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Dienstag, 10. November 2009

Nicht mehr für alle da - Rammstein auf dem Index

Mit ihrem seit Mitte Oktober erhältlichen Album "Liebe ist für alle da" sind die deutschen Grusel-Rocker von Rammstein auf dem Index gelandet. Das Werk darf seit heute (11.11.09) in seiner aktuellen Form nur noch gegen Vorlage eines Personalausweises an Personen über 18 Jahre verkauft werden. Auch Werbung für den Longplayer darf sich nur noch an Erwachsene richten. Dies bedeutet auch, dass die Ware im Laden nicht mehr öffentlich sichtbar ausgelegt werden darf. Von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien beanstandet wurde neben dem Lied "Ich tu dir weh" auch ein zu gewalttätiges Bild im Artwork. Ab dem 30. November kommt eine um die beanstandeten Teile beschnittene Version in den Handel. "Liebe ist für alle da" ist bereits 300.000 mal über reale und virtuelle Ladentische gegangen. Das Skandälchen dürfte den Verkauf entgegen aller Absicht eher ankurbeln und Rammstein gerade unter Jugendlichen neue Hörerschichten erschließen. Denn meistens hat speziell für junge Konsumenten das Verbotene einen ganz besonderen Reiz. [Foto: amazon.de]

Donnerstag, 6. August 2009

Rammstein versteht keinen Spaß

Die Musikgruppe Rammstein, bekannt für ihr umstrittenen aber sicher nicht humorfreien Texte, versteht keinen Spaß, wenn es um die Wahrung Ihrer (vermeintlichen) Rechte geht. So berichten mehrere Medien übereinstimmend über Abmahnungen der Rammstein betreuenden Firma Pilgrim Management u.a. an die Adresse der Augsburger Allgemeinen. Die Empfänger hatten zuvor online berichtet, dass ein neuer Song der Berliner Band seinen illegalen Weg auf die Seiten von youtube.de gefunden hatte und dort in CD-Qualität auf interessierte Hörer wartete. Der Titel wurde auf youtube zwar schnell wieder entfernt, die Berichterstattung über den neuen Song konnte dies aber nicht verhindern, weswegen Pilgrim mit Hilfe einer Abmahnung dagegen vorzugehen versuchte. Betroffen sind laut Motor.de auch Rammstein-Fanseiten, die als Reaktion auf die Besprechung des neuen Songs und Verlinkung neuer Bandfotos eine Abmahnung samit Strafandrohung erhielten. Das ebenfalls ins Visier der Musiker geratene Portal laut.de kommentiert dies mit den Worten: "Das große Getöse soll wohl von der Peinlichkeit des Leaks ablenken. Denn bei der offenbar herrschenden strikten Geheimhaltung können Song und Fotos eigentlich nur aus dem direkten Umfeld der Band ins Netz gelangt sein. Aufzuhalten ist die Geschichte ohnehin nicht mehr, auch internationale Medien berichten mittlerweile über die Vorgänge und das rustikale Vorgehen gegen Fans und Presse." Der Beliebtheit von Rammstein bei Fans und Medienvertretern dürfte das rabiate Verhalten der Band, die Ende des Jahres ein Konzertcomeback feiern wird, wohl nicht zuträglich sein. [Foto: © Freya Diepenbrock / PIXELIO (www.pixelio.de) ]