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Freitag, 17. Dezember 2010

iTunes weiter Marktführer

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens NPD Group berichtete, bleibt Apples Onlinestore für Musikdownloads in den USA unangefochtener Branchenprimus mit rund 66 Prozent Marktanteil.

Zweitplatziert ist Amazons MP3 Angebot, welches derzeit die höchsten Wachstumsraten verzeichnet und vor allem mit Dumpingpreisen mittlerweile über 13 Prozent am US-amerikanischen Downloadmarkt für sich reklamieren darf.

Insidern zufolge dürften die Verhältnisse allerdings noch deutlich klarer zugunsten von Apple ausfallen. Den in dem Bericht zitierten Vertriebsprofis zufolge dürfte iTunes Marktanteil eher bei 90 Prozent, der von Amazon zwischen 6 und 10 Prozent liegen.
[Foto: Amazon abgeschlagen hinter Apple | amazon.de]

Artikel von agent-media.de

Sonntag, 22. August 2010

Musikkäufe übers Internet werden immer beliebter

cc-by-sa 2.5 Darkone
Musik über das Internet zu kaufen, erfreut sich bei den Deutschen unverändert wachsender Beliebtheit. Im ersten Halbjahr 2010 wuchsen die Umsätze um fast 40 Prozent. Das meldete jetzt der Bundesverband Musikindustrie. Besonders beliebt sind digitale Musikalben. Die Branche konnte hier die Umsätze auf 41,55 Millionen Euro im Vergleich zu 27,57 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum steigern. Weniger stark gewachsen sind die Downloads von einzelnen Musiktiteln. Hier lag der Umsatz bei 30,42 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 6,25 Millionen im Vergleich zu 2009.

Insgesamt wurden damit dieses Jahr 4,7 Millionen digitale Musikalben, so genannte Bundles, und 29,73 Millionen Einzeltracks verkauft. Durchschnittspreis eines Bundles sei demnach 8,84 Euro gewesen, der eines einzelnen Musiktracks 1,02 Euro.

Im längeren Vergleich zu 2005 hat sich der Absatz von Musikalben nahezu verachtfacht. Der Verkauf von Einzeltiteln war 3,5-mal höher als noch vor fünf Jahren. Das erkläre sich vor allem durch das breite Angebot an Onlinemusikshops und dem intensiven Wettbewerb, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverband Musikindustrie (BVMI), Stefan Michalk. Für das Jahr 2010 rechne er mit einem "stabilen Umsatzwachstum von rund 30 Prozent beim digitalen Musikverkauf," so Michalk.

Weniger gut steht hingegen die illegale Kokurrenz da: Hier geht der Absatz seit Jahren zurück. Laut Brennerstudie 2010 sank die Zahl der illegalen Musikdownloads von 412 Millionen im Jahr 2005 auf 258 Millionen im Jahr 2009. „Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung," sagte Michalk. "Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich.“

Trotz der guten Zahlen bleibt die Sparte Musikdownloads weiterhin ein kleiner, wenngleich stark expandierender Markt. Laut dem Magazin Focus lag der Gesamtumsatz der Musikbranche im Jahr 2009 bei 1,803 Milliarden Euro. Davon entfielen jedoch nur 118,3 Millionen Euro auf die Musik-Downloads. Im Jahr 2008 waren es sogar nur 87,9 Millionen Euro.