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Donnerstag, 24. März 2011

P2P-Musik-Downloads stark rückgängig

In den USA ist der Prozentsatz der Internet-Surfer, die Peer-to-Peer-Netzwerke zum Herunterladen von Musik nutzen, im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 9% gesunken. 2007 lag die Rate noch bei 16%. Dies berichten die Marktforscher der NPD Group.

Auslöser des dramatischen Wandels ist das Verbot des plattformunabhängigen Gnutella-Clients LimeWire, das im vergangenen Oktober von einem US-Gericht verfügt wurde. 56% aller P2P-Musikfans nutzten bis dahin die Java-basierte Software.

Die Musikindustrie dürfte die Entwicklung mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen. Aktive P2P-Netzwerker teilen in der Praxis fast ausschließlich urheberrechtlich geschützte Songs miteinander. Die Datenpakete werden dabei nicht über einen zentralen Server umgeleitet, sondern direkt zwischen den Nutzern ausgetauscht. Dies erschwert die Strafvervolgung von Copyright-Delikten.
[Foto: Limewire-Verbot senkt P2P-Nutzung | limewire.com]

Artikel von agent-media.de

Samstag, 12. September 2009

Britische Musiker gegen Internetsperren

Obwohl als Waffe zum Schutz ihres geistigen wie künstlerischen Eigentums gedacht, protestieren britische Musiker jetzt gegen die Pläne der Londoner Regierung, beim illegalen Filesharen ertappten Wiederholungstätern mit Zugangssperren das kriminelle Handwerk zu legen. Sowohl die Mitglieder der Featured Artists Coalition (FAC), der Komponistenvereinigung British Academy for Songwriters, Composers and Authors (BASCA) und der Produzentenverband Music Producers Guild (MPG) wenden sich in der gemeinsam veröffentlichten Erklärung damit gegen die Position des Dachverbands UK Music, der das Vorhaben der britischen Regierung unterstützt. Der Ansatz der Regierung sei, so die Erklärung der Branchenorganisationen, Ausdruck einer "weit von der Öffentlichkeit und den Musikkonsumenten entfernte Denkweise". Man halte derartige Maßnahmen für übertrieben und kostspielig und setze auf konstruktivere, am Verbraucher orientiertere Lösungen. [Foto: featuredartistscoalition.com]

Link: Presseerklärung der Organisationen.

Mittwoch, 22. April 2009

Kämpft die Musikindustrie gegen ihre besten Kunden?

Die norwegische "Handelshøyskolen" BI (School of Management) hat in einer Studie festgestellt, dass diejenigen Befragten, die zugaben illegal Musik zu tauschen, auch etwa 10 mal mehr für Musikprodukte ausgeben als diejenigen die nicht an solchen P2P-Diensten teilhaben. So ein Bericht des norwegischen Blattes Aftenposten. Die Umfrage umfasste 1.900 Internetnutzer ab 15 Jahren. In der Altersgruppe bis 20 Jahren wollen die meisten Musik eher per Download als auf CD erwerben. Dennoch gab auch die Mehrzahl dieser jungen Musikkunden an, in den letzten sechs Monaten mindestens eine CD erstanden zu haben. EMI-Sprecher Bjørn Rogstad wollte die Zahlen gegenüber Aftenposten nicht so interpretieren, dass illegale Downloads den legalen Musikmarkt stimulieren würden. Er sieht den Grund für fallende Einnahmen trotz steigenden Musikkonsums in illegalen Downloads. Eine antreibende Wirkung der widerrechtlich getauschten Tracks für das Musik-Business legt jedoch auch eine ältere Studie aus dem Jahr 2006 nahe. Laut Umfrage der kanadischen RIAA (Verband der Musikindustrie) haben 73% der Befragten illegal "angetestete" Musikstücke im Nachhinein auch rechtmäßig erworben. Schuld an der Misere des Musik-Business trägt auch der schwache Absatz kompletter Alben im Download-Markt. Während Singles als CD nie besonders viele Käufer fanden, blüht der Verkauf von Einzeltracks im Digitalgeschäft. Zum Leidwesen der Musikindustrie kann damit der Umsatzverlust aus den zurückgehenden physischen Albumverkäufen (noch) nicht kompensiert werden.

Donnerstag, 20. November 2008

P2P - Illegaler Musiktausch für 69 Mio. Dollar

Eine aktuelle Studie von MultiMedia Intelligence kommt zu dem Schluss, dass 2007 Musik im Wert von 69 Mio. Dollar illegal in P2P-Netzen getauscht wurde. Zu dieser Zahl kommen die Analysten, indem Sie der Zahl der getauschten Songs mit einem "fairen Preis" pro Einzelstück multiplizieren, der in der Größenordnung eines Dollars liegen dürfte. MultiMedia Intelligence wagt auch einen Blick in die Glaskugel und prognostiziert eine Zunahme von 400% bei getauschten Videos von 2007 bis 2012, wobei die Zahl der getauschten Musikstücke weiterhin noch weitaus höher bleiben wird. Doch nicht alle via P2P getauschten Inhalte sind illegal. MultiMedia Intelligence prognostiziert ein überproportional starkes Wachstum für lizensierte Musik, Videos und Daten. [Foto: klicker/pixelio.de]

Donnerstag, 2. Oktober 2008

EFF fordert Kulturflatrate

Die US-amerikanischen Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF) verlangen in einer aktuellen Pressemitteilung die Schaffung einer Flatrate für Nutzer von Tauschbörsen. Die Organisation vertritt die Interessen in die Schusslinie der Musikindustrie geratener Bürger. Etwa ein Jahr nach der Verurteilung von Jammie Thomas zum Schadensersatz in Höhe von 220.000 US-Dollar wegen der Bereitstellung von Musik in P2P-Börsen sieht die EFF den Kampf der Musikindustrie gegen Online-Tauschbörsen für gescheitert. Eine "Kulturflatrate" für Tauschbörsennutzer hält die EFF für sinnvoller und auch auch für durchaus lukrativ. Bei einer Gebühr von 5-10 Dollar würden die rund 60 Millionen P2P-Nutzer in den USA der Musikindustrie einen beachtlichen Zugewinn erbringen, argumentiert die EFF. Die Organisation stellt in Ihrem Bericht "RIAA v. The People: Five Years later" Zahlenmaterial zusammen, um die Aussichtslosigkeit des Kampfes der US-Musikindustrie gegen den Tausch von Musik im Internet zu belegen. [Foto: eff.org]