabgabe wurden bislang Songs legitimiert, die aus unsicherer Quelle als Kopie auf dem Rechner des Discjockeys lagen. Diese Mehraufwendung in Höhe von 30 Prozent auf die gesamten GEMA-Gebühren wurde bislang vom Veranstalter, also etwa vom Discotheken-Besitzer, bezahlt.

Nun sollen die Plattenkünstler selbst zur Kasse gebeten werden. 13 Cent pro Song-Kopie beanspruchen die Urheberrechtsvertreter für sich. Wichtig bei der Berechnung ist die Begrifflichkeit der Kopie. Bei jeder Erstellung einer Kopie eines legal erworbenen Tracks wird die GEMA-Abgabe erneut fällig. Wer etwa von einen unbrauchbar gewordenen Laptop Songs auf eine externe Festplatte zieht, und diese beim nächsten Event abspielt, muss alle Lieder erneut lizenzieren. DE:BUG hat zu den neuen Tarifen ein hilfreiches Schaubild veröffentlicht, das verdeutlicht, wann der DJ Abgaben zahlen muss.

Die Tarifreform der GEMA sorgt seit einiger Zeit für Unmut in der Veranstaltungsbranche. Vor allem der Ausschluss großer Dachverbände von den vorangegangenen Verhandlungen stößt vielen sauer auf. Die nun klarer werdenden Pläne der GEMA sind auch ein Schlag ins Gesicht von Datenschützern. So dürfte es kaum rechtens sein, sich Zugang zu den teils auch privat genutzten Arbeitsrechnern der DJs zu verschaffen, um die Zahl der Kopien darauf zu ermitteln.
[Foto: Für Turntable-Profis wird's teurer | cc-by-sa 3.0 Eddie Codel]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 5. September 2012

Dienstag, 22. März 2011

Frequenzgerangel zwischen Live-Industrie und Providern

Die Bundesregierung versteigert derzeit Frequenzen, auf denen Internetprovider das Web künftig auch auf dem Land in den letzten Winkel senden sollen. Kabellose Mikrofone und Musikinstrumente senden jedoch bereits in den feilgebotenen Wellenlängen. Nun laufen die Live-Veranstalter Sturm gegen die Vergabe.

Sowohl der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (BDV) als auch der Verband für Medien und Veranstaltungstechnik (VPLT) kritisieren das Vorgehen der Politiker. Es seien im Vorfeld neue Frequenzen für die Live-Technik und ein finanzieller Ausgleich für die Anschaffung neuen Equipments vereinbart worden.

Die damaligen Versprechungen sind nach Angaben der Verbände nicht eingehalten worden. Die Politik habe keine klaren Aussagen gemacht, auf welchen Bändern die schnurlose Live-Technik künftig funktionieren soll, kritisieren die Lobby-Organisiationen. Somit wissen die Veranstalter nach ihrem Dafürhalten nicht einmal, mit welchen Neugeräten sie künftig störungsfrei arbeiten können.
[Foto: Neue Frequenzen für kabellose Mikros gesucht | cc-by-sa 3.0 agent-media.de]

Artikel von agent-media.de

Dienstag, 5. Oktober 2010

Event-Markt schrumpft merklich

Mit Tickets für Veranstaltungen wurden 2009 12 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als noch 2008. Das geht aus einer GfK-Studie hervor, die vom Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) und der Zeitschrift Musikmarkt in Auftrag gegeben wurde. Bereits 2008 waren die Einkünfte nach einem Rekorjahr 2007 um sieben Prozent auf 3,6 Milliarden EUR geschrumpft.

Im letzten Jahr investierten die Deutschen 3,17 Milliarden Euro in Eintrittskarten für Konzerte, Shows, Theaterstücke und andere Events. Ein Großteil dieses Geldes wurde für Konzertkarten ausgegeben. 2,27 Milliarden Euro Umsatz konnten allein in dieser Sparte erzielt werden.

Trotz des Rückgangs bleibt der Eventmarkt vergleichsweise lukrativ. Computerspiele (1,91 Mrd. EUR Umsatz), Videos (1,56 Mrd. EUR) und Tonträger (1,52 Mrd. EUR) waren den Deutschen deutlich weniger wert als Live-Gigs. Auch der Umsatz des durch 3D boomenden Kinogeschäft blieb mit 0,91 Mrd. EUR deutlich hinter den Einkünften der Veranstaltungsindustrie zurück. Lediglich der Buchmarkt liegt mit 3,99 Milliarden EUR Umsatz vor der Eventbranche.

Die sinkenden Einnahmen der Veranstalter sind auf schrumpfende Besucherzahlen zurückzuführen. 30,7 Millionen Karten wurden 2009 abgesetzt, 2008 waren es noch 2 Millionen mehr.

Die Ticketpreise sind im Musik-Sektor leicht zurückgegangen. 34,02 EUR kosteten Konzertkarten 2009 im Schnitt, 2008 musste man im Mittel noch 34,45 EUR für den Besuch eines Musik-Events ausgeben. Musikfremde Veranstaltungen wurden ebenfalls billiger, hier lag der Durchschnittspreis bei 22,80 EUR (Vorjahr: 23,55 EUR). [Foto: gemeinfrei]

Mittwoch, 23. Dezember 2009

GEMA und Konzertveranstalter: Einigung im Tarifstreit

Die Musikverwerter der GEMA haben sich mit dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. (idkv) und dem Verband deutscher Konzertdirektionen e.V. (VDKD) über neue Tarife für Musikveranstaltungen geeiningt. Dies hat der idkv in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Nachdem zunächst das deutsche Patent- und Markenamt als Schiedsstelle einen Einigungsvorschlag erarbeitet hatte, verhandelten die Veranstalter nochmal mit der GEMA nach. Als Ergebnis langen die Musikverwerter bei kleineren Events mit bis zu 2000 Besuchern weit weniger stark zu als bisher vorgesehen. Im nächsten Jahr wird für solche Veranstaltungen ein Prozentsatz von 3% der Einnahmen berechnet, bis zum Jahr 2014 wird dieser Tarif schrittweise auf 5% erhöht. Für Live-Bühnen mit vielen Konzerten fallen die Mengenrabatte noch großzügiger aus als es der Schiedsspruch bereits vorgeschlagen hatte. Ab 40 Konzerten im Jahr gibt es 12,5%, ab 80 bereits 15% und ab 200 Konzerten 17,5% Nachlass. Einnahmen aus Sponsoring bleiben zunächst gebührenfrei, hier soll der Tarifpoker zeitnah fortgesetzt werden. [Foto: idkv-Vorstand; idkv.com]

Ältere News zu diesem Thema:
GEMA vs. VDKD - Unklarheit über Konzertgebühren
Marek Lieberberg über Urheberrechte