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Montag, 18. Juni 2012

Kino.to-Gründer verurteilt

Das Landgericht Leipzip verurteilte erwartungsgemäß den Gründer des Filesharing-Portals kino.to zu einer mehrjährigen Haftstrafe. Zudem beschlossen die Richter das beträchtliche Vermögen des Angeklagten abzuschöpfen.

Strafmildernd werteten die Amtsträger das Geständnis des Urheberrechtsverletzers. Der Sachse hatte seit 2008 ein Millionenvermögen mit der Plattform, auf der tausende Filme illegal verlinkt wurden, beiseite geschafft. Von seiner Beute, die er zum Teil durch einen ausschweifenden Lebensstil im In- und Ausland verprasst hat, sollen nun 3,7 Millionen eingetrieben werden, so der Leipziger Entscheid.

Unterdessen zieht ein anderer, noch prominenterer Fall von illegalem Filesharing weitere Kreise, wie golem.de berichtet. Während Megaupload-Gründer Kim Schmitz weiterhin gegen seiner Auslieferung in die USA kämpft, fordert ein Start-Up die Herausgabe seiner Videodateien, die es in die Cloud auf die Server von Megaupload ausgelagert hatte. Nachdem diese vom FBI beschlagnahmt und vom Netz genommen worden waren, hatte das amerikanische Unternehmen keinen Zugriff mehr auf die offenbar wichtigen Daten. Wer nun die Kosten für deren Wiederherstellung trägt, ist Gegenstand einer Klage vor amerikanischen Gerichten und eine weitere Randnotiz im Umfeld der rechtlich zweifelhaften Filesharing-Rortale.

Ob die Auslagerung von Firmendaten auf Cloud-Angebote überhaupt ratsam ist oder ein findiger Unternehmer nur die Chance nutzt, ein wenig Wasser von der medialen Aufmerksamkeit, die der Megaupload-Fall derzeit genießt, auf seine Mühlen zu lenken, ist schwer abzuwägen.
[Foto: Seit einem Jahr vom Netz: Kino.to | (logo)]

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 1. April 2009

Sperrung von Youtube Musik-Clips auch in Deutschland

Nachdem sich der Internetriese Google schon mit dem britischen Rechteverwerter PRS nicht über die Vergütung für den Abruf von Musikvideos auf dem hauseigenen Videoportal YouTube einigen konnte, gestalten sich nun auch die Verhandlungen mit der für Deutschland zuständigen GEMA äußerst zäh. Die bislang gültigen Verträge sind gestern ausgelaufen und da es bisher zu keiner Einigung gekommen ist, muss Google die Musikinhalte in Deutschland nun nach und nach sperren. Im hauseigenen Blog erklärt Patrick Walker, Verantwortlicher für den Bereich Video-Partnership beim Suchmaschinen-Primus, die Forderung der GEMA liege 50 mal höher als die der PRS, und selbst die sei bereits wirtschaftlich untragbar. Weiteres Hindernis sei die fehlende Transparenz, welche Songs genau zum GEMA-Repertoire gehören. Die GEMA indes sieht im Gebahren von YouTube den Ausverkauf des Urheberrechts, obwohl sich die Google-Tochter mit der Sperrung betroffener Inhalte ja durchaus korrekt verhält. Zudem wird YouTube seinerseits mangelnder Transparenz beschuldigt. Es sei unklar, welches Material genau auf YouTube vorliege. Auch wenn die Forderungen der GEMA im Interesse der Urheber sind, wird Google sich nicht auf unwirtschaftliche Gebühren einlassen, lässt Walker in seinem Statement durchblicken. Und so könnte die GEMA am Ende gar kein Geld und die Intetnetuser gar keine Musik-Clips mehr sehen, was der Beliebtheit des Video-Portals wohl sehr schaden würde. Mit dem endgültigen Scheitern der Verhandlungen wäre also keinem geholfen und man darf gespannt sein, wie das Pokern der Streitparteien weitergeht.

Links zum Thema:

Blog-Post von Patrick Walker

Pressemitteilung der GEMA

Donnerstag, 20. November 2008

P2P - Illegaler Musiktausch für 69 Mio. Dollar

Eine aktuelle Studie von MultiMedia Intelligence kommt zu dem Schluss, dass 2007 Musik im Wert von 69 Mio. Dollar illegal in P2P-Netzen getauscht wurde. Zu dieser Zahl kommen die Analysten, indem Sie der Zahl der getauschten Songs mit einem "fairen Preis" pro Einzelstück multiplizieren, der in der Größenordnung eines Dollars liegen dürfte. MultiMedia Intelligence wagt auch einen Blick in die Glaskugel und prognostiziert eine Zunahme von 400% bei getauschten Videos von 2007 bis 2012, wobei die Zahl der getauschten Musikstücke weiterhin noch weitaus höher bleiben wird. Doch nicht alle via P2P getauschten Inhalte sind illegal. MultiMedia Intelligence prognostiziert ein überproportional starkes Wachstum für lizensierte Musik, Videos und Daten. [Foto: klicker/pixelio.de]