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Dienstag, 1. Juni 2010

Forschung: Titanoxid als Super-Speicher

Chemiker der Universität Tokyo haben Titanoxid in extrem feiner Kristallstruktur auf Eignung als optische Speicherschicht getestet. Offenbar mit vielversprechenden Ergebnissen, wie pressetext nun berichtete.

Auf einem Quadratzoll (2,5x2,5cm) könnte dank der harmlosen und sehr günstigen Substanz 1 Terabyte Daten Platz finden, rund das 20fache einer wesentlich größeren, dopellagigen Blu-ray-Disc. Die Titanoxid-Kristalle mit Strukturen in der Größenordnung von nur 25 Nanometern sollen sich zur Herstellung wiederbeschreibbarer Medien bestens eignen.

Die japanischen Forscher möchten nun mit Industriepartner zusammenarbeiten um Optiken zum Lesen und Schreiben der kommenden Super-Discs entwickeln zu können.
[Foto: Blu-ray ist nur der Anfang; cc-by-sa 2.5 Andreas Hornig]

Donnerstag, 26. Februar 2009

Polymerschicht erreicht extreme Datendichte

Wie die Zeitschrift Science berichtet, ist es US-amerikanischen Forschern gelungen, auf einer Polymerschicht eine Datendichte von ca. 10 Terabit pro Quadratinch (ca 2,5x2,5cm) zu erreichen. Auf der Fläche einer DVD ließen sich mit der Errungenschaft bis zu 12.500 Filme speichern. Die Strukturen der Schicht bewegen sich im Bereich von ca. einem Nanometer und sind damit 15 mal kleiner als bei in bisherigen Forschungsarbeiten erzielten Ergebnissen. Die Wissenschaftler um die bei der University of Massachusetts Amherst tätigen Tom Russel und Ting Xu benutzten als Grundlage einen Saphir-Wafer, den sie für 24 Stunden auf eine Temperatur zwischen 1300 und 1500 Grad Celsius erhitzten. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Sägezahnstruktur auf dem Wafer. Das darauf in dünner Schicht aufgebrachte Copolymer organisiert sich so in einem hexagonal angeordneten, regelmäßigen Gitter. Xu und Russel demonstrierten auch eine neue Methode, die Strukturen anhand der Streuung von Röntgenstrahlung präzise zu messen. Noch ist unklar, wie Daten in die Nano-Strukturen geschrieben werden können. Die Forscher sehen neben dem Einsatz als Datenspeicher auch Potential für die Nutzung ihrer Ergebnisse in der Photovoltaik. [Foto: Stahlkocher@wikimedia]