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Montag, 7. November 2011

Verlage erwarten positive Marktentwicklung

Auf der Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Zeitschriftenverlage (VDZ) konnte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Fürstner Positives vermelden. Laut Herbstumfrage wird der Umsatz der Verlage um 1,4 Prozent steigen. Die Zahl der Beschäftigten steigt um 2,0 Prozent auf 33.000. Befragt wurden über 100 Unternehmen. Bereits 2010 waren die Einnahmen leicht gestiegen. Für das kommende Jahr gehen die Verlagshäuser von einem etwas geringeren Plus aus.

Der klassischen Einnahmequellen Vertrieb und Anzeigengeschäft haben 2010 etwa 80 Prozent der Umsätze ausgemacht. 2014 wird dieser Anteil nach Einschätzung der Branche bei nur noch 70 Prozent liegen. Die Verlage rechnen mit einer Verschiebung hin zu mobilen Diensten. Das Online-Geschäft soll 2014 11 Prozent der Umsätze sichern. Die auf eine breitge Leser-Basis ausgelegten Publikumszeitschriften rechnen sogar mit 15 Prozent.

Fürstner forderte auf der Pressekonferenz faire Spielregeln. Er prangerte an, dass für die hiesigen Pressehäuser strenge und teure Datenschutz-Richtlinien einzuhalten sind, während "für globale Internet-Giganten weitgehend freie Bahn" gebe. Als besonders wichtig erachtet Fürstner das laut Koalitionsvertrag von 2009 politisch bereits geplante Leistungsschutzrecht und die verringerte Umsatzssteuer auch auf dem digitalen Vertriebsweg. Die Online-Nachrichten der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten sind dem VDZ seit längerer Zeit als gefühlt kostenlose Konurrenz ein Dorn im Auge. Die Forderung nach Beschneidung dieser Services blieb folglich auf der Pressekonferenz der Lobby-Organisation nicht unerwähnt.

Artikel von agent-media.de

Mittwoch, 14. April 2010

GEMA zieht Bilanz

Auf der Jahrespressekonferenz zieht ein zufriedener Dr. Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr 2009. Demnach freut sich die Verwertungsgesellschaft über einen Ertragszuwachs von 2,2 % auf nunmehr 841 Millionen EUR. Die Einnahmen aus dem Bereich Tonträger blieben mit etwa 149 Millionen EUR nahezu auf Vorjahresniveu. Während sich dieser Bereich immerhin konsolidiert zu haben scheint, konnten im Bereich Radio und Fernsehen (plus 19 %) und Internet (plus 45 %) deutliche Zuwächse erzielt werden. Dennoch stellt die GEMA eine bis dato unzureichende Verwertung im Onlinebereich fest. Für 2010 rechnet man trotz der aktuell positiven Zahlen mit einem Ertragsrückgang.

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über 1 Mio. Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

Sonntag, 21. März 2010

Gorny appelliert an Politik

Im Vorfeld der diesjährigen Jahrespressekonferenz des Bundesverband Musikindustrie bringt Verbandschef Dieter Gorny mal wieder seine Thesen zum Schutz des geistigen Eigentums unters Volk. Angesichts der Tatsache, dass die Musikindustrie mittlerweile ihre Hausaufgaben im Kampf gegen die Musikpiraterie erledigt und das in ihre Macht stehende hierfür getan habe, fordert der Lobbyist im Interview mit der WELT die Politik abermals dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht und im Kampf gegen das Unwesen des Raupkopierens endlich konsequent tätig zu werden. Dabei sieht Gorny in der in Frankreich praktizierten Internetsperre ein probates Mittel im Kampf gegen den digitalen Diebstahl, dem sich der Gesetzgeber nicht länger verschließen dürfe. Während sich die Musikwirtschaft unter den gegebenen Umständen passabel schlage und sich im Krisenjahr 2009 sogar besser behaupten konnte als die Gesamtwirtschaft, sei nun die Politik aufgefordert, mit drakonischen Maßnahmen wie der Internetsperre das öffentliche Bewusstsein in Bezug auf die Bedeutung von Urheberrechten und deren Schutz zu schärfen und damit einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Kreativwirtschaft zu leisten.

Zur Jahrespressekonferenz können sich Journalisten noch bis einschließlich Montag, 22.03, akkreditieren. [Foto: Dieter Gorny; musikindustrie.de]
Link: Musikindustrie.de