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Montag, 16. Dezember 2013

Die Schweiz sucht die Super-Hymne

Die Schweizer Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) sucht nach einer neuen Nationalhymne für das Alpenland. Dabei können auf der Webseite chymne.ch nicht nur Eidgenossen ihre Vorschläge einreichen. Ausländer müssen ihrem Beitrag lediglich ein aussagekräftiges und glaubwürdiges Motivationsschreiben anfügen. In jedem Falll soll das neue Werk sich inhaltlich an der Verfassungspräambel orientieren. Im Namen Gottes des Allmächtigen ist dort von Verantwortung gegenüber der Schöpfung, Freiheit, Demokratie, Vielfalt in Einheit und Solidariät die Rede. Es ist keine leichte Aufgabe, daraus flüssige und eingängige Lyrics zu kreieren.

Der derzeitig bei offiziellen Anlässen gesungene Schweizerpsalm ist der Organisation sprachlich zu sperrig. Im Entstehungsjahr 1840 mögen die von Leonard Widmer gedichteten Worte "Alpenfirn" oder "Sternenheer" zeitgemäß gewesen sein. Heute wirken sie auf viele Menschen eher kitschig oder gar befremdlich. Zudem besteht der Schweizerpsalm aus vier zwar kurzen, aber nicht leicht zu merkenden Strophen. Viele Schweizer kennen daher nicht den kompletten Text.

Das aktuelle Schweizer Lied hat trotz seines Alters auch noch keine allzu lange Tradition und wurde erst 1981 nach 20 Jahren "Probezeit" zur Nationalhymne erklärt. Das vorher genutzte Stück "Rufst du, mein Vaterland" hatte den Nachteil, dass es auf dieselbe Melodie wie "God save the Queen" gesungen wurde.
[Foto: Hymnen-Challenge im viersprachigen Alpenland | (Logo chymne.ch)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 22. Mai 2013

Rapidshare schrumpft bedenklich

Der ebenso bekannte wie berüchtigte Filehoster Rapidshare gerät offenbar ins Trudeln. Laut einem inzwischen seitens der Unternehmensführung gegenüber Golem bestätigten Bericht der Schweizer Zeitung "20 Minuten" ist kürzlich 45 der 60 Arbeitnehmer gekündigt worden.

Zwar hat man laut offizieller Verlautbarung der in der Stadt Zug in der Schweiz ansässigen Firma konkrete Zukunftspläne. Allerdings verweist man darauf, dass frisches Geld von Investorenseite nötig sei. Ein klares Statement für das Fortbestehen des Unternehmens sieht sicher anders aus.

2008 war Rapidshare nach eigener Einschätzung noch der Platzhirsch unter den Sharehostern. In letzter Zeit sorgten immer restriktivere Volumenbeschränkungen auch bei kostenpflichtigen Accounts für Unmut bei den Nutzern. Ob der Grund für die Misere in einer mutmaßlich schwindenden User-Zahl liegt, ist nicht bekannt. Denkbar sind auch Probleme mit steigenden Kosten der technischen Infrastruktur oder ein Mangel an zahlungskräftigen Werbepartnern.
[Foto: Entlassungen bei Rapidshare | (Logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 4. Juni 2012

Raubkopie-Vorwurf: Microsoft bezichtigt Presswerk

Das schweizer Presswerk Adcom wehrt sich gegen Vorwürfe des Hard- und Softwareherstellers Microsoft, illegal Windows CDs gepresst zu haben. Nach Ansicht des Disc-Produzenten soll die undurchsichtige Gemengelage ihre Ursache in einem Missverständnis zwischen HP und Microsoft haben.

Wie das Schweizer Portal inside-channels berichtet, hatte HP als Microsofts OEM-Partner das eidgenössische Presswerk Adcom mit der Herstellung von Recovery-Datenträgern beauftragt. Diese wurden an die Händler PC4U und TYR geliefert, welche die CDs mit gebrauchten Computern an verschiedene Second Hand-softwarehändler weiterverkauft haben. Microsoft beanstandete, dass eine über die lizensierte Menge hinausgehende Anzahl von Kopien aufgetaucht sei. Die Datenträger seien zudem nicht vom autorisierten Presswerk Adcom produziert worden, sondern von dessen Tochterunternehmen OMD International.
 
Adcom verweist darauf, nach bestem Wissen gehandelt zu haben und ist sich keiner Schuld bewusst. Der Fall wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf das oft undurchsichtige Lizenzgeflecht, in dem sich selbst professionelle Akteure ahnungslos verfangen können.
[Foto: Microsoft legt sich mit Presserk an | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Montag, 22. März 2010

Verlage fordern Steuerbefreiung für Zeitungen

Beim Präsidientreffen der deutschsprachigen Verlegerverbände in Luzern haben sich die Vertreter aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz für eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Presseerzeugnisse ausgesprochen. Die in Deutschland ohnehin mit dem geringeren Satz von 7% besteuerten Zeitungen und Zeitschriften sollen nach dem Willen des Präsidenten des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, komplett von der Umsatzsteuer befreit werden. "Die Ausübung der Pressefreiheit kann nicht von der Zahlung einer Umsatzsteuer abhängig gemacht werden", so eine These Heinens. Diese Forderungen kann man angesichts der Neuverschuldung Deutschlands von 80 Mrd. Euro durchaus als dreist bezeichnen, zumal andere Kulturgüter wie CDs bislang nicht einmal vom ermäßigten Steuersatz profitieren.

Desweiteren ging es bei dem Treffen am 18. und 19. März um das zwiespältige Verhältnis der Verleger zum Werbekonkurrenten und Besucherlieferanten Google. Auch der derzeit schwelende Konflikt mit der ARD kam zur Sprache. Der Sender möchte seine journalistischen Inhalte möglichst komplett ins Internet stellen. Die Presseverbände verlangen ein Einschreiten der Politik gegen die dadurch entstehende GEZ-finanzierte, "gefühlt kostenlose" Konkurrenz.