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Dienstag, 25. Oktober 2011

Google Dart soll Javascript ersetzen

Google entwickelt eine neue Browser-Programmiersprache. Sie soll künftig das althergebrachte Javascript ersetzen, das in den Internet-Zugangsprogrammen bislang seine Dienste verrichtet, wenn es zum Beispiel um einfache Animation geht oder darum, Daten vom Webseitenbetreiber ohne neuen Seiten-Aufruf auf den Bildschirm des Betrachters zu transportieren.

Unter dem Namen "Dart" hat der Suchmaschinenbetreiber seine Neuentwicklung kürzlich auf der GOTO Konferenz in Aarhus vorgestellt. Die Sprache bietet wesentliche Features moderner, objektorientierter Sprachen, darunter Interfaces, Generics und Vererbung. In Javascript fehlen einige dieser Konstrukte, mit denen sich wesentlich strukturierter arbeiten lässt. Javascript gilt daher allgemein als schlecht wartbar.

Um die Verbreitung von Dart zu fördern, bietet Google auch ein Übersetzungs-Werkzeug an, das den neuartigen Code in herkömmliches Javascript umschreibt. Dadurch können Entwickler in Dart programmieren und dennoch ältere Browser mit abdecken. Googles Webbrowser Chrome soll die Innovation in Kürze nativ unterstützen.
[Foto: Dart soll Webentwicklung vereinfachen | cc-by-3.0 google]

Artikel von agent-media.de

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Facebook gibt HTML5-Nachhilfe

Facebook hat ein Resource-Center für den neuen Web-Standard HTML5 eingerichtet. Mit dem Label "HTML5" assoziiert die Web-Gemeinde mehr als nur die verbesserte Version der Sprache, welche die Struktur einer Webseite festlegt. So gibt es auch neue Konstrukte für Javascript. Die vom Browser und somit auf dem Rechner des Betrachters interpretierte Sprache ist für dynamische Inhalte wie Animationen zuständig. Dank der Javascript-Innovationen lassen sich nun ganze Datenbanken auf das Ausgabegerät verlagern. Zudem gesellen sich standardisierte Methoden zur Erzeugung von skalierbaren Vektorgrafiken, die auch beim zoomen nicht verpixeln, sowie die 3D-Technik WebGL. Auch ist in HTML5-fähigen Browsern das Einbinden von Videos ohne Plugins wie Adobe Flash möglich. An die Lokalisierung des Nutzers hat das W3-Konsortium bei der Entwicklung von HTML5 ebenfalls gedacht. All diese Merkmale prädestinieren "HTML5" für die Erstellung von Apps, die (fast) gerätunabhängig auf unterschiedlichsten mobilen und stationären Endgeräten on- und offline lauffähig sind.

Die neue Facebook-Seite zeigt im Showcase-Bereich aktuelle Web-Apps, hält eine Doku für Entwickler bereit und verrät auch, wie man seine Anwendung mit entsprechenden Hilfsprogrammen auf möglichst breiter Basis testet. Eine Unterseite der HTML5-Resource-Page gibt Aufschluss darüber, wie man eine frisch erzeugte App auf Facebook einstellt und verbreitet. Eine Diskussionsseite bietet Programmierern Gelegenheit sich bei Problemen auszutauschen.

Das soziale Netzwerk um den geschäftstüchtigen Programmierer Mark Zuckerberg ist dafür bekannt, die Möglichkeiten aktueller Browser-Technologien so auszureizen, dass es den Anwendern ebenso leicht fällt sie zu nutzen wie es Datenschützern schwer fällt sie zu akzeptieren. So kann man sich mit Facebook Connect bei verschiedensten Web-Services anmelden und der Like-Button hilft bei der Bewertung von Webseiten. Beides jedoch mit dem faden Beigeschmack der kaum kontrollierbaren Weitergabe persönlicher Informationen.
[Foto: Facebook folgt HTML5-Trend | cc-by-3.0 w3c]

Artikel von agent-media.de