Mittwoch, 31. Juli 2013

Technicolor vermeldet Gewinn

Technicolor hat seine Quartalsergebnisse präsentiert. Im ersten Halbjahr konnte der französische Disc-Producer einen Netto-Gewinn von 6 Mio. EUR einfahren. Im Vorjahr lag man in den ersten sechs Monaten noch 26 Mio. EUR im Minus. Auch der Umsatz wurde um 3,1 Prozent auf 1,6 Mrd. EUR gesteigert.

Das Unternehmen konnte seine Stellung als DVD und Blu-ray-Produzent merklich stärken. Die Anzahl hergestellter Video-Discs stieg um 8 Prozent auf 601 Mio Einheiten verglichen mit dem ersten Halbjahr 2012. Bei der Blu-ray-Disc-Vervielfältigung konnte man tüchtig zulegen: Das Herstellungsvolumen stieg um 83 Prozent auf 99 Mio. Einheiten. Bei DVDs stagnierte die Produktion bei 470 Mio. Stück.

Zu verschmerzen daher die lahmende Produktion von Spiele-Discs, die von 25 Millionen auf 20 Millionen Einheiten zurückging. Im Bereich Software dagegen wuchs die Herstellungsmenge von 10 auf 12 Millionen EUR.
[Foto: Technicolor ist wieder auf Kurs | (Logo)]

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Dienstag, 30. Juli 2013

Montag, 29. Juli 2013

Facebook kommt in die Gewinnzone

Am Mittwoch hat das soziale Netzwerk Facebook seine wirtschaftlichen Kennzahlen für das zweite Geschäftsquartal präsentiert. Die Finanzmeldung war durchweg erfreulich für die Aktionäre und die Angestellten des Internet-Unternehmens.

So ist der Umsatz verglichen mit dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr von 1,37 auf über 1,81 Milliarden US-Dollar gestiegen. Auch das operative Ergebnis konnte um mehr als die Hälfte auf 630 Mio. USD erhöht werden. Der Nettogewinn betrug 333 Mio. Dollar, nachdem 2012 noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar zu Buche gestanden hatte.

Verantwortlich für den positiven Trend ist das immer besser anlaufende Geschäft mit Werbung. Über eine Millionen Unternehmen treiben inzwischen Werbung auf der Plattform. 1,6 Milliarden Dollar Einnahmen erlangte Facebook durch Banner und ähnliches. 41 Prozent davon entfallen auf Reklameformen für den Mobilbereich. Wie viele der Einnahmen auf die ebenso endlosen wie nervtötenden Verbraucherhinweise von Partner- und Dating-Angeboten entfallen, gab die Webfirma um Gründer Mark Zuckerberg nicht bekannt.
[Foto: Zuckerberg hat wieder gut Lachen | cc-by 3.0 Guillaume Paumier]

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Donnerstag, 25. Juli 2013

Videomarkt Frankreich: Einnahmen fallen um ein Achtel

Im ersten Halbjar 2013 sind die Einnahmen aus dem Verkauf von DVDs und Blu-rays in Frankreich um 12,5 Prozent gesunken. Verglichen mit den ersten sechs Monaten 2012 purzelten die Umsätze von 495 auf knapp 440 Millionen EUR. Dies berichtet die staatliche französische Behörde für Filmförderung CNC, die eine entsprechende Erhebung von der GfK hat durchführen lassen.

Besonders das DVD-Format ließ in unserem westlichen Nachbarland kräftig Federn. Der Absatz der Discs für Videos in Standardauflösung sank von 47,3 Millionen im ersten Halbjahr 2012 um 12,4% auf zuletzt 40,77 Millionen Stück. Durch den gleichzeitigen Preisverfall ging der Umsatz sogar um 15,8% auf 341,5 Mio. EUR zurück.

Auch der Blu-ray-Boom ist in der Grande Nation merklich abgeklungen und kann den allgemeinen Negativtrend im physischen Videogeschäft nicht abfangen. Der Umsatz aus dem Verkauf der HD-Discs stieg nur noch marginal um 1,5% auf zuletzt 98,33 Mio. EUR. Auch beim neueren Format macht sich ein allgemeiner Preisrückgang bemerkbar, stieg der Absatz im selben Zeitraum doch um 3,9% auf 6,53 Mio. Einheiten.
[Foto: Frankreich guckt immer weniger DVDs | GNU LGPL Oxygen Team (oxygen-icons.org)]

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Mittwoch, 24. Juli 2013

Zeitungsnutzung weiter hoch

Fast zwei Drittel (64,7%) aller Deutschen ab 14 Jahren hält pro Tag eine gedruckte Zeitung in der Hand. In absoluten Zahlen bedeutet dies 45,5 Millionen Menschen. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) hervor, die der BDZV in einer Pressemitteilung zitiert.

Die regionalen Blätter erreichen alleine im Print-Abo bereits 51,6% Prozent der theoretisch möglichen Leserschaft (36,6 Millionen). 19,5 Prozent kaufen ein Einzelexemplar. Dagegen nimmt sich der Markt der überregional ausgerichteten Blätter kleiner aus. Diese Gattung wird pro Tag nur von 5,3 Prozent der deutschsprachigen Mitbürger konsumiert.

Über die Zeitungsangebote im Internet informieren sich laut eines Berichts der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) immerhin 28,6 Millionen Menschen über das Tagesgeschehen. Bereits mehr als 6,2 Millionen Deutsche nutzen Mobilangebote wie Zeitungsapp, um auf dem Laufenden zu bleiben.
[Foto: Noch immer aktuell: Gedruckte Zeitungen | cc-by-sa 3.0 Daniel R. Blume]

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Dienstag, 23. Juli 2013

Streaming-Umsätze mehr als verdoppelt

Verglichen mit den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres konnten Streaming-Dienste im ersten Halbjahr 2013 ihre Einnahmen um 137 Prozent steigern. Der noch junge Vertriebsweg für Musik kommt damit auf einen geschätzten Umsatzanteil von 3,2 Prozent (Vorjahr; 1,3%) am Gesamtgeschäft mit der Klangkunst. Dies berichtet Bundesverband Musikindustrie (BVMI) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Auch wenn nach Aussage vieler Künstler und Labels bei den Kreativen nicht viel vom Geld ankommt, betont BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke die positiven Seiten der neuen Art, Musik zu konsumieren. Sie spreche auch Teile der 64 Prozent aller Deutschen an, die bislang als "Nichtkäufer" von Musik zu bezeichnen sind. "Die neuen Dienste regen dazu an, insgesamt mehr Musik zu hören und vermehrt auch neue Künstler zu entdecken", führt Drücke weiter aus.

Derzeit sind etwa zwanzig legale Musik-Streamer in Deutschland vertreten. Einige bauen auf ein Freemium-Modell, das es auch erlaubt, Musik kostenfrei zu hören, sofern man Werbung akzeptiert. Diese Möglichkeit des kostenlosen Antestens scheint bei den Usern gut anzukommen.
[Foto: Spotify & Co. wachsen weiter | (Logo)]

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Britischer Pornofilter geht online

Wie David Cameron gestern in einer Rede mitgeteilt hat, sollen im Vereinigten Königreich bald allgemeine Sperrfilter gegen Internet-Pornografie installiert werden. Der Plan ist bereits letztes Jahr bekannt geworden und offensichtlich ist die Regierung in der Zwischenzeit nicht müde geworden, an seiner Realisierung zu arbeiten.

So werden alle Mobilfunkanbieter eine automatische Erkennung von Erwachsenenmaterial installieren. Diese Inhalte können dann unterwegs nicht mehr konsumiert werden. Wer Pornos auf seinem Handy schauen möchte, muss bei seinem Anbieter verifizieren, dass er das achtzehnte Lebensjahr überschritten hat. Auch öffentliche Wi-Fi-Netze sollen "familienfreundlich" werden und sexy Inhalte überall dort blockieren, wo es wahrscheinlich ist, dass Kinder sie nutzen. Mit sechs Firmen, die zusammen über 90 Prozent solcher Netze zur Verfügung stellen, wurde eine entsprechend Übereinkunft erzielt.

Im Heimbereich werden neue Breitband-Anschlüsse künftig mit einer sperrfähigen Software eingerichtet. Der Schalter ist standardmäßig aktiviert und wirkt bei allen mit dem heimischen Netz verbundenen Geräten. Zumindest bei den vier Providern TalkTalk, Virgin, Sky und BT werden entsprechende Programme eingeführt. Diese Unternehmen beherrschen knapp 90 Prozent des Marktes. Entfernen lässt sich der Kinderschutz nur durch den Inhaber des Anschlusses, bei dem es sich um eine erwachsene Person handeln muss. Dieses Verfahren vermeidet ein direktes Eingreifen auf Seiten der Betreiber. Im übrigen werden auch alle Bestandskunden bis zum Ende des Jahres kontaktiert. Die Entscheidung, ob sie den Filter installieren möchten oder nicht, bleibt beim Nutzer. Sie muss aber aktiv gefällt werden. Die konkrete Ausgestaltung dieses Bestätigungsablaufs überlässt die UK-Regierung den Internet-Service-Anbietern.

Im Übrigen lobte Cameron in seiner Rede die Arbeit der zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Netz eingerichteten Behörde CEOP. Das Amt ist der National Crime Agency unterstellt und seine Arbeit soll künftig noch effektiver werden. Dafür werden verschiedene Datenbanken der Polizei verknüpft um so eine gemeinsame Basis zum Aufspüren des kriminellen Materials zu schaffen.
[Foto: Britischer Saubermann: David Cameron | Open Government Licence v1.0]

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Mittwoch, 17. Juli 2013

Neues Video von Pussy Riot

Auch wenn drei Bandmitglieder der russischen Protest-Band Pussy Riot noch immer im Gefängnis sitzen, machen die verbliebenen Punk-Aktivistinnen weiter Stimmung gegen die derzeitigen Verhältnisse in ihrem Heimatland. Die lose Musikergruppe besteht aus insgesamt etwa zehn Frauen.

Der Rest der Pussy Riot-Crew hat nun ein neues Musik-Video veröffentlicht. Wie das unter dem
Künstlernamen Grelka firmierende Mitglied sagte, will man mit dem neuen Song anprangern, dass Putin den Reichtum Russlands unter seinen Freunden aufgeteilt hat. So wird in dem Clip verbal scharf gegen Igor Setschin geschossen und sein Bild mit Öl beschmiert. Der enge Vertraute des russischen Präsidenten hat neben politischen Beratertätigkeiten auch ein Pöstchen als Vorstandsvorsitzender des staatlichen Ölkonzerns Rosneft.

Die Pussy Riot-Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch waren nach einem Protestauftritt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale im Februar des letzten Jahres verhaftet und im darauffolgenden August wegen Rowdytums zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Richterspruch wurde von westlichen Politikern überwiegend als unverhältnismäßig eingestuft. Auch Kanzlerin Merkel tadelte die Gangart seinerzeit als "zu hart" und hob die Notwendigkeit politisch aktiver Bürger für einen funktionierenden demokratischen Rechtsstaat hervor.
[Foto: Schrill und konsequent: Pussy Riot | cc-by-sa 3.0 Игорь Мухин at ru.wikipedia]

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Musik-Piraterie: Zahlen stürzen ins bodenlose

Im Vergleich zum Jahr 2008 sind illegale Musik-Downloads im letzten Jahr um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Allerdings nur in Norwegen. Dies berichtet die österreichische Tageszeitung Krone auf der Grundlage einer Studie von Ipsos Mori. In Zahlen ausgedrückt kommen die Marktforscher auf 1,2 Milliarden illegal erstelle Musikkopien im Jahre 2008. Im vergangenen Jahr wurden in dem von fünf Millionen Einwohnern bevölkerten Land nur noch 210 Millionen Musikstücke widerrechtlich kopiert.

Bei TV-Serien ging die Zahl der aus dem Netz gezogenen Schwarzkopien von 135 auf 55 Millionen zurück. Bei Filmen bewegte sich die Entwicklung bei einem Rückgang von 125 auf 65 Millionen in einem ähnlichen Rahmen. Als flankierende Maßnahmen gegen Copyright-Verletzungen sind zu Anfang dieses Monats auch noch neue Gesetze in Kraft getreten, welche die Verfolgung von Piraterie-Sündern und die Sperrung von Tauschbörsen in der skandinavischen Nation vereinfachen sollen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass legale Dienste funktionieren, wenn sie leicht zu bedienen und günstig genug sind.  Norwegen gehörte zu den ersten Nationen, in denen Streaming-Dienste wie Spotify Fuß fassen konnten. Heute ist laut einer anderen Ipsos Mori-Umfrage etwa jeder vierte Norweger zahlender Kunde eines solchen Dienstleisters.
[Foto: Norwegen ist kein Piratenland | cc-by-sa 3.0 WarX, edited by Manuel Strehl]

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Dienstag, 16. Juli 2013

Rocker-Doku "Springsteen & I"

Am 22. Juli wird die Musik-Dokumentation "Springsteen & I" gleichzeitig in mehr als 50 Ländern in den Kinos starten. Für Fans von Bruce Springsteen ein absolutes Muss, denn gerade den Anhängern des Rock-Veteranen ist das Werk gewidmet.

Bereits auf dem Filmplakat sind über 300 Menschen zu sehen, die dem 63-jährigen zugetan sind. Auch in dem Streifen selbst werden viele Fans ihr Verhältnis zum "Boss" und seiner Musik erläutern.

Auch teils unveröffentlichte Konzert-Mitschnitte hat Regisseur Baillie Walsh verarbeitet. Als ausführender Produzent konnte übrigens Ridley Scott ("Alien", "Gladiator") gewonnen werden. Bleibt zu hoffen, dass die filmische Huldigung des als volksnah geltenden Künstlers die Grenze zum Kitsch nicht allzu oft überschreitet.
[Foto: Springsteen in Roskilde 2012 | cc-by-sa 3.0 Bill Ebbesen]

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Spotify-Rebellion bei Radiohead

Radiohead-Frontmann Thom Yorke und sein Produzent Nigel Godrich haben einige ihrer gemeinsam erstellten Alben von Spotify und Rdio entfernt. Grund für das Abwenden von den derzeit gehypten Streaming-Diensten ist die schlechte Bezahlung.

Es sei, So twitterte Godrich, eine Gleichung, die nicht aufgehe und schlecht für neue Musik. Viele weniger bekannte Musiker und Musik-Labels bestätigten die teils unterirdische Bezahlung in Kommentaren auf dem beliebten Kurznachrichtendienst. Konsumenten bewerten den Schritt dagegen eher negativ.

Bereits Ende 2011 hatten sich mehrere Indie-Labels wegen der verschwindend kleinen Einnahmen von Spotify verabschiedet. Da die Majors mit ihren riesigen Musikkatalogen auf Spotify vertreten sind (und gut damit  verdienen), sind aber weiter praktisch alle bekannten Songs auf Spotify zu finden. Godrich bezeichnet seine Aktion daher selbst als "bedeutungslose Rebellion".

Generell wird der aus Schweden kommenden Dienstleister mittelfristig über neue Preisstrukturen nachdenken müssen. Er hat nämlich noch immer Schwierigkeiten in die Gewinnzone zu kommen. Die immensen Aufwendungen für das Wachstum und die immer stärker werdende internationale Präsenz werden bisher "auf Pump" von den Sponsoren finanziert.
[Foto: (Logo) | Spotify: Künstler leiden unter Billigtarifen]

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Donnerstag, 11. Juli 2013

Schwacher Start in den Buchsommer

Im Juni hatten die Deutschen wenig Lust am Buch und gaben für Literatur 3,1 Prozent weniger Geld aus als im Vergleichsmonat 2012. Da der bisherige Jahresverlauf durchaus positiv war, bleibt in der Kumulation des ersten Halbjahres für die Buchhändler aber ein akzeptables Plus von 2,2 Prozent stehen. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Branchenmonitors Buch hervor, der zusammen mit der GfK allmonatlich vom Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erstellt wird. Die Studie umfasst die Vertriebswege klassischer Sortimentshandel, Internet und Warenhaus, die zusammen für etwa zwei Drittel aller Umsätze im Buchmarkt sorgen.

Besonders bei Taschenbüchern bekamen die Händler die schlechte Kauflaune zu spüren. Bei dieser Editionsform ging der Umsatz letzten Monat um 6,5 Prozent verglichen mit entsprechenden Zeitraum vor zwölf Monaten zurück. Die beiden anderen Ausgabeformate Hörbuch/Audiobook (-0,6%) und Hardcover (-1,8%) stehen dagegen nur knapp im Minus.

In den Warengruppen liegen nur Ratgeber (+2,6%) sowie die beiden weniger auflagenträchtigen Bereiche "Geisteswissenschaft, Kunst, Musik" (+1,1%) und "Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft" (+2,7%) im Plus. Die marktanteilig gewichtigen Sparten "Kinder- & Jugendbuch" (-6,9%), Sachbuch (-5,1%), Belletristik (-4,3%) und Reisen (-3,2%) sind dagegen alle deutlich im roten Bereich. Auch der Themenkreis "Naturwissenschaft, Medizin, Informatik, Technik" (-3,0%) reiht sich in die Auflistung der Warengruppen mit im Juni negativer Umsatzentwicklung ein.
[Foto: Börsenverein präsentiert wenig erbauliche Juni-Zahlen | (Logo)]

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Illegale E-Book-Preisabsprachen bei Apple

Ein Bundesbezirksgericht in den USA hat Apple wegen illegaler Preisabsprachen bei E-Books für schuldig befunden. Mit dem Urteil folgte die Richterin der Argumentation des Justizministeriums, das den Prozess angestrengt hatte.

Im Jahr 2010 hat nach Version des Gerichts Apple mit den Verlagen die Preise ausgeklüngelt. Die damals im Amazon-Shop üblichen zehn Dollar für aktuelle Literaturhits im Kindle-Format waren den Branchenvertretern offenbar zu wenig und so einigte man sich auf höhere Preise. Amazon musste seine E-Books daraufhin ebenfalls verteuern.

Die US-Behörden verfolgten den Fall mit aller Härte. Es zeigt sich deutlich, dass in den USA die Freiheit des Marktes ein viel höheres Gut ist als etwa hierzulande. In Deutschland existiert mit der Buchpreisbindung ein ganz ähnliches Konstrukt, das von der Kreativbranche immer wieder mit Nachdruck verteidigt wird.
[Foto: Für iPad-E-Books kam Apple den Verlagen entgegen | cc-by-sa 2.0 matt buchanan]

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Dienstag, 9. Juli 2013

Radionutzung weiterhin hoch

Vier von fünf Deutschen ab eine Alter von zehn Jahren schalten von montags bis freitags täglich das Radio ein. Die Studie ma 2013 Radio II der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) kommt auf genau 79,4 Prozent. Dieser Wert ist nur geringfügig kleiner als der zu anfang des Jahres gemessene Prozentsatz (79,7% laut ma 2013 Radio I) und entspricht unter der Woche einer Reichweite von 58 Millionen Hörern. Dies berichtet musikmarkt.de in einer Vorabmeldung, der komplette Report wird erst am 16. Juli veröffentlicht.

Die Hördauer liegt unter den Radiokonsumenten bei 249 Minuten. Auch die junge Zielgruppe der Menschen bis einschließlich 29 Jahre hört mit 199 Minuten ziemlich lange Radio und hat ihren Konsum verglichen mit der ersten Datenerhebung dieses Jahres sogar um sieben Minuten gesteigert.
[Foto: Das Radio läuft oft nebenbei | (gemeinfrei)]

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Montag, 8. Juli 2013

Studie zur Buchnutzung

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat eine Studie zu Interesse und Nutzung von Medien herausgebracht. Der AWA 2013 genannte Report zeigt auch auf, wie es um die Lesegewohnheiten der Deutschen bestellt ist.

So haben sich 59,7% der Deutschen in den vergangenen 12 Monaten ein Buch zugelegt. Rund ein Sechstel (16,3%) der Deutschen haben sich innerhalb des Jahres 1-2 Bücher gekauft, bei etwa ebensovielen (16,4%) waren es 3-4 Bücher (16,3%). 5-9 Schmöker besorgten sich innerhalb dieses Zeitraums 14,2%. Echte Vielkäufer mit 10-19 erstandenen Bücher (7,5%) oder noch mehr (4,7%) sind dagegen eher selten. 25,7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie generell niemals Bücher kaufen.

Besonders die oft günstigen Taschenbücher haben es den Deutschen angetan. Diese wenig robuste Editionsform wird von 28,6 Prozent hauptsächlich erworben. Nur 8,5 Prozent greifen lieber zu gebundenen Ausgaben. Allerdings meinen 37,2 Prozent auch, sie hätten keine Präferenz bezüglich der Editionsvariante.

Die nicht mehr ganz junge E-Book-Szene bleibt in Deutschland weiter in den Kinderschuhen stecken. Nur 5,2 Prozent der Umfrageteilnehmer haben einen E-Reader, mit dem sie digitale Leseware komfortabel konsumieren könnten. Weitere 3,5 Prozent planen den baldigen Erwerb eines solchen Geräts. Offensichtlich werden die Digitaleditionen jedoch auch auf anderen Zielplattformen gelesen, denn immerhin sechs Prozent haben in den letzten 12 Monaten ein E-Book gekauft. Auch Hörbücher erfreuen sich eher bescheidener Beliebtheit und wurden nur von 7,4 Prozent der Befragten innerhalb der 365 Tage vor dem Studieninterview als Hörbuch oder in CD-Form erworben.
[Foto: Nur jeder 19te Deutsche hat einen E-Reader | (gemeinfrei)]

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Donnerstag, 4. Juli 2013

DVDs und Blu-rays bleiben beliebt

Trotz der vielbeschworenen digitalen Streaming-Zukunft hängen die Verbraucher noch sehr an physischen Video-Formaten. Dies belegt eine Umfrage der NPD Group unter US-Amerikanern, wie das Fachportal DVD and Beyond berichtet.

59 Prozent der Befragten sehen Filme auf DVD oder Blu-ray. 21 Prozent leihen sich auch Videos aus. 20 Prozent nutzen ein Video On Demand-Abo für den heimischen Filmkonsum.

In den voausgegangenen 12 Monaten des Umfragezeitpunks haben 44 Prozend der Studienteilnehmer eine DVD oder Blu-ray gekauft, jeder Vierte hat eine Disc in der Videothek oder am Leihautomaten gemietet. Lediglich 14 Prozent nutzten einen Pay-Per-View-Service. Nur wenige erstehen eine Digitale Filmkopie online für die dauerhafte Nutzung. Ganze fünf Prozent gaben an, dies über ein Electronic Sell Through-Angebot getan zu haben.
[Foto: US-Konsumenten mögen DVDs & Blu-rays | (Logo)]

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Mittwoch, 3. Juli 2013

PwC prophezeit goldene Musik-Streaming-Zukunft

Auch wenn zur Zeit hierzulande noch 71 Prozent aller Umsätze im Musikmarkt auf den Verkauf von CDs zurückgehen, werden die digitale Kanäle, und insbesondere das Streaming-Segment, in Zukunft weiter zulegen. So sagt es eine aktuelle Studie von PwC voraus.

Einem 21-prozentige Umsatzanteil aus der Veräußerung von Downloads stehen derzeit nur 2,5 Prozent Einnahmen aus Streaming-Angeboten (36 Mio. EUR im Jahre 2012) gegenüber. Bis 2017 erwarten die Experten einen Zuwachs von 28 Prozent pro Jahr und rechnen mit einem Umsatz von dann 125 Mio. EUR.

Auch eine Umfrage unter Internet-Nutzern von 18 bis 65 Jahren wurde im Rahmen der Studie durchgeführt. Sie zeigt die Wünsche der User auf. So ist es für fast zwei Drittel der 18-30-Jährigen wichtig, dass es Zusatz-Features wie Playlists oder Empfehlungen gibt. Bei den 45-65-Jährigen ist der Anteil mit 52,2 Prozent geringer, aber immer noch recht hoch. 46,7 Prozent der Frauen und 35,8 Prozent der Männer ist eine einfache Bedienung sehr wichtig.

Um die Bekanntheit der größeren Anbieter ist es schon recht gut bestellt. So kennen nur 35 Prozent aller Befragten überhaupt keinen Streamer, der bekannteste Dienstleister ist Napster. Allerdings nutzen nur 14 Prozent überhaupt wenigstens gelegentlich ein Online-Streamer, zu denen PwC im Rahmen der Umfrage neben den On-Demand-Anbieter wie Spotify auch Webradios vom Schlage eines Rdio oder Aupeo zählt. Somit bleibt der Branche also in der Tat noch ein großes Wachstumspotential.
[Foto: Rhapsody-Tochter Napster | cc-by-sa 3.0 PR Rhapsody Europe]

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Dienstag, 2. Juli 2013

TV-Konsum konstant hoch

Die Deutschen verbringen nach wie vor viel Zeit vor der Flimmerkisten. Rund vier Stunden täglich sind es laut einer aktuellen Studie von media control. Im ersten Halbjahr 2013 lag der TV-Konsum wie schon im Vorjahreszeitraum bei 242 Minuten pro Tag.

Regional ergeben sich sehr unterschiedliche Werte, die sich zum Teil aus der Arbeitslosenquote und einem höheren Altersniveau erklären. So stieg der Fernsehdauer in Sachsen-Anhalt um 16 Minuten auf 304 Minuten. Das ist der Spitzenplatz unter allen Bundesländern.

Doch auch in den westlichen Gebieten gab es kräftige Zuwächse. In Schleswig-Holstein schalteten die Bundesbürger 11 Minuten länger ein als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor und schlossen mit 239 Minuten TV-Schauen in 24 Stunden zum Durchschnitt auf.

Der niedrigste Wert wurde in Baden-Württemberg gemessen. Im "Ländle" wurden die Empfangsgeräte 211 Minuten täglich eingeschaltet, eine Minute weniger in den ersten sechs Monaten 2012.
[Foto: TV bleibt beliebtestes Medium | cc-by-sa 3.0 Franciscoceba]

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Bertelsmann & Pearson fusionieren Verlagsgeschäft

Die global agierenden Medienfirmen Bertelsmann und Pearson haben ihre Buchverlage Randomhouse und Penguin gestern per Vertrag fusioniert. Die kartellrechtlichen Verfahren sind erfolgreich durchlaufen.

Das gemeinsame, unter dem Hybrid-Namen "Random House Penguin" firmierende Unternehmen wird zu 53 Prozent von Bertelsmann getragen und der Medienkonzern aus Gütersloh erhält fünf Sitze im Verwaltungsrat. Markus Dohle, bisher Geschäftsführer bei Randomhouse, wird CEO des neuen Buchriesen. Die Briten spielen mit 47 Prozent Anteil die zweite Geige und erhalten vier Sitze. Hauptsitz des Partnerkonzerns wird New York sein, wobei die Randomhouse-Verlagsstätten in Deutschland erhalten bleiben.

Nach dem Merger will man nun Geld in die Hand nehmen und vor allem in die Wachstumsmärkte Indien, China und Brasilien investieren. Bereits heute zählen Penguin und Randomhouse zusammen mehr als 10.000 Mitarbeiter. Die Buchkonzerne  erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von summiert etwa drei Milliarden EUR.
[Foto: Interimslogo von Randomhouse Penguin | (Logo)]

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